Rückblick: Ein Jahr Religionswissenschaft-Blog
Heute vor genau einem Jahr eröffnete ich diesen Blog - und ahnte nicht, dass mit mehrere hundert Stunden Abenteuer (meist früh Morgens oder spät Abends) bevorstanden. Zeit also, zurückzublicken und zu fragen: würde ich es wieder tun?
Die Antwort: Ja - und zwar weil...!
Da waren und sind zum einen viele tolle Rückmeldungen und manche gute Diskussion, für die ich sehr danken möchte! Da ist die Entwicklung der Zugriffszahlen: von Anfangs 15 bis 20 pro Tag auf inzwischen recht genau das Zehnfache! Hinzu kam die Übernahme mehrerer Artikel (am häufigsten der Ulfkotte-Beitrag) auch in andere Blogs. Und da ist der Umstand, dass die meisten Zugriffe über Suchmaschinen wie Google erfolgen: Menschen also tatsächlich auf der Suche nach Informationen sind und es (denken wir nur an die Mythen zur Geburtenrate von Muslimen) unverantwortlich wäre, das Internet den Hasspredigern aller Farben und ihrer gezielten Falschinformationen zu überlassen. Auch Anfragen für Vorträge und Recherchetips für Journalisten habe ich im Rahmen der Möglichkeiten versucht gerecht zu werden.
Hinzu kamen besondere Diskussions- und Kooperationspartner ganz unterschiedlicher Wissenschaftsrichtungen, die ich ohne Blog vielleicht nie kennen gelernt hätte: so die Religionswissenschaftlerin Kerstin Probiesch, die mit religionswissenschaft.info den ersten -und m.E. hervorragenden- deutschsprachigen Schwesterblog gründete (und wir hoffen auf weitere!), der Naturwissenschaftler Lars Fischer, mit dem ich jetzt sogar ein Uniseminar in Heidelberg gestalte, über ihn wiederum die (noch andauernde) Wissenslog-Debatte mit Edgar Dahl et al. über die Bio-Logik des Glaubens, die wertvollen Debatten mit Ingo Bading vom Blog Studium Generale u.v.m.
Und übrigens: gerade am Beispiel der Evolutionsforschung der Religion ist mir bewusst geworden, dass das Internet längst zum unverzichtbaren Werkzeug der interdisziplinären Zusammenarbeit geworden ist. Ohne Pages und Blogs wäre es inzwischen fast unmöglich, den Überblick über die Erkenntnisse der Dutzenden beteiligten Disziplinen zu behalten und den Kontakt zu den Kollegen zu pflegen - bis hin dann auch zu RL-Besuchen, beispielsweise eines kanadischen Kollegen hier in Stuttgart vor zwei Wochen. Die Evolutionary Religious Studies hätte es in ihrer heutigen Form noch vor zwei Jahrzehnten wahrscheinlich gar nicht geben können...

Also, ja, ich blogge weiter!
Eine Änderung...
...bin ich dem Zeitbudget und den Rückmeldungen guter Freunde ("Soviel kann keiner lesen!") aber schuldig: zukünftig soll es nicht mehr täglich (außer Sonntags) einen Blogbeitrag geben, sondern jeweils Montag, Mittwoch und Freitag.
Ihnen noch einmal herzlichen Dank, alles Gute für 2008 und uns allen weiterhin viel Freude und Interessantes in der Blogosphäre!
(-:
Michael Blume
www.blume-religionswissenschaft.de
Die Antwort: Ja - und zwar weil...!
Da waren und sind zum einen viele tolle Rückmeldungen und manche gute Diskussion, für die ich sehr danken möchte! Da ist die Entwicklung der Zugriffszahlen: von Anfangs 15 bis 20 pro Tag auf inzwischen recht genau das Zehnfache! Hinzu kam die Übernahme mehrerer Artikel (am häufigsten der Ulfkotte-Beitrag) auch in andere Blogs. Und da ist der Umstand, dass die meisten Zugriffe über Suchmaschinen wie Google erfolgen: Menschen also tatsächlich auf der Suche nach Informationen sind und es (denken wir nur an die Mythen zur Geburtenrate von Muslimen) unverantwortlich wäre, das Internet den Hasspredigern aller Farben und ihrer gezielten Falschinformationen zu überlassen. Auch Anfragen für Vorträge und Recherchetips für Journalisten habe ich im Rahmen der Möglichkeiten versucht gerecht zu werden.
Hinzu kamen besondere Diskussions- und Kooperationspartner ganz unterschiedlicher Wissenschaftsrichtungen, die ich ohne Blog vielleicht nie kennen gelernt hätte: so die Religionswissenschaftlerin Kerstin Probiesch, die mit religionswissenschaft.info den ersten -und m.E. hervorragenden- deutschsprachigen Schwesterblog gründete (und wir hoffen auf weitere!), der Naturwissenschaftler Lars Fischer, mit dem ich jetzt sogar ein Uniseminar in Heidelberg gestalte, über ihn wiederum die (noch andauernde) Wissenslog-Debatte mit Edgar Dahl et al. über die Bio-Logik des Glaubens, die wertvollen Debatten mit Ingo Bading vom Blog Studium Generale u.v.m.
Und übrigens: gerade am Beispiel der Evolutionsforschung der Religion ist mir bewusst geworden, dass das Internet längst zum unverzichtbaren Werkzeug der interdisziplinären Zusammenarbeit geworden ist. Ohne Pages und Blogs wäre es inzwischen fast unmöglich, den Überblick über die Erkenntnisse der Dutzenden beteiligten Disziplinen zu behalten und den Kontakt zu den Kollegen zu pflegen - bis hin dann auch zu RL-Besuchen, beispielsweise eines kanadischen Kollegen hier in Stuttgart vor zwei Wochen. Die Evolutionary Religious Studies hätte es in ihrer heutigen Form noch vor zwei Jahrzehnten wahrscheinlich gar nicht geben können...

Also, ja, ich blogge weiter!
Eine Änderung...
...bin ich dem Zeitbudget und den Rückmeldungen guter Freunde ("Soviel kann keiner lesen!") aber schuldig: zukünftig soll es nicht mehr täglich (außer Sonntags) einen Blogbeitrag geben, sondern jeweils Montag, Mittwoch und Freitag.
Ihnen noch einmal herzlichen Dank, alles Gute für 2008 und uns allen weiterhin viel Freude und Interessantes in der Blogosphäre!
(-:
Michael Blume
www.blume-religionswissenschaft.de
blume-religionswissenschaft - 7. Jan, 06:38
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