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    <title>Dr. Blume (Religionswissenschaft aus Freude) : Rubrik:Politik &amp; Religion</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/</link>
    <description>Religionswissenschaft aus Freude</description>
    <dc:publisher>religionswissenschaft</dc:publisher>
    <dc:creator>religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:date>2009-04-16T22:34:32Z</dc:date>
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    <title>Dr. Blume</title>
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  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5349317/">
    <title>Christoph Silber zu Christentum in den USA und Gewalt</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5349317/</link>
    <description>Der Berliner Drehbuchautor und Filmregisseur Christoph Silber (u.a. &quot;Goodbye Lenin&quot;) ist mit einer US-Amerikanerin verheiratet und lebt heute in New York. Im US-Präsidentschafswahlkampf unterstützte er Barack Obama und begründete dies in der (evangelisch-evangelikalen) Zeitung ideaSpektrum 46/2008 (Ausg. 12.12.08, S. 20-21). Aus dem Beitrag zitiere ich einen m.E. bemerkenswerten Absatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Zitat:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine Nation unter Gott?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&quot;Eine Nation unter Gott&quot; - wie konnte dieser Grundsatz überleben, wenn plötzlich Homosexuelle heiraten und Schwangere abtreiben durften? Von Bushs Wahlkämpfern als dankbares Thema entdeckt, wurde dieser Kulturkrieg zum Wesenszug republikanischer Selbstdefinition. Ein wortgewandter Ehebrecher wie Bill Clinton war der ideale Gegensatz zum nicht so wortgewandten, aber dafür in Christus wiedergeborenen George W. Bush. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube auch an diesen Christus. Ich kann bezeugen, dass der Glaube mein Leben verändert und wunderbar gesegnet hat. Dennoch konnte ich mit einem Christentum, das sich mit Gewalt verteidigen muss, nie etwas anfangen. Das Großartige an Gott ist doch gerade, wie ein Rabbiner mal zu mir sagte, dass wir ihn nicht verteidigen können. Nicht verteidigen müssen.&quot;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-26T05:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5317166/">
    <title>Neuer US-Bericht zur Religionsfreiheit in Deutschland</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5317166/</link>
    <description>Der Einsatz für Religionsfreiheit gehört zu den (sowohl von Demokraten wie Republikanern eingeforderten) Eckpunkten der US-Außenpolitik. Dazu gehören jährliche Berichte aller Botschaften über den Stand der Religionsfreiheit in den jeweiligen Ländern, die International Religious Freedom Reports, die auch im Internet veröffentlicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der International Religious Freedom Report Germany 2008 ist &lt;a href=&quot;http://www.state.gov/g/drl/rls/irf/2008/108448.htm&quot;&gt;per Klick hier&lt;/a&gt; abrufbar. Und es ist durchaus interessant, sich die Situation im Inland auch einmal mit Augen aus dem Ausland zu betrachten.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-09T05:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5326560/">
    <title>Zitat BILD zur Wahl von Cem Özdemir zum Bundesvorsitzenden der Grünen</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5326560/</link>
    <description>Schlagzeile am 15.11.2008:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zitat:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Erstmals wird ein Moslem Parteichef&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin - Er könnte der erste türkischstämmige Parteichef in Deutschland werden: Der bekennende Moslem Cem Özdemir will sich heute als Nachfolger von Reinhard Bütikofer an die Grünen-Spitze wählen lassen. Es wäre der erste moslemische Parteichef in Deutschland. [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Anmerkung I&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cem Özdemir wurde dann auch mit 92 Prozent der Stimmen gewählt, gemeinsam mit der Mitvorsitzenden Claudia Roth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Anmerkung II&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allen muslimischen Blogleserinnen und Bloglesern auf diesem Wege einen herzlichen Gruß zum Opferfest (türk. Kurban Bayram, arab. Id-ul Adha)!</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-08T05:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5317519/">
    <title>Muslime in Frankreich mit Integrationsprozess zufrieden - Positiver Laizismus und...</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5317519/</link>
    <description>Die türkische Tageszeitung Zaman meldete am 5.11.:&lt;br /&gt;
Die Muslime in Frankreich haben keine Integrationsprobleme&lt;br /&gt;
von Abdurrahman Atl&#953;, Paris&lt;br /&gt;
(Übersetzung &lt;a href=&quot;http://www.zr2.jura.uni-erlangen.de/islamedia/index.shtml&quot;&gt;Projekt Islamedia&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Umfrage des französischen Meinungs-forschungsinstitutes CSA sei die Mehrheit der in Frankreich lebenden befragten Muslime davon überzeugt, keine Integrationsschwierigkeiten zu besitzen. Zum einen sei ein Großteil der Muslime überzeugt vom französischen Laizismus  zum anderen jedoch unterstütze ein Großteil von ihnen staatliche Finanzierungsmaßnahmen für Gotteshäuser und auch das Tragen des Kopftuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zaman geht in ihrem Artikel auf die weiteren Umfrageergebnisse ein, wonach sich 14% der Befragten als erstes als Franzosen fühlten und 60% wiederum sowohl als Franzosen als auch als Muslime. 22% gaben an, sich an erster Stelle als Muslime zu identifizieren und erst danach als Franzosen. 66% gaben an, dass der Islam großen Vorurteilen begegne, wohingegen 28% erklärten, keine Vorurteile in dieser Art zu spüren. 79% der Befragten verneinten die Frage, ob sich die Frau dem Mann unterzuordnen habe. Darüber hinaus lehnten 70% die Polygamie in Frankreich ab, unabhängig von der Religionszugehörigkeit und 70% hätten angegeben, dass das Tragen des Kopftuchs einzig und allein von der Willens- und Religionsfreiheit abhängig sein sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.csa-fr.com/dataset/data2008/opi20080730-islam-et-citoyennete.htm&quot;&gt;Datenquelle (CSA)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch &quot;&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4724729/&quot;&gt;Frankreichs Präsident Sarkozy will positive Laizität&lt;/a&gt;&quot;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-24T05:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5349855/">
    <title>Obamas Wahlsieg - Impressionen</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5349855/</link>
    <description>&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/VDa6CwzSA74&amp;hl=en&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/VDa6CwzSA74&amp;hl=en&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschau auf einen &lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/phanomene/2008-12-01/zivilreligion-usa-zum-schauen-von-martin-luther-king-jr.-zu-barack-hussein-obama&quot;&gt;Chronologs-Beitrag&lt;/a&gt; zur US-Zivilreligion, die am 1.Dezember 2008 freigeschaltet wird.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/phanomene/2008-12-01/zivilreligion-usa-zum-schauen-von-martin-luther-king-jr.-zu-barack-hussein-obama&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Zum Chronolog &quot;Natur des Glaubens&quot; in den Webportalen des Spektrum-Wissenschaftsverlages geht es per Klick hier.&quot; height=&quot;75&quot; alt=&quot;Zum Chronolog &quot;Natur des Glaubens&quot; in den Webportalen des Spektrum-Wissenschaftsverlages geht es per Klick hier.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/chronologsnaturdesglaubens.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-04T17:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5286547/">
    <title>NRW-Ministerpräsident Rüttgers und Zentralrat-Vize Korn fordern mehr sichtbare Moscheen...</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5286547/</link>
    <description>Gegen die teilweise massiven Ängste gegen Religion(en) im Allgemeinen und den Islam im Besonderen hat der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers (CDU) Stellung bezogen. Anläßlich der Eröffnung der DITIB-Moschee in Duisburg Marxloh forderte er am Sonntag, dem 26.10.2008, es müsse mehr islamische Gotteshäuser in Deutschland geben - sichtbar, nicht in den Hinterhöfen. (&lt;a href=&quot;http://www.rp-online.de/public/article/panorama/deutschland/630463/Ruettgers-wirbt-fuer-mehr-Moscheen-in-NRW.html&quot;&gt;RP-Online-Bericht hier&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Starke Widerstände&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5202608/&quot;&gt;&lt;img title=&quot;In europäischen Gesellschaften gibt es massive Vorbehalte gegenüber Muslimen, in Deutschland äußerte sich 2008 jeder zweite Befragte negativ.&quot; height=&quot;345&quot; alt=&quot;In europäischen Gesellschaften gibt es massive Vorbehalte gegenüber Muslimen, in Deutschland äußerte sich 2008 jeder zweite Befragte negativ.&quot; width=&quot;393&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/VorbehalteMuslimePew2008.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie zu erwarten schlug dem Politiker neben demokratischer Zustimmung auch eine Welle der Ablehnung entgegen, darunter &quot;böse und hasserfüllte Briefe&quot;, wie Rüttgers berichtete. Auch der Islamkritiker Ralph Giordano forderte erneut Einschränkungen der Religionsfreiheit für Muslime einschließlich eines &quot;Baustopp für Großmoscheen&quot;. (&lt;a href=&quot;http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Mehr-Moscheen/18521&quot;&gt;RP-Online-Bericht hier&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Plädoyer von Salomon Korn: Islam längst Teil Europas&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das Plädoyer für eine zukunftsorientierte Moscheedebatte fand auch prominente Unterstützung: Prof. Dr. Salomon Korn, u.a. Vize-Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, plädierte am Montag in einem Essay für die Frankfurter Allgemeinen Zeitung für Offenheit und verglich die Erfahrungen der deutschen Juden im 19. und der deutschen Muslime im 21. Jahrhundert je im Ringen um bürgerschaftliche Akzeptanz und Gleichberechtigung: &quot;Je weniger Muslime in Europa als Teil der jeweiligen Mehrheitsgesellschaft empfunden werden, desto stärker bildet sich Widerstand gegen ihre Moscheen. ... Im historischen Maßstab betrachtet, hat der öffentliche Streit über die Integration muslimischer Einwanderer und ihrer Moscheen in Europa gerade erst begonnen. Und wie nicht zuletzt die Auseinandersetzungen um den Bau neoislamischer Synagogen im 19. Jahrhundert in Deutschland belegen, wird trotz heute weitgehend veränderter gesellschaftlicher Verhältnisse noch viel Zeit vergehen, bis Moscheen mit einiger Selbstverständlichkeit neben Stadt- und Dorfkirchen aufragen werden. Wenn es denn eines Tages so weit sein sollte, dass im kollektiven Gedächtnis der Europäer die Türken nicht mehr vor Wien stehen und die hier lebenden Muslime sich vorbehaltlos zu Europa und seinen Werten bekennen, dann könnten die Zwiebeldächer der Barockkirchen und die geometrische Ornamentik der Moscheen unvoreingenommen von dem künden, was im Bewusstsein des Westens nur unzureichend verankert ist: wie lange Orient und Islam  über Kunst und Architektur hinaus  bereits Teil der europäischen Geschichte und des abendländisch-kulturellen Erbes sind.&quot; (Den ganzen Artikel für Abonennten oder 2 &#8364; im &lt;a href=&quot;http://fazarchiv.faz.net/webcgi?START=A20&amp;DOKM=1346509_FAZ_0&amp;WID=58253-4080298-83702_1&quot;&gt;FAZarchiv&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;In den deutscherseits gerne belächelten USA...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...wären solche Debatten übrigens schwer denkbar. Stattdessen tourte eine Ausstellung über US-amerikanische Moscheebauten im letzten Jahr durch die Botschaften der Vereinigten Staaten, darunter jene in Berlin. In den USA ist der Islam längst Teil auch der politischen Kultur - und auch muslimische Abgeordnete werden nicht nur gewählt, sondern legen ihren Amtseid auch auf ihre heilige Schrift, den Koran, ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/IslamDeutschlandUSA0308.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Der frisch gewählte, US-demokratische Kongressabgeordnete Keith Ellison schwört zum Amtsantritt auf seine heilige Schrift den Koran. Von rechts nach links: Keith Ellison, seine (nichtmuslimische) Frau Kim Ellison, Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi. Der Schwur erfolgte auf eine Koranausgabe, die US-Präsident Jefferson gehörte.  &quot; height=&quot;334&quot; alt=&quot;Der frisch gewählte, US-demokratische Kongressabgeordnete Keith Ellison schwört zum Amtsantritt auf seine heilige Schrift den Koran. Von rechts nach links: Keith Ellison, seine (nichtmuslimische) Frau Kim Ellison, Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi. Der Schwur erfolgte auf eine Koranausgabe, die US-Präsident Jefferson gehörte.  &quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/KeithEllisonCongressOathQuran.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch die Integration der (durchschnittlich deutlich besser gebildeten, aber auch deutlich religiöseren) Muslime in den Vereinigten Staaten verläuft bislang deutlich erfolgreicher als in den säkular-europäischen Gesellschaften. Es lohnt, darüber nachzudenken...</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-30T05:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5222106/">
    <title>Auch Politik Sache der Gene?</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5222106/</link>
    <description>Die Evolutionsbiologie verändert unseren Blick auf das gesamte Spektrum menschlichen Verhaltens: &lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/GottGenGehirnFlyerHirzel.pdf&quot;&gt;Die Religion&lt;/a&gt; und zunehmend auch die Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngster Zeit haben zwei Studien den Blick auf die biologischen Wurzeln auch politischen Verhaltens gelenkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Politikwissenschaftler John Hibbing (University Nebraska-Lincoln) &lt;a href=&quot;http://www.wissenschaft-online.de/artikel/968069&quot;&gt;zeigte in einer Studie auf&lt;/a&gt;, dass sich politisch sehr &quot;liberale&quot; und sehr &quot;autoritäre&quot; Personen auch in physiologischen Tests unterschiedlich schreckhaft verhielten. Sprich: Wer generell vorsichtiger veranlagt war, tendierte auch dazu, politisch mehr Sicherheit, Recht und Ordnung einzufordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Beitrag &quot;Genetic Variation in Political Participation&quot; (deutsch: genetische Variation in politischer Beteiligung) (&lt;a href=&quot;http://www.apsanet.org/imgtest/APSRMay08Fowler_etal.pdf&quot;&gt;freier Download hier&lt;/a&gt;) stellten sich James H. Fowler, Laura A. Baker und Christopher T. Dawes einem alten Rätsel der Politikwissenschaft und besonders politischen Ökonomie: Warum gehen Menschen eigentlich wählen, obwohl der individuelle Nutzen (Einfluss) in keinem Verhältnis zum indivuellen Aufwand steht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Originellerweise untersuchen sie das &quot;rätselhafte&quot; Verhalten anhand gleich mehrerer Datensätze so, wie auch anderes, menschliches Verhalten (einschließlich Religiosität) längst untersucht wird: Per &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4347367/&quot;&gt;Zwillingsstudien&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergebnis: Wie anderes Verhalten auch zeigt sich auch Wahlverhalten als etwa hälftig genetisch veranlagt. Dabei ist natürlich nicht an eine spezielle Evolution von Wählern zu denken, wohl aber an die Bereitschaft, (auch) im rituellen Rahmen Verantwortung für das Gemeinschaftsganze zu übernehmen. Einigen Menschen ist das offenkundig stärker in die Wiege gelegt als anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Einschränkend&lt;/b&gt; ist diesen Studien selbstverständlich entgegen zu halten, dass in beiden Fällen der soziokulturelle Einfluss mindestens gleichwertig bestehen bleibt: Eine stärker von Ängsten geprägte Weltanschauung wie auch ein System, das zu politischer Beteiligung aufruft entstehen nie im erziehungs- und kulturfreien Raum. Der Mensch ist und bleibt ein Produkt &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4690269/&quot;&gt;biokultureller Evolution&lt;/a&gt; und praktisch nie durch ein Entweder-Oder, sondern fast immer durch eine Wechselwirkung biologischer und kultureller Faktoren zur je individuellen Persönlichkeit ausgeprägt.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-20T04:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5202608/">
    <title>Umfragen weisen massive Vorbehalte gegen Juden und Muslime in Europa und Deutschland...</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5202608/</link>
    <description>Eine &lt;a href=&quot;http://pewglobal.org/reports/display.php?ReportID=262&quot;&gt;neue Studie&lt;/a&gt; des PewResearch Center auf Basis internationaler Umfragen weist wachsende antijüdische und massive antimuslimische Vorurteile in Teilen der europäischen und auch deutschen Bevölkerung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist in den meisten europäischen Ländern der Anteil der Befragten gestiegen, die eine negative Meinung von Juden angeben: In Deutschland z.B. von 20% in 2004 auf 25% in 2008, in Spanien gar von 21% in 2005 auf 46% in 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://pewglobal.org/reports/display.php?ReportID=262&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Laut Studie des PewResearch Center sind antijüdische Vorbehalte in Europa (auch Deutschland) in den letzten Jahren stark gewachsen.&quot; height=&quot;350&quot; alt=&quot;Laut Studie des PewResearch Center sind antijüdische Vorbehalte in Europa (auch Deutschland) in den letzten Jahren stark gewachsen.&quot; width=&quot;393&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/VorbehalteJudenPew2008.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch massiveren Vorurteilen sehen sich Muslime ausgesetzt. So geben in Spanien, Deutschland und Polen jeweils etwa die Hälfte aller befragten Erwachsenen eine negative Haltung gegenüber Anhängern des Islam an. (Spanien 52%, Deutschland 50%, Polen 46%).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://pewglobal.org/reports/display.php?ReportID=262&quot;&gt;&lt;img title=&quot;In europäischen Gesellschaften gibt es massive Vorbehalte gegenüber Muslimen, in Deutschland äußerte sich 2008 jeder zweite Befragte negativ.&quot; height=&quot;345&quot; alt=&quot;In europäischen Gesellschaften gibt es massive Vorbehalte gegenüber Muslimen, in Deutschland äußerte sich 2008 jeder zweite Befragte negativ.&quot; width=&quot;393&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/VorbehalteMuslimePew2008.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auch antichristliche Vorbehalte&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Negativurteile gegen Christen sind verbreitet und erreichen in einigen islamisch geprägten Ländern sogar Mehrheiten, an der Spitze die Türkei mit 74%. Aber auch in mitteleuropäischen Ländern wie Deutschland oder Frankreich bekunden inzwischen zweistellige Prozentzahlen der Befragten Skepsis und Ablehnung gegenüber Christen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://pewglobal.org/reports/display.php?ReportID=262&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Auch gegen Christen gibt es längst Vorbehalte in europäischen Ländern. Hier Befragte der Pew-Studien 2008 nach Nationen, die Christen eher oder sehr &quot;unfavorable&quot; einschätzten. &quot; height=&quot;353&quot; alt=&quot;Auch gegen Christen gibt es längst Vorbehalte in europäischen Ländern. Hier Befragte der Pew-Studien 2008 nach Nationen, die Christen eher oder sehr &quot;unfavorable&quot; einschätzten. &quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/VorbehalteChristenPew2008.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich spezifizieren diese Daten noch nicht, welche Negativurteile jeweils in welcher Intensität bestehen, Trends zeigen sie jedoch durchaus an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Unter Muslimen sinkt Zustimmung zu Selbstmordattentaten weiter&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch positive Entwicklungen zeigen sich in der globalen Perspektive. So verlieren islamistische Selbstmordattentate in der islamischen Welt weiter rapide an Zustimmung, auch Osama Bin Laden und die Hisbollah verlieren teilweise massiv an Sympathien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://pewglobal.org/reports/display.php?ReportID=262&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Selbstmordattentate verlieren in der islamischen Welt teilweise rapide an Zustimmung. Hier Befunde der internationalen Befragungen des PewResearch Center bis 2008.&quot; height=&quot;378&quot; alt=&quot;Selbstmordattentate verlieren in der islamischen Welt teilweise rapide an Zustimmung. Hier Befunde der internationalen Befragungen des PewResearch Center bis 2008.&quot; width=&quot;393&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/SelbstmordattentateZustMuslimePew2008.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Befunde umfassen beispielsweise den &quot;Gender Gap&quot; (die weltweit höhere Religiosität von Frauen, vgl. &lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/gretchenfrage/2008-04-04/gretchenfrage-sind-religi-se-frauen-dumm&quot;&gt;Gretchenfrage&lt;/a&gt;) und zum innerislamischen Ringen zwischen Reformern und Fundamentalisten. &lt;a href=&quot;http://pewglobal.org/reports/pdf/262.pdf&quot;&gt;Gesamtbericht als pdf hier&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-19T19:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5166818/">
    <title>Aygül Özkan: CDU-Politikerin, Wirtschaftsexpertin, Muslimin</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5166818/</link>
    <description>Immer und immer wieder begegne ich Klischees, wonach es unüberwindbare Hürden für religiöse Minderheiten in demokratischen Parteien gebe. Oft herrscht Überraschung, wenn ich darauf hinweise, dass es bisher keinerlei Belege für die Unvereinbarkeit irgendeiner Weltreligion mit der Demokratie gebe - und dass in modernen Gesellschaften religiös vielfältige Fraktionen längst zur Regel werden. Vor einem Jahr hatte ich beispielsweise &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4283937/&quot;&gt;in diesem Beitrag&lt;/a&gt; den demokratischen US-Abgeordneten Keith Ellison vorgestellt, der einen überwiegend katholischen Wahlkreis gewonnen und seinen Amtseid selbstverständlich auf den Koran abgelegt hatte. Auf Veranstaltungen wurde ich damals noch gefragt, ob gläubige Muslime denn auch in deutschen Parteien erfolgreich sein könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich können sie - und sind es längst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aygül Özkan&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute möchte ich Ihnen eine deutsch-muslimische Politikerin türkischer Herkunft vorstellen: Die Hamburger Wirtschaftsexpertin Aygül Özkan (37) stieg neben einer Karriere in der Wirtschaft auch zur stellvertretenden CDU-Landesvorsitzenden auf und wurde 2008 in die Hamburger Bürgerschaft gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ayg%C3%BCl_%C3%96zkan&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Aygül Özkan ist Abgeordnete der CDU in der Hamburger Bürgerschaft und stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Hamburg. Die deutsch-muslimische Wirtschaftsexpertin hat türkische Wurzeln und gehört der schiitischen Konfession an.&quot; height=&quot;195&quot; alt=&quot;Aygül Özkan ist Abgeordnete der CDU in der Hamburger Bürgerschaft und stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Hamburg. Die deutsch-muslimische Wirtschaftsexpertin hat türkische Wurzeln und gehört der schiitischen Konfession an.&quot; width=&quot;130&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/AyguelOezkanAbgCDUHamburg.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die CDU trat die gläubige, schiitische Muslimin und Mutter gerade auch wegen des &quot;C&quot; ein. Dem &lt;a href=&quot;http://www.abendblatt.de/daten/2007/06/07/751375.html&quot;&gt;Hamburger Abendblatt&lt;/a&gt; sagte sie: &quot;Die CDU steht für Werte wie Familie und Zusammenhalt. Da finde ich mich am besten wieder.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aygül Özkan engagiert sich durchaus für Integrations-, Dialog- und Frauenthemen, ist aber vor allem auch Fachsprecherin der CDU-Fraktion für Industrie und Wirtschaft. Als deutsche Bürgerin muslimischen Glaubens gestaltet sie demokratische Politik selbstverständlich mit.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-06T04:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5002243/">
    <title>Erste islamische Schule in Frankreich wird staatlich gefördert</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5002243/</link>
    <description>Paris (dpa) - In Frankreich soll zum ersten Mal eine muslimische Privatschule, in der Schleier [Anm. Blume: Kopftuch] getragen werden darf, finanzielle Unterstützung des Staates bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nächsten Schuljahr an zahle der Staat das Gehalt der Lehrer, sagte am Mittwoch Makhnouf Mameche, Vize-Schuldirektor des Averroes-Gymnasiums in Lille. Grundlage dafür sei ein Vertrag zwischen Schule und Staat, wie ihn auch die katholischen Privatschulen in Frankreich abgeschlossen hätten. Es ist der erste Vertrag dieser Art mit einer muslimischen Privatschule. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das seit 2003 bestehende Averroes-Gymnasium, das 90 Schüler hat, wurde bislang aus Spenden und Schulgebühren finanziert. Anlass der Gründung war der Ausschluss von 19 muslimischen Schülerinnen aus einer öffentlichen Schule, die sich weigerten, in der Schule ihren Schleier abzulegen. Nach dem Staatsvertrag ist die Schule verpflichtet, dem offiziellen Lehrplan zu folgen und Schüler unabhängig von ihrer Religion aufzunehmen. Der einzige Unterschied zum staatlichen Lehrplan sei Arabisch als zweite Fremdsprache und ein freiwilliger Kurs über die muslimische Religion, sagte Mameche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit gibt es vier muslimische Privatschulen in Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ergänzung:&lt;/b&gt; Die beginnende Gleichstellung und Integration islamischer Religionsgemeinschaften in das Staat-Kirchen-Verhältnis in Frankreich steht im Kontext &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/natur-des-glaubens/grundlagen/2008-06-02/religionsdemografischer-fanpost&quot;&gt;der religionsdemografischen Belebung (auch) in Europa&lt;/a&gt;: Wie in den USA, stammt ein wachsender Anteil der nachwachsenden Generationen aus den kinderreicheren, religiösen Familien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/natur-des-glaubens/grundlagen/2008-06-02/religionsdemografischer-fanpost&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Tomas Frejka und Charles F. Westoff vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock wiesen 2006 eine Wirkung von Religiosität auf die Kinderzahl sowohl in den USA wie in Europa hin. Bei vergleichbar hoher Religiosität wie in den USA hätte Europa nach ihrer Modellschätzung eine um 13 bis 14% höhere Geburtenzahl!&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Tomas Frejka und Charles F. Westoff vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock wiesen 2006 eine Wirkung von Religiosität auf die Kinderzahl sowohl in den USA wie in Europa hin. Bei vergleichbar hoher Religiosität wie in den USA hätte Europa nach ihrer Modellschätzung eine um 13 bis 14% höhere Geburtenzahl!&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/FrejkaWesthoffReligionsdemografieUSAEuropaBlume.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy reagiert auf die Wiederkehr der Religionen mit dem Konzept einer &quot;&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4724729/&quot;&gt;positiven Laizität&lt;/a&gt;&quot;. Auch in Deutschland hat der freiheitlich-postsäkulare &lt;a href=&quot;http://www.kas.de/wf/doc/kas_13362-544-1-30.pdf&quot;&gt;religionsdemografische Wettbewerb der Religionen&lt;/a&gt; bereits eingesetzt.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-19T04:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4991885/">
    <title>Streit um Religionsfreiheit: Grüne in Bayern rudern zurück</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4991885/</link>
    <description>Noch vor wenigen Wochen hatte &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4940179/&quot;&gt;ein Kommentar&lt;/a&gt; zum FAZ-Interview von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble eine Diskussion ausgelöst, da ich berichtet hatte, einen neuen Trend zu beobachten: Während einige Bürgerliche &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4978462/&quot;&gt;und Liberale&lt;/a&gt; zunehmend die Religionsfreiheit auch religiöser Minderheiten zu verteidigen begännen, würde die politische Linke dagegen Religionsfreiheit(en) insgesamt zunehmend einschränken wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Realität&lt;/b&gt; war jedoch wieder einmal noch schneller als die Debatte: Der bayerische Landesverband der Grünen forderte auf einem Parteitag in Augsburg &lt;a href=&quot;http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/1409046-100-neuer_kruzifix_streit_schlaegt_hohe_wellen,1,0.html&quot;&gt;das Verbot aller religiösen Symbole und Kleidungen in staatlichen Schulen&lt;/a&gt;. Interessanterweise überstimmte dabei die Basis den Landesvorstand, der sich für positive Religionsfreiheit (die gleichberechtigte Zulassung religiöser Symbole und Kleidung) ausgesprochen hatte. &quot;Schülerinnen und Schüler&quot; hätten das Recht &quot;von demonstrativ zur Schau gestellten religiösen Bekenntnissen ihrer Lehrerinnen und Lehrer unbehelligt zu bleiben&quot;, daher wurde gefordert: &quot;Alle religiösen Symbole und religiös motivierten Kleidungsstücke haben unserer Auffassung nach daher an der Schule nichts zu suchen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob dieses geforderte Verbot auch die Schülerinnen und Schüler selbst betreffen würde, blieb zunächst unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nach breiter Kritik nicht nur von Kirchen und CSU, sondern auch von SPD, Lehrerverbänden und Öffentlichkeit, die vor allem eine Neuauflage des Kruzifix-Streites befürchteten, &lt;a href=&quot;http://de.news.yahoo.com/ddp/20080612/tde-gruene-raeumen-fehler-bei-debatte-um-9f2594e.html&quot;&gt;räumen die bayerischen Grünen nun Fehler ein und rudern zurück&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Es war nicht die Intention der Antragsteller, ein Verbot von Kreuzen in den Klassenzimmern einzufordern&quot;, heißt es nun seit Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung der Partei- und Fraktionsspitze. Nur ein &quot;Verbot von persönlichen religiösen Symbolen und religiös motivierter Kleidung von Lehrerinnen und Lehrern&quot; sei angestrebt worden. Die Grünen-Führung räumt in der Erklärung ein, dem Beschluss fehle in diesem Punkt &quot;die nötige Klarheit&quot;, er könne &quot;auch anders verstanden werden&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wir müssen selbstkritisch anerkennen, dass der Umgang mit dem Thema von uns nicht mit der nötigen Sensibilität und Sorgfalt erfolgt ist&quot;, schreiben die Landesvorsitzenden Sepp Daxenberger und Theresa Schopper sowie die Fraktionsvorsitzenden Margarete Bause und Sepp Dürr weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grünen-Spitze werde nun die Debatte in der Partei, aber auch mit Kirchen, Religionsgemeinschaften und weltanschaulichen Gruppen weiterführen und sich auf auf dem Oktober-Parteitag wieder damit befassen. &quot;Nicht ein Kulturkampf, sondern der offene Dialog steht auf der Tagesordnung&quot;, so die bayerischen Grünen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klingt gut...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Debatte ist eine gute Gelegenheit...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...um an den &lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/IslamDeutschlandUSA0308.pdf&quot;&gt;deutsch-amerikanischen Vergleich&lt;/a&gt; zu erinnern. Während US-Amerikaner aufgrund der eigenen Religiosität und freiheitlichen Tradition religiöser Vielfalt auch eine durchschnittlich positivere Perspektive auf den Islam haben, bündeln sich bei den stärker säkularen Deutschen antiislamische und antireligiöse Vorurteile zu einem massiver ausgrenzenden Klima.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/IslamDeutschlandUSA0308.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Gefragt, was der Hauptgrund für die fehlende wirtschaftliche Entwicklung in islamischen Staaten sei, unterscheiden sich die Antworten von Deutschen, US-Amerikanern, Türken und Muslimen in Deutschland außerordentlich.&quot; height=&quot;302&quot; alt=&quot;Gefragt, was der Hauptgrund für die fehlende wirtschaftliche Entwicklung in islamischen Staaten sei, unterscheiden sich die Antworten von Deutschen, US-Amerikanern, Türken und Muslimen in Deutschland außerordentlich.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/WahrnehmungMuslimeChristenDeutschlandUSA.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-14T04:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4978462/">
    <title>Liberalismus &amp; Religionen in Europa - Ein Verhältnis vor dem Umschwung</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4978462/</link>
    <description>Der große Liberale und Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek beklagte schon in den 50er Jahren &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/3828356/&quot;&gt;die rationalistische Religionsfeindlichkeit des &quot;kontinentalen Liberalismus&quot;&lt;/a&gt;. Im Gegensatz zum &quot;echten&quot;, evolutionären Liberalismus, den Hayek eher in der angelsächsischen Welt verbreitet sah, der Freiheit (auch) zur Religion verteidigte, meinten Liberale aus Frankreich und dem Kontinent auch die Religion &quot;per Vernunft&quot; abschaffen zu müssen - und schufen damit die Grundlagen für neue Ideologien der Tyrannei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch ist diese unterschiedliche Ausprägung der Freiheitsbewegungen freilich nicht schwer zu verstehen. Auf dem europäischen Kontinent hatten sich regionale Kirchenmonopole etabliert, die sich meist als Staatskirchen eng mit den jeweiligen Herrschenden verbunden und gemeinsam jeden religiösen Wettbewerb erstickt hatten. Als positiver Wert war Religionsfreiheit hier kaum erlebbar, vielmehr standen die Kirchen oft eher an der Seite der Freiheitsfeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kontrast dazu war die Religionsfreiheit in den Kolonien und insbesondere der heutigen USA sogar ein weiterer Grund zur Auswanderung dorthin - es entstand eine Wertschätzung der Religionsfreiheit, Vielfalt und ein lebendiger, religiös-demografischer Markt aus unzähligen, kleineren Religionsgemeinschaften, die sich unabhängig vom Staat organisierten und daher auf ihre Freiheiten Wert legten. Hier gingen Liberalismus und Religiosität also bald eine starke Allianz ein und beschränkten den Staatseinfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/topics/USA+religious/&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Wo ein religiöses Monopol wie z.B. in Griechenland oder der Türkei oder ein Kartell, wie derzeit noch in Deutschland, herrscht, werden Minderheiten ausgegrenzt, es dominiert das Kollektiv. Echte Freiheit entsteht dort, wo ein fairer, auch religiöser Wettbewerb entstanden ist und Vielfalt wirklich toleriert, ja geschätzt wird. (Klick führt zum Hayek-Vortrag Potsdam mit religionsdemografischen Daten.)&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Wo ein religiöses Monopol wie z.B. in Griechenland oder der Türkei oder ein Kartell, wie derzeit noch in Deutschland, herrscht, werden Minderheiten ausgegrenzt, es dominiert das Kollektiv. Echte Freiheit entsteht dort, wo ein fairer, auch religiöser Wettbewerb entstanden ist und Vielfalt wirklich toleriert, ja geschätzt wird. (Klick führt zum Hayek-Vortrag Potsdam mit religionsdemografischen Daten.)&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/ReligionsMonopolvsFreiheit.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und heute?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa brechen die religiösen Regionalmonopole derzeit flächendeckend (und nicht zuletzt demografisch) zusammen. Die Großkirchen verlieren nicht nur Mitglieder an die Säkularisierung, sondern erleben auch das Anwachsen verbindlicher, religiöser Minderheiten durch Zuwanderung, Konversionen und deren Geburtenreichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.kas.de/wf/doc/kas_13362-544-1-30.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Lebendgeburten pro Frau nach Religionszugehörigkeit, Schweizer Zensus 2000, alle Kategorien. Es zeigt sich, dass &amp;quot;alle&amp;quot; religiösen Gemeinschaftskategorien durchschnittlich deutlich mehr Kinder erreichen als die Konfessionslosen.&quot; height=&quot;249&quot; alt=&quot;Lebendgeburten pro Frau nach Religionszugehörigkeit, Schweizer Zensus 2000, alle Kategorien. Es zeigt sich, dass &amp;quot;alle&amp;quot; religiösen Gemeinschaftskategorien durchschnittlich deutlich mehr Kinder erreichen als die Konfessionslosen.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/lebendgeburten-schweizer-zensus-nach-religion.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemaligen Monopolkirchen verlieren so ihren Schrecken aus liberaler Sicht - &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4810208/&quot;&gt;auch die FDP hat unlängst ihre traditionelle Kirchenkritik eingestampft.&lt;/a&gt; Und plötzlich erkennt auch das libertäre, noch v.a. ökonomisch orientierte ef-magazin (&quot;mehr netto&quot;) in konservativen Kirchenkreisen &lt;a href=&quot;http://www.ef-magazin.de/2008/04/16/kirche-in-not-treffpunkt-widerstand&quot;&gt;Verbündete im Widerstand gegen einen allzuständigen Staat&lt;/a&gt; (so ein Artikel des Herausgebers Andre Lichtschlag).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird sicher noch einige Jahre oder Jahrzehnte brauchen, bevor es auch in Kontinentaleuropa zu einer stabileren Allianz zwischen den oft (nicht immer!) familienpolitisch konservativen, aber notwendig an Freiheit interessierten Mitgliedern religiöser Minderheiten und den liberalen Bewegungen in den demokratischen Parteien gekommen ist. Ob es dieser Allianz in Zukunft gelingen könnte, die Macht des Staates (wieder) zu beschränken und stattdessen Selbstorganisationen der Bürgerinnen und Bürger wieder stärker zu entfalten? Wir werden sehen.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-11T03:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4917413/">
    <title>Diyanet (Türkei) will mehr Imame, um staatsunabhängige Religionsgemeinschaften einzudämmen</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4917413/</link>
    <description>Auch in der Türkei ist die Diskussion um das Verhältnis von Kirche und Staat längst entbrannt. Während Frankreichs Präsident Sarkozy das französische Modell zu einer &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4724729/&quot;&gt;&quot;positiven Laizität&quot; weiterentwickeln möchte&lt;/a&gt;, mehren sich auch in der Türkei die Debatten um Strukturen des Diyanet, das dem Ministerpräsidenten unterstellte Amt für Religionsangelegenheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr Menschen erkennen den türkisch-kemalistischen &quot;Laizismus&quot; als kaum mehr getarntes, staatskirchliches System, in dem die (Haupt-)Religion staatlich kontrolliert, finanziert und (etwa zur Unterdrückung religiöser, kultureller und ethnischer Vielfalt) bisweilen auch instrumentalisiert wird. So werden Diyanet-Imame aus Steuergeldern als Beamte bezahlt, auch Nichtmuslime müssen islamisch-sunnitischen Religionsunterricht besuchen und der Neubau und freiheitliche Betrieb nichtstaatlicher Gebetshäuser (Kirchen, Synagogen, aber auch Moscheen) ist schwer bis unmöglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Westen gegenüber wird dieses Konzept, nicht ohne Erfolg, mit der Bekämpfung von Islamismus und &quot;Sekten&quot; begründet und es wird darauf hingewiesen, dass etwa die längst auch weltweit beachtete, türkische Reformtheologie mit auch starken, weiblichen Stimmen kaum ohne staatliche Patronage erblüht wäre. Und gerade auch in Deutschland hat sich die mit Diyanet verbundene Türkisch-Islamische Union (DITIB) zuletzt dem Dialog sowohl mit Staat und Kirchen wie auch mit anderen, islamischen Verbänden gegenüber geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sehr zu empfehlenden &lt;a href=&quot;www.islamedia.de&quot;&gt;Islamedia-Newsletter&lt;/a&gt; erschien dazu dieser Tage folgende Meldung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hürriyet, Mittwoch, 07.05.08 - Diyanet: Mehr Imame&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hürriyet meldet, dass Sait Yazicioglu, Minister und Verantwortlicher für das Amt für religiöse Angelegenheiten in der Türkei (Diyanet) angekündigt habe, mehr Personal einzustellen. Um religiösen Orden entgegenzuwirken und deren Zusammenschlüsse einzudämmen, habe er des Öfteren für die Einstellung von mehr Imamen geworben. Yazicioglu zufolge sei geplant 10.000 neue Imame einzustellen. Eine dementsprechende Gesetzesvorlage sei bereits vorbereitet und soll bis Ende des Jahres verabschiedet sein.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-13T04:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4836665/">
    <title>Ralph Giordanos Aversionen gegen den Islam: Noch links oder schon rechts?</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4836665/</link>
    <description>Dieser Frage widmet sich Arne Hoffmann in seinem streitbaren Beitrag &lt;a href=&quot;http://www.ef-magazin.de/ef81-Hoffmann-Giordano.pdf&quot;&gt;Ralph Giordano bleibt sich treu - Der eitle, alte Mann mit Schal hetzt gerne laut&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei kommentiert er das &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4757641/&quot;&gt;Streitgespräch zwischen Giordano und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble&lt;/a&gt;, das auch schon Thema dieses Blogs war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben die zunehmend schrillen Ausfälle des betagten Intellektuellen Giordano (O-Ton: Ich will keine Kopftuch-, Tschador- oder Burka-Verhüllten auf deutschen Straßen sehen. Und ich will es sagen dürfen! - Was würde er wohl sagen, würde jemand so z.B. über Hut und Schläfenlocken orthodoxer Juden reden?) immerhin einen Vorteil: Sie entkrampfen die Debattenkultur in unserem Land, indem sie erkennbar machen, dass es keine Menschengruppen gibt, die gegen dumpfe Aversionen und billige Argumente immun wären. Und dass man solchen Polemiken dann auch als Demokrat widersprechen kann - und muss.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-05T04:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4810208/">
    <title>FDP gibt Forderung nach strikter Staat-Kirchen-Trennung auf</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4810208/</link>
    <description>Die (v.a. auch demografische) &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4686471/&quot;&gt;Rückkehr der Religion(en)&lt;/a&gt; erreicht nun auch den Bereich der Politik:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Noch 1974 stellte sich die FDP mit dem Positionspapier &quot;Freie Kirche im freien Staat&quot;&lt;/b&gt; auf einen dezidiert laizistischen Standpunkt, der unter anderem die Aufhebung von Kirchensteuer, Staatsverträgen, dem Status als Körperschaft öffentlichen Rechts für Religionsgemeinschaften u.v.m. forderte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zur Bundestagswahl 1994&lt;/b&gt; wurden die Positionen noch einmal verschärft und die &quot;wechselseitige Unabhängigkeit&quot; von Staat und Religionsgemeinschaften zueinander negativ abgegrenzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;In diesem Verständnis setzt sich die liberale Politik für die gegenseitige Unabhängigkeit von Staat und Religions-gemeinschaften ein. Es geht darum, jenen Raum freizuhalten, in dem die Kirchen und andere Religionsgemeinschaften ihre Aufgaben nach ihrem eigenen Selbstverständnis erfüllen können. Ebenso darf es keinen unangemessenen Einfluß der Kirchen auf den Staat und öffentlich-rechtliche Institutionen geben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefordert wurde nun auch die Abschaffung des schulischen Religionsunterrichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Texte von 1974 und 1994 &lt;a href=&quot;http://www.ibka.org/artikel/miz94/fdp.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Mit dem neuen Papier von Dezember 2007&lt;/b&gt; &quot;&lt;a href=&quot;http://www.matthias-scheffler.de/DokuWP/FDP_Staat_und_Kirche.pdf&quot;&gt;Liberale Leitlinien zum Verhältnis von Staat, Kirchen und Religionsgemeinschaften&lt;/a&gt;&quot; wird nun ein Schwenk zum &quot;geltenden Kooperationsprinzip&quot; vollzogen, &quot;nach dem Staat und Religionsgemeinschaften je eigenständig und zugleich im Sinne des Gemeinwohles aufeinander bezogen sind.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Recht auf Religionsunterricht wird bekräftigt und statt der Auflösung bestehender Staatskirchenverträge wird nun der Einbezug weiterer Religionen in das Staat-Kirchen-Verhältnis gefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn, so heißt es jetzt: &quot;Auch der moderne, plurale und säkulare Staat muss ein Interesse an Wertebegründung, Wertevermittlung und Orientierung haben, denn er ruht auf Voraussetzungen, die er jedoch selbst nicht schaffen darf und kann. [...] Daher ist auch der säkulare Staat auf seine Glaubens- und Religions-gemeinschaften als bedeutsame Gruppen in einer pluralistischen Gesellschaft angewiesen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher sei &quot;die im Grundgesetz festgeschriebene Religionsfreiheit und weltanschauliche Neutralität des Staates in einer Weise auszulegen, welche Religion und Religionen bewusst in den öffentlichen Raum mit einbezieht. Die weltanschauliche Neutralität des Staates gegenüber den Glaubens- und Religions-gemeinschaften ist daher nicht negativ-ausgrenzend zu verstehen, sondern im Sinne einer positiv-kooperativen und partnerschaftlichen Zuordnung.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neue Papier gibt es &lt;a href=&quot;http://www.matthias-scheffler.de/DokuWP/FDP_Staat_und_Kirche.pdf&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine Impression zur (auch) demografischen Rückkehr der Religionen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/HayekPotsdam0607.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Die Grafik wurde aufgrund von Daten des World Value Survey erstellt, die Daniel Enske vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln zu einer Studie verdichtete.&quot; height=&quot;367&quot; alt=&quot;Die Grafik wurde aufgrund von Daten des World Value Survey erstellt, die Daniel Enske vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln zu einer Studie verdichtete.&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/IWD-Studie-Beten-Kinder-Welt-Dtschl.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Politik &amp; Religion</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-26T05:28:00Z</dc:date>
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