Uni Leipzig

Freitag, 25. Juli 2008

Rebecca Rosenthal online

Nach einem Experiment von Daniel Böttger und einer Internetpräsenz von Martin Bamert ist nun auch Rebecca Rosenthal mit einer Page online. Damit geht die Religionswissenschaft Leipzig im Hinblick auf Internetaktivitäten klar in Führung - und wir dürfen uns für die Zukunft wohl auf ein wachsendes Angebot an Online-Veröffentlichungen (auch anregenden Videos, wie Daniel Böttgers Matrix-Tarot-Vergleich, siehe hier), Diskussionsforen u.ä. freuen.

Verweisen möchte ich bei dieser Gelegenheit aber auch noch einmal auf das Leipziger Buchprojekt "Ohne Gott leben", das ich für beispielhaft halte (siehe hier). Was die Religionswissenschaft angeht, kann ich es klar beurteilen: Die Uni Leipzig rockt!!!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Buchpräsentation - "Ohne Gott leben. Religionspsychologische Aspekte des Unglaubens"

Die Universität Leipzig habe ich als einen Ort engagierter Studierender und kreativer Dozenten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum erlebt, die noch mutig und bereit waren, neue Wege zu gehen! Ein Beweis gefällig? Beachten Sie bitte die folgende innovative Projektidee und Buchvorstellung!

Buchpräsentation - "Ohne Gott leben. Religionspsychologische Aspekte des Unglaubens"

"Ohne Gott leben. Wie geht das?" Diese Frage stellte das Erzbistum Köln auf seiner Internetseite www.ohne-gott.de. In einem einjährigen Projekt mit Studierenden der Religionswissenschaft der Universität Leipzig hat der Religionswissenschaftler und Psychologe Dr. Sebastian Murken die Antworten der Menschen aus dem Internet ausgewertet.

Am 18.06.2008 um 19.00 Uhr wird im Religionswissenschaftlichen Institut in Leipzig die Buchpräsentation - Ohne Gott leben. Religionspsychologische Aspekte des "Unglaubens" - unter der Leitung von Prof. Sebastian Murken stattfinden.

Veranstaltungsort:
Religionswissenschaftliches Institut
Raum M 204
Schillerstraße 6, 04109 Leipzig

Religionspsychologen untersuchen das Denken und Leben von Gläubigen - wie aber steht es mit den ´Ungläubigen´? Den Atheisten, Agnostikern, religiös Indifferenten? Ein Forschungsprojekt des Religionswissenschaftlichen Instituts der Universität Leipzig unter der Leitung von Sebastian Murken ist dieser Frage zwei Semester lang nachgegangen.

Über eintausend Selbstzeugnisse von Menschen, die ohne Gott leben, wurden untersucht. Aus den Einzelfällen konnten neue Erkenntnisse über vieles gewonnen werden, was die `Gottlosen` bewegt - ihre Beweggründe, ihre Entscheidung gegen den Glauben, aber auch ihre Haltung zu den Gläubigen und den Grundfragen des Lebens. Die Forschung zu diesem Bereich konnte so erweitert und systematisiert werden.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wird nun veröffentlicht. Anlässlich dieser Veröffentlichung stellt das Religionswissenschaftliche Institut das Forschungsprojekt mit einer Buchpräsentation und einem Vortrag vor. Es wird auch Gelegenheit geben, die Ergebnisse zu diskutieren.

Erste Infos zum Buch mit Inhaltsverzeichnis und Leseprobe finden Sie hier:
http://www.diagonal-verlag.de/07n-buch.html

Montag, 21. Januar 2008

Santa Muerte - Die Verehrung von Frau Tod

Im Umgang mit dem Tod haben sich religiös und regional sehr unterschiedliche Formen entwickelt. So finden wir in Mexiko die (auch) auf vorchristliche Religionen zurückgehende Verehrung von der "Heiligen Frau Tod", teils in katholischem Gewand, aber auch in Abgrenzung zur offiziellen Kirche.

Im Rahmen unseres Seminars an der Universität Leipzig hat Henry Zimmermann zur Frage von Todesvorstellungen und Santa Muerte einen reich bebilderten Artikel gestaltet, den Sie per Klick hier oder auf das Bild abrufen können.

Santa Muerte - die Verehrung der "Heiligen Frau Tod" ist in Mexiko populär und greift bis in vorchristliche Religionen zurück. Einerseits im katholischen Gewand, von der offiziellen Kirche aber auch kritisch beäugt und teilweise abgelehnt, ist sie längst zu einer eigenständigen, regionalen Tradition des Umgangs mit dem Tod für die Armen und Gefährdeten geworden, die sich auch auf vorchristliche Religionen zurück führen lässt.

Das pdf hat 13 MB - aber es lohnt sich.

Samstag, 12. Januar 2008

UFO-Glauben als neureligiöses Phänomen

Gestern Abend fand zwischen Martin Bamert und mir die Pro-Contra-Debatte zur Frage der realen oder symbolischen Existenz von UFOs in Leipzig statt. Ein Bericht des Uniradios "Mephisto" dazu hier.

Der Ansatz, das universitäre Leben auch in die Öffentlichkeit hinein zu öffnen und einen seriösen, auf Wissensvermittlung und empirische Forschung orientierten Dialog zwischen Skeptikern (zu denen auch ich zähle) und Glaubenden zu eröffnen, ist erfreulich aufgegangen. Das Interesse von Medien und auch Öffentlichkeit war enorm, Diskussion und Fragerunden verliefen engagiert, aber fair und da knapp die Hälfte der ca. 120 Besucher einen ausgelegten Fragebogen ausfüllte, konnten wir auch ein erstes Profil und Rückmeldungen auswerten.

Eine deutliche Mehrheit (61,5%) der Teilnehmer war männlich (Frauen 38,5%). Der Großteil war zwischen 18 und 27 Jahre alt, es gab jedoch eine Gruppe um die 50 und einen Besucher von 70 Jahren (Altersschnitt 32 Jahre). Knapp 70% der Teilnehmer gehörten keiner Konfession an, 15% bzw. 6% waren evangelisch bzw. katholisch, 9% verteilten sich auf weitere Angaben. Fast die Hälfte (49%) der Antwortenden war durch Freunde und Bekannte auf die Veranstaltung aufmerksam geworden, 17% durch die Presse und 14% durch das Internet. Die "Benotung" fiel freundlich aus: die Veranstaltung wurde als unterhaltsam (2,0), informativ (2,1) und anregend (2,3) bewertet und erhielt die Gesamtnote 2,1. Neben einer Vielzahl positiver Rückmeldungen gab es dabei jedoch auch wenige kritische Stimmen (mit deutlich niedrigeren Noten), wobei einerseits die Verwendung zu vieler wissenschaftlicher Begriffe und englischer Clips als unverständlich kritisiert wurde, von anderen aber umgekehrt eher weitergehende Information gewünscht wurden.

Was mich persönlich sehr gefreut hat, war der Umstand, dass sich Anwesende in ihren jeweiligen Erfahrungen und Weltdeutungen ernstgenommen fühlten, aber auch umgekehrt die Rückfragen etwa an "immunisierende" Verschwörungstheorien aufgenommen wurden. Und dass die Zusammensetzung der Teilnehmer (Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit) zu den empirischen Befunden der bisherigen Forschung zu UFO-Mythologien passte, ist natürlich auch schön. (-:

Wie versprochen also auch schon einmal zum Download meinen Part "UFO-Glauben als neureligiöses Phänomen" mit weiterführenden Literaturtips.

Mein Part in der UFO-Debatte mit Martin Bamert an der Universität Leipzig am 11.01.2008. Darin vertrete ich die Auffassung, dass sich die UFO-Sichtungen und Kontakte sehr viel besser als neureligiöses Phänomen denn als physikalisches Ereignis beschreiben lassen.

Beide Vorträge und einen ausführlichen Bericht finden Sie in Kürze auch auf der Homepage von Martin Bamert.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, der Institutsleitung und Universitätsverwaltung sowie vor allem den kräftig mitwirkenden, vor- und nacharbeitenden Studierenden im Seminar einen herzlichen Dank für die Gelegenheit, auch einmal ein ungewöhnliches Thema aufzugreifen und Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit miteinander ins Gespräch zu bringen!

Samstag, 29. Dezember 2007

Öffentliche Disputation: UFOs zwischen Glauben und Realität (Am 11.01., Leipzig)

Im Rahmen meines Seminars "Angewandte Religionswissenschaft" an der Universität Leipzig hatte ich die Studenten aufgerufen, auch einmal originell und mutig zeitgenössische Themen religionswissenschaftlich zu bearbeiten.

Martin Bamert, ein sehr aktiver Student der Religionswissenschaft und Indologie, verblüffte unter dem Eindruck der unsäglichen Hagen-Bublath-Debatte bei Maischberger prompt mit einem Vorschlag: Eine seriöse, öffentliche Diskussion darüber, inwiefern UFO-Erlebnisse auf empirischen Fakten beruhen oder "nur" religiös gedeutete Erfahrungen widerspiegeln.

Diese Herausforderung sei angenommen! (-:

Sie sind also auch seitens der Universität Leipzig hiermit herzlich eingeladen:

Am Freitag, dem 11.Januar 2008

zu

Öffentlicher Vortrag und Debatte zum Thema "UFOs - Zwischen Glaube und Realität? Die Untersuchung eines der umstrittensten Phänomene der Neuzeit"

mit Martin Bamert, Religionswissenschaftliches Institut, Universität Leipzig

und

Dr. Michael Blume Religionswissenschaftliche Institute Leipzig und Heidelberg

Ort: Brüderstraße 16-18
Hörsaal 2
04103 Leipzig

Martin Bamert (Homepage im Aufbau hier) wird die affirmativen Argumente vortragen, die nach Auffassung vieler UFO-Glaubender in Deutschland und weltweit für die Realexistenz außerirdischer Besucher sprechen könnten.

Dr. Michael Blume (Homepage hier) wird dagegen argumentieren, dass sich die bisherigen UFO-Erfahrungen religionswissenschaftlich sehr viel einfacher als Deutungen religiöser Erfahrungen beschreiben lassen und auf die strukturellen Schwierigkeiten von UFO-Kulten religionsvergleichend eingehen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie dazu kämen!

Mittwoch, 28. November 2007

Religionswissenschaft & Neue Medien - Zum Beispiel Daniel Böttger

Auf das zweite Seminar am religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig ("Angewandte Religionswissenschaft II") freue ich mich bereits sehr - denn schon beim ersten Seminar war mir das sehr hohe Niveau der Studierenden aufgefallen. Ein wichtiger Faktor ist einerseits das kleine, aber engagiert-hochkarätige Lehrteam. Daneben schien mir auch ein Faktor zu sein, dass Religionswissenschaft und überhaupt die Befassung mit Religion von den Studierenden in Leipzig zwischen einem noch eher religionsfernen Mainstream und kleinen, aber oft besonders identitätsbewussten Kirchen und Religionsgemeinschaften bis in den Alltag hinein sehr viel häufiger begründet werden muss und daher nicht selten bewusster erfolgte. Häufiger steht da ein echtes Erkenntnis- und Gestaltungsinteresse im Vordergrund, seltener hatten Studierende "irgendwas" studieren wollen und sich "halt schon immer irgendwie für Religion" interessiert.

Entsprechend kreativ und hochkarätig fielen die Beiträge im ersten Seminar aus, so dass ich dieses Semester den Themen- und Anwendungsbereich über Politik und Verwaltung ausdrücklich auch auf öffentliche Präsentationsformen, Film und neue Medien erweitern will. Denn schließlich schöpfen gute Filme, aber auch populäre Bücher, Spiele etc. weltweit aus religiösen Mythen - und gute Religionswissenschaftler könnten nicht nur als Redenschreiber, Berater, Integrations- bzw. Dialogbeauftragte und Konfliktmoderatoren, sondern stärker noch auch als (Drehbuch- et al.)Autoren, Film- und Kommunikationsfachleute, Produzenten neuer Medien sowie Lektoren und Gutachter reüssieren.

Zum Beispiel: Das Matrix Tarot

Und noch bevor das Seminar überhaupt begonnen hat, hat Daniel Böttger bereits ein erstes Highlight gesetzt. Auch er hat an der religiösen Grundierung des Kinofilms "Matrix" gearbeitet und eine neue und originelle These präsentiert: die Drehbuchautoren könnten sich (auch) von einer bekannten Tarotkartenfolge (der "Fools Journey", "Reise des Narren") inspiriert haben lassen. Und diese These ist buchstäblich "in den Raum gestellt": Daniel Böttger, der derzeit auch u.a. ein eigenes Seminar über Wikipedia anbietet, hat seine These als YouTube-Video und eine eigene Page in Englisch online gestellt. Sehen Sie selbst:



Das Evolution-Religion-Teaser-Video ist also keine Eintagsfliege geblieben, wir Religionswissenschaftler erobern jetzt sukzessive die neuen Medien! (-;

Im Ernst: es ist außerordentlich ermutigend zu sehen, welche Kreativität und Vielfalt an Interessen in unserem Fach schlummert. Schon jetzt freue ich mich daher sehr auf die Einführungsveranstaltung am 7.12., 13 bis 15 Uhr und das Blockseminar dann am 11. und 12.01.2008.

Ohne zuviel zu verraten: wir dürfen gespannt sein, inhaltlich und medial Neues unter anderem über Religion und Demografie im Deutschen Bundestag (Dirk Schuster et al.) bis hin zur öffentlichen Debatte um UFO-Glauben (Martin Bramert et al.) zu erfahren! Die Leipziger Studierenden beweisen es: Religionswissenschaft kann bunt, fachlich und auch medial interessant sein und mutig Neuland erschließen.

Dr. Blume

Religionswissenschaft aus Freude
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

kostenloser Counter

Bloggeramt.de

Gott, Gene und Gehirn - Von Rüdiger Vaas und Michael Blume

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

>>Zwar kenne ich...
>>Zwar kenne ich keine Studie dazu, aber mein...
ElsaLaska - 12. Okt, 11:11
"Neuer Atheismus?" -...
Am 25. November ab 14:30 Uhr im Gemeindehaus Weiler Ziegelstr....
blume-religionswissenschaft - 12. Okt, 10:01
Auswirkungen des Internets?
Liebe ElsaLaska, vielen Dank für Info und Link!...
blume-religionswissenschaft - 12. Okt, 09:58
Ich darf noch auf den...
Ich darf noch auf den "Rapture Index" hinweisen, von,...
ElsaLaska - 11. Okt, 22:10
UFO-Naherwartungen für...
Derzeit findet über das Internet eine Vernetzung...
blume-religionswissenschaft - 11. Okt, 20:23

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)
xml version of this topic

twoday.net AGB

Aus den Alben

Verhältnis von Gebetshäufigkeit und durchschnittlicher Kinderzahl auf Basis der ALLBUS-Befragung Deutschland 2002. (Klick führt auf unseren (Blume, Ramsel, Graupner) Gesamtartikel im Marburg Journal of Religion.)

Suche

 

Status

Online seit 644 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 12. Okt, 11:11

Veranstaltungen
Begrüßung und Einführung
Bilderalbum
BUCH
Buddhismus
Christentum
Chronologs
Demografie & Familienbilder
Dialog
Durkheim, Emile
Evolutionary Religious Studies (ERS)
Evolutionsforschung
F.A. von Hayek
Gesundheit & Religion
Islam
Judentum
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren