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    <title>Dr. Blume (Religionswissenschaft aus Freude) : Rubrik:Reflektionen</title>
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    <description>Religionswissenschaft aus Freude</description>
    <dc:publisher>religionswissenschaft</dc:publisher>
    <dc:creator>religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:date>2009-04-20T13:42:36Z</dc:date>
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    <title>Dr. Blume</title>
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  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5635168/">
    <title>Teilweise Radikalisierung des Atheismus in Deutschland?</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5635168/</link>
    <description>Im Gegensatz zu den (zum Beispiel evangelischen, katholischen, jüdischen usw.) Theologien geht die Religionswissenschaft nicht von Glaubensannahmen aus, sondern erforscht das Phänomen Religion(en) auf Basis des methodologischen Agnostizismus und mit Mitteln der Geistes-, Sozial- und (zunehmend) Naturwissenschaften. Entsprechend war und ist die Zusammenarbeit von Atheisten, Agnostikern und religiösen Menschen nicht Ausnahme, sondern Alltag - und wird auch als Chance begriffen. Persönlich denke ich zum Beispiel dankbar an jede Minute der Zusammenarbeit mit meinem Doktorvater wie auch mit meinem Mitautor bei &quot;&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Gott-Gene-Gehirn-Evolution-Religiosit%C3%A4t/dp/3777616346/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1226789720&amp;sr=8-1&quot;&gt;Gott, Gene und Gehirn&lt;/a&gt;&quot; zurück, die beide auch Beiratsmitglieder der Giordano-Bruno-Stiftung sind. Auch mit prominenten Vertretern der Religionskritik in Deutschland wie Bernulf Kanitscheider, &lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/allgemein/2008-12-30/religion-und-evolution-auf-dem-weg-ins-darwinjahr&quot;&gt;Michael Schmidt-Salomon oder Ralf König&lt;/a&gt; verbinden respektvolle Begegnungen und lebhaft-interessante Diskussionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zunehmende Radikalisierung?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Monaten bemerke ich jedoch zunehmend eine Radikalisierung von Teilen der atheistischen Bewegung. Die &quot;Kritik&quot; an den Glaubensauffassungen anderer wird zunehmend verletzender, der &quot;Humor&quot; stetig dunkler und die Diskussionen verlieren an Sachlichkeit. Meist sind es Männer, oft (noch?) kinderlos und mit viel Zeit und Testosteron, die sich offensichtlich über das Internet gegenseitig in ihrer Abneigung gegen &quot;die Gläubigen&quot; immer weiter hochschaukeln, Andersdenkende am liebsten im Rudel attackieren und sich zunehmend in einer eigenen Schwarz-Weiß-Weltsicht verbarrikadieren. Politische Konflikte wie in Berlin um das Volksbegehren Pro Reli, die atheistische Buswerbung oder die gewalttätigen Ausschreitungen gegen das Christival in Berlin putschen offensichtlich zusätzlich auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mich aber völlig überrascht hat und weiter überrascht: Die Aggression richtet sich zunehmend auch gegen Wissenschaftler, wenn diese es wagen, andere als erwartete Resultate zu erbringen. In den Kommentaren dieses Blogs lässt sich dieser zunehmende Trend zur Feindseligkeit geradezu chronologisch nachvollziehen: In der Anfangszeit standen noch kritisch-konstruktive Rückfragen zur Evolutionsforschung zur Religiosität im Vordergrund sowie auch gute Diskussionen etwa um offene Fragen, Definitionen usw. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paradox aber: Parallel zu einer sehr freundlichen Aufnahme der Befunde in der Fachwelt (z.B. auch von ausgewiesen religionskritischen Biologen wie Franz Wuketits, vgl. Rezension in der Universitas usw.) wurden die unsachlichen und zunehmend persönlichen Angriffe immer heftiger, häuften sich Fälle von Cyber-Stalking (inklusive übler Verleumdungen und Suchanfragen nach Frau und Kindern!) sowie völlig unsachlichen und zunehmend persönliche Kommentare und Artikel, auf die einzugehen immer weniger Freude machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Religionswissenschaftler als Erzfeind?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist das alles ja nichts Neues - vermeintlich &quot;rationalistisch&quot;-atheistische Polemiken und Attacken gegen Evolutionsforscher waren z.B. noch in den 70er Jahren weit verbreitet. Vielleicht kommen sie einfach nur wieder, vielleicht geht es ja auch wieder vorbei. Und so tendiere ich durchaus noch dazu, freundlich zu reagieren, wenn mich z.B. der &quot;aufgeklärte&quot; Redakteur und humanistische Funktionär Andreas Müller gleich zum &lt;a href=&quot;http://feuerbringer.wordpress.com/2009/04/05/hello-world/&quot;&gt;Start seines neuen Blogs&lt;/a&gt; zu seinem &quot;Erz-Nemesis&quot; ernennt, nachdem er schon die Evolutionsforschung zur Religiosität in einem durchaus lesenswerten Beitrag &lt;a href=&quot;http://hpd.de/node/6201&quot;&gt;als dunkle Bedrohung&lt;/a&gt; bezeichnet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freude endet aber spätestens bei den Polemiken eines anderen, atheistischen Blogger, der oft durchaus diskussionswürdige Befunde gerne (&lt;a href=&quot;http://blog.dignitatis.com/wordpress/?p=393&quot;&gt;z.B. hier&lt;/a&gt;) mit Einleitungen wie &quot;Der einschlägig bekannte ehemalige Religionswissenschaftler und jetzige Publizist Dr. Michael Blume wird nicht müde zu behaupten...&quot; garniert - die Ihnen, so nehme ich an, wahrscheinlich auch jede Lust auf wissenschaftlichen Austausch in der Sache verderben würden. Schade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es mag ja Leute geben, die so etwas auf Dauer nötig haben oder witzig finden. Ich zähle nicht dazu, will weder jemandes Erzfeind sein noch jemandes Bedrohung und nehme die wissenschaftliche Arbeit mit Freude an und Ernst. Ich möchte als freier Mensch sachlich und seriös forschen und dabei persönliche Glaubensüberzeugungen haben dürfen wie jeder andere auch. Und ich möchte mich lieber über Inhalte austauschen als Hundert Mal die gleichen, selbstgerechten Vorurteile gegen &quot;die&quot; Christen, Muslime, Juden usw. widerlegen zu müssen. Kritik an der Wissenschaft, Ergänzungen, bessere Hypothesen usw. sind stets willkommen, sollten dann aber auch wissenschaftlich fundiert sein - und nicht aus Plattitüden und Beschimpfungen bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Blogende&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Selbstverständlichkeiten immer schwerer zu erreichen sind (und ich auch bei mir selbst Anzeichen von Überdruss bemerke, den neue Kommentatoren wie @itz oder @Daniel eigentlich nicht verdienen), habe ich mich vor einigen Wochen entschlossen, den Blog &quot;Religionswissenschaft aus Freude&quot; zu Ostern auslaufen zu lassen. Bis auf weiteres wird er noch stehenbleiben, werden aber nur noch Veranstaltungshinweise erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde mich wieder stärker auf die RL-Forschung, das Gespräch von Mensch zu Mensch und den wissenschaftlicheren sowie moderierten Chronolog &quot;&lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/phanomene/2009-04-06/die-mormonen-religion-born-in-the-usa&quot;&gt;Natur des Glaubens&lt;/a&gt;&quot; konzentrieren und vielleicht später einmal ein englischsprachiges Angebot starten. Die Mehrheit der wunderbaren, nicht-extremen Leser und Kommentatoren dieses Blogs möchte ich herzlich einladen, lieber wieder auf höherem Niveau über die Sache(n) zu diskutieren, als die immergleichen Polemiken der oft gar nicht &quot;neuen&quot; Atheismen erdulden zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/grundlagen/2009-04-15/franz-m.-wuketits-zu-gott-gene-und-gehirn&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Im Chronolog Natur des Glaubens stellt Dr. Michael Blume Befunde aus der Evolutionsforschung zur Religiosität und Religionen sowie verwandte Themen vor. Klick führt weiter.&quot; height=&quot;75&quot; alt=&quot;Im Chronolog Natur des Glaubens stellt Dr. Michael Blume Befunde aus der Evolutionsforschung zur Religiosität und Religionen sowie verwandte Themen vor. Klick führt weiter.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/glaubenheader.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-10T03:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5609877/">
    <title>Todesstrafe - Reflektion der Fehlbarkeit menschlicher Gerichtsbarkeit</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5609877/</link>
    <description>Zitiert aus Welt, 27.03.2009, Artikel von Uwe Schmitt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Idealfall für Ermitter, Chance für die Unschuldigen. In den Vereinigten Staaten hat die DNS-Analyse Dutzenden verurteilten Hinrichtungskandidaten das Leben gerettet&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Zitat:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder (unschuldig) Hingerichtete ist einer zuviel. Die Zahlen sind eindrucksvoll. Seit 1973 sind 130 Verurteilte in 26 US-Bundesstaaten wegen erwiesener Unschuld freigelassen worden, viele aufgrund von DNS-Beweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Anmerkungen:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine. Nur ein Schaudern bei dem Gedanken an jeden einzelnen Menschen, der völlig unschuldig verurteilt und hingerichtet wurde bzw. wird.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-03T03:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5601649/">
    <title>Der Papst und die Kondome - O-Ton</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5601649/</link>
    <description>Große Teile unserer Gesellschaft, darunter oft auch solche Menschen, die sich für besonders &quot;aufgeklärt&quot; halten, scheinen weiterhin eher reflexartig über Religion(en) zu diskutieren. Nachdem eine Zeit lang maßlos über den Islam hergezogen wurde, ist derzeit mal wieder die katholische Kirche dran. Erinnern Sie sich noch an die Erregung, die ein vermeintlich &quot;skandalöse&quot; Kondom-Äußerungen von Papst Benedikt XVI. in Afrika vor kurzem erregt haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist seine angeblich &quot;anstößige&quot; Antwort auf die Frage eines Journalisten im O-Ton. Ob er da etwas Skandalöses gesagt hat - etwas, das ein Papst nicht (mehr) sagen darf? Bilden Sie sich am Besten Ihre Meinung selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefunden in &lt;a href=&quot;http://elsalaska.twoday.net/stories/5592455/&quot;&gt;Elsas Nachtbrevier&lt;/a&gt;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frage:&lt;/b&gt; Heiligkeit, unter den vielen Übeln, die Afrika heimsuchen, steht besonders die Verbreitung von Aids. Die Haltung der katholischen Kirche über die Art und Weise, wie das zu bekämpfen sei, wird oft als unrealistisch und wirkungslos betrachtet. Werden Sie dieses Thema während der Reise ansprechen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Papst Benedikt XVI.:&lt;/b&gt; Ich möchte das Gegenteil behaupten: Ich glaube, dass die wirksamste und im Kampf gegen Aids präsenteste Organisation eben diese katholische Kirche mit ihren Bewegungen und unterschiedlichen Strukturen ist. Ich denke an die Gemeinschaft Sant&apos; Egidio, die im Kampf gegen Aids so viel im Sichtbaren und im Verborgenen tut, ich denke an die Kamillianer und all die Ordensschwestern, die den Kranken dienen (...)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde sagen, das Problem Aids kann man nicht bloß mit Werbeslogans überwinden. Wenn die Seele fehlt, wenn die Afrikaner sich nicht selbst helfen, kann diese Geisel nicht mit der Verteilung von Kondomen beseitigt werden: Im Gegenteil, es besteht das Risiko, das Problem zu vergrößern. Die Lösung kann nur mit einem doppelten Engagement gefunden werden: Das erste ist eine Humanisierung der Sexualität, das heißt eine geistige und menschliche Erneuerung, die eine neue Art des Umgangs miteinander bringt. Und das zweite eine wahre Freundschaft auch und vor allem mit den Leidenden, die Bereitschaft, bei ihnen zu sein, auch mit Opfern und persönlichem Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sind die Faktoren, die helfen und die auch zu sichtbaren Fortschritten führen. Deshalb möchte ich sagen, ist es diese unsere doppelte Anstrengung, den Menschen innerlich zu erneuern, ihm geistige und menschliche Kraft für ein Verhalten zu geben, das dem eigenen Körper und dem des anderen gerecht wird, und diese Fähigkeit, mit den Leidenden zu leiden, da zu bleiben in den Prüfungen des Lebens. Mir scheint, dass dies die rechte Antwort ist und dass die Kirche dies tut und damit einen sehr großen und wichtigen Beitrag leistet. Danken wir all jenen, die das tun.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Anmerkung möchte ich hier noch hinzufügen, dass also auch hier das Internet offenbar zunehmend schnell den Zugang zu Originalaussagen ermöglicht - zumindest für jene Menschen, die sich auch ernsthaft informieren wollen, bevor sie urteilen. Was von vermeintlich so aufgeklärten, mündigen Menschen und Medienmachern doch eigentlich zu erwarten wäre...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vgl. &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5581434/&quot;&gt;Der Vatikan und das Internet&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-24T04:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5552425/">
    <title>Neuer Religionswissenschaft-Blog online!</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5552425/</link>
    <description>Aus einer hervorragenden Initiative der Lehrbeauftragten und RelWiss-Bloggerin Simone Heidbrink (&lt;a href=&quot;http://www.tuxbrink.de/om-sein/&quot;&gt;Om-Sein&lt;/a&gt;) ist ein neuer, von Studierenden der Religionswissenschaft betriebener Gemeinschaftsblog entstanden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://webreligion.wordpress.com/&quot;&gt;http://webreligion.wordpress.com/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Beiträge sehen schon Recht vielversprechend aus und das Bloggen im Team könnte ein wichtiges Experimentierfeld und ein guter Schutz gegen den gefürchteten Burnout (der nach Wochen und Monaten des Bloggens schon mal droht) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzlich willkommen in der Blogosphäre, liebe webreligion-Blogger - und natürlich auch gleich herzlich willkommen in der Blogroll!</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-03T05:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5522944/">
    <title>Die Faszination für Katastrophenszenarien</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5522944/</link>
    <description>Seitdem uns die Evolution mit entwickelten Vorderhirnen und also mit der Fähigkeit, Zukunftsentwürfe zu erstellen, versehen hat, beschäftigen wir Menschen uns mit Katastrophenszenarien. Evolutionär ist das auch gut zu verstehen: Gefahren frühzeitig wahrzunehmen und also mit besonderer Aufmerksamkeit auf entsprechende Signale zu reagieren, gehört zu unserem ältesten Erbe. Vorab mögliche Gefahren &quot;durchzuspielen&quot; und Wege zu ihrer Vermeidung zu entwickeln, dürfte sich darüber hinaus oft als insgesamt vorteilhaft erwiesen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den religiösen Überlieferungen sind Erzählungen über endzeitliche Katastrophen daher gang und gäbe - sie gewinnen und fesseln die Aufmerksamkeit, mahnen und warnen die Glaubenden zwischen dem Endlichen und Unendlichen zu unterscheiden und verleihen der religiösen Botschaft Dringlichkeit. Aber auch in säkularen Kontexten entwickeln wir Menschen eine unglaubliche Kreativität im Ausdenken möglicher Katastrophen. Hier ein chinesisches Video über die Folgen eines möglichen Meteoriteneinschlags auf unserer Erde. Wenn Sie ein paar Minuten Zeit haben, verfolgen Sie doch einmal die seltsame Faszination und ihre Folgen in sich selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/yYgEwXWilUc&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/yYgEwXWilUc&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefunden im Blog &lt;a href=&quot;http://erdlicht.blogspot.com/&quot;&gt;Erdlicht&lt;/a&gt;, mit einer auch ins Englische übersetzten Kommentierung &lt;a href=&quot;http://erdlicht.blogspot.com/2008/12/meteorite-collision.html&quot;&gt;in diesem Post&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-20T05:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5505363/">
    <title>Macht Kinderreichtum glücklich? Wahr?</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5505363/</link>
    <description>Immer wieder begegne ich dem Mißverständnis, dass Leute aus der Beobachtung eines durchschnittlich höheren Kinderreichtums religiös vergemeinschafteter Menschen eine lineare Wert- oder Wahrheitsaussage lesen. Sollte Religion schon deswegen in einem absoluten Sinne &quot;gut&quot;, &quot;schön&quot; und/oder &quot;wahr&quot; sein, weil sie nachweisbar den Reproduktionserfolg fördert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, das sind unterschiedliche Kategorien, die zusammenhängen mögen, nicht aber einfach identisch sind. Denn es bleibt festzuhalten: Im Rahmen der Evolutionsforschung beschreibt der differenzielle Reproduktionserfolg nicht weniger, aber auch nicht mehr als die Richtung, in die Gene weitergegeben werden und sich das Leben selbst organisiert. Das ist aber eine empirische Aussage und für sich weder ein absolutes Werturteil noch ein Beweis oder eine Widerlegung von letzten Wahrheitsaussagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/BlumeBGAEUEvolutionsgeschichteReligion.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Flaschenhals Säkularisierung: Mit steigender Bildung sinkt die Geburtenzahl rapide - außer bei einigen Religionsgemeinschaften. Hier Daten der Volkszählung 1996 in Adelaide (Südaustralien).&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Flaschenhals Säkularisierung: Mit steigender Bildung sinkt die Geburtenzahl rapide - außer bei einigen Religionsgemeinschaften. Hier Daten der Volkszählung 1996 in Adelaide (Südaustralien).&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/ReligionBildungAdelaide1996Blume.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiös vergemeinschaftete Menschen mögen durchschnittlich eher und stabiler heiraten, durchschnittlich höhere Lebenserwartungen genießen, durchschnittlich glücklicher sein und durchschnittlich mehr Kinder haben - aber selbstverständlich gibt es zugleich Abertausende von Fällen, in denen religiöse Ehen scheitern, Menschen für die Religion Gesundheit und Leben opfern, am Glauben unglücklich werden, keine Kinder haben oder am Ende eines religiösen, kinderreichen Lebens mit Verbitterung auf verpasste Lebenschancen zurück blicken. Wie jedes menschliche Verhaltensmerkmal kann sich Religiosität unterschiedlichst auswirken, der statistische Mittelwert entwertet nicht das Einzelschicksal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftliches Verstehen kann und soll also bestenfalls einen Beitrag leisten, Leben umfassender zu begreifen, Glück zu fördern und Leid zu vermindern; es darf sich aber selbst nicht zum Setzen absoluter Maßstäbe mißbrauchen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Bibel dazu...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als hätten schon die Autoren der Bibel heutige Debatten um Überleben und Reproduktion im Rahmen der Evolution vorweg geahnt, äußert sich die Schrift auch zu diesem Thema. Einerseits lauten gleich Gottes erste, überlieferte Worte und sein erstes Gebot an die gerade erschaffenen Menschen: &quot;Seid fruchtbar und mehret euch.&quot; (Genesis 1,28)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits aber wird auch, mit einem Anflug sowohl von Bitterkeit wie Warnung, vor einer Verabsolutierung von Langlebigkeit und Fruchtbarkeit gewarnt, z.B. in Prediger 6,3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wenn einer gleich hundert Kinder zeugte und hätte langes Leben, daß er viele Jahre überlebte, und seine Seele sättigte sich des Guten nicht und bliebe ohne Grab, von dem spreche ich, daß eine unzeitige Geburt besser sei denn er.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl atheistische wie religiöse Denker sind bisweilen der Versuchung gefolgt, Menschen als bloße, im ewigen Wettbewerb zueinander stehende Reproduktionsmaschinen zu betrachten. Insofern wir aber zugestehen, dass dem Menschen über das Beobachtbare hinausgehende Eigenschaften zukommen - zum Beispiel Würde -, braucht sich niemand so etwas als vermeintlich erwiesen aufschwätzen lassen. Naturwissenschaftliche Beschreibungen des Lebens können hilfreich und wichtig sein, ersetzen jedoch die Deutung und Bewertung dieses Lebens nicht.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-10T02:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5461833/">
    <title>Deutsch-türkischer Erfinder des Döner Kebap verstorben</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5461833/</link>
    <description>Mit Bestürzung haben wir auch hier in Washington gerade die Nachricht vernommen, dass Mehmet Aygün gestorben ist - jener Deutschtürke, der 1971 in Berlin auf die geniale Idee kam, den in der Türkei als Tellergericht beliebten Kebap in eine Teigtasche zu füllen und sie für damals 2 DM (Deutsche Mark) zu verkaufen. Daraus entstand ein Leibgericht vieler Menschen, das längst seinen Siegeszug um den Globus angetreten hat, u.a. auch in die USA ausstrahlte und heute in unzähligen Variationen (wie Puten-Döner oder vegetarischer Döner) angeboten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reich wurde Mehmet Aygün mit der Erfindung nicht, da er sie nie hatte patentieren lassen - aber er hat mit ihr Kulturen und Menschen bereichert. Oft sind es gar nicht die großen Politiker, die im Leben der anderen positive Spuren hinterlassen. Und warum nicht auch hin und wieder derer gedenken, die im Alltag Brücken errichtet haben? Hat in den Döner-Buden dieser Welt nicht mindestens ebensoviel Dialog stattgefunden wie auf den großen Konferenzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Aygün wurde auf dem Friedhof der Sehitlik-Moschee in Berlin-Neuköln beigesetzt - ein deutschtürkischer Berliner, auf dessen Kreativität wir gemeinsam stolz sein können. Danke für alles, Mehmet-Bey!</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-21T15:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5410514/">
    <title>Wissenschaft &amp; Erfahrung</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5410514/</link>
    <description>Immer wieder erlebe ich in Diskussionen hier auf dem Blog, aber auch am Rande von Vorträgen u.ä. den Vorbehalt, die evolutionsbiologische Erforschung von Religiosität drohe diese zu entzaubern, verfehle das &quot;Eigentliche&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kann ich immer wieder nur sagen: Hat es wirklich z.B. die Liebe oder die Musik entzaubert, dass wir heute viel mehr über sie wissen und ihre Funktion(en) in der Natur des Menschen besser begreifen? Nein, es hat doch deren Wertschätzung eher gestärkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und, nein, ich behaupte nicht, dass (evolutionäre) Religionswissenschaft das &quot;Eigentliche&quot; der Religion völlig erfassen könnte - sie beschreibt doch &quot;nur&quot;, wie unsere Gehirne zu den religiösen und spirituellen Veranlagungen und Fähigkeiten gekommen sind, die sie heute aufweisen. Ob wir damit eine höhere Wahrheit erfassen oder nicht, ist eine ganz andere, nicht-empirische Frage - die sich mit mehr (natur-)wissenschaftlicher Erkenntnis sicher vertiefter diskutieren, nicht aber klären läßt. So lässt sich z.B. erforschen, &lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/phanomene/2008-12-23/warum-verfielen-die-antiken-g-tterkulte-und-siegte-der-eine&quot;&gt;warum die Botschaft Jesu erfolgreich war&lt;/a&gt; - aber nicht, ob Jesus Gottes Sohn ist. Das bleibt Glaubens- und Erfahrungssache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erforschen also, wie sich der Glauben an übernatürliche Akteure (Ahnen, Geister, Götter, Gott u.a.) beobachtbar auswirkt, können aber keine abschließenden Beweise für oder gegen die Existenz der Akteure anführen. Glauben und Nichtglauben bleiben somit gleichermaßen möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/BlumeBGAEUEvolutionsgeschichteReligion.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Die evolutionäre Religionswissenschaft erforscht, ob und wie sich der Glaube an übernatürliche Akteure auf Verhalten auswirkt. Befunde zeigen: Glaubende fühlen sich von den Jenseitigen beobachtet, meiden daher gegenseitigen Betrug. Indem sie Krankheiten und Unglück als Prüfungen und Strafen interpretieren, können sie zudem rituell dagegen vorgehen (mindestens Placebo-Effekte).&quot; height=&quot;212&quot; alt=&quot;Die evolutionäre Religionswissenschaft erforscht, ob und wie sich der Glaube an übernatürliche Akteure auf Verhalten auswirkt. Befunde zeigen: Glaubende fühlen sich von den Jenseitigen beobachtet, meiden daher gegenseitigen Betrug. Indem sie Krankheiten und Unglück als Prüfungen und Strafen interpretieren, können sie zudem rituell dagegen vorgehen (mindestens Placebo-Effekte).&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/EvolReliFunktionuebernatAkteur.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Susis Beitrag zum Unterschied von Wissenschaft und (spiritueller) Erfahrung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Blog von Elsalaska (&lt;a href=&quot;http://elsalaska.twoday.net/stories/5386308/#comments&quot;&gt;per Klick hier&lt;/a&gt;) hat die Kommentatorin Susi den Unterschied wissenschaftlicher Erkenntnis und mystischer Schau so präzise in Worte gefasst, dass ich sie hier einfach zitieren möchte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ratlosigkeit von Laien gegenüber jeder tiefergehenden wissenschaftlichen Erkenntnis ist normal. Es ist normal, dass neue Erkenntnis das bisher sicher geglaubte in Frage stellten. Wissenschaft und insbesondere Naturwissenschaft definiert sich durch die Methode. Ein guter Wissenschaftler weiss, wo der Unterschied zur subjektiven Erfahrung eines Phänomens beginnt. Naturwissenschaftlich arbeiten heisst objektivierbar, reproduzierbar zu arbeiten und zu publizieren und seine Ergebnisse der öffentlichen (Fach-) Diskussion und Überprüfbarkeit preiszugeben. Diese Methode hat (wir wissen es seit Heisenberg) Grenzen. Mit naturwissenschaftlichen Methoden Erkenntnisse zu gewinnen ist harte Arbeit gepaart mit Talent, Glück, günstigen Umständen und - wenn materieller Erfolg eintreten soll (auch ein Physiker muss was essen) - geschickter Promotion. Wissenschaftler bewegen sich immer im Grenzgebiet - da wo Wissen aufhört fangen die Wissenschaftler an Wissen zu schaffen (hard work!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptunterschied zu den Mystikern ist: mystische Erfahrung ist von ihrem Anspruch her nicht objektivierbar, für andere nicht reproduzierbar, sie ist subjektiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Chemiker die Funktionsweise der Untereinheiten der Aquaporin-Proteine (Wassereinstromkanäle in den Wurzeln der Maispflanze) versucht zu klären in Bezug auf eine konkrete Fragestellung und wenn ein Mystiker eine Maipflanze incl. Wurzeln bestaunt ist das einzig gemeinsame die Maispflanze.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-02T05:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5401554/">
    <title>WDR-Diskussionsrunde West.art: Heidenspass statt Höllenfurcht - Fernsehdebatte online</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5401554/</link>
    <description>Ein Internetnutzer, Germansceptic, war so nett, die lebendige WDR-Diskussionsrunde &quot;Heidenspass statt Höllenfurcht&quot; vom 07. Dezember 2008 (&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/20081207/&quot;&gt;weitere Infos hier&lt;/a&gt;) in fünf Teilen (wir waren auch fünf Diskutanten) online zu stellen. Hier sehen Sie den dritten Part - und, ja, es hat viel Spaß gemacht, aber ich hatte auch, das sei eingestanden, vor allem am Anfang durchaus Lampenfieber. ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;480&quot; height=&quot;295&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/Lsdx1cRSR8s&amp;hl=en&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/Lsdx1cRSR8s&amp;hl=en&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;480&quot; height=&quot;295&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer alle Clips sehen will (mit einem herzlichen Dank an Frank für den Hinweis):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Teil &lt;a href=&quot;http://uk.youtube.com/watch?v=21UXN95FtZQ&quot;&gt;http://uk.youtube.com/watch?v=21UXN95FtZQ&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Teil &lt;a href=&quot;http://uk.youtube.com/watch?v=wxthU7PhWXg&quot;&gt;http://uk.youtube.com/watch?v=wxthU7PhWXg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Teil &lt;a href=&quot;http://uk.youtube.com/watch?v=Lsdx1cRSR8s&quot;&gt;http://uk.youtube.com/watch?v=Lsdx1cRSR8s&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Teil &lt;a href=&quot;http://uk.youtube.com/watch?v=HGXN1FM_GYo&quot;&gt;http://uk.youtube.com/watch?v=HGXN1FM_GYo&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Teil &lt;a href=&quot;http://uk.youtube.com/watch?v=U1o7ISmsSyk&quot;&gt;http://uk.youtube.com/watch?v=U1o7ISmsSyk&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-22T05:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5317300/">
    <title>Selbstmord vs. Verkehrstote</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5317300/</link>
    <description>Allein in Deutschland nehmen sich jährlich etwa 11.000 Menschen das Leben. Die Zahl der Verkehrstoten betrug 2007 dagegen 4.970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus: IdeaSpektrum 46/2008, S. 10, mit Berufung auf die Weltgesundheitsorganisation WHO.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Wissenschaftler, der einen Zusammenhang zwischen (durchschnittlich niedrigerer) Selbstmordrate und religiöser Vergemeinschaftung untersuchte war übrigens der Soziologe Emile Durkheim (&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4216846/&quot;&gt;Beitrag hier&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4216846/&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot;Emile Durkheim - His Life and Work&quot; von Steven Lukes ist eine nicht mehr ganz frische, aber hervorragende Biografie und Werksübersicht, ein (leider nicht mehr leicht zu bekommendes) Standardwerk.&quot; height=&quot;240&quot; alt=&quot;&quot;Emile Durkheim - His Life and Work&quot; von Steven Lukes ist eine nicht mehr ganz frische, aber hervorragende Biografie und Werksübersicht, ein (leider nicht mehr leicht zu bekommendes) Standardwerk.&quot; width=&quot;240&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/Emile_Durkheim.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-21T05:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5295523/">
    <title>Religionswissenschaftlerin gewinnt Kulturpreis Bayern 2008!</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5295523/</link>
    <description>Wer möchte es bestreiten: Religionswissenschaft kann mit der Vielfalt ihrer Themen und Perspektiven auch über Fachgrenzen hinaus faszinierend und erfolgreich sein. Eindrucksvoll bewiesen hat das Dr. Dagmar Fügmann von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg: Für ihre Doktorarbeit über Satanismus (&lt;a href=&quot;http://www.opus-bayern.de/uni-wuerzburg/volltexte/2008/2690/&quot;&gt;zum kostenfreien Download hier&lt;/a&gt;) in Deutschland wurde sie mit dem dotierten Kulturpreis Bayern 2008 (gestiftet von der E.On Bayern AG) ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aus der Jurybegründung &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.eon-bayern.com/pages/eby_de/Engagement/Kultur/Kulturpreis_Bayern/Preisverleihung/2008/Preistraeger/Universitaeten/Entscheidungsgruende/index.htm&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Dagmar Fügmann&lt;br /&gt;
Julius-Maximilians-Universität Würzburg | Religionsgeschichte/Religionswissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus Würzburg wird für ihre Doktorarbeit über zeitgenössischen Satanismus in Deutschland mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen ihrer Dissertation an der Universität Würzburg beschäftigte sie sich ausgiebig mit dem Thema Satanismus. Die religionswissenschaftliche Dissertation beschreibt Entstehungsgeschichte, Organisationsstruktur, grundlegende Lehrinhalte und Praktiken verschiedener satanistischer Gruppierungen. Die Ergebnisse der Forschung liefern Einblicke unter anderem in die religiöse Biographie, die religiöse Praxis, verschiedene Weltbilder und Wertvorstellungen von Personen, die sich selbst als Satanisten bezeichnen. Ihre Arbeit, die die Binnenperspektive von Satanisten erforscht, gilt als einzigartig im deutschsprachigen Raum, da diese Personen unter normalen Umständen nicht bereit wären, Interviews zu geben, beziehungsweise sich als Satanist gegenüber Nicht-Satanisten zu offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auch auf diesem Wege...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Herzlichen Glückwunsch, Dr. Fügmann - und Danke für das gelungene Eintreten für unser Fach!</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-03T06:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5217827/">
    <title>Weblogs haben keinen Nutzen? Von wegen...</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5217827/</link>
    <description>Vor einem Monat konnte ich Ihnen &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5212614/&quot;&gt;in diesem Beitrag&lt;/a&gt; über die Befunde der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008 berichten, die auf eine Krise der deutschsprachigen Blogosphäre hindeuteten. Gleichzeitig aber äußerte ich die Hoffnung, dass die kommende Generation gerade auf der Suche nach Informationen die neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Information z.B. auch für Zwecke der Wissenschaft entdecken und schätzen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Erscheinen ging ein Dankeschön-Mail ein, das mich so gefreut hat, das ich es Ihnen, natürlich streng anonymisiert, zur Kenntnis geben möchte. Es zeigt m.E. sehr schön an, welche Chancen eine dezentrale, weniger hierarchisierte Kommunikation gerade auch im Bereich der Wissenschaft(en) beinhaltet. Auch finde ich es großartig, dass hier eine Schülerin nicht nur &quot;Wissen abgegriffen&quot; und dann verwendet hat, sondern auch Wochen später ein Feedback gab. Es sind solche Momente, die mir Mut auch für weiteres Engagement in der deutschen Blogosphäre machen. Wissenschaft, die auch online geht, kann Menschen erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine Rückmeldung...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Herr Blume,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor einem guten Jahr war ich nahe am Verzweifeln, weil ich mich bei der Thematisierung des XY für meinen schriftlichen Beitrag beim Wettbewerb XY in sofern übernommen hatte, als dass ich kurzfristig noch dringend jemanden brauchte, der meine Überlegungen bestätigte und mir die eine oder andere Frage beantwortete. Sie waren so freundlich, mir in meiner Arbeit diese Hilfe zu sein. Dafür bin ich Ihnen - das möchte ich noch einmal betonen - wirklich sehr, sehr dankbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen habe ich mein Abi bestanden und bin eifrig mit den Vorbereitungen für das Studium beschäftigt - in einer guten Woche geht es für mich in XY mit Mathematik weiter. Davor möchte ich Ihnen aber noch mitteilen, wozu Sie durch Ihre spontane Hilfsbereitschaft beigetragen haben: Im Wettbewerb habe ich mit meiner Arbeit einen zweiten Platz erlangt - die Preisverleihung fand inzwischen statt. Meine Freude über diesen Erfolg war unbeschreiblich groß! [XY]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Themen, die ich für das Abitur eingereicht habe, konnte ich (die Wettbewerbsarbeit ist recht umfangreich) meiner schriftlichen Arbeit entnehmen; also haben Sie auch noch zum Gelingen meines mündlichen Abiturs beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Glück, in eine Sache viel Zeit, Arbeit und Nerven zu stecken und dafür mit Erfolg belohnt zu werden, hatte ich. Doch ohne Ihre Hilfe wäre ich wahrscheinlich nicht ganz so erfolgreich gewesen. Deshalb gilt mein Dank nochmals Ihnen. Sie haben meine Fragen so rasch und bereitwillig beantwortet und waren mir damit inhaltlich Hilfe und Bestätigung, dass ich mich einfach noch einmal bei Ihnen melden musste, um Ihnen für die Hilfe zu danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte ich einmal in die Verlegenheit kommen, so kompetent und bekannt zu sein, dass ich im selben Stil um Hilfe gebeten werde, denke ich an Sie und tue, was mir möglich ist, um auch Unterstützung zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Gute für Sie und herzlichste Grüße,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
XY&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sage ich einfach - im Namen auch vieler anderer, noch viel kompetenterer und bekannterer Wissenschaftsblogger: &lt;b&gt;Danke&lt;/b&gt;, das ist eine sehr schöne Rückmeldung, die Mut macht!</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-28T06:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5244346/">
    <title>Demonstrierte Udo Ulfkotte gegen den Anti-Islam-Kongress in Köln?</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5244346/</link>
    <description>Wieder einmal überrascht der notorisch und einträglich vor &quot;schleichender Islamisierung Europas&quot; warnende Buchautor und Vortragsredner Udo Ulfkotte: Laut einem (&lt;a href=&quot;http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1516255/r_suche_stz_ergebnis?&amp;_suchtext=Udo+Ulfkotte&amp;_suchbereich%5B%5D=alle&amp;x=5&amp;y=8&quot;&gt;hier kostenpflichtig verfügbaren&lt;/a&gt;) Bericht der Stuttgarter Zeitung vom 8. Oktober weist er Vorwürfe des Rechtsextremismus zurück und betont, sogar aktiv gegen den gescheiterten Anti-Islam-Kongress der islamophoben Bewegung Pro Köln gewesen zu sein. Wörtlich wird Ulfkotte zitiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Zusammen mit dem Holocaust-Überlebenden und Publizisten Ralph Giordano und der Vorsitzenden des Zentralrats der Ex-Muslime, Mina Ahadi, habe ich in Köln gegen die Anti-Islam-Kundgebung demonstriert und diese nicht unterstützt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Statement lasse ich dem geneigten Leser zur Begutachtung nun mal einfach so stehen...</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-09T08:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5212614/">
    <title>Weblogs in der Krise? Befunde der ARD/ZDF-Onlinestudie</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5212614/</link>
    <description>Die deutsche Blogosphäre ist in der Krise - so lassen sich zentrale Daten der &lt;a href=&quot;http://www.daserste.de/service/studie.asp&quot;&gt;ARD/ZDF-Onlinestudie 2008&lt;/a&gt; zusammen fassen, die Martin Fisch und Christoph Gscheidle im Beitrag &quot;&lt;a href=&quot;http://www.daserste.de/service/studie08_4.pdf&quot;&gt;Mitmachnetz 2.0 - Rege Beteiligung nur in Communities&lt;/a&gt;&quot; zusammen gefasst haben. Hier die Einschätzungen der befragten Online-Nutzer ab 14 Jahre:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.daserste.de/service/studie08_4.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Weblogs leiden derzeit unter einer Glaubwürdigkeitskrise. Befunde der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008.&quot; height=&quot;304&quot; alt=&quot;Weblogs leiden derzeit unter einer Glaubwürdigkeitskrise. Befunde der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008.&quot; width=&quot;406&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/WeblogsARDZDFOnlineStudie2008.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Weblogs: Manchmal interessant, aber wenig glaubwürdig&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weblogs haben offensichtlich ein Glaubwürdigkeitsproblem: Zwar findet eine knappe Minderheit aller Befragten die angebotenen Informationen durchaus interessant, aber 71% halten Weblogs für wenig oder überhaupt nicht glaubwürdig. Deswegen trauen ihnen nur ein Drittel (33%) Konkurrenz zu professionellen, journalistischen Angeboten zu - und zwei Drittel (66%) halten Weblogs sogar für überschätzt, 34% gar für &quot;total&quot; überschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Einbruch der Blognutzung, vor allem unter Jüngeren&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gelegentliche Nutzung von Weblogs durch alle Onliner ab 14 Jahren ist von 2007 auf 2008 eingebrochen: Von 11 auf 6 Prozent. Eine regelmäßige, mindestens wöchentliche Nutzung geben nur noch zwei Prozent (2007: drei) an. Frappierend auch: Nur bei 27% der jüngsten (befragten) Onlinenutzern mit 14-19 Jahren sind Weblogs überhaupt bekannt, weniger als bei den 20-29jährigen (32%) und den 30-39jährigen (30%). Der Trend geht dagegen massiv zu Online-Communities und Netzwerken: 74% (!) der 14-19jährigen Internetnutzer sind Mitglied in mindestens einer solchen, 61% haben sich ein Profil angelegt und 53% nutzen sie mindestens wöchentlich, 28% gar täglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Alle Hoffnung fahren lassen? Nicht unbedingt...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei näherer Betrachtung der Befunde lassen sich jedoch durchaus auch Hoffnungszeichen ausmachen: So dürfte auch der Erfolg der individualisierenden Online-Communities nicht zuletzt eine Welle sein, die v.a. nachwachsende Generationen an das Internet heranführt. Mit steigender Nutzungsdauer und Vielfalt der Anbieter dürften auch hier die Qualitätsanforderungen steigen - zu denen auch die zunehmende Öffnung und Verlinkung &quot;nach außen&quot; gehört. Ob die fast ausschließliche Begeisterung für Profile auch ein Jugendphänomen ist (Stichworte: Unterhaltung, Freunde finden, Selbstdarstellung, Identitätserprobung etc.) oder ein Leben lang hält, bleibt abzuwarten: Mit einiger Wahrscheinlichkeit dürfte sich auch hier bei den meisten Nutzern auf Dauer eine pluralere Nutzung durchsetzen, zu der dann auch ausgewählte Blogs gehören können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gefragt sind: Inhalte!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür sprechen auch die Befunde einer &lt;a href=&quot;http://www.daserste.de/service/studie08_1.pdf&quot;&gt;weiteren Auswertung&lt;/a&gt; von Birgit van Eimeren und Beate Frees zur altersbezogenen Nutzung des Netzes. Diese zeigt, dass nur 18% der 14-19jährigen das Internet &quot;überwiegend&quot; zur Informationssuche nutzen, 58% aber zur Unterhaltung, 24% sowohl als auch. Mit steigendem Alter steigt dann der Informationsbedarf sprunghaft an und wird schließlich klar dominant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.daserste.de/service/studie08_1.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Jüngere nutzen das Internet vor allem zur Unterhaltung, dann steigt das Informationsbedürfnis. Auswertung der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008.&quot; height=&quot;304&quot; alt=&quot;Jüngere nutzen das Internet vor allem zur Unterhaltung, dann steigt das Informationsbedürfnis. Auswertung der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008.&quot; width=&quot;406&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/NetNutzungARDZDFStudie08.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch für das seit der Antike beliebte Jammern über die vermeintliche Inkompetenz nachwachsender Generationen besteht nicht unbedingt Anlass: So nutzen die 14 - 19jährigen Onliner zwar massiver das Internet (120 Min. / Tag) als die Onliner insgesamt (58 Min. / Tag), überwiegend zur Unterhaltung. Aber sie lesen auch häufiger Bücher: 35 Min. / Tag zu 25 Min. in der Gesamtgruppe. Massiv zurück ging dafür der Fernsehkonsum: Von 223 Min. / Tag bei allen Altersgruppen zu nur noch 100 Min. / Tag bei den 14 bis 19jährigen Onlinern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Befunde lassen sich kaum als eine pauschale Verdummung nachfolgender Generationen lesen, sondern wohl eher als eine zunehmend selbstbewusste Mediennutzung, die Angebote je nach (auch lebenslauftypischem) Bedarf aktiv auswählt, statt sich passiv berieseln zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fazit: Weblogs haben Zukunft wenn...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...sie weiter an ihrer Qualität arbeiten und glaubwürdig belegte Informationen anbieten. Längst gibt es z.B. auch in der deutschsprachigen Wissenschaftsblogosphäre kompetente Akteure dazu, die gute Angebote bekannt machen und Qualitätsdebatten vorantreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft genannt seien das Webfernsehen &lt;a href=&quot;http://www.wisskomm.de/&quot;&gt;Wisskomm&lt;/a&gt; oder die Blogger &lt;a href=&quot;http://www.wissenswerkstatt.net/&quot;&gt;Marc Scheloske&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://blog.metaroll.de/2008/09/16/wissenschaftkommunikation-und-mediendialog/&quot;&gt;Benedikt Köhler&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://fisch-blog.blog.de/2008/05/06/wissenschaft-journalismus-bloggen-4138626&quot;&gt;Lars Fischer&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich gilt: Wo Suchende in der Blogosphäre verständlich aufbereitete und glaubwürdig belegte Informationen finden, werden sie diese nutzen (z.B. als Links in Diskussionen) und tendenziell wieder kommen. &quot;Die&quot; Blogs werden, gerade weil sie von jedermann und -frau ins Netz geworfen werden können, wohl immer ein Glaubwürdigkeitsproblem haben - man kann es auch gesunde Skepsis nennen. Aber einzelne Blogs und Bloganbieter (wie die &lt;a href=&quot;http://www.scilogs.de/&quot;&gt;Scilogs&lt;/a&gt;) erarbeiten sich schon jetzt zunehmend Anerkennung. Und können damit durchaus beachtete Beiträge zu einer zunehmend interaktiven Wissensgesellschaft leisten.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-26T05:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5160340/">
    <title>Leserzuschrift eines Theologen und Soziologen</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5160340/</link>
    <description>Leser A. W. (Name gekürzt) sandte &lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/&quot;&gt;über die Homepage&lt;/a&gt; ein kurzes Mail mit prägnanten Fragen, das ich gerne aufgreifen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ihre \&quot;Bio-Logik des Glaubens hat mich etwas geschockt: Auch Religion ist entwicklungsfähig und muss nicht zu mehr Kindern führen. Das Weltbevölkerungsproblem bleibt ausgeklammert. Was sagen Sie zu den Thesen von Pascal Boyer? Was zu denen von D. Cupitt? - Würde mich (Soziologe/Theologe)interessieren. mit besten Grüßen A.W.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne möchte ich darauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ihre \&quot;Bio-Logik des Glaubens hat mich etwas geschockt:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst einmal freut es mich, dass der Artikel, der aus einem Vortrag an der Uni Gießen entstanden und hier veröffentlicht wurde (per Klick auf das Cover läßt er sich auch abrufen), Ihr Interesse gefunden und Sie bewegt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/Bio-Logik10GeboteBlume0508.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Der ESG-Hochschulband &quot;Was ist Religion?&quot; entstand an der Universität Gießen aus einer Vortragsreihe zur Evolution der Religiosität.&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Der ESG-Hochschulband &quot;Was ist Religion?&quot; entstand an der Universität Gießen aus einer Vortragsreihe zur Evolution der Religiosität.&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/WasistReligionESGiessen2008Cover.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auch Religion ist entwicklungsfähig und muss nicht zu mehr Kindern führen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da stimme ich Ihnen ausdrücklich zu: Religionen sind immer in Bewegung und auch ihre demografische Performance ist ständigen Änderungen unterworfen. Anbei zum Beispiel eine Auswertung Schweizer Volkszählungs-daten zu verschiedenen Religionen (Jüd = Jüdisch, NaK = Neuapostolische Kirche, RkK = Römisch-katholische Kirche, Üpk = Übrige (d.h. kleinere) protestantische Kirchen) und Konfessionslosen (KeZ = Keine Zugehörigkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.kas.de/wf/doc/kas_13362-544-1-30.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Diese neu erstellte Grafik zeigt an, mit wie vielen Kindern Männer zwischen 35 und 46 Jahren in Schweizer Großstädten je in den Volkszählungen 1970, 80, 90 und 2000 in einem Haushalt lebten. Man beachte die Unterschiede, z.B. den stabilen Verlauf der jüdischen Demografie (oben, rot) und die durchgängig schwache Performance der Konfessionslosen (unten, schwarz). Klick führt zum Gesamtskript des Vortrages.&quot; height=&quot;302&quot; alt=&quot;Diese neu erstellte Grafik zeigt an, mit wie vielen Kindern Männer zwischen 35 und 46 Jahren in Schweizer Großstädten je in den Volkszählungen 1970, 80, 90 und 2000 in einem Haushalt lebten. Man beachte die Unterschiede, z.B. den stabilen Verlauf der jüdischen Demografie (oben, rot) und die durchgängig schwache Performance der Konfessionslosen (unten, schwarz). Klick führt zum Gesamtskript des Vortrages.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/SchweizMaennerStaedte70bis2000.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings tragen niedrigere Geburtenraten über kurz oder lang zu einem Niedergang der betreffenden Religionsgemeinschaften bei, weil sie in einen Wettbewerbsnachteil geraten. Umgekehrt können kinderreiche Gemeinschaften sogar ohne Mission auskommen. Das im 10-Gebote-Artikel beschriebene Judentum durfte zum Beispiel sowohl in der christlichen wie islamischen Welt nicht einmal Konvertiten aufnehmen, war aber selbst massiven Missionskampagnen, Diskriminierungen und auch Gewalt ausgesetzt. Ohne seine höhere Kinderzahl hätte es als Religionsgemeinschaft nicht überlebt und weist auch heute noch in Europa überdurchschnittliche Geburtenraten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel hierfür sind z.B. die Amish:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/phanomene/2008-08-29/die-amischen-in-16-jahren-verdoppelt&quot;&gt;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/phanomene/2008-08-29/die-amischen-in-16-jahren-verdoppelt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber untersuche ich ja Religiosität und Religionen aus evolutionsbiologischer Perspektive: Und die Weitergabe von Genen verläuft nun einmal bei Menschen und Tieren nur über die Reproduktion. Es ist dies der entscheidende Faktor, wenn wir etwas über die Evolutionsgeschichte dieses Verhaltensmerkmals bei Homo Sapiens und Homo Neanderthalensis lernen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Weltbevölkerungsproblem bleibt ausgeklammert.&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Wissenschaftler möchte ich Daten und Befunde auch dann nicht verschweigen oder gar verbiegen, wenn sie  unangenehm wären - schon im Sinne der Gefahrenabwehr könnte man vielmehr argumentieren, dass sie &quot;gerade dann&quot; zu veröffentlichen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sehe ich das Problem hier gar nicht. Die Geburtenraten befinden sich weltweit in freiem Fall - in allen Ländern, in denen es ein Minimum an sozioökonomischer Entwicklung und Freiheit gibt. Hier sind z.B. die Geburtenraten einiger islamischer Länder...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4520939/&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Mit der sozioökonomischen Entwicklung sinken auch die Geburtenraten islamischer Länder. Da allerdings bereits große Jugendkohorten geboren wurden ist für Länder wie z.B. Pakistan noch eine Zeit demografischer Spannung (sog. &amp;quot;Jugendberg&amp;quot;) zu erwarten. Die Türkei hat diese Entwicklung gerade hinter sich.&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Mit der sozioökonomischen Entwicklung sinken auch die Geburtenraten islamischer Länder. Da allerdings bereits große Jugendkohorten geboren wurden ist für Länder wie z.B. Pakistan noch eine Zeit demografischer Spannung (sog. &amp;quot;Jugendberg&amp;quot;) zu erwarten. Die Türkei hat diese Entwicklung gerade hinter sich.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/GeburtenratenislamischeNationenBlume.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...und hier sehen Sie anhand von Volkszählungen in Österreich, wie die allgemeine Geburtenrate auch dort sank, die Religiösen aber ihren reproduktiven Vorteil gegenüber den Konfessionslosen behielten, relativ gesehen sogar eher steigerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/natur-des-glaubens/grundlagen/2008-06-02/religionsdemografischer-fanpost&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Völlig unabhängig von mir erforschten auch die Demografen Charles F. Westhoff und Tomas Frejka den Zusammenhang und Religion und Reproduktion, auch z.B. beim Islam, und kamen zu den gleichen Befunden. Hier Daten österreichischer Volkszählungen.&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Völlig unabhängig von mir erforschten auch die Demografen Charles F. Westhoff und Tomas Frejka den Zusammenhang und Religion und Reproduktion, auch z.B. beim Islam, und kamen zu den gleichen Befunden. Hier Daten österreichischer Volkszählungen.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/GeburtenrateKonfessionenOesterreichVolkszaehlungenFrejkaWesthoffGrafikBlume1.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den offiziellen, mittleren Schätzungen des UN-Weltbevölkerungsbüros wird das Wachstum der Weltbevölkerung etwa um 2070 in eine Schrumpfung übergehen, persönlich rechne ich sogar mit einer eher noch schnelleren Rückentwicklung. Indem ärmeren und unfreien Gesellschaften der Zugang zu fairem Welthandel und Freiheitsrechten ermöglicht wird, kann dieser Rückgang ebenso gefördert werden wie durch die Bereitschaft, Zuwanderer aufzunehmen. Also: wissenschaftlich möchte ich meine Daten nicht zugunsten politischer Prognosen verbiegen, aber auch rein demografisch halte ich die Horrorszenarien ewig wachsender Weltbevölkerung für erfreulich überholt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was sagen Sie zu den Thesen von Pascal Boyer?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen halte ich sehr viel! Wir kennen und schätzen uns und erwägen, vielleicht nächstes Jahr auch in einer gemeinsamen Veranstaltung zusammen zu wirken. Hoffentlich klappt es!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boyer hat m.E. einen sehr wertvollen Beitrag dazu geleistet zu beschreiben, wie Religiosität als Nebenprodukt normaler Gehirnfunktionen entstanden sein könnte. Von dort aus, so meine Position aufgrund demografischer Daten, erfolgte die Exaptation zu dem eigenen, adaptiven Merkmal, das Religiosität heute (durchschnittlich) ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was zu denen von D. Cupitt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cupitt ist mir aus dem Grenzbereich von Theologie und Philosophie ein Begriff, er hat m.E. Heidegger rezipiert und eine Art &quot;existenzialistisch-negative Theologie&quot; entworfen. Als empirischen Forscher habe ich ihn bisher nicht wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Würde mich (Soziologe/Theologe)interessieren.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke - das freut mich sehr! In wenigen Wochen sollte das Buch &quot;Gott, Gene und Gehirn - Was Glaube nützt. Die Evolution der Religiosität&quot; erscheinen, das ich mit dem Biologen, Philosophen und Wissenschaftsjournalisten Rüdiger Vaas gemeinsam schreiben durfte. Vielleicht findet es Ihr Interesse?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;mit besten Grüßen A. W.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besten Grüße möchte ich herzlich erwidern und wäre gespannt zu erfahren, wie auch die weitere Arbeit auf Sie als Soziologen und Theologen wirkt!</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Reflektionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-02T04:39:00Z</dc:date>
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