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    <title>Dr. Blume (Religionswissenschaft aus Freude) : Rubrik:Christentum</title>
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    <description>Religionswissenschaft aus Freude</description>
    <dc:publisher>religionswissenschaft</dc:publisher>
    <dc:creator>religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:date>2009-06-08T14:05:29Z</dc:date>
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    <title>Dr. Blume</title>
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  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5570690/">
    <title>Harald Lesch: Stern von Betlehem (für Chronologs)</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5570690/</link>
    <description>Teil 1:&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/n5yBXzWSAgw&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/n5yBXzWSAgw&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil 2:&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/kk2nqGx4wx4&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/kk2nqGx4wx4&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-09T18:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5504463/">
    <title>Deutsche kauften Thailänderinnen - Christen kümmern sich</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5504463/</link>
    <description>Wer sich mit religionsbezogenen, demografischen Daten, Ehe- und Wanderungsstatistiken auseinandersetzt, dem fällt bald auf: In Deutschland wird seit Jahren enorm geheuchelt. Obwohl jeder mit Zwangs- und Importehen befasste Journalist und jede Wissenschaftlerin kaum an den Zahlen vorbeikommt, die belegen, dass auch z.B. deutsche Christen und Konfessionslose in großer Zahl Frauen aus armen Ländern &quot;importier(t)en&quot;, wurde und wird so getan, als seien Ehen aus anderen als amourösen Gründen nur ein Phänomen unter Muslimen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mich oft gefragt, ob sich (wissenschaftliche oder mediale) Berichterstatter eigentlich geschämt haben, wenn sie Titelzeilen wie &quot;Allahs verkaufte Töchter&quot; schmiedeten, ihre Leser damit wohlige Schauer auf Kosten einer Minderheit bescherten - und zugleich wissentlich verschwiegen, dass auch abertausende Frauen z.B. aus buddhistischen oder postsowjetischen Ländern auch gegen Geld von nichtmuslimischen Männern nach Deutschland geholt wurden und werden. Berichte oder gar Studien über Wohl und Wehe dieser Menschen und Familien gab und gibt es so gut wie gar nicht - schließlich ereiferte sich jede Öffentlichkeit viel lieber an Zuständen &quot;bei denen&quot;, statt auch nach den eigenen Mittelschichtfamilien zu fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgerechnet ein evangelikal-christliches Medienmagazin und betroffene Frauen selber haben dieses heuchlerische und letztlich frauenfeindliche Schweigen nun gebrochen. Im Porträt von Marisa Peters, verfasst von Karin Vorländer in ideaSpektrum 04/2009, S.44 heißt es klar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;In den 80er und 90er Jahren florierte das Geschäft mit den &quot;Thai-Frauen aus dem Katalog&quot;. Thailänderinnen galten als anpassungsfähig, gehorsam, fleißig, schön und waren entsprechend gefragt. Gegen Zahlung von bis zu 10.000 Mark konnten sich Männer, die auf dem deutschen Heiratsmarkt nicht fündig wurden, eine Frau aussuchen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich sind nicht alle thailändisch-deutschen Ehen durch Geldzahlungen begründet wurden, sie werden sich wohl auch sehr unterschiedlich entwickelt haben und jeder Eheforscher kann bestätigen, dass auch in deutsch-deutschen Ehen ökonomische Erwägungen unausgesprochen große Rollen spielen. Nicht also die Verurteilung von Betroffenen, sondern die mitmenschliche Sorge um das Schicksal von Menschen - Frauen, Männer, Kinder - sollte eigentlich auch dann eine Rolle spielen, wenn über nichtmuslimische Frauen und Familien diskutiert wird. Doch auch von hauptberuflichen Empörern dazu: Fehlanzeige. Als ob Thailänderinnen und deren (ganz unterschiedliches) Schicksal, deren Rechte und Würde in unserem Land keine Erwähnungen wert wären...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maßgeblich Frauen wie Marisa Peters haben nun selbst das christliche Werk &quot;Saisampan&quot; (thail. Freundschaft) (&lt;a href=&quot;http://www.saisampan.de/&quot;&gt;Homepage hier&lt;/a&gt;) ins Leben gerufen, das thailändisch-deutschen Familien, Frauen, Männern und Kindern beisteht. In diesem Fall sind es praktizierende Christen, die sich kümmern, wo andere nur auf Kosten von Minderheiten billige Schlagzeilen produzieren - und bewusst Fakten ausblenden, die jede ernsthafte Recherche ergäbe.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-28T05:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5581434/">
    <title>Der Vatikan und das Internet</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5581434/</link>
    <description>Wer sich noch Illusionen darüber machen sollte, ob das Internet das religiöse Leben und die religiöse Kommunikation beeinflussen werde, der betrachte die neuen Aktivitäten des Vatikan, des Kleinstaates, dessen Staatsoberhaupt zugleich der Papst (erste Bischof) der römisch-katholischen Kirche ist, der nach wie vor größten Religionsgemeinschaft der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die neuen Kommunikationswege zu nutzen, hat der Vatikan zuletzt &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/user/vaticande&quot;&gt;einen eigenen YouTube-Kanal&lt;/a&gt; eröffnet. Hier beispielsweise ein Clip zur Bedeutung des interreligiösen Dialoges:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/TLhsa2Qoalo&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/TLhsa2Qoalo&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Längst erscheinen auch Texte, ja Briefe der katholischen Hierarchie online, womit eine historisch einzigartig direkte Ansprache der Spitze an Mitglieder und auch interessierte Nichtmitglieder möglich wurde. Dazu gehört auch der Brief des Papstes Benedikt XIV. &lt;a href=&quot;http://212.77.1.245/news_services/bulletin/news/23516.php?index=23516%20&amp;lang=ge#TESTO%20IN%20LINGUA%20TEDESCA&quot;&gt;an die Bischöfe zu den Holocaust-Äußerungen von Bischof Williamson&lt;/a&gt;. Dieses Dokument ist nicht nur für sich interessant, sondern enthält auch eine direkte Passage zur neuen Bedeutung des World Wide Web.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich höre, daß aufmerksames Verfolgen der im Internet zugänglichen Nachrichten es ermöglicht hätte, rechtzeitig von dem Problem Kenntnis zu erhalten. Ich lerne daraus, daß wir beim Heiligen Stuhl auf diese Nachrichtenquelle in Zukunft aufmerksamer achten müssen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historiker werden im Rückblick notieren, dass hier zum ersten Mal das Oberhaupt der größten Religionsgemeinschaft der Erde Internet-Kompetenz und -Recherche als notwendigen Bestandteil religiöser Arbeit klassifiziert hat. Faszinierend, wo Geschichte längst stattfindet - und kaum jemand hat&apos;s gemerkt.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-18T05:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5539198/">
    <title>Katholisches Verehrungsvideo</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5539198/</link>
    <description>Aus den Datenautobahnen des Internet zweigen längst auch Pfade religiöse Verehrung ab, die Millionen Menschen erreichen. Nachdem ich &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5482970/&quot;&gt;in diesem Beitrag&lt;/a&gt; schon einmal ein hinduistisches Verehrungsvideo an die Gottheit Ganesha vorgestellt hatte, heute ein christlich-katholisches Pendant. Interessant finde ich hier das Karaoke-Element: Der Betrachter wird zum Mitsingen eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/BQaK2nFfHak&amp;hl=de&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/BQaK2nFfHak&amp;hl=de&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-04T05:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5512219/">
    <title>Lawinenopfer waren Mitglieder der Pius-Bruderschaft. Deutungen als göttliche Strafe?</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5512219/</link>
    <description>Die Opfer des Lawinenunfalls im Kanton Wallis vom Mittwoch waren Mitglieder der Pius-Bruderschaft aus Frankreich. Das bestätigte die Bruderschaft heute laut Medienberichten. Bei dem Lawinenabgang waren vier Menschen verschüttet worden. Ein Verschütteter starb, ein zweiter konnte verletzt geborgen werden. Zwei weitere Teilnehmer der siebenköpfigen Wandergruppe wurden am Donnerstag noch vermisst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pius-Bruderschaft war durch antisemitische, islamophobe und antiökumenische Äußerungen mehrerer führender Mitglieder zuletzt scharf in die Kritik geraten, besonders durch die Leugnung des Holocausts durch den (nicht mehr exkommunizierten, aber weiter suspendierten) Bischof Richard Williamson. Der Literaturblog &lt;a href=&quot;http://litart.twoday.net/&quot;&gt;SideEffects&lt;/a&gt; vermerkte zum Lawinenunfall als Untertitel: Böse Zungen sprechen von einer &quot;Strafe Gottes&quot; (&lt;a href=&quot;http://litart.twoday.net/stories/5512101/&quot;&gt;Beitrag hier&lt;/a&gt;). Zeit für eine religionswissenschaftlich-beobachtende Reflektion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Deuten von Unglück&lt;/b&gt; als göttlicher Strafe ist ein häufiges Merkmal v.a. konservativ-traditionalistischer Theologien. Damit wird ein rigides Moralsystem durch Strafandrohung abgesichert, auch werden Buße und Umkehr als Mittel zur Strafabwehr empfohlen. Zuletzt hatte z.B. für eine Debatte gesorgt, dass der neu ernannte, katholische Weihbischof von Linz Gerhard Wagner den Hurrikan Katrina über New Orleans als eine göttliche Strafe für die Stadt gedeutet hatte (&lt;a href=&quot;http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/25736422&quot;&gt;Beitrag hier&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere, v.a. auch zeitgenössische Theologien weisen dagegen darauf hin, dass Menschen die letzten Gründe göttlichen Handelns und damit auch von Glück oder Unglück nicht erkennen und sich nicht zu Richtern übereinander aufschwingen sollten. Statt über den von Unglück Befallenen auch noch zu urteilen, seien vielmehr gerade auch Nicht-Betroffene zu Mitgefühl und Hilfe aufgerufen, also ihrerseits geprüft. Solche Deutungen verweisen z.B. auf die biblische Hiob-Geschichte, in der auch dem Gerechten Unrecht widerfährt. Dies wird zunächst selbst von Freunden als Sündenstrafe ausgelegt, erweist sich aber schließlich als Prüfung durch Gott und Teufel. (z.B. &lt;a href=&quot;http://www.evang-kirche-aglasterhausen.de/html/hiob.html&quot;&gt;Evangelische Hiob-Predigt hier&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die persönliche (und damit post-religionswissenschaftliche) Bewertung am Ende gestattet sei: Mir liegt die zweite Variante näher. Aus dem Unglück anderer (seien es die Einwohner von New Orleans oder die Opfer einer Lawine) hämische Urteile abzuleiten, scheint mir fragwürdig (also in der Tat: &quot;böse Zungen&quot;...) und auch theologisch weniger überzeugend zu sein.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-13T05:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5386426/">
    <title>Gottesdienstbesucher haben mehr Freunde als Nichtreligiöse</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5386426/</link>
    <description>Berlin (&lt;a &gt;idea&lt;/a&gt;, 12.12.2008)  Regelmäßige Gottesdienstbesucher haben einen größeren Freundeskreis und pflegen mehr Kontakte zu Nachbarn als nichtreligiöse Menschen. Das hat eine vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW/Berlin) veröffentlichte Studie ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei hat der Sozialwissenschaftler Richard Traunmüller von der Universität Konstanz erstmals empirisch untersucht, welche Bedeutung die Religion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland hat. Für seine Analyse griff er auf Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) am DIW zurück. Das SOEP ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung, die seit 25 Jahren läuft. Im Auftrag des DIW werden jährlich über 20.000 Personen in Deutschland befragt. Die Bedeutung der Religion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist der Studie zufolge immens. So ermögliche etwa die evangelische Kirche mit ihren flachen Hierarchien breites gesellschaftliches Engagement. Protestanten betätigten sich ehrenamtlich und in Vereinen häufiger als Katholiken und Muslime. Letztere beide Gruppen knüpften hingegen eher informelle Netzwerke, setzten also eher auf Verwandtschaft und Freundschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Religion hat starke integrative Kraft&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die großen Kirchen über Mitgliederschwund klagen, hat die Religion in Deutschland nach wie vor eine überraschend starke integrative Kraft, so Traunmüller. Die Kirche biete eine organisatorische Plattform für vielfältige Aktivitäten: Ob Chor, Elternkreis oder Schuldnerberatung  das wirkt positiv in die Gesellschaft und fördert das, was man als das Soziale Kapital eines Menschen beziehungsweise einer Gesellschaft bezeichnet. Diese positiven Wirkungen gelten laut Traunmüller aber nur für die großen Glaubensgemeinschaften, nicht aber für religiöse Splittergruppen oder Sekten. Seiner Studie zufolge bleibt aber ein Wermutstropfen: Zwar stärke die Religion den gesellschaftlichen Zusammenhalt, aber die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Gebildeten und weniger Gebildeten werde auch hier nicht überwunden, denn in den Gemeinden fänden sich nicht nur Gleichgesinnte, sondern auch Gleichgestellte. Dies zeigten die Analysen der SOEP-Daten hinsichtlich Einkommen, Bildung, Alter und Berufsstatus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Allen Blogleserinnen und -lesern wünsche ich auf diesem Wege freudvolle Feiertage im Kreise von Verwandten und Freunden!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Dir, liebe Elsa, ein besonderes Danke für Deine &lt;a href=&quot;http://elsalaska.twoday.net/stories/5403537/&quot;&gt;Blogrezension zu Gott, Gene und Gehirn&lt;/a&gt;! Ich war wirklich gespannt, ob Dir das Buch gefallen würde - und freue mich jetzt über eine starke Rückmeldung pünktlich zu Heilig Abend! Danke! :-)</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-12-24T05:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5290703/">
    <title>Fromme Schulen wachsen gegen den Trend</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5290703/</link>
    <description>Laut einer Umfrage der evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) steigt die Zahl der Schülerinnen und Schüler in evangelikalen (freikirchlichen) Privatschulen in Deutschland weiter: Von 26.508 in 2007/2008 auf 27.714 in 2008/2009, ein Plus von 4,5%. Dagegen sei die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler schon 2007/2008 um 160.000 auf 9,2 Millionen gesunken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Agentur zählt 84 evangelikale Bekenntnisschulen, davon sechs Gründungen bzw. Genehmigungen im letzten Jahr: Bielefeld-Senne, Siegburg bei Bonn, Leipzig, Graben-Neudorf bei Karlsruhe, Esslingen und Öhringen bei Heilbronn. Das Wachstum der evangelikalen Bekenntnisschulbewegung stocke jedoch wegen Lehrermangels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz würden in mehreren Kantonen Volksabstimmungen vorbereitet, um (analog zum deutschen Modell) eine staatliche Mitfinanzierung genehmigter Privatschulen zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Fromme Schulen könnten stärker wachsen... ideaSpektrum 44/2008, S. 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Anmerkung:&lt;/b&gt; Auch den idea-Angaben zufolge brächte es die evangelikale Bewegung in Deutschland gerade erst auf 3 Promille der Schülerschaft in Deutschland, allerdings (wie auch die sehr viel breitere Landschaft konfessioneller Schulen insgesamt) gegen den demografischen Abwärtstrend mit steigendem Gewicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.kas.de/wf/doc/kas_13362-544-1-30.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Auch in Deutschland haben verbindlich religiöse Menschen durchschnittlich deutlich mehr Kinder als ihre säkularen Nachbarn. Das Verhältnis von Gebetshäufigkeit und durchschnittlicher Kinderzahl auf Basis der ALLBUS-Befragung Deutschland 2002.&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Auch in Deutschland haben verbindlich religiöse Menschen durchschnittlich deutlich mehr Kinder als ihre säkularen Nachbarn. Das Verhältnis von Gebetshäufigkeit und durchschnittlicher Kinderzahl auf Basis der ALLBUS-Befragung Deutschland 2002.&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/deutschland-gebetshaeufigkeit-kinderzahl.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-06T05:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5272287/">
    <title>The Economist: Zahl der Christen in China wächst weiter</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5272287/</link>
    <description>Über Hauskreise expandiert das Christentum in China trotz staatlicher Sanktionen weiter - die Zahl der Christen dürfte die Anzahl der Mitglieder der kommunistischen Partei Chinas (74 Millionen) inzwischen überstiegen haben. Das berichtet The Economist in einem Artikel (&lt;a href=&quot;http://www.economist.com/world/asia/displaystory.cfm?story_id=12342509&amp;fsrc=rss&quot;&gt;inzwischen auch online hier&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des Berichts steht der Volkswirtschaftler Zhao Xiao, der selbst Christ wurde und also Mitgliedschaft und Ämter in der kommunistischen Partei (deren Mitglieder bislang keiner Religion angehören dürfen) aufgeben musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant im Kontext der hier thematisierten Forschungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Zhao Xiao sieht in der Individualisierung und marktwirtschaftlichen Globalisierung eine wesentliche Antriebskraft für den Erfolg der Glaubensgemeinschaften, die ihren Mitgliedern verbindliche Werte vorgäben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Ein Kommentator merkt an, dass Christinnen wiederum christliche Ehemänner bevorzugten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Was die Versöhnung mit dem politischen System angeht, benennt Zhao Xiao vor allem einen Kritikpunkt: Die Ein-Kind-Familie, deren staatliche Erzwingung für Christen unannehmbar sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beobachtungen ergänzen das Bild der religionsdemografischen und evolutionären Funktionalität von Religion(en) (&lt;a href=&quot;http://www.kas.de/wf/doc/kas_13362-544-1-30.pdf&quot;&gt;Artikel-pdf z.B. hier&lt;/a&gt;) sogar im Rahmen eines repressiven Systems, in dem dies kaum zu erwarten gewesen wäre.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-27T05:09:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5160410/">
    <title>Christliche Heiratsportale als Internet-Erfolgsgeschichte</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5160410/</link>
    <description>Das Internet, so heißt es oft, fördere die Vereinzelung. Andererseits aber bietet es offensichtlich auch ganz neue Möglichkeiten. So können Religionsgemeinschaften eine ihrer Kernkompetenzen unterstreichen - das Verbinden von Menschen, gerne auch zu Ehen und Familien. (Einige Daten dazu &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4047705/&quot;&gt;siehe hier&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welt-Online berichtet entsprechend, dass derzeit &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/webwelt/article2135163/Christliche_Heiratsportale_erobern_das_Netz.html&quot;&gt;christliche Heiratsportale das Netz erobern&lt;/a&gt;. Entsprechende Angebote gibt es längst auch für andere Religionsgemeinschaften wie die Muslime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefunden habe ich den Welt-Artikel übrigens über die lesenswerten Religio-Splitter vom Schwesterblog &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.info/&quot;&gt;religionswissenschaft.info&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-09T04:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5186573/">
    <title>Der Papst ist Organspender</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5186573/</link>
    <description>Seit den 8oer Jahren hat Prof. Joseph Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI., einen Organspendeausweis, in dem er die Bereitschaft bekundet, im Todesfall lebenswichtige Organe für andere Menschen zu stiften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefunden in der Zeit vom 11. September 2008, S. 41</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-01T04:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5145815/">
    <title>Am Traualter sagte er: Nein!</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5145815/</link>
    <description>Rom (AFP) - Ein italienischer Bräutigam hat 181 Hochzeitsgäste mit einem filmreifen &quot;Nein-Wort&quot; geschockt: Demis Berto lebte elf Jahre mit seiner Zukünftigen zusammen, bekam dann aber in letzter Sekunde doch noch kalte Füße und antwortete in einer Kirche in der Nähe von Padua auf die Frage des Pfarrers mit &quot;Nein&quot;. &quot;Ich habe mein Bestes gegeben, aber vor Gott konnte ich nicht lügen&quot;, wurde der 38-Jährige von der Zeitung &quot;Mattino Di Padova&quot; zitiert. Seine Verlobte habe ihm in letzter Zeit zu viele Probleme gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stehen gelassene Braut hofft, dass die Hochzeitspleite nicht das Ende ihrer Beziehung bedeutet. &quot;Es kann nicht so zu Ende gehen&quot;, sagte die 39-Jährige der Zeitung. Die Entscheidung ihres Verlobten vor dem Traualtar betrachte sie als eine Beziehungspause.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefunden bei &lt;a href=&quot;http://de.news.yahoo.com/afp/20080810/ten-italien-hochzeit-leute-bunt-4ffd8ef.html&quot;&gt;yahoonews&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Anmerkung:&lt;/b&gt; Aus religionswissenschaftlicher Sicht ist dieser Vorfall etwas mehr als eine tragische Klatschstory - die Begründung des Gatten (&quot;vor Gott kann ich nicht lügen&quot;) verweist exemplarisch auf die Funktion der übernatürlichen &quot;Zeugen&quot; (hier: Gottes) zur Absicherung von Loyalitätserklärungen (hier: des Eheversprechens). Vgl. die Kooperationsabsicherung nach Jeffrey Schloss (Kurzversion in &lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/Bio-Logik10GeboteBlume0508.pdf&quot;&gt;diesem Artikel&lt;/a&gt; S. 5- 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/Bio-Logik10GeboteBlume0508.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Soll ich kooperieren oder nutzt mich mein Gegenüber aus? Gemeinsame Glaubensüberzeugungen können helfen, dieses spieltheoretische Dilemma zu überwinden - ein wichtiger Baustein der Evolution von Religiosität.&quot; height=&quot;190&quot; alt=&quot;Soll ich kooperieren oder nutzt mich mein Gegenüber aus? Gemeinsame Glaubensüberzeugungen können helfen, dieses spieltheoretische Dilemma zu überwinden - ein wichtiger Baustein der Evolution von Religiosität.&quot; width=&quot;166&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/religionswissenschaft/images/SpieltheorieKooperationdurchGlauben.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-26T04:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4985085/">
    <title>Älteste Kirche der Welt gefunden?</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4985085/</link>
    <description>Aus Jordanien kommt die Nachricht eines Fundes, &lt;a href=&quot;http://www.wissenschaft-online.de/artikel/958648&quot;&gt;hier aufgegriffen&lt;/a&gt; von dpa und Spektrumdirekt. Demnach seien in der Ortschaft Rihab unter der Kirche St. Georg (aus dem 3. Jahrhundert nach Christus) Hinweise auf eine christlich-gottesdienstliche Nutzung eines Höhlengewölbes aus der Zeit von 33 bis 70 n.Chr. gefunden worden - also aus einer Zeit, in der die Christen noch als kleine, aber hoch missionarische Splittergruppe um das Überleben ihrer Botschaft rangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klingt spannend - und vielleicht gar so faszinierend, dass auch noch etwas Skepsis angebracht ist. Sollte es zu diesem Fund eine Bestätigung und mehr Informationen geben, erfahren Sie es (auch) hier im Blog.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-13T03:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4886226/">
    <title>Baden: Katholisch-evangelische &quot;Erklärung zur Zukunft der Familie&quot;</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4886226/</link>
    <description>Die Evangelische Landeskirche in Baden und die Erzdiözese Freiburg haben eine &quot;&lt;a href=&quot;http://www.ekiba.de/images/Gemeinsame_Erklaerung_zur_Zukunft_der_Familie.pdf&quot;&gt;Gemeinsame Erklärung zur Zukunft der Familie&lt;/a&gt;&quot; (&lt;a href=&quot;http://www.ekiba.de/images/Gemeinsame_Erklaerung_zur_Zukunft_der_Familie.pdf&quot;&gt;pdf-Download hier&lt;/a&gt;) verfasst. Unterzeichnet wurde sie von den beiden Bischöfen Dr. Ulrich Fischer (Landesbischof, ev.) und Dr. Robert Zollitsch (Erzbischof, kath.) sowie den beiden (weiblichen) Kirchenparlamentspräsidentinnen Margit Fleckenstein (Synodalpräsidentin, ev.) und Christel Ruppert (Diözesanratsvorsitzende, kath.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Inhaltlich...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...enthält das Papier bemerkenswert neue Akzente, die in der Praxis (etwa der Kinderbetreuung, Schulen und Eheberatung) oft schon länger bekannt, in lehramtlichen Verlautbarungen aber lange unterbelichtet waren: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veränderte Familienbilder und -realitäten werden zunächst einmal beschrieben, nicht mehr einseitig als Verfall beklagt. Die Kirchen halten am &quot;Leben in Ehe und Familie&quot; als &quot;unersetzlicher Grundlage der Gesellschaft&quot; fest, allerdings weniger als Einforderer gefälligst zu erfüllender Pflichten, sondern als Helfer und Unterstützer gelingenden Lebens und ohne Abwertung anders lebender Menschen. Statt einem - auch theologisch - überhöhten Idealbild, an dessen Maßstab Menschen scheitern, wenden sie sich den Realitäten zu, steigen vom hohen Roß. &quot;Auch der Bibel ist die Familie nicht nur als Ort gelingenden Zusammenlebens vertraut, sondern auch als Ort des Misstrauens, Scheiterns, Versagens und des aneinander Schuldigwerdens.&quot; Über die Arbeit eigener Familien- und Kindereinrichtungen hinaus stellen sie auch Forderungen an die Politik, diese solle &quot;Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit&quot; schaffen. &quot;Kinder und Familie dürfen kein Armutsrisiko sein.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die oft beklagte Benachteiligung von Frauen, &quot;wenn sie Erziehung und Pflege in der Familie leisten&quot; wird durch die bemerkenswerte Feststellung ergänzt: &quot;Eine Verbindung von Familienarbeit und Berufstätigkeit wird ihnen schwer gemacht.&quot; Nicht mehr das Vorschreiben einer bestimmten Arbeitsteilung, sondern die Schaffung und Anerkennung von Wahlfreiheit hat sich hier durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bewertung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemeinsame Erklärung ist ein spannender Wurf, den wahrzunehmen ich Ihnen auch deswegen ans Herz legen möchte, weil die Kirchen hier ihre Kernkompetenzen als Förderer und Begleiter von Lebensentscheidungen zu entdecken beginnen. &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4047705/&quot;&gt;Religiös vergemeinschaftete Menschen schenken auch in Deutschland durchschnittlich mehr Kindern das Leben&lt;/a&gt; - und für die reale Entwicklung der Kirchen spielen die Entwicklungen von Geburtenzahlen und Familientrends eine sehr viel größere Rolle als die im Bereich weniger tausend Menschen pro Jahr verbleibenden Konversionsbewegungen. Ganz abgesehen davon, dass unterjüngende Gemeinden auch missionarische Ausstrahlung verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider wird aber gerade diese bestehende Stärke noch kaum erkannt: Auch in der gemeinsamen Erklärung tauchen die Kirchen vor allem als Institutionen auf, die &quot;den Familien&quot; mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dass Familien, in denen geboren, gebetet, gesungen, geholfen, gescheitert, geliebt und letztlich (auch Glauben) gelebt wird, schon aus sich heraus wesentlicher Teil der Kirchen &quot;sind&quot; (oder sein könnten) ist noch nicht im Blick. Hier könnte auch ein Blick auf das religiöse Leben des Judentums helfen, in dem Familienrituale einen unverzichtbaren Platz einnehmen und beispielsweise im Pessachfest erst durch das Miteinander von Mutter, Kind und Vater Ritual und religiöse Erzählung in Gang gesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wurde eine zweite Option christlichen Glaubens umgangen: die Schuldanerkenntnis. Es liest sich wunderbar, wenn die Kirchen nun wortmächtig die Verbindung von Familie und Beruf, ein familiengerechteres Steuerrecht und ein Ende der Überforderung von Eltern verlangen und von der Wirtschaft und Politik fordern. Noch beeindruckender wäre es gewesen, wäre auch kurz reflektiert worden, welche Rollen die Kirchen selbst in diesen Prozessen gespielt haben: Sehr häufig drängten gerade kirchliche Stellungnahmen zur Alleinverdienerehe, einer entsprechenden Ausgestaltung des Steuerrechts und manchmal wohlfeilen Appellen gutsituierter Mittel- und Oberschichtangehöriger &quot;an die Elternverantwortung&quot; auch prekär lebender Familien. Unter uns: Waren in der Anerkennung veränderter Realitäten hier wirklich stets die Kirchen der Politik voraus - oder eher umgekehrt? Der Glaubwürdigkeit der Erklärung hätte eine kleine Reflektion dazu gut getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und dennoch...&lt;/b&gt; ist ein mutiger Schritt als mutiger Schritt zu sehen. Schon dass die in dieser Form erste, ökumenische Erklärung der beiden großen Kirchen in Baden Familien in den Blick nahm, signalisiert einen ermutigenden Prioritäten- und Perspektivenwechsel. Kinder und Kirchen - diese früher viel belächelte Verbindung wird als Zukunftsthema entdeckt. Bitte, liebe Kirchen, geht diesen Weg entschlossen weiter! (-:</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-25T04:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4847859/">
    <title>Anti-Kreationismus-Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4847859/</link>
    <description>Die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) grenzt sich mit ihrer neuen Denkschrift &quot;&lt;a href=&quot;http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf&quot;&gt;Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule&lt;/a&gt;&quot; vom Kreationismus ab. Der Text wurde von Prof. Dr. Michael Beintker und Prof. Dr. Friedrich Schweitzer im Auftrag des EKD-Rates entworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorwort betont der EKD-Vorsitzende Bischof Wolfgang Huber die Unterscheidung religiöser und naturwissenschaftlicher Erkenntnis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Zwischen dem heute verfügbaren Wissen und der sinnstiftenden Deutung des Lebens aus der Perspektive des christlichen Glaubens wird in diesem Konzept von Bildung bewusst und deutlich unterschieden; doch diese Unterscheidung ermöglicht es gerade, beide in eine sinnvolle und geklärte Beziehung zueinander zu setzen. Viele Debattenbeiträge zum Verhältnis zwischen dem Schöpfungsglauben auf der einen und naturwissenschaftlichen Theorien über die Entstehung der Welt und des Lebens auf der anderen Seite sehen dagegen beide Seiten auf derselben Ebene. Deshalb gehen sie davon aus, dass entweder die Evolutionstheorie dem Schöpfungsglauben oder der Schöpfungsglaube der Evolutionstheorie weichen muss. Das wird jedoch weder der einen noch der anderen Seite gerecht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Verfasser stellen fest:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Die aktuelle Auseinandersetzung um Schöpfung und Evolution in der Schule hat sehr deutlich gezeigt, wie wenig die entsprechenden Fragen im Verhältnis zwischen Glaube und Naturwissenschaften tatsächlich geklärt sind. Zum Teil werden längst überwunden geglaubte Vorurteile erneut ins Feld geführt  sei es gegen die Evolutionstheorie und die Wissenschaftlichkeit der Biologie oder gegen die Theologie sowie gegen Kirche und Religionsunterricht. Es wäre jedoch ebenso unangemessen, die Erforschung von Evolutionsprozessen als Bekenntnis zum Atheismus zu verstehen, wie es umgekehrt verfehlt wäre, den in den USA verbreiteten Kreationismus einfach mit dem christlichen Schöpfungsglauben gleichzusetzen. &lt;b&gt;Der Kreationismus ist vielmehr eine Verkehrung des Glaubens an den Schöpfer in eine Form der Welterklärung, die letztlich dazu führt, dass das Bündnis von Glaube und Vernunft aufgekündigt wird.&lt;/b&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf&quot;&gt;Der gesamte Text als pdf hier.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;So erfreulich&lt;/b&gt; die deutliche Abgrenzung gegenüber vorwissenschaftlichen Kreationisten und die erste Klärung des EKD-Textes auch ist: letztlich hat sich die Kirche, ihren theologischen Fakultäten, Akademien und Gemeinden selbst eine drängende Aufgabe gestellt - endlich das Verhältnis zwischen Naturwissenschaft und Glaube entschlossen zu bearbeiten und die Menschen entsprechend zu informieren. Denn wie auch &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4686471/&quot;&gt;der Bertelsmann Religionsmonitor 2008&lt;/a&gt; aufzeigte: auch unter der jüngeren und zunehmend religiöseren Generation in Deutschland wächst die Skepsis gegenüber den Naturwissenschaften und liberalen Theologien. Längst sind religiöser Fundamentalismus und Kreationismus keine rein amerikanischen Phänomene mehr, sondern haben Ableger in Europa und der islamischen Welt gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Evolutionsbiologie der Religiosität?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie sich für die Erforschung jener &quot;Evolutionsprozesse&quot; interessieren, die zur Entstehung der menschlichen Religiosität geführt haben, ist der Wissenslog &quot;Natur des Glaubens&quot; vielleicht etwas für Sie:
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    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-09T04:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4711987/">
    <title>Angela Römelt: Das Leben ist ein Killerspiel</title>
    <link>http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4711987/</link>
    <description>&lt;b&gt;Ansichten zu einem aktuellen Thema aus dem theologischen Elfenbeinturm&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es passiert hin und wieder mal, meist, wenn man überhaupt nicht damit rechnet: dann verblüfft einen ein Text, der ganz konventionell beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch &quot;&lt;a href=&quot;http://www.horx.com/Downloads/Das-Leben-ist-ein-Killerspiel.pdf&quot;&gt;Das Leben ist ein Killerspiel&lt;/a&gt;&quot; von Angela Römelt beginnt &quot;klassisch&quot; theologisch-feministisch - und räumt danach sowohl im Umgang mit dem Thema (Gewalt in Computerspielen) wie mit der Bibel mit mancherlei Gewohntem auf... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was mir an dem Text gefällt...&lt;/b&gt; ist jedoch nicht nur der ehrlich-theologische Umgang mit auch gewalthaltigen Bibelstellen, sondern vor allem die Forderung nach einem realistischen Blick auf Natur und Kultur des Menschen. Denn nirgendwo in der Evolution treffen wir nur auf Harmonisches oder Zerstörendes - stets haben wir es mit beiden Aspekten zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben zum Beispiel allen Grund, die Tiefe von Zuwendung und Familienleben zu bewundern, zu der Gorillas und Schimpansen in der Lage sind. Nur sollten wir dabei nicht übersehen, dass auch gewaltförmige Konflikte sowie Mord und sogar Kannibalismus beispielsweise an Kleinkindern verdrängter oder getöteter Rivalen sehr häufig vorkommen. Auch kommt es zu mitunter blutigen Konflikten zwischen Gruppen, vor allem zwischen Männchen um Territorien und Reproduktionschancen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer entweder die Natur als vermeintlich &quot;unschuldig&quot; qualifiziert und dagegen die &quot;verderbliche&quot; Kultur stellt - oder umgekehrt die Natur als &quot;grausam-animalisch&quot; und erst die Kultur als &quot;veredelt&quot; betrachtet, geht an den Realitäten des Lebens vorbei. Und genau diesen Gedanken finde ich bei Angela Römelt aufgezeigt - und zwar konkret sowohl an Killerspielen wie an der Bibel!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine anregende Lektüre!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.horx.com/Downloads/Das-Leben-ist-ein-Killerspiel.pdf&quot;&gt;http://www.horx.com/Downloads/Das-Leben-ist-ein-Killerspiel.pdf&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank an &lt;a href=&quot;http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4454885/&quot;&gt;Reinhard Baumgarten&lt;/a&gt; für den interessanten Link, der für den SWR das Feature &quot;Du sollst nicht töten&quot; zum Thema produzierte.</description>
    <dc:creator>blume-religionswissenschaft</dc:creator>
    <dc:subject>Christentum</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 blume-religionswissenschaft</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-18T05:53:00Z</dc:date>
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