Südafrika: Kirchen und Moscheen stemmen sich gegen Fremdenfeindlichkeit
Die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika und das Versagen der südafrikanischen Regierung haben Menschen weltweit bewegt.
Doch auch in den Armengebieten gab und gibt es Institutionen, die sich Hass und Gewalt entgegen stemmten und stemmen: vor allem Kirchen- und Moscheegemeinden. Ein Korrespondentenbericht von Stephanie Hanes für den Christian Science Monitor hier.
Evolutionstheoretisch erklärungsbedürftig
Aus streng evolutionstheoretischer Perspektive ist die fremdenfeindliche Gewalt angesichts Armut, scharfer Ressourcen- und Arbeitsplatzkonkurrenz und einer das Flüchtlingsproblem schlicht leugnenden Regierung leider herleitbar (wenn auch natürlich in keiner Weise zu rechtfertigen!). Die oft spontane und dann vor allem in Religionsgemeinschaften organisierte Hilfe gegenüber Nichtverwandten ist dagegen erklärungsbedürftig und für die Zukunft wäre wissenschaftlich zu fragen, ob die vergemeinschaftete Religiosität hierbei eine Rolle spielt.
Noch sind die empirischen Befunde dazu sehr vorläufig, doch zeichnet sich z.B. auch in deutschen Studien eine deutlich höhere Engagement- und Spendenbereitschaft religiöser Menschen (über die Kirchensteuer hinaus) ab. Hier Daten einer sozialwissenschaftlichen Analyse von Eckhard Priller und Jana Sommerfeld vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB):

Erinnert sei auch an das spieltheoretisch-psychologische Experiment von Norenzayan & Shariff, wonach Probanden, die zuvor vorbewusst mit religiösen oder säkular-zivilreligiösen Worten konfrontiert worden waren, dann im Experiment durchschnittlich bereitwilliger von Spielgewinnen an Nichtverwandte abgaben.

Für eine (auch) evolutionsbiologisch fundierte Religionswissenschaft sind diese Befunde eine Herausforderung, weil sie klar über religiöse Verstärkungen von Familien- und Gemeinschaftsbeziehungen hinaus weisen und damit sozialdarwinistische oder gen-egoistischen Modelle in Frage stellen.
Doch auch in den Armengebieten gab und gibt es Institutionen, die sich Hass und Gewalt entgegen stemmten und stemmen: vor allem Kirchen- und Moscheegemeinden. Ein Korrespondentenbericht von Stephanie Hanes für den Christian Science Monitor hier.
Evolutionstheoretisch erklärungsbedürftig
Aus streng evolutionstheoretischer Perspektive ist die fremdenfeindliche Gewalt angesichts Armut, scharfer Ressourcen- und Arbeitsplatzkonkurrenz und einer das Flüchtlingsproblem schlicht leugnenden Regierung leider herleitbar (wenn auch natürlich in keiner Weise zu rechtfertigen!). Die oft spontane und dann vor allem in Religionsgemeinschaften organisierte Hilfe gegenüber Nichtverwandten ist dagegen erklärungsbedürftig und für die Zukunft wäre wissenschaftlich zu fragen, ob die vergemeinschaftete Religiosität hierbei eine Rolle spielt.
Noch sind die empirischen Befunde dazu sehr vorläufig, doch zeichnet sich z.B. auch in deutschen Studien eine deutlich höhere Engagement- und Spendenbereitschaft religiöser Menschen (über die Kirchensteuer hinaus) ab. Hier Daten einer sozialwissenschaftlichen Analyse von Eckhard Priller und Jana Sommerfeld vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB):

Erinnert sei auch an das spieltheoretisch-psychologische Experiment von Norenzayan & Shariff, wonach Probanden, die zuvor vorbewusst mit religiösen oder säkular-zivilreligiösen Worten konfrontiert worden waren, dann im Experiment durchschnittlich bereitwilliger von Spielgewinnen an Nichtverwandte abgaben.

Für eine (auch) evolutionsbiologisch fundierte Religionswissenschaft sind diese Befunde eine Herausforderung, weil sie klar über religiöse Verstärkungen von Familien- und Gemeinschaftsbeziehungen hinaus weisen und damit sozialdarwinistische oder gen-egoistischen Modelle in Frage stellen.
blume-religionswissenschaft - 4. Jun, 06:29
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