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    <title>Dr. Blume (Religionswissenschaft aus Freude) : Rubrik:Evolutionary Religious Studies (ERS)</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/</link>
    <description>Religionswissenschaft aus Freude</description>
    <dc:publisher>religionswissenschaft</dc:publisher>
    <dc:creator>religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:date>2009-06-08T14:05:29Z</dc:date>
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    <title>Dr. Blume</title>
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  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4829683/">
    <title>Christliches Gen identifiziert!</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4829683/</link>
    <description>Vor über einem Jahr hatte ich &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/natur-des-glaubens/grundlagen/2008-03-16/gene-f-r-glauben-neues-aus-der-verhaltensgenetik&quot;&gt;in diesem Wissenslog-Beitrag&lt;/a&gt; den Zusammenhang zwischen Religiosität und Genetik thematisiert. Damals vertrat ich die Ansicht, dass religiöse Präferenzen polygen (d.h. in mehreren Genen) angelegt seien und erst auf dieser Basis die Aufnahme kultureller Inhalte erfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber muss ich widerrufen - denn Wissenschaftler haben ein einzelnes Gen gefunden, das zum christlichen Glauben führt. Ein CNNN-Bericht dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;355&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/qCzbNkyXO50&amp;hl=en&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;wmode&quot; value=&quot;transparent&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/qCzbNkyXO50&amp;hl=en&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; wmode=&quot;transparent&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;355&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bekanntmachung dieses wissenschaftlichen Durchbruchs danke ich dem Scilogs-Kollegen Arvid Leyh vom hörenswerten &quot;&lt;a href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/blog/braincast&quot;&gt;Braincast&lt;/a&gt;&quot;!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, und: Bitte auf das Datum des heutigen Beitrags achten! (-;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-01T04:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5548051/">
    <title>Neu: Web-Resources on Religion and Reproduction</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5548051/</link>
    <description>Einer der Ziele dieses Weblogs (und meiner ganzen Präsenz im Internet) ist das Austesten neuer Möglichkeiten, Wissenschaft interdisziplinär und international zu betreiben. In letzter Zeit sind vermehrt Anfragen auch aus dem Ausland zu Religion - Demografie hier eingegangen, was zum Teil auch mit der erfreulichen Entwicklung von &quot;&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Gott-Gene-Gehirn-Evolution-Religiosit%C3%A4t/dp/3777616346/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1226789720&amp;sr=8-1&quot;&gt;Gott, Gene und Gehirn&lt;/a&gt;&quot; zusammen hängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den &quot;&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/english/wrrr.html&quot;&gt;Web-Resources on Religion and Reproduction&lt;/a&gt;&quot; möchte ich nun versuchen, sowohl Wissenschaftlern wie interessierten Laien religionsdemografische Studien zugänglich zu machen, die im Netz frei erhältlich sind. So kann sich jede(r) ein Bild über das Thema machen, Wissenschaftler, die ihre Arbeiten kostenfrei online stellen, erhalten verdiente Aufmerksamkeit - und vielleicht entwickeln sich ja Debatte und Wissenschaft rund um die Evolution der Religiosität so auch ein wenig dynamischer weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/english/wrrr.html&quot;&gt;&lt;img title=&quot;A study conducted in 82 nations worldwide clearly shows the correlation of religious practice of adults to their average number of children. Data: Enste 2007. Graph: Blume 2009.&quot; height=&quot;358&quot; alt=&quot;A study conducted in 82 nations worldwide clearly shows the correlation of religious practice of adults to their average number of children. Data: Enste 2007. Graph: Blume 2009.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/ReligionDemographyEnsteBlume07.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die WRRR-Page finden Sie &lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/english/wrrr.html&quot;&gt;per Klick hier&lt;/a&gt; und auf den Chronologs ist auch ein (englisches) &lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/willkommen/2009-02-25/wrrr-guest-book-and-discussion-forum&quot;&gt;Guest Book and Discussion Forum&lt;/a&gt; verfügbar, das sich hoffentlich im Laufe der nächsten Monate zu füllen beginnt.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-02T05:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5430511/">
    <title>Ein Ehepaar, 16 Kinder</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5430511/</link>
    <description>In Cicero 1/2009 berichtete Nicole Alexander (&lt;a href=&quot;http://www.textstelle.eu/&quot;&gt;Homepage hier&lt;/a&gt;) im Artikel &quot;Wir freuen uns auf Enkelkinder&quot; (S. 124) vom Alltag einer der &quot;kinderreichsten Familien Deutschlands&quot;, den Schmeichels aus Pfungstadt bei Darmstadt. Den Absatz über Religion möchte ich gerne zitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;&quot;Der Glaube spielt eine große Rolle&quot;, sagt Susanne Schmeichel. Ihr Mann und sie sind Baptisten. Die größte evangelische Freikirche in Deutschland spricht Ehe und Familie einen hohen Stellenwert zu, Kinder gelten als höchstes Gut, ganz im Gegensatz zu den Glaubensbekenntnissen des hedonistischen Egoismus, den viele für die niedrige Geburtenrate in Deutschland verantwortlich machen. &quot;Denn siehe, Kinder sind eine Gabe Gottes, und Leibesfrucht ist ein Geschenk&quot; heißt es in Psalm 127, der bei Schmeichels in der Küche hängt. Das feste Wertesystem der Religionsgemeinschaft hat das Ehepaar übrigens auch seinen Kindern erfolgreich vermittelt: Alle besuchen sonntags die Kirche, die Älteren engagieren sich im sozialen Bereich, statt in die Disco gehen sie zur &quot;Jugendstunde&quot; der Brüder-Gemeinde.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ein Einzelfall sind die Schmeichels nicht&lt;/b&gt; - weltweit pflanzen sich religiös vergemeinschaftete Menschen durchschnittlich erfolgreicher fort, Religiosität erweist sich interessanterweise als evolutionsbiologisch erfolgreiches Merkmal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/BlumeBGAEUEvolutionsgeschichteReligion.pdf&quot;&gt;Ein Kurzartikel zur Evolutionsgeschichte der Religion als pdf hier&lt;/a&gt;, das Buch zur Forschung hier:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Gott-Gene-Gehirn-Evolution-Religiosit%C3%A4t/dp/3777616346/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1226789720&amp;sr=8-1&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Von Rüdiger Vaas und Michael Blume: Die interdisziplinäre und internationale Evolutionsforschung zur Religiosität, von der Neurotheologie bis zur Religionsdemografie, in einem Band.&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Von Rüdiger Vaas und Michael Blume: Die interdisziplinäre und internationale Evolutionsforschung zur Religiosität, von der Neurotheologie bis zur Religionsdemografie, in einem Band.&quot; width=&quot;266&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/GottGeneGehirnCover08.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-09T05:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5384296/">
    <title>Handelsblatt berichtet über evolutionäre Religionsforschung - EU-Programm Exrel</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5384296/</link>
    <description>In einem aus Platzgründen natürlich stark verdichteten, aber in der Darstellung aufgenommener Inhalte erfreulich präzisen Artikel berichtete Ulrich Kraft am 11.12. im Handelsblatt über die Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Kraft, &quot;Religionsforschung - Warum die Menschen Gott finden&quot;, Handelsblatt 11.12.2008, &lt;a href=&quot;http://www.handelsblatt.com/journal/vermischtes/_b=2107758,_p=149,_t=ftprint,doc_page=0;printpage&quot;&gt;per Klick hier online abrufbar&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;EU-Programm: Exrel - Explaining Religion&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraft berichtet auch von einem interdisziplinären EU-Forschungsprogramm namens Exrel - Explaining Religion, das mit knapp 2 Millionen Euro dotiert ist. Schon in der Namensgebung klingt hier Pascal Boyers kognitions- und evolutionspsychologische Veröffentlichung &quot;Religion explained&quot; von 2001 an, aber die Broschüre des Projekts (&lt;a href=&quot;http://www.icea.ox.ac.uk/research/cam/projects/explaining_religion/exrel.pdf&quot;&gt;hier per Klick als pdf&lt;/a&gt;) macht auch deutlich, dass auch die neueren und neuesten Forschungen bekannt sind und Berücksichtigung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zuschlag für Exrel hat ein Team erstklassiger Forscher aus neun europäischen Universitäten erhalten, die zudem mit nordamerikanischen Kollegen kooperieren - deutsche Universitäten oder Wissenschaftler treten aber leider bisher nicht in Erscheinung. (&lt;a href=&quot;http://www.icea.ox.ac.uk/research/cam/projects/explaining_religion/&quot;&gt;Beteiligtenliste hier&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Kraft auf diesem Wege einen herzlichen Gruß und Dank für einen gelungenen Bericht aus einem der vielleicht spannendsten und dynamischsten Forschungsbereiche der Gegenwart!</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-13T05:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5097875/">
    <title>Der bislang erfolgreichste Beitrag dieses Blogs...</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5097875/</link>
    <description>...mit inzwischen fast 7.500 Abrufen stammt vom 13. Januar 2007, ist also fast zwei Jahre alt und eigentlich (aus heutiger Sicht) viel zu lang. Er präsentierte das erste Mal Schwerpunkt und Grundansatz meiner religionswissenschaftlichen Forschung: &quot;&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/3180334/&quot;&gt;Welche Herausforderung in der Evolution des Menschen mit Religiosität gelöst werden muss(te)&lt;/a&gt;.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals war das Bloggen für mich noch ganz neu, dennoch bemühte ich mich, schon Grafiken einzubasteln, z.B. diese:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischendurch habe ich an den Text zwei nachträgliche Gimmicks eingefügt: Das Braincast-Interview und den Buchflyer zu Gott, Gene und Gehirn. Aber obwohl sich die entsprechende Forschung natürlich längst weiterentwickelt hat, möchte ich diesen Beitrag eigentlich nicht neu gestalten - er ist mir in seiner schon etwas urigen Form ans Herz gewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie geht es anderen Bloggern mit beliebten &quot;Oldies&quot;? Lässt man die stehen, geht man da aktualisierend ran?</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-06T05:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5319101/">
    <title>Interview mit der Filder-Zeitung</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5319101/</link>
    <description>Berichterstattung über Wissenschaft gerade auch in Lokalzeitungen halte ich für eine großartige und wirklich wichtige Sache - &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4888789/&quot;&gt;ein Erfahrungsbericht und Plädoyer hier&lt;/a&gt;. Auch das Interview mit Claudia Barner von der Filder-Zeitung, die hier in der Region als beliebte Lokalbeilage zur Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten erscheint, hat wieder viel Freude gemacht. Es erschien gestern, am 13.11.2008, und gerne gebe ich den Wortlaut den Lesern außerhalb der Region sowie den Noch-Nicht-Tageszeitungslesern hier zur Kenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Auch Religion hat eine Evolutionsgeschichte&quot;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der Filderstädter Religionswissenschaftler Michael Blume über sein neues Buch &quot;&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Gott-Gene-Gehirn-Evolution-Religiosit%C3%A4t/dp/3777616346/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1226789720&amp;sr=8-1&quot;&gt;Gott, Gene und Gehirn&lt;/a&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Filderstadt. Ist die Religiosität des Menschen ein Ergebnis der Evolutionsgeschichte? Der Filderstädter Religionsexperte Michael Blume erforscht die Zusammenhänge zwischen Glauben und Naturwissenschaft  seit vielen Jahren. Die Ergebnisse hat er nun  in einem Buch zusammengetragen, über das er sich mit unserer Mitarbeiterin Claudia Barner unterhalten hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Gott, Gene und Gehirn lautet der Titel Ihres neuen Buches. Sie begeben sich darin gemeinsam mit dem Wissenschaftsjournalisten  Rüdiger Vaas auf die Suche nach den biologischen Grundlagen von Religiosität. Müssen wir umdenken? Ist der Glaube eine genetische Anlage, wie die Haarfarbe oder die Körpergröße?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, so prosaisch kann man das nicht sehen. Religiosität bleibt etwas Geheimnisvolles. Trotzdem muss man feststellen: Wenn alles, was wir wahrnehmen, denken, fühlen und planen, auf Prozessen im Gehirn beruht, dann trifft dies auch für religiöse Erfahrungen, Überzeugungen und Handlungen zu. Um diese Verbindungen zu erkennen, haben sich Psychologen, Hirnforscher, Evolutionsbiologen und Religionswissenschaftler zum internationalen Forschernetzwerk Evolutionary Religious Studies zusammengeschlossen, dem auch ich angehöre. Und wir sehen immer deutlicher, dass auch Religion eine Evolutionsgeschichte hat, zur Natur des Menschen gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Welche konkreten Ergebnisse stützen diese These?&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir den Einfluss der Religiosität auf die Demografie. Studien zeigen: Religiöse Menschen leben in durchschnittlich stabileren Familien und haben mehr Kinder als ihre Nachbarn auch gleicher Einkommens- und Bildungsschicht. An diesem Beispiel lässt sich das Wechselspiel zwischen Natur und Kultur gut nachvollziehen. Sicher ist es so, dass Religionsgemeinschaften Familienwerte vermitteln und Familiendienste organisieren. Dabei kann man auch feststellen, dass sich kulturell stets jene Religionen durchgesetzt haben, die das Leben erfolgreich fördern. Manchmal leider mit großer Intoleranz nach außen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Ist das eine Annahme, die auf Wahrscheinlichkeit beruht, oder kann man diese Einschätzung als gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis werten?&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Punkten haben sich unsere Thesen bestätigt. Der Unterschied ist sogar messbar. Zum Beispiel bestätigen Gen- und Zwillingsforscher, dass auch Religiosität genetische Grundlagen hat. Natürlich ist es aber so, dass in dem relativ jungen Forschungsfeld noch viele Fragen offen sind. Insgesamt aber hat der Prozess der Entschlüsselung der biologischen Grundlagen von Religiosität in den vergangenen Jahren durch das Internet eine enorme Dynamik erfahren. Die Puzzleteile fügen sich über Kontinente und Fächer hinweg zusammen und wir erhalten Erkenntnisse, an die wir vor fünf Jahren noch nicht einmal zu denken wagten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Zurück zu den Folgen aus ihrer Theorie: Bedeutet dies, dass es Menschen gibt, die für religiöses Verhalten einfach nicht begabt sind?&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre viel zu  eindimensional. Religiosität wird von vielen Faktoren bestimmt, zu denen die biologischen Aspekte eben auch gehören. Religiöses Verhalten ist eine Universalie. Sie lässt sich nicht unterdrücken und ist auch in Gesellschaften zu finden, die sich für atheistisch halten. Religiosität ist Teil der biokulturellen Evolution. Ich vergleiche sie gerne mit der Musikalität. Auch hier gibt es unterschiedliche Anlagen und Begabungen. Wenn sie jedoch nicht kulturell entfaltet und gefördert werden, entwickeln sie sich nicht. Das ist meiner Meinung nach auch der Grund dafür, dass alle Religionsgemeinschaften großen Wert auf religiöse Erziehung legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Es ist kein Geheimnis, dass es zwischen Naturwissenschaftlern und Theologen mitunter tiefe ideologische Gräben gibt. Sie führen beide Disziplinen zusammen. Wie ist die Reaktion auf Ihr Buch?&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend positiv. Wir beobachten vor allem neugierige Verblüffung. Beide Seiten erfahren Bestätigung und verspüren die Herausforderungen, die die Ergebnisse der Forschung mit sich bringen. Unser Buch ist darauf angelegt, eine Brücke zu schlagen. Wir geben einen Überblick über die bisherigen Erkenntnisse und zeigen einige Schlussfolgerungen auf. Es geht um ein besseres Verständnis füreinander. Ich finde es unheimlich spannend, gemeinsam über die Natur des Glaubens zu forschen. Letztlich ist es doch so, dass beide Seiten voneinander lernen können. Wenn wir auf diesem Weg dazu beitragen können, dass wir Menschen besser mit den großen Chancen, aber auch Gefahren der Religiosität wie Extremismus und dem Sektenwesen umgehen können, dann hat sich mein Traum erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hintergrund&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zusammenhängen zwischen Theologie und Hirnforschung ist der Filderstädter Religionswissenschaftler Michael Blume seit seinem Studium in Tübingen auf der Spur. Dort schrieb er seine Doktorarbeit zum Thema Neurotheologie. Der 32-jährige, der sich als Jugendgemeinderat engagiert hat und sechs Jahre lang für die CDU im Filderstädter Stadtparlament saß, ist im Stuttgarter Staatsministerium als Referent für den interkulturellen und interreligiösen Dialog zuständig. In seiner Freizeit arbeitet der Vater zweier Kinder an seiner Habilitation zum Thema Religion und Demografie an der Universität in Heidelberg. 2007 wurde er als jüngstes Mitglied und bislang einziger Deutscher ins internationale Forschernetzwerk Evolutionary Religious Studies berufen.  Seine Forschungsergebnisse weckten das Interesse des Stuttgarter Hirzel Verlags. Gemeinsam mit dem Wissenschaftsjournalisten Rüdiger Vaas hat  Michael Blume in dessen Auftrag zum Darwin-Jahr 2009 das Buch Gott, Gene und Gehirn  warum Glaube nützt. Die Evolution der Religiosität (ISBN 978-3-7776-1634-6) erarbeitet.                          &lt;br /&gt;
Clb</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-14T05:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5295804/">
    <title>Zitat von Adenosine zur evolutionären Religionstheorie</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5295804/</link>
    <description>In &lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/phanomene/2008-10-31/die-shaker-kurze-bl-te-kinderlos&quot;&gt;dieser Debatte&lt;/a&gt; im Rahmen eines Chronologs-Beitrags zur christlichen Sondergemeinschaft der Shaker hatte die Kommentatorin Adenosine eine so prägnante Formulierung gefunden, dass ich sie einfach zitieren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zitat:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&quot;Die Gründungen von Religionsgemeinschaft basieren auf dem Rohstoff des vorhandenen religiösen Potenzials im Menschen. Da übernatürliche Akteure notwendig sind, kommen da auch große zufällige und irrationale Varianzen ins Spiel, die abhängig von den individuellen Befindlichkeiten der Religionsstifter eine ganze Bandbreite an seltsamen Konzepten enthalten können. Daraus, dass viele Religionen auch mit einem gehörigen Ballast zu recht kommen, erkennt man das grundsätzlich enorme evolutionäre Potential, das in dem religiösen Konzept steckt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beitrag und Debatte auch hier:
</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-08T05:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5086476/">
    <title>Interview bei Braincast mit Arvid und Anita Leyh</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5086476/</link>
    <description>Arvid Leyh gehört zu den kreativsten Köpfen im Bereich von Medien und Neurobiologie und gestaltet den &lt;a href=&quot;http://www.brainlogs.de/blogs/blog/braincast&quot;&gt;Braincast&lt;/a&gt;. Außerdem ist er ein begeisterter Leser - ihm verdanke ich z.B. den Tip zum &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4939828/&quot;&gt;Hyperion&lt;/a&gt;-Romanzyklus. Dass er einen guten Teil seines kreativen Erfolges seiner Frau Anita verdankt (echtes Teamwork!) und noch dazu eine süße Tochter und einen lieben Hund hat, erfuhr ich, als er zu einem Interview vorbei kam. Es ging, natürlich, um die Evolutionsforschung zur Religiosität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;400&quot; height=&quot;321&quot;&gt;	&lt;param name=&quot;allowfullscreen&quot; value=&quot;true&quot; &gt;	&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot; &gt;	&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1405191&amp;server=www.vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1&quot; &gt;	&lt;embed src=&quot;http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1405191&amp;server=www.vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;321&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.vimeo.com/1405191?pg=embed&amp;sec=1405191&quot;&gt;Braincast 124 - Die Natur des Glaubens&lt;/a&gt; from &lt;a href=&quot;http://www.vimeo.com/user519632?pg=embed&amp;sec=1405191&quot;&gt;Anita Leyh&lt;/a&gt; on &lt;a &gt;Vimeo&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kleiner Service&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Interview wurden v.a. drei Themen angesprochen, zu denen ich gerne die Links beisteuere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Überblicksartikel von Edgar Dahl über Glücksforschung &amp; Glauben - &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/libertarian/allgemein/2008-05-13/das-opium-des-volkes&quot;&gt;per Klick hier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Eine Darstellung der (m.E. faszinierenden) &quot;Linkeschen These&quot; von Detlef Linke - &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4122256/&quot;&gt;per Klick hier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Und der inzwischen in einem Sammelband an der Uni Gießen erschienene Vortrag zur &quot;Bio-Logik der 10 Gebote&quot; - &lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/Bio-Logik10GeboteBlume0508.pdf&quot;&gt;per Klick hier&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-26T20:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4990005/">
    <title>Religiosität &amp; Intelligenz: Sind Gläubige dümmer?</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4990005/</link>
    <description>Richard Lynn hat wieder einmal zugeschlagen: In der Vergangenheit hatte der emeritierte Professor für Psychologie schon verkündet, dass sich Menschen&quot;rassen&quot; in ihrem IQ unterschieden, Afrikaner beispielsweise sehr viel weniger intelligent als Europäer seien (&lt;a href=&quot;http://www.ssc.uwo.ca/psychology/faculty/rushtonpdfs/In%20Press%20Review%20of%20Lynn%20in%20PAID.pdf&quot;&gt;englische Buchzusammenfassung hier&lt;/a&gt;), dass Frauen einen durchschnittlich geringeren IQ als Männer aufwiesen (&lt;a href=&quot;http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/education/4183166.stm&quot;&gt;BBC-Bericht hier&lt;/a&gt;) und dass es außerdem an der Zeit sei, wieder über Eugenik und pränatale Diagnostik auch zum Zweck der Intelligenzsteigerung nachzudenken (&lt;a href=&quot;http://news.bbc.co.uk/1/hi/health/1952449.stm&quot;&gt;BBC-Bericht dazu hier&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So etwas liest man in der deutschsprachigen Blogosphäre nicht gerne. Aber nun hat Richard Lynn, so eine Vorankündigung zum Journal Intelligence, ebenfalls behauptet, dass Religiosität mit niedriger Intelligenz korreliere - das wird (hier von Florian Rötzer) &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/blogs/3/109356&quot;&gt;gerne aufgegriffen&lt;/a&gt;. Denn Lynn meint, dass es einen starken Zusammenhang zwischen dem IQ und dem Glauben an einen Gott gebe. Man könne sogar vom durchschnittlichen IQ den Anteil der Atheisten in 137 Ländern ablesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Neu..?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...ist das nicht. Entsprechende Grafik-Korrelationen und Tabellen finden sich &lt;a href=&quot;http://hypnosis.home.netcom.com/iq_vs_religiosity.htm&quot;&gt;seit Jahren im Internet&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://hypnosis.home.netcom.com/iq_vs_religiosity.htm&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Die Grafik korreliert den durchschnittlichen IQ der Einwohner von Ländern mit deren Anteil, die Religion in ihrem Leben als &quot;sehr wichtig&quot; einschätzten. Rot umkreist sind die USA, die als religiös-demografischer Markt aus dem Schema fallen.&quot; height=&quot;303&quot; alt=&quot;Die Grafik korreliert den durchschnittlichen IQ der Einwohner von Ländern mit deren Anteil, die Religion in ihrem Leben als &quot;sehr wichtig&quot; einschätzten. Rot umkreist sind die USA, die als religiös-demografischer Markt aus dem Schema fallen.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/iq_vs_religion.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Crux bei dieser Korrelation hat mit einem spezifischen Problem zu tun, mit dem Lynn schon des öfteren zu kämpfen hatte: In reichen und wohlhabenden Gesellschaften steigt der durchschnittliche IQ. Denn hier erhalten die Menschen von klein auf bessere Nahrung, medizinische Versorgung sowie Frühförderung und Bildung im Rahmen von Kompetenzen, wie sie IQ-Tests abfragen. Gleichzeitig bieten diese Länder rechtlichen und sozialen Schutz und machen damit eine Funktion von Religionsgemeinschaften als Netzwerke gegenseitiger Hilfe obsolet, zudem gehen mit steigender Bildung mehr lebensweltliche und weltanschauliche Optionen einher - Säkularisierung setzt ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend steigen IQ und sinkt der Religiositätslevel jeweils aufgrund derselben gesellschaftlicher Prozesse, bis ein religiös-demografischer Markt wie in den USA das Nachwachsen junger, religiöser Generationen ermöglicht (&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4783108/&quot;&gt;mehr dazu hier&lt;/a&gt;). Und siehe da: Auch die obere Grafik räumt ein, dass die rot umrandete USA aus dem Raster fällt - die Vereinigten Staaten weisen sowohl hohe IQ wie auch hohe Religiosität auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gegen eine allzu einfache Korrelation...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...sprechen aber auch weitere Untersuchungen. So konnten Carsten Ramsel, Sven Graupner und ich bei einer Auswertung deutscher ALLBUS-Daten 2002 keinen linearen Zusammenhang von Religiosität und Bildung ausmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/blume_germ2006.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Bei der Auswertung der deutschen ALLBUS-Daten 2002 zeigte sich, dass in der Generation der 35- bis 45jährigen kein linearer Zusammenhang von Religiosität und Schulabschluss (mehr?) bestand.&quot; height=&quot;382&quot; alt=&quot;Bei der Auswertung der deutschen ALLBUS-Daten 2002 zeigte sich, dass in der Generation der 35- bis 45jährigen kein linearer Zusammenhang von Religiosität und Schulabschluss (mehr?) bestand.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/ReligSchulabschlBlumeMJR2006.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bildungserfolg war übrigens ein Problem, auf das Lynn auch schon beim Männer-Frauen-Thema gestoßen war: der Befund, dass in immer mehr Ländern mehr Frauen als Männern der Bildungsaufstieg bis in die Universitäten gelang, stieß sich doch sehr direkt mit seiner These geringerer, weiblicher Intelligenz. Im Bezug auf Religionen zeigt sich das gleiche Problem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch &lt;a href=&quot;http://fowid.de/fileadmin/textarchiv/Religion_und_Reproduktion__Michael_Blume___TA-2007-6.pdf&quot;&gt;bei der Auswertung der Schweizer Volkszählung 2000&lt;/a&gt; ergab sich, dass Juden und einige kleinere, christliche Gemeinschaften nicht nur wesentlich mehr Kinder als Konfessionslose bekamen - sondern dabei auch höhere Anteile an Akademikern und Inhabern leitender Berufspositionen verzeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Lynn in seinem o.g. Buch aschkenasischen Juden mehr IQ als Europäern und einen sehr viel höheren IQ als Arabern zuerkannte, zeigt übrigens ebenfalls auf, dass auch er selbst nicht an eine lineare Verknüpfung von Intelligenz und Religiosität über alle Weltreligionen hinweg glaubt - ein gewisser Eindruck von Willkür ist kaum von der Hand zu weisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fazit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bleibt hoch umstritten und zu überprüfen, ob und wie der Intelligenzquotient (IQ) je unabhängig mit ethnischer Herkunft, Geschlecht oder eben Religiosität korreliert. Auch bleibt unklar, inwiefern der IQ nicht nur eine sehr spezifische Weise der Problemlösung &quot;mißt&quot;, die sich kaum absolut aus den Anforderungen heutiger oder vergangener Lebenswelten ableiten läßt. Warum IQ überhaupt ein besserer Maßstab für menschliches Leben sein sollte als z.B. emotionale Intelligenz (EQ), Spiritualität, Musikalität, Familiensinn oder Leistungsbereitschaft, erscheint mir nirgendwo schlüssig begründet. Letztlich macht Lynn auch hier bereits in seinen Arbeiten Schlenker: So attestiert er &quot;Ostasiaten&quot; höhere Intelligenz als Europäern, vermutet dann aber im Hinblick auf die unterschiedlichen, zivilisatorischen und wissenschaftlichen Erfolge, dass Asiaten eben &quot;konformistischer&quot; seien und ihren Intelligenzvorsprung daher nicht innovativ nutzen würden. Selbst wer ihm bis hierher folgen wollte, müßte also einräumen, dass auch nach Lynn IQ keinesfalls der einzige Erfolgsindikator ist, wie auch Religiöse (z.B. aschkenasische Juden) durchaus intelligent sein können...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens: Ganz hart evolutionsbiologisch gesprochen, ist der natürliche, biologische Erfolgsmaßstab schlicht der Reproduktionserfolg - und hier zeigen sich die nach Lynn angeblich weniger intelligenten &quot;Rassen&quot; und die Religiösen weltweit &quot;intelligenten&quot; Rationalisten klar überlegen. Die eugenischen Fantasien erhalten hier eine beklemmende Note.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich also nicht blamieren will, sollte auf eine unkritische Rezeption Lynns ebenso verzichten wie auf Denk- oder Forschungsverbote: Die wirklich überzeugenden Befunde zum Zusammenhang von Intelligenz und Religiosität (wie auch zu mutmaßlichen Unterschieden zwischen Ethnien und Geschlechtern) sowie deren Sinnhaftigkeit harren noch ihrer Entdeckung, Veröffentlichung und Diskussion. Es bleibt der schale Nachgeschmack, dass mit doch eher umstrittenen Datensätzen und Schlussfolgerungen nacheinander anderen Völkern, Frauen und nun eben Religiösen mangelnder IQ attestiert wurde - was je mancher nur zu gerne glauben wollte...</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-12T20:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4961241/">
    <title>Macht Religion doch keine Kinder? Ein Versuch des humanistischen Pressedienstes</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4961241/</link>
    <description>Gerne behaupten nicht wenige Humanisten von sich, im Gegensatz zu &quot;den Religiösen&quot; wären sie vorurteilslos bereit, harte, wissenschaftliche Befunde auch als solche anzuerkennen und ihre eigenen Haltungen jederzeit &quot;vernünftig&quot; zu überprüfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Forschungen zur Religionsdemografie scheint das aber nicht generell zu gelten. So hat Andreas Müller im humanistischen Pressedienst hpd einen polemischen Text des kanadischen Journalisten Dan Gardner &quot;&lt;a href=&quot;http://hpd.de/node/4682&quot;&gt;Religion macht keine Kinder&lt;/a&gt;&quot; von 2006 übersetzt und mit dem schönen Schlusswort versehen: &quot;Dieser Artikel geht auch an die Adresse des Religionswissenschaftlers Dr. Blume, der nicht müde wird, noch im letzten Winkel nach einem Sinn für Religion zu suchen und ihn natürlich auch zu finden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naja, Herr Müller - schauen wir uns den Gardner-Text doch einmal an. Er polemisiert gegen den Papst, der (eine interessante Information, danke!) ebenfalls einen Zusammenhang von Religiosität und Kinderreichtum vermutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &quot;Beleg&quot;, dass es diesen dann nicht oder kaum gebe, führt Gardner aber nicht etwa demografische Studien, Volkszählungen oder ähnliches an, sondern würfelt ungeordnet und unterhalb jedes wissenschaftlichen Anspruchs alle möglichen Geburtenzahlen verschiedenster Länder und Regionen mit ad-hoc-Thesen wild durcheinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So habe, so Gardner, der Kinderreichtum der USA und dessen Geburtenunterschied zu den säkularen Gesellschaften Europas angeblich nichts oder kaum etwas mit Religiosität zu tun, sondern eher mit Immobilienpreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Herr Müller, lieber humanistischer Pressedienst, das ist schlichtweg falsch und von seriösen Demografen längst widerlegt. Wenn Sie mir nicht glauben wollen - dann vielleicht dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock? Auch dort hat man nämlich 2006 zum Geburtenunterschied von US-Amerikanern und Europäern geforscht, siehe -zum freien Download- hier:&lt;br /&gt;
Frejka, Westoff 2006 - &quot;&lt;a href=&quot;http://www.demogr.mpg.de/papers/working/wp-2006-013.pdf&quot;&gt;Religion, Religiousness and Fertility in the U.S. and Europe&lt;/a&gt;&quot;&lt;br /&gt;
Die Forscher, die das datenreiche Paper inzwischen auch als Fachartikel herausgebracht haben, schätzen den religiös verursachten Geburtenvorteil der USA im Vergleich zu Europa nach Abzug aller anderen Faktoren auf 13-14%!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht berücksichtigt hat Gardner auch die inneramerikanischen Daten, von denen ich einige &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4783108/&quot;&gt;bereits hier&lt;/a&gt; vorstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4783108/&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Auch in den USA haben Konfessionslose und insbesondere Atheisten deutlich unterdurchschnittlich Kinder. Zwar wenden sich durchaus signifikante Generationenanteil (&amp;gt; 10%) von den Religionsgemeinschaften ab, werden jedoch durch junge Generationen vorwiegend aus religiösen Familien und Zuwanderern ersetzt.&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Auch in den USA haben Konfessionslose und insbesondere Atheisten deutlich unterdurchschnittlich Kinder. Zwar wenden sich durchaus signifikante Generationenanteil (&amp;gt; 10%) von den Religionsgemeinschaften ab, werden jedoch durch junge Generationen vorwiegend aus religiösen Familien und Zuwanderern ersetzt.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/ReligionDemografieUSABlume2008.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Vienna Yearbook of Population Research 2007&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu den unterschiedlichen Geburtenraten europäischer Länder gibt es längst Untersuchungen zum Einfluss der Religiosität. So haben Philipov und Berghammer unlängst (2007) in Österreich, genauer im Wiener Jahrbuch für Bevölkerungswissenschaft dazu veröffentlicht, ebenfalls zum freien Download:&lt;br /&gt;
&quot;&lt;a href=&quot;http://www.oeaw.ac.at/vid/publications/VYPR2007/Yearbook2007_Philipov-Berghammer_pp271-305.pdf&quot;&gt;Religion and fertility ideals, intentions and behaviour: a comparative study of European countries&lt;/a&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis: Quer durch europäische Gesellschaften haben religiöse Menschen mehr Kinder als ihre säkularen Nachbarn. Selbstverständlich ist Religiosität nicht der einzige Faktor, aber er ist empirisch messbar da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Weitere Daten...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Auswahl weiterer Daten (z.B. von Herwig Birg, ALLBUS, der Schweizer Volkszählung, Institut der deutschen Wirtschaft Köln u.a.) finden Sie &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4047705/&quot;&gt;auch hier&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4047705/&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Lebendgeburten pro Frau nach Religionszugehörigkeit, Schweizer Zensus 2000, alle Kategorien. Es zeigt sich, dass &amp;quot;alle&amp;quot; religiösen Gemeinschaftskategorien durchschnittlich deutlich mehr Kinder erreichen als die Konfessionslosen.&quot; height=&quot;249&quot; alt=&quot;Lebendgeburten pro Frau nach Religionszugehörigkeit, Schweizer Zensus 2000, alle Kategorien. Es zeigt sich, dass &amp;quot;alle&amp;quot; religiösen Gemeinschaftskategorien durchschnittlich deutlich mehr Kinder erreichen als die Konfessionslosen.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/lebendgeburten-schweizer-zensus-nach-religion.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im übrigen wären da auch noch die Fallstudien: Dass Mormonen in den USA mehr Kinder haben, erkennt Gardner widerwillig an. Dass aber z.B. auch orthodoxe Juden und Amische in den USA und Kanada mehr Kinder bekommen als ihre säkulare Umwelt ist m.E. wissenschaftlich noch nie bestritten worden und hätte einem kanadischen Journalisten, wenn er daran interessiert gewesen wäre, doch wirklich auffallen können, oder!?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fazit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieber Herr Müller, lieber humanistischer Pressedienst - dass wissenschaftliche Erkenntnisse aus weltanschaulichen Gründen geleugnet und Wissenschaftlern stattdessen Voreingenommenheit unterstellt wird, ist ja historisch keine neue Erscheinung. Und die Form des wirren Essays, in dem Halb- mit Unwahrheiten verrührt werden, haben z.B. antievolutionistische Kreationisten schon vor Ihnen perfektioniert - insofern ist diese nun also auch &quot;humanistische&quot; Strategie außerordentlich erhellend! Als junger Forscher durch Sie dergestalt &quot;herausgefordert&quot; worden zu sein, betrachte ich als große Ehre und bedanke mich dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Herausforderung angenommen :-)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gerne bin ich bereit, vor dem Publikum und mit der Wissenschaftlerin oder dem Wissenschaftler Ihrer Wahl die These zu disputieren, dass Religiosität in freiheitlichen Gesellschaften mit durchschnittlich mehr Fortpflanzungserfolg einhergeht - als natürlich nicht einzigem und komplex wechselwirkendem, aber empirisch hoch relevantem und mit Daten längst bestens belegtem Faktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich würde dabei nicht nur auf Basis eigener, sondern inzwischen Dutzendfacher unabhängiger Datenauswertungen argumentieren, deren Zahl ständig wächst. Denn ich fände es schade, wenn der humanistische Pressedienst den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit aufgeben und sich stattdessen auf einen (höflich formuliert) etwas wirren, populärwissenschaftlichen Essay zurück ziehen würde, der letztlich auch nicht leugnen kann, was sich empirisch nicht mehr leugnen lässt. Auch Sie, lieber Herr Müller, lieber Pressedienst, dürfen aufzeigen, ob Sie ein tatsächlich wissenschaftliches oder doch eher ein fundamentalistisch abgeschottetes Weltbild bevorzugen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir warten gespannt.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-30T13:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4934152/">
    <title>Die Bio-Logik der zehn Gebote - Warum verbindlicher Glaube nützt</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4934152/</link>
    <description>&quot;Was ist Religion? Über das Verständnis von Menschenbild und Religion&quot;, so titelt der neueste Band der Giessener Hochschulgespräche und Hochschulpredigten der ESG, herausgegeben von Prof. Elisabeth Gräb-Schmidt und Dr. habil Wolfgang Achtner vom Institut für Evangelische Theologie der JLU-Giessen. Er versammelt zum 400-Jahr-Jubiläum der Justus-Liebig-Universität Gießen Texte zu einer Vortragsreihe zum Thema &quot;Evolution der Religion&quot;. Zu beziehen ist der Band zum Preis von 15 &#8364; über info@transscientia.de, im Buchhandel über seine ISBN 978-3-940856-06-7 und hoffentlich bald auch über Online-Buchhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ein Grußwort des Universitätspräsidenten Prof. Stefan Hormuth folgt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;...ein Inhaltsverzeichnis, das sich sehen lassen kann...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Theologe Prof. Christoph Markschies, Berlin, beleuchtet die wissenschaftsorganisatorische Rolle von Adolf von Harnack. Der Kosmologe und Mathematiker Prof. John Barrow schreibt über &quot;Modern Cosmology and Our Place in the Universe&quot;. &lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/Bio-Logik10GeboteBlume0508.pdf&quot;&gt;Mein Beitrag (pdf-Version hier)&lt;/a&gt; &quot;Die Bio-Logik der 10 Gebote - Warum verbindlicher Glaube nützt&quot; folgt auf den S. 40 bis 70.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/Bio-Logik10GeboteBlume0508.pdf&quot;&gt;Per Klick hier:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/Bio-Logik10GeboteBlume0508.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Aus der neueren Perspektive der Evolutionsforschung zur Religiosität erweisen sich die Zehn Gebote als  evolutiv erfolgreiches Ensemble, d.h. als lebens- und fitnessförderlich.&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Aus der neueren Perspektive der Evolutionsforschung zur Religiosität erweisen sich die Zehn Gebote als  evolutiv erfolgreiches Ensemble, d.h. als lebens- und fitnessförderlich.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/ZehnGebotebiologischBlume2008.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Soziobiologe und Biophilosoph Prof. Eckart Voland, Gießen, schreibt über Gottes Naturgeschichte. Der Theologe Prof. Hermann Deuser, Frankfurt und Erfurt, thematisiert direkt &quot;Evolution und Religion&quot;. Der Mediziner und Klinikdirektor Prof. Dr. Werner Seeger, Gießen und Marburg, schreibt über &quot;Heil und Heilung aus medizinischer und religiöser Sicht&quot;. Der Philosoph Prof. Klaus Mainzer aus München fragt &quot;Computer, KI und Gehirn: Gibt es Willensfreiheit?&quot; und der Tübinger Theologe Prof. Eilert Herms geht dem ebenfalls nach: &quot;Freiheit des Willens. Das christliche Menschenverständnis und die Ergebnisse der Neurophysiologie&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Last but not least finden wir eine Predigt des Mit-Herausgebers und Hochschulpfarrers Dr. Wolfgang Achtner, der für eine Predigt zu Charles Darwin den Predigtpreis 2005 des Verlags der Deutschen Wirtschaft gewonnen hat: &quot;Glaube und Wissenschaft: Bereicherung oder Widerspruch? Predigt über 1. Korinther 13, 8-12&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den eigenen Beitrag habe ich Ihnen nach Rücksprache mit den Herausgebern &lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/Bio-Logik10GeboteBlume0508.pdf&quot;&gt;als pdf zugänglich gemacht&lt;/a&gt;. Und auf die beeindruckende Vielfalt, Qualität und Tiefe der anderen Texte wird dieser Blog sicher manches mal zurück kommen. Was die Evolutionsforschung zur Religiosität angeht, kann der Verbund der Universitäten Gießen und Frankfurt derzeit als deutschlandweit führend angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/natur-des-glaubens/grundlagen/2008-05-23/die-10-gebote-bio-logisch&quot;&gt;Und zur Scilogs-Diskussion per Klick hier:&lt;/a&gt;
</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-19T04:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4922836/">
    <title>Religiosität &amp; Altruismus - Ein Vergleich der Spendenbereitschaft religiöser...</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4922836/</link>
    <description>&quot;Aus der Kirche bin ich ausgetreten, das Geld kann ich auch so spenden!&quot; - Solche und ähnliche Sätze hört man in Deutschland immer wieder. Und tatsächlich würde kein Soziobiologe bestreiten, dass wechselseitig hilfsbereites Verhalten (bei Vormensch und Tier) auch vor bzw. unabhängig von Religiosität evolviert ist. Erinnern darf ich bei dieser Gelegenheit auch an die &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4319387/&quot;&gt;theologisch-biologische Dissertation von Hubert Meisinger&lt;/a&gt;, der Altruismustheorien und das biblische Liebesgebot verglichen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt es aber auch harte, empirische Daten, die einen Zusammenhang von religiösem und altruistischem (also bewusst prosozialem) Verhalten belegen? Ja, diese gibt es inzwischen auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Religiöse spendenbereiter&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eckhard Priller und Jana Sommerfeld vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) haben auf Basis von Daten des Familiensurvey 2004 eine sozialstrukturelle Analyse von (Geld-)Spendern in Deutschland erstellt: &quot;Wer spendet?&quot; (&lt;a href=&quot;http://skylla.wz-berlin.de/pdf/2005/i05-202.pdf&quot;&gt;als pdf-Download hier&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiosität erweist sich dabei als erstaunlich starker Faktor für Spendenbereitschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://skylla.wz-berlin.de/pdf/2005/i05-202.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Die Spendenbereitschaft religiöser Menschen ist in Deutschland deutlich ausgeprägter als jene wenig religiöser oder konfessionsloser Menschen. In den neuen Ländern, in denen die Religiösen eine Minderheit bilden, sind die Unterschiede sogar besonders stark.&quot; height=&quot;292&quot; alt=&quot;Die Spendenbereitschaft religiöser Menschen ist in Deutschland deutlich ausgeprägter als jene wenig religiöser oder konfessionsloser Menschen. In den neuen Ländern, in denen die Religiösen eine Minderheit bilden, sind die Unterschiede sogar besonders stark.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/SpendenbereitschaftWZBStudie05Familiensurvey.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist auch, dass religiöse Deutsche in Ost- wie Westdeutschland nahezu gleich hohe Spendenbereitschaften aufweisen, dass aber die Konfessionslosen in Ostdeutschland, wo religiöse Menschen eine Minderheit bilden und religiöse Traditionen staatlich bekämpft wurden, am seltensten spenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Befunde sind auch deswegen erstaunlich, weil in Deutschland von Kirchenmitgliedern eigene Kirchensteuern erhoben werden, die Konfessionslose nicht betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die empirischen Daten weisen immer deutlich darauf hin: Religiöse Menschen sind durchschnittlich freigiebiger - &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/natur-des-glaubens/evolutionspsychologie/2008-05-06/gl-ck-glauben-und-gemeinschaft&quot;&gt;und dabei auch glücklicher&lt;/a&gt;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Übrigens hat bereits Charles Darwin...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...einen entsprechenden Zusammenhang der Evolution von Altruismus (&quot;Moralität&quot;) und Religion vermutet, der sich nun auch empirisch erhärtet. Dazu möchte ich in naher Zukunft &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/natur-des-glaubens&quot;&gt;einen Beitrag in den Wissenslogs&lt;/a&gt; erstellen.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-15T04:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4906591/">
    <title>Jetzt online: Glauben und Demografie - Der übersehene Wettbewerb der Religionen</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4906591/</link>
    <description>Religion(en), Evolution(en) und praktische Politikberatung - die Gelegenheit ergibt sich nicht oft, das einmal zusammen packen zu dürfen. Als &quot;Die politische Meinung&quot; der Konrad-Adenauer-Stiftung daher um einen Beitrag zu Chancen und Herausforderungen der Religionsfreiheit bat, zögerte ich nicht lange - zumal das Magazin nach einem Monat die Artikel auch Web 2.0-freundlich online stellt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie also Interesse haben, ein Klick genügt:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.kas.de/wf/doc/kas_13362-544-1-30.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Worin bestehen Chancen und Risiken der Religionsfreiheit? Ein Beitrag aus religionsdemografischer und -biologischer Sicht in &amp;quot;Die Politische Meinung&amp;quot; April 2008 der Konrad-Adenauer-Stiftung. Klick zum pdf.&quot; height=&quot;71&quot; alt=&quot;Worin bestehen Chancen und Risiken der Religionsfreiheit? Ein Beitrag aus religionsdemografischer und -biologischer Sicht in &amp;quot;Die Politische Meinung&amp;quot; April 2008 der Konrad-Adenauer-Stiftung. Klick zum pdf.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/KASGlaubenDemografieBlume2008.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für Ihr Interesse!</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-07T04:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4820350/">
    <title>Religion in der Volkszählung 2011?</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4820350/</link>
    <description>Wenn deutsche Wissenschaftler gefragt werden, ob religiöse Zugehörigkeiten in Deutschland noch abnehmen oder wieder ansteigen, wie viele Buddhisten, Juden oder Muslime in unserem Land leben, wie verschiedene Religionszugehörigkeiten mit regionalen Schwerpunkten, Bildung oder Einkommen korrelieren u.v.m. - so lautet die häufigste Antwort &quot;Genau wissen wir das nicht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn seit der letzten Volkszählung 1987 gibt es keine Übersicht über die religiöse Landschaft mehr, sondern nur noch Schätzungen auf Basis von Befragungen - bei denen aber die Beteiligung religiöser Minderheiten oft zahlenmäßig kaum ins Gewicht fällt und also kaum verläßliche Angaben möglich sind. Entsprechend wird, was Religion in Deutschland angeht, gerade auch in Politik, Medien und, ja, Wissenschaft oft eher spekuliert als gewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hat der Vorstand der &lt;a href=&quot;http://www.dvrw.de/&quot;&gt;Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW)&lt;/a&gt; beschlossen, in &lt;a href=&quot;http://www.petition-vz2011.de/&quot;&gt;einer Petition&lt;/a&gt; für den Einbezug der Religionszugehörigkeit in die Volkszählung 2011 zu plädieren. Diese Petition unterstütze ich, möchte Sie bitten, das ggf. ebenfalls zu tun und auch begründen, warum ich dies für wichtig halte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Religion in den Schweizer Volkszählungen seit 1870&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein hervorragendes Beispiel für die Chancen einer Volkszählung bietet die Schweiz. Seit 1870 fand dort alle zehn Jahre ein Zensus statt, in dem in einer einzigen Frage auch die Religionszugehörigkeit abgefragt wird. Das Ergebnis sind Erkenntnisse, die die Öffentlichkeit, die Kirchen und Religionsgemeinschaften selbst sowie auch Wissenschaft und Politik informieren und auch weit über die Eidgenossenschaft hinaus wissenschaftliche Früchte tragen. Alle o.g. Fragen, auf die deutsche Forscher nur ungefähre Antworten wüssten, können Schweizer Kolleginnen und Kollegen beantworten - ja, als Vergleichsdaten dienen sie sogar uns Deutschen zum Testen von Hypothesen. Online kostenfrei verfügbare Veröffentlichungen wie das hervorragende &quot;&lt;a href=&quot;http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/dienstleistungen/publikationen_statistik/publikationskatalog.Document.50514.pdf&quot;&gt;Religionslandschaft in der Schweiz&lt;/a&gt;&quot; bergen noch immer ungehobene Wissens-Schätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei war und ist der Datenschutz nie ein Problem gewesen: Wissenschaft und Öffentlichkeit erhalten die Daten nur in aggregierter Form, nicht als Einzelsätze. Als ich z.B. die Kinderzahlen in Haushalten Schweizer Frauen und Männer seit 1970 nach Religionszugehörigkeit abfragen wollte, reichte ich die entsprechenden Fragen beim Bundesamt ein und bezahlte deren Rechercheaufwand und erhielt danach die Summen in Tabellenform, ohne aber beispielsweise Einzelpersonen unterscheiden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Persönliches Beispiel: Religion - Demografie, Evolution der Religiosität&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ganz konkret kann ich berichten, dass die Forschungen zum Zusammenhang von Religion und Kinderreichtum sowie zur Evolution von Religiosität und Religionen ohne die Schweizer Datensätze kaum hätten gedeihen können. So ließen sich die Geburtenraten von Frauen in verschiedenen Religionen des Jahres 2000 so umfassend vergleichen, wie es keine Stichprobenbefragung weltweit je vermocht hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/dienstleistungen/publikationen_statistik/publikationskatalog.Document.50514.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Lebendgeburten pro Frau nach Religionszugehörigkeit, Schweizer Zensus 2000, alle Kategorien. Es zeigt sich, dass &amp;quot;alle&amp;quot; religiösen Gemeinschaftskategorien durchschnittlich deutlich mehr Kinder erreichen als die Konfessionslosen.&quot; height=&quot;249&quot; alt=&quot;Lebendgeburten pro Frau nach Religionszugehörigkeit, Schweizer Zensus 2000, alle Kategorien. Es zeigt sich, dass &amp;quot;alle&amp;quot; religiösen Gemeinschaftskategorien durchschnittlich deutlich mehr Kinder erreichen als die Konfessionslosen.&quot; width=&quot;400&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/lebendgeburten-schweizer-zensus-nach-religion.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso ließen sich die je weiblichen und männlichen Mitgliederanteile verschiedener Religionsgemeinschaften vergleichen und beispielsweise zu Ehehäufigkeit allgemein und Ehehäufigkeit inner- und außerhalb der Gruppe, Kindern im Haushalt u.v.m. in Beziehung setzen. So ließ sich beispielsweise (im Folgenden anhand aller christlichen Gemeinschaften) aufzeigen, dass Frauen stärker jene Gemeinschaften bevorzugen, in denen verbindlich geheiratet und Kinder gemeinsam aufgezogen werden, wogegen Männer häufiger zur Konfessionslosigkeit und weniger verbindlichen Beziehungsmodellen tendieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/dienstleistungen/publikationen_statistik/publikationskatalog.Document.50514.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Sexuelle Selektion in Daten: Frauenanteil an Kirchenmitgliedschaften sowie Konfessionslosigkeit in Bezug zu Anteil Ehen an Paarbeziehungen, Anteil Paaren mit Kindern, Anteil Single-Haushalten und Alleinerziehenden, Schweizer Zensus 2000&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Sexuelle Selektion in Daten: Frauenanteil an Kirchenmitgliedschaften sowie Konfessionslosigkeit in Bezug zu Anteil Ehen an Paarbeziehungen, Anteil Paaren mit Kindern, Anteil Single-Haushalten und Alleinerziehenden, Schweizer Zensus 2000&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/blume-gretchentabelle-schweiz.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier gilt: Stichprobenbefragungen alleine hätten ein solch klares Bild kaum je erbringen können, das auch &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4296191/&quot;&gt;internationale Evolutionsforscher interessierte&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich waren und sind auch Zeitreihen möglich, im folgenden konnte ich beispielsweise vergleichen, wie sich die Kinderzahl von männlichen Haushaltsvorständen in Schweizer Großstädten entlang verschiedener Religionszugehörigkeiten seit 1970 bis 2000 entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/HayekPotsdam0607.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Diese neu erstellte Grafik zeigt an, mit wie vielen Kindern Männer zwischen 35 und 46 Jahren in Schweizer Großstädten je in den Volkszählungen 1970, 80, 90 und 2000 in einem Haushalt lebten. Man beachte die Unterschiede, z.B. den stabilen Verlauf der jüdischen Demografie (oben, rot) und die durchgängig schwache Performance der Konfessionslosen (unten, schwarz). Klick führt zum Gesamtskript des Vortrages.&quot; height=&quot;302&quot; alt=&quot;Diese neu erstellte Grafik zeigt an, mit wie vielen Kindern Männer zwischen 35 und 46 Jahren in Schweizer Großstädten je in den Volkszählungen 1970, 80, 90 und 2000 in einem Haushalt lebten. Man beachte die Unterschiede, z.B. den stabilen Verlauf der jüdischen Demografie (oben, rot) und die durchgängig schwache Performance der Konfessionslosen (unten, schwarz). Klick führt zum Gesamtskript des Vortrages.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/SchweizMaennerStaedte70bis2000.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sogar &quot;deutsche Fragen&quot; ließen sich über die Schweizer Daten indirekt beantworten. So gab und gibt es in Deutschland wilde Vermutungen über das Familien- und Geburtenverhalten von Muslimen. Daten dazu lagen und liegen aber nur nach Staatsbürgerschaft (z.B. Türkisch) vor und sagen also überhaupt nichts gerade über jene Muslime aus, die per Einbürgerung oder Geburt längst Deutsche geworden sind. Die Schweizer Volkszählungen ermöglichten hierzu den Vergleich, der eine Angleichung der Geburtenraten mit fortschreitender Integration belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4520939/&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Die Schweizer Volkszählung 2000 erlaubt einen Vergleich der Kinderzahl ausländischer und inländischer Musliminnen. Mit zunehmendem Integrationsniveau nimmt der Kinderreichtum auch hier deutlich ab.&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Die Schweizer Volkszählung 2000 erlaubt einen Vergleich der Kinderzahl ausländischer und inländischer Musliminnen. Mit zunehmendem Integrationsniveau nimmt der Kinderreichtum auch hier deutlich ab.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/KinderzahlMusliminnenSchweizVZ2000Blume.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fazit: Deutschland braucht diesen Aspekt in der Volkszählung!&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum ein Thema wurde und wird so emotional und mit Bedarf an Sachkunde diskutiert wie Religion(en). Ob Menschen religiös oder religionskritisch, an generellen Trends oder den Entwicklungen einzelner Gemeinschaften interessiert sind - mehr gesichertes Wissen wäre für alle ein Gewinn. Deswegen hoffe ich als Religionswissenschaftler sehr, dass die deutsche Volkszählung 2011 die Frage nach der Religionszugehörigkeit enthalten wird und unterstütze die  &lt;a href=&quot;http://www.petition-vz2011.de/&quot;&gt;Petition der DVRW&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-28T05:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4768196/">
    <title>Eheliche Treue und der Faktor Religion</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4768196/</link>
    <description>Im Rahmen einer &lt;a href=&quot;http://kamenin.wordpress.com/2008/03/06/naturwissenschaftlich-halbgebildetes-uber-manfred-lutz-und-richard-dawkins/#comments&quot;&gt;humorvollen Blog-Balgerei&lt;/a&gt; mit dem von mir sehr geschätzten Kamenin stellte dieser u.a. auch eine empirisch beantwortbare Frage: Die &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4047705/&quot;&gt;durchschnittlich höhere Geburtenzahl&lt;/a&gt; von religiös vergemeinschafteten Menschen möge ja sein - aber könne ich den ausschließen, dass es dort vermehrt zu Untreue komme und religiösen (Ehe-)Männern also ein größerer Teil ihres reproduktiven Vorteils entzogen würde? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lässt sich überprüfen. So enthielt die deutsche ALLBUS-Studie 2002 auch eine Frage nach der Bewertung ehelicher Untreue, hier des Mannes. Hier der Anteil der Befragten, die ein Fremdgehen &quot;schlimm&quot; oder &quot;sehr schlimm&quot; fanden, nach Geschlecht und Konfession.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Finden Sie Ehebruch schlimm?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/3151868/&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Die deutsche ALLBUS-Studie 2002 enthielt eine Frage nach der Einschätzung von Ehebruch, hier des Mannes. Wenig überraschend: Männer finden das Vergehen seltener schlimm oder sehr schlimm als Frauen. Für die Evolutionsbiologie der Religion interessant: Mitglieder von Konfessionen finden Ehebruch häufiger schlimm als Konfessionslose.&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Die deutsche ALLBUS-Studie 2002 enthielt eine Frage nach der Einschätzung von Ehebruch, hier des Mannes. Wenig überraschend: Männer finden das Vergehen seltener schlimm oder sehr schlimm als Frauen. Für die Evolutionsbiologie der Religion interessant: Mitglieder von Konfessionen finden Ehebruch häufiger schlimm als Konfessionslose.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/EhelicheTreueALLBUS2002.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Wie erwartet finden hier Männer das Vergehen durchschnittlich seltener schlimm als Frauen. Die Antworten unterscheiden sich allerdings auch deutlich nach der Konfessionszugehörigkeit: Konfessionslose finden Ehebruch seltener schlimm oder sehr schlimm als landeskirchliche Protestanten, Katholiken und schließlich Mitglieder von Freikirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Angst vor Sünde?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der gleichen Studie wurde auch gefragt, ob Tätigkeiten (wie z.B. Ehebruch) auch nur schon deswegen unterlassen wurden, weil sie &quot;Sünde&quot; seien. Wenig überraschend bejahten dies verbindlich religiöse Befragte sehr viel häufiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Unterschiede im Beziehungsverhalten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußern sich die Bekenntnisse zu Ehe und ehelicher Treue aber auch im Verhalten? An den Daten z.B. der Schweizer Volkszählung können wir ersehen, dass religiös vergemeinschaftete Menschen tatsächlich seltener unverheiratet zusammenleben, häufiger Gleichglaubende als Ehepartner bevorzugen und häufiger Kinder gemeinsam aufziehen. Bei den Konfessionslosen fällt auf, dass sie trotz der niedrigsten Geburtenzahl die höchste Quote an Alleinerziehenden aufweisen. Insofern sprechen auch diese Befunde für eine durchschnittlich höhere Eheverbindlichkeit unter religiös vergemeinschafteten Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/3151868/&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Sexuelle Selektion in Daten: Frauenanteil an Kirchenmitgliedschaften sowie Konfessionslosigkeit in Bezug zu Anteil Ehen an Paarbeziehungen, Anteil Paaren mit Kindern, Anteil Single-Haushalten und Alleinerziehenden, Schweizer Zensus 2000&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Sexuelle Selektion in Daten: Frauenanteil an Kirchenmitgliedschaften sowie Konfessionslosigkeit in Bezug zu Anteil Ehen an Paarbeziehungen, Anteil Paaren mit Kindern, Anteil Single-Haushalten und Alleinerziehenden, Schweizer Zensus 2000&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/blume-gretchentabelle-schweiz.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Kamenins Hypothese, wonach religiöse Frauen aber gerade doch auch unter dem Schutz des Ehevertrages dennoch untreuer sein könnten als ihre konfessionslosen Schwestern direkt zu testen, bräuchten wir jedoch auch Gentests. Und - die haben wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Genetische Treue?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &quot;The God Gene&quot; von Dean Hamer (2004, S. 186 ff.) stellte dieser u.a. die berühmten Studien zum inzwischen so genannten CMH, dem Cohen modal haplotype vor. Dabei geht es um die Kohanim, eine Priestergruppe innerhalb des Judentums, zu dem die Zugehörigkeit stets nur vom Vater auf den Sohn weitergegeben wird. Karl Skorecki, Michael Hammer, Neil Bradman und (in einer zweiten Studie) auch David Goldstein fanden nicht nur, dass eine ansonsten sehr seltene und väterlich vererbte Mutation (die CMH) tatsächlich bei 95% der heutigen aschkenasischen und 87% der sephardischen Kohanim auftrat. Sie entdeckten auch, dass diese Mutation tatsächlich zwischen 2.100 und 3.250 Jahren alt sein dürfte. Die durchschnittliche Rate von Söhnen, die während dieser Jahrtausende den Namen, aber nicht die Gene eines Kohanim-Vaters erhalten hatten, lag bei 0,1 Prozent - im Gegensatz zu den 5-10 Prozent sonst vermuteter Untreue (Hamer), bzw. den von Kamenin veranschlagten 10 bis 15 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auch hier: Evolutionsbiologische Vorteile religiöser Vergemeinschaftung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mindestens für diese Gruppe des Judentums haben wir also auch bereits den genetischen Beleg, dass die religiöse Vergemeinschaftung und der Glaube an einen allsehenden (und ggf. strafenden) Gott hier nicht nur die männliche, sondern auch die weibliche Ehetreue über mehr als hundert Generationen hinweg signifikant gesteigert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religiöse Vergemeinschaftung bietet damit über den Vorteil höherer Geburtenzahlen (&lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4047705/&quot;&gt;siehe hier&lt;/a&gt;) hinaus einen weiteren, biologischen Erfolgsfaktor: Eine statistisch höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder ggf. auch innerhalb der Ehe gezeugt wurden, die dann auch signifikant häufiger gemeinsam erzogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbindlich religiös zu sein bringt vielerlei Kosten mit sich. Aber gerade aus evolutionswissenschaftlicher Sicht sind die beobachtbaren, biologischen Vorteile enorm.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Evolutionary Religious Studies (ERS)</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
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