Rabbiner Walter Homolka zu Judentum & Islam
Dr. Walter Homolka (geb. 1964) ist deutscher Rabbiner, seit 2002 Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs an der Universität Potsdam zur Ausbildung von Rabbinern und Kantoren und seit 2005 Vorstandsmitglied der "World Union for Progressive Judaism". Am 30. April erhält er (zur Honorarprofessur in Potsdam) auch den Ehrendoktor des Hebrew Union College New York. Das (auch insgesamt lesenswerte) Interview führte er als Mitglied im Gesprächskreis "Juden und Christen" des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.
Zitat:
"Wo Christen das Judentum vereinnahmen wollen, werden wir verstärkt auf die enge Verbundenheit des Judentums mit dem muslimischen Halbbruder hinweisen müssen."
Quelle:
Herder Korrespondenz 04/2009, "Frage der inneren Nähe" (Interview), S. 179 - 183, Zitat S. 182
Hinweis:
Wer nicht nur über, sondern mit Muslimen auf seriöser, (islam-)wissenschaftlicher Basis informiert werden möchte, dem empfehle ich den Chronolog "Der Islam" von Hussein Hamdan.
Zitat:
"Wo Christen das Judentum vereinnahmen wollen, werden wir verstärkt auf die enge Verbundenheit des Judentums mit dem muslimischen Halbbruder hinweisen müssen."
Quelle:
Herder Korrespondenz 04/2009, "Frage der inneren Nähe" (Interview), S. 179 - 183, Zitat S. 182
Hinweis:
Wer nicht nur über, sondern mit Muslimen auf seriöser, (islam-)wissenschaftlicher Basis informiert werden möchte, dem empfehle ich den Chronolog "Der Islam" von Hussein Hamdan.
blume-religionswissenschaft - 2. Apr, 06:44
19 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
ElsaLaska - 2. Apr, 18:08
Könntest du bitte das Zitat noch erläutern, Michael? Wo sieht denn Dr. Homolka konkret eine Vereinnahmung des Judentums durch die Christen?
Ich kann mit dem Zitat sonst schlecht etwas anfangen.
Danke.
Ich kann mit dem Zitat sonst schlecht etwas anfangen.
Danke.
blume-religionswissenschaft - 2. Apr, 18:33
Er wehrte sich...
...dagegen, dass immer wieder vom "jüdisch-christlichen Abendland" u.ä. gesprochen wurde und also so getan wurde, als ob sich Judentum und Christentum automatisch näher stünden als Judentum und Islam bzw. als ob das Judentum nur eine Vorform des Christentums sei. (Das war ein bissel, was er bei der derzeitigen Position des Vatikans, nicht aber vieler Dialogaktiver in den Ländern, bedauerte.)
Herzliche Grüße!
Herzliche Grüße!
ElsaLaska - 2. Apr, 19:04
Da kann ich dann dem Rabbi noch weniger folgen. So sehr ich natürlich begrüße, wenn er sich vermehrt mit dem Islam austauschen möchte, als Tatsache als solche.
Da Jesus selbst Jude war, Mutter Maria Jüdin und die Jünger und die Apostel selbst auch in erster Linie Juden, verstehe ich nicht, wie man NICHT vom jüdisch-christlichen Abendland sprechen sollte.
Ich will ihm ja gerne den Gefallen tun, wenn dies aus Gründen irgendwelcher Empfindlichkeiten jetzt politisch korrekt sein sollte, intellektuell folgen kann ich ihm jedoch nicht und es entspricht auch nicht meinem eigenen, positiven Verhältnis zum Judentum, das Christentum davon als vollständig losgelöst zu betrachten. Wenn aber Dr. Homolka der Meinung ist, es gebe mehr Basis mit dem Islam, wo Allah ja auch keinen Sohn hatte - ist das wie gesagt, aus Sicht des jüdisch-islamischen Dialoges ja gerne zu begrüßen, aber ich sehe wirklich keine Vereinnahmung des Judentums, wenn ich die historische Wahrheit konstatiere, dass Jesus gläubiger Jude war.
*wiegt den Kopf
LG
Elsa
Da Jesus selbst Jude war, Mutter Maria Jüdin und die Jünger und die Apostel selbst auch in erster Linie Juden, verstehe ich nicht, wie man NICHT vom jüdisch-christlichen Abendland sprechen sollte.
Ich will ihm ja gerne den Gefallen tun, wenn dies aus Gründen irgendwelcher Empfindlichkeiten jetzt politisch korrekt sein sollte, intellektuell folgen kann ich ihm jedoch nicht und es entspricht auch nicht meinem eigenen, positiven Verhältnis zum Judentum, das Christentum davon als vollständig losgelöst zu betrachten. Wenn aber Dr. Homolka der Meinung ist, es gebe mehr Basis mit dem Islam, wo Allah ja auch keinen Sohn hatte - ist das wie gesagt, aus Sicht des jüdisch-islamischen Dialoges ja gerne zu begrüßen, aber ich sehe wirklich keine Vereinnahmung des Judentums, wenn ich die historische Wahrheit konstatiere, dass Jesus gläubiger Jude war.
*wiegt den Kopf
LG
Elsa
mona (Gast) - 2. Apr, 23:04
Abrahamitische Religionen
Micheal schreibt:
„Er (Dr. Homolka)wehrte sich dagegen, dass immer wieder vom "jüdisch-christlichen Abendland" u.ä. gesprochen wurde und also so getan wurde, als ob sich Judentum und Christentum automatisch näher stünden als Judentum und Islam bzw. als ob das Judentum nur eine Vorform des Christentums sei.“
Das Judentum wird von vielen Christen in der Tat als eine Art Vorform betrachtet. Viele meinen, da das Alte Testament das Buch der Juden und Christen ist, es im Christentum aber auch noch das Neue Testament gibt und im Judentum nicht, sei das Judentum dadurch abgewertet worden.
Auch stehen sich aus meiner Sicht Judentum und Christentum nicht zwangsläufig näher, als Judentum und Islam. Alle drei sind doch abrahamitische Religionen und gewissermaßen miteinander verwandt. Auch wenn viele Gläubige dieser Religionen, das nicht wahrhaben möchten.
Unten habe ich einen schönen Link gefunden, welchen man sich mit Dr. Homolkas Augen einmal anschauen sollte. Warum sucht man in der Religion immer das Trennende und nicht das Verbindende?
http://members.aon.at/veitschegger/texte/abrahamreligionen.htm
Gruß Mona
„Er (Dr. Homolka)wehrte sich dagegen, dass immer wieder vom "jüdisch-christlichen Abendland" u.ä. gesprochen wurde und also so getan wurde, als ob sich Judentum und Christentum automatisch näher stünden als Judentum und Islam bzw. als ob das Judentum nur eine Vorform des Christentums sei.“
Das Judentum wird von vielen Christen in der Tat als eine Art Vorform betrachtet. Viele meinen, da das Alte Testament das Buch der Juden und Christen ist, es im Christentum aber auch noch das Neue Testament gibt und im Judentum nicht, sei das Judentum dadurch abgewertet worden.
Auch stehen sich aus meiner Sicht Judentum und Christentum nicht zwangsläufig näher, als Judentum und Islam. Alle drei sind doch abrahamitische Religionen und gewissermaßen miteinander verwandt. Auch wenn viele Gläubige dieser Religionen, das nicht wahrhaben möchten.
Unten habe ich einen schönen Link gefunden, welchen man sich mit Dr. Homolkas Augen einmal anschauen sollte. Warum sucht man in der Religion immer das Trennende und nicht das Verbindende?
http://members.aon.at/veitschegger/texte/abrahamreligionen.htm
Gruß Mona
blume-religionswissenschaft - 3. Apr, 05:06
Judentum - Islam
Liebe Elsa, liebe Mona,
mir scheint es in der Tat so zu sein, dass es aus jüdischer Sicht jeweils zu Christentum und Islam besondere Verbindungslinien gibt, so dass nicht zwei gegen den dritten stehen.
So ist das Christentum direkt aus dem Judentum hervor gegangen (Jesus, Maria etc., Elsa wies darauf hin). Auf der anderen Seite wird der Abrahamssohn Ishmael als Stammvater der Araber bzw. Muslime biblisch ausdrücklich erwähnt, worauf Homolka mit dem Bezug zum "Halbbruder" ausdrücklich verweist.
Deswegen kann ich seine Intention nachvollziehen: Das Judentum ist weder nur eine Vorform des Christentums, sondern eine eigenständige und sich weiter entfaltende Weltreligion (Homolka verweist z.B. auf Rabbinerinnen sowohl im liberalen wie konservativen Judentum) und es ist ebenso wenig möglich, quasi Juden und Christen "gegen" Muslime abzusetzen, wie umgekehrt z.B. Juden und Muslime "gegen" Christen. Auch historisch gehören zu Europas Wirkungsgeschichte seit Jahrhunderten (und erst Recht in der Jetztzeit) alle drei abrahamischen Religionen.
mir scheint es in der Tat so zu sein, dass es aus jüdischer Sicht jeweils zu Christentum und Islam besondere Verbindungslinien gibt, so dass nicht zwei gegen den dritten stehen.
So ist das Christentum direkt aus dem Judentum hervor gegangen (Jesus, Maria etc., Elsa wies darauf hin). Auf der anderen Seite wird der Abrahamssohn Ishmael als Stammvater der Araber bzw. Muslime biblisch ausdrücklich erwähnt, worauf Homolka mit dem Bezug zum "Halbbruder" ausdrücklich verweist.
Deswegen kann ich seine Intention nachvollziehen: Das Judentum ist weder nur eine Vorform des Christentums, sondern eine eigenständige und sich weiter entfaltende Weltreligion (Homolka verweist z.B. auf Rabbinerinnen sowohl im liberalen wie konservativen Judentum) und es ist ebenso wenig möglich, quasi Juden und Christen "gegen" Muslime abzusetzen, wie umgekehrt z.B. Juden und Muslime "gegen" Christen. Auch historisch gehören zu Europas Wirkungsgeschichte seit Jahrhunderten (und erst Recht in der Jetztzeit) alle drei abrahamischen Religionen.
MMarheinecke - 3. Apr, 07:48
Die historische Dimension
Ich weiß nicht, ob dieser Punkt für Dr. Homolka entscheidend wichtig ist, ich jedenfalls würde, wäre ich Jude, das historische Verhältnis zwischen den drei "Halbrüdern" der abrahamitischen Religionen hinweisen.
Die Geschichte des Christentums ist zugleich die Geschichte des christlichen Antijudaismus. Auch der "weltliche" Antisemitismus, bis hin zum Vernichtungsantisemitimus Nazideutschlands, ist ohne die antijüdische Tradition des Christentums nicht vorstellbar.
Es gibt meines Erachtens zwar durchaus auch antijüdische Traditionen im Islam, und es wäre meiner Ansicht nach Wunschdenken, den arabischen Antisemitismus als "Import" aus Europa bzw. als Reaktion auf das politische Verhalten "westlicher" Staaten zu sehen - aber Alles in Allem war das Verhältnis Islam-Judentum über die Jahrhunderte hinweg weniger hasserfüllt und weitaus weniger blutig als das Verhältnis Christentum-Judentum.
Ein weiterer historischer Aspekt: das Judentum, wenn man es als Kultur ansieht, war gegenüber dem "christlichen Abendland" stets "gebend" - oft freiwillig, oft unter Druck, gar nicht so selten durch Raub.
Die Geschichte des Christentums ist zugleich die Geschichte des christlichen Antijudaismus. Auch der "weltliche" Antisemitismus, bis hin zum Vernichtungsantisemitimus Nazideutschlands, ist ohne die antijüdische Tradition des Christentums nicht vorstellbar.
Es gibt meines Erachtens zwar durchaus auch antijüdische Traditionen im Islam, und es wäre meiner Ansicht nach Wunschdenken, den arabischen Antisemitismus als "Import" aus Europa bzw. als Reaktion auf das politische Verhalten "westlicher" Staaten zu sehen - aber Alles in Allem war das Verhältnis Islam-Judentum über die Jahrhunderte hinweg weniger hasserfüllt und weitaus weniger blutig als das Verhältnis Christentum-Judentum.
Ein weiterer historischer Aspekt: das Judentum, wenn man es als Kultur ansieht, war gegenüber dem "christlichen Abendland" stets "gebend" - oft freiwillig, oft unter Druck, gar nicht so selten durch Raub.
mona (Gast) - 3. Apr, 09:07
Hier hilft nur Aufklärung!
"Die historische Dimension" ist natürlich nicht von der Hand zu weisen.
Religionen entwickeln sich aber weiter, d.h. der Zeitgeist spielt durchaus eine, wenn auch unbewusste Rolle.
Wichtig ist natürlich der Dialog auf beiden Seiten. Hier lässt man am besten Beteiligte selbst zu Wort kommen:
http://www.hagalil.com/schweiz/rundschau/inhalt/stegeman.htm
Religionen entwickeln sich aber weiter, d.h. der Zeitgeist spielt durchaus eine, wenn auch unbewusste Rolle.
Wichtig ist natürlich der Dialog auf beiden Seiten. Hier lässt man am besten Beteiligte selbst zu Wort kommen:
http://www.hagalil.com/schweiz/rundschau/inhalt/stegeman.htm
Erdlicht (Gast) - 3. Apr, 12:31
Karfreitagsgebet u. a.
Kath. Karfreitagsfürbitte für die Juden ("damit sie Jesus Christus erkennen")...
scheint Thema.
Im Weiteren sind aber u. a. auch Protestanten und Evangelikale diesbezüglich anzusehen.
Themenlinks
http://www.welt.de/welt_print/article3493603/Hoffnung-auf-das-Heil.html
http://www.idea.de/index.php?id=181&tx_ttnews[tt_news]=72908&tx_ttnews[backPid]=181&cHash=33621af4bd
http://blog.jewish-dating.de/category/judenmission/
Missionierung wird von Juden als Kulturzerstörung betrachtet. Entsprechendes muss so aufgefasst werden. Denn man könnte ja ansonsten ebensogut ausdrücklich für Parsen, Voodoo etc., beten. Real ist egoistischer Hintergrund zu diesen Gebeten.
Juden sehen teilweil im Christentum eine völlige andere Religion. Ebenso gibt es Christen, welche den Tanach ablehnen, angeben Jesus sei kein Jude gewesen, usw..U. u.hängen sie Verschwörungstheorien an.
Judentum und Islam verbindet der Höchste, Eine und Einzige, der ganzen Erde (Helfer, Streiter, Retter, Mittler. Erbarmer,...) Insgesamt hat Gott im Koran 99 Gottesnamen.
Der Name den man nennen kann - ist nicht des Ewigen Name( Lao=Tsu, Tao)
Hebr. Hashem = Name (Gott)
Gott=Geist ist biblich quasi Wasser/Wandlung/Kondensation = Licht = Gesetz = Recht/Gerechtigkeit, Wohlwollen, goldene Regel.
Bagavadgita 7 Gesang 7
Es gibt nichts Höheres als mich.
Im ganzen Reiche der Natur
Mein Geist zieht durch die Welten sich
Wie durch die Perlen-Reihn die Schnur
(Tauperlen = Kinder des Lichts - alle Wassertröpfchen die sind, auch Nebel, Dunst, Atemtröpfchen, Schweiß, Tränen)
Himmel und Erde sich vereinigen - um süßen Tau zu regnen (Lao=Tsu, Tao 32)
Das ägyptische Totenbuch erwähnt göttliche Wolken, großen Tau, die Erde und Himmel nahebringen.
Gleiche, bzw. ähnliche Gedanken sind überall viel
Jüdisch „Panim“ = Gottes Angesicht (Gesicht/Nase) zugewendet, Face to face, nicht „über“ Menschen.
Gott =Geist (Joh 4,24) hat lt Überlieferung durchaus Kinder
5Mo 14,1 Davon abgesehen hat er „eingeborene“ Söhne
Eingeboren = Beschnittene. Beschneidung an Herz und Fleisch = Vorhaut (1Mo 17,13 Hes 44,7 Hes 44,9) war wesentlich. Herz meint das innere Sprechen=Denken/Fühlen im Gehirn.
Christlicher Spezialglaube ist für Außenbetrachter schwierig.
Sohn, bzw. auch Christus, galt bereits 200 Jahre vor Jesus ganz Israel. Jungfrauengeburt war nicht prophezeit, Menschenopfer abgeschafft. Prophezeiter Weltretter sollte Mensch, kein Gott sein. Ein Mensch, der am Holz starb, galt lt. Mosebücher von Gott verflucht. Wäre Gott gestorben, hätte der christliche Teufel (nicht mit Satan identisch) ihn nicht mehr aufstehen lassen und die Welt wäre ins Nichts gefallen. Es gibt wirklich Vieles, wo die Argumente, je nach Herangehensweise, auf jüdischer und muslimischer Seite, die Besseren scheinen.
Mit Thema Vorhautbeschneidung, Zeichen des Bundes, war biblich überliefert die erste Spaltung unter Anhänger von Jesus, nach dem dieser, wie auch immer, von Dannen war. Jesus hatte aber das Gesetz nicht abgeschafft, es nur nicht über Menschen gestellt. Und mir scheint das war grundsätzlich auch nicht die Praxis im Judentum. Das Judentum tritt an Andersgläubige mit bedeutend weniger Erwartungen heran wie gerade Christentum gegenüber Judentum.
Im og. Ideal-Artikel erwartet EKD, das Juden missionieren und taufen.;-) Kopfschüttel!
Johannes taufte nicht. Im Judentum war/ist Selbstuntertauchen (heute in der Mikwe) üblich. Der Jesus unterstellten Taufformel haben die Apostel scheinbar nicht gehorscht.
Ein Testamentvollstrecker kann keinen Bund (Neues Testament) machen, wenn er alten Bund nicht aufgehoben hat. Und andere können auch nur neuen Bund machen, wenn Gott gestorben ist.
Paulus, der Jesus nicht persönlich kannte, widersprüchlich geschildertes Damaskuserlebnis hatte, legte keinen Wert auf Beschneidung. Beschneidung wird Missionierung Andergläubiger behindert haben, vermute ich. Unter Paulus, in Antiochen, wurden Juden zu Christen.
Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, älteste christliche Kirche überhauptist den Beschlüssen des Konzils von Chalcedon (451) mit denen Christus zum wahren Gott und wahren Menschen wurde nicht gefolgt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Syrisch-Orthodoxe_Kirche_von_Antiochien
Gott = aramisch Ithea/ Elohim/Alohim/Alaha
Allah ist von Letzterem abgeleitet. Das wird aber bspw. von Evangelikalen in der Regel nicht akzeptiert.
Ich meine, Gott=Geist ist einer und einzig in allen. Der Mensch ist Offenbarungsform
Die Bhagavad Gita (neunter Gesang, lehrt dies auch
„Erkenntnisblind verehren sie, dem Scheine folgend statt dem Sein, die niedere Offenbarungsform, in der ich ihnen mich genaht.“
Auf der anderen Seite sindaber die, welche Götter verehren akzeptiert.
Alle sind Gottes Kinder = Götter. Das Äußere ist wie das Innere. Alles zusammen ist Gott, hat jeweils den Wissenstand den alle zusammen haben.
Morgen- oder Abendland, ist mir egal. Mittagsland ist das Beste. :-)
Begründung: Mittags, wenn die Sonne am höchsten steht, ist das meiste blaue Licht = Himmelreich/Arzt. Mittagsland ist örtlich, zeitlich, natürlich nicht für alle gleich festlegbar.
scheint Thema.
Im Weiteren sind aber u. a. auch Protestanten und Evangelikale diesbezüglich anzusehen.
Themenlinks
http://www.welt.de/welt_print/article3493603/Hoffnung-auf-das-Heil.html
http://www.idea.de/index.php?id=181&tx_ttnews[tt_news]=72908&tx_ttnews[backPid]=181&cHash=33621af4bd
http://blog.jewish-dating.de/category/judenmission/
Missionierung wird von Juden als Kulturzerstörung betrachtet. Entsprechendes muss so aufgefasst werden. Denn man könnte ja ansonsten ebensogut ausdrücklich für Parsen, Voodoo etc., beten. Real ist egoistischer Hintergrund zu diesen Gebeten.
Juden sehen teilweil im Christentum eine völlige andere Religion. Ebenso gibt es Christen, welche den Tanach ablehnen, angeben Jesus sei kein Jude gewesen, usw..U. u.hängen sie Verschwörungstheorien an.
Judentum und Islam verbindet der Höchste, Eine und Einzige, der ganzen Erde (Helfer, Streiter, Retter, Mittler. Erbarmer,...) Insgesamt hat Gott im Koran 99 Gottesnamen.
Der Name den man nennen kann - ist nicht des Ewigen Name( Lao=Tsu, Tao)
Hebr. Hashem = Name (Gott)
Gott=Geist ist biblich quasi Wasser/Wandlung/Kondensation = Licht = Gesetz = Recht/Gerechtigkeit, Wohlwollen, goldene Regel.
Bagavadgita 7 Gesang 7
Es gibt nichts Höheres als mich.
Im ganzen Reiche der Natur
Mein Geist zieht durch die Welten sich
Wie durch die Perlen-Reihn die Schnur
(Tauperlen = Kinder des Lichts - alle Wassertröpfchen die sind, auch Nebel, Dunst, Atemtröpfchen, Schweiß, Tränen)
Himmel und Erde sich vereinigen - um süßen Tau zu regnen (Lao=Tsu, Tao 32)
Das ägyptische Totenbuch erwähnt göttliche Wolken, großen Tau, die Erde und Himmel nahebringen.
Gleiche, bzw. ähnliche Gedanken sind überall viel
Jüdisch „Panim“ = Gottes Angesicht (Gesicht/Nase) zugewendet, Face to face, nicht „über“ Menschen.
Gott =Geist (Joh 4,24) hat lt Überlieferung durchaus Kinder
5Mo 14,1 Davon abgesehen hat er „eingeborene“ Söhne
Eingeboren = Beschnittene. Beschneidung an Herz und Fleisch = Vorhaut (1Mo 17,13 Hes 44,7 Hes 44,9) war wesentlich. Herz meint das innere Sprechen=Denken/Fühlen im Gehirn.
Christlicher Spezialglaube ist für Außenbetrachter schwierig.
Sohn, bzw. auch Christus, galt bereits 200 Jahre vor Jesus ganz Israel. Jungfrauengeburt war nicht prophezeit, Menschenopfer abgeschafft. Prophezeiter Weltretter sollte Mensch, kein Gott sein. Ein Mensch, der am Holz starb, galt lt. Mosebücher von Gott verflucht. Wäre Gott gestorben, hätte der christliche Teufel (nicht mit Satan identisch) ihn nicht mehr aufstehen lassen und die Welt wäre ins Nichts gefallen. Es gibt wirklich Vieles, wo die Argumente, je nach Herangehensweise, auf jüdischer und muslimischer Seite, die Besseren scheinen.
Mit Thema Vorhautbeschneidung, Zeichen des Bundes, war biblich überliefert die erste Spaltung unter Anhänger von Jesus, nach dem dieser, wie auch immer, von Dannen war. Jesus hatte aber das Gesetz nicht abgeschafft, es nur nicht über Menschen gestellt. Und mir scheint das war grundsätzlich auch nicht die Praxis im Judentum. Das Judentum tritt an Andersgläubige mit bedeutend weniger Erwartungen heran wie gerade Christentum gegenüber Judentum.
Im og. Ideal-Artikel erwartet EKD, das Juden missionieren und taufen.;-) Kopfschüttel!
Johannes taufte nicht. Im Judentum war/ist Selbstuntertauchen (heute in der Mikwe) üblich. Der Jesus unterstellten Taufformel haben die Apostel scheinbar nicht gehorscht.
Ein Testamentvollstrecker kann keinen Bund (Neues Testament) machen, wenn er alten Bund nicht aufgehoben hat. Und andere können auch nur neuen Bund machen, wenn Gott gestorben ist.
Paulus, der Jesus nicht persönlich kannte, widersprüchlich geschildertes Damaskuserlebnis hatte, legte keinen Wert auf Beschneidung. Beschneidung wird Missionierung Andergläubiger behindert haben, vermute ich. Unter Paulus, in Antiochen, wurden Juden zu Christen.
Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, älteste christliche Kirche überhauptist den Beschlüssen des Konzils von Chalcedon (451) mit denen Christus zum wahren Gott und wahren Menschen wurde nicht gefolgt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Syrisch-Orthodoxe_Kirche_von_Antiochien
Gott = aramisch Ithea/ Elohim/Alohim/Alaha
Allah ist von Letzterem abgeleitet. Das wird aber bspw. von Evangelikalen in der Regel nicht akzeptiert.
Ich meine, Gott=Geist ist einer und einzig in allen. Der Mensch ist Offenbarungsform
Die Bhagavad Gita (neunter Gesang, lehrt dies auch
„Erkenntnisblind verehren sie, dem Scheine folgend statt dem Sein, die niedere Offenbarungsform, in der ich ihnen mich genaht.“
Auf der anderen Seite sindaber die, welche Götter verehren akzeptiert.
Alle sind Gottes Kinder = Götter. Das Äußere ist wie das Innere. Alles zusammen ist Gott, hat jeweils den Wissenstand den alle zusammen haben.
Morgen- oder Abendland, ist mir egal. Mittagsland ist das Beste. :-)
Begründung: Mittags, wenn die Sonne am höchsten steht, ist das meiste blaue Licht = Himmelreich/Arzt. Mittagsland ist örtlich, zeitlich, natürlich nicht für alle gleich festlegbar.
blume-religionswissenschaft - 4. Apr, 21:44
@ MMarheicke: Judentum
Ja, da stimmen wir überein. Wobei auch jüdische Traditionen (bis hin zu Ausprägungen von Chanukka, Purim etc.) viel stärker durch ihre christliche Umwelt geprägt wurden, als es die Überlieferung Glauben macht! Sehr schön und überraschend zu lesen: "Wie es sich christelt so jüdelt es sich" von Rabbi Michael Hilton (leider bei amazon schon vergriffen).
http://www.amazon.de/Wie-sich-christelt-j%C3%BCdelt/dp/3934658008
http://www.amazon.de/Wie-sich-christelt-j%C3%BCdelt/dp/3934658008
ElsaLaska - 3. Apr, 10:50
Naja. Ja abrahamitische Religionen, selbstverständlich.
Dennoch finde ich es reichlich merkwürdig, einen interreligiösen Dialog führen zu wollen mit der einen Religion, weil mich die andere zu sehr vereinnahmt.
Was soll denn das für ein Motiv sein?
Daneben zeugt es auch nicht gerade von einem echten Interesse an wirklichem Dialog. Ich kann ebensowenig den einen vorwerfen, sie seien defizitär, wie auch den anderen, sie hätten ja ein "surplus".
Aber gut, manche Auffassungen von Dialog kongruieren wohl nicht mit den meinen ...
*kopfschüttelnd ab*
Dennoch finde ich es reichlich merkwürdig, einen interreligiösen Dialog führen zu wollen mit der einen Religion, weil mich die andere zu sehr vereinnahmt.
Was soll denn das für ein Motiv sein?
Daneben zeugt es auch nicht gerade von einem echten Interesse an wirklichem Dialog. Ich kann ebensowenig den einen vorwerfen, sie seien defizitär, wie auch den anderen, sie hätten ja ein "surplus".
Aber gut, manche Auffassungen von Dialog kongruieren wohl nicht mit den meinen ...
*kopfschüttelnd ab*
blume-religionswissenschaft - 4. Apr, 21:41
Tut er das?
Hallo Elsa,
wenn er es so gesagt hätte, hättest Du sicher Recht! Aber Homolka sagt doch gar nicht, dass er wegen christlicher Ansprüche erst den Dialog mit Muslimen suchen wolle - sondern dass Juden (gerade auch gegenüber Christen) durchaus auf die "auch" bestehenden Verbindungen zum Islam hinweisen sollten. Dass also nie zwei gegen den dritten stehen sollten.
Das halte ich übrigens auch selbst so. Wenn ich z.B. mit Muslimen zu tun hatte, die allzu stark von einer christlich-islamischen Allianz auf Kosten z.B. von Juden ausgerichtet sein sollte, wies ich auf die unaufgebbare Verwurzelung unseres Glaubens in der jüdischen Tradition hin. M.E. ist es entscheidend wichtig, dass sich Dialog und Verständigung nicht schleichend gegen Dritte abkapseln. Wir sind eben nicht nur ein "jüdisch-christliches Abendland" und ich finde es gut, dass es Juden gibt, die sich solchen plumpen Ausgrenzungsversuchen gegenüber anderen verschließen.
wenn er es so gesagt hätte, hättest Du sicher Recht! Aber Homolka sagt doch gar nicht, dass er wegen christlicher Ansprüche erst den Dialog mit Muslimen suchen wolle - sondern dass Juden (gerade auch gegenüber Christen) durchaus auf die "auch" bestehenden Verbindungen zum Islam hinweisen sollten. Dass also nie zwei gegen den dritten stehen sollten.
Das halte ich übrigens auch selbst so. Wenn ich z.B. mit Muslimen zu tun hatte, die allzu stark von einer christlich-islamischen Allianz auf Kosten z.B. von Juden ausgerichtet sein sollte, wies ich auf die unaufgebbare Verwurzelung unseres Glaubens in der jüdischen Tradition hin. M.E. ist es entscheidend wichtig, dass sich Dialog und Verständigung nicht schleichend gegen Dritte abkapseln. Wir sind eben nicht nur ein "jüdisch-christliches Abendland" und ich finde es gut, dass es Juden gibt, die sich solchen plumpen Ausgrenzungsversuchen gegenüber anderen verschließen.
Erdlicht (Gast) - 5. Apr, 05:20
Erew Pessach, 14. Nissan 5769
Erew Pessach, 14. Nissan 5769
= Rüsttag, Abend vor Pessach, Mittwoch 08 April 2009 . Anders wie in der Kirche ist dies bei Juden kein beweglicher Feiertag.
Seder (Ordnung) beginnt nach Anbruch der Dunkelheit
Die 15 Schritte des Seders
http://www.chabadberlin.de/library/article_cdo/aid/856258/jewish/Der-Seder.htm
In diesem Jahr fällt Birkat Hachama -“Segen für die Sonne” Erew Pessach zusammen. Dieser wird bei Sonneaufgang gesprochen.
Grundlage für Birkat Hachama
„Ein Jude, der die Sonne an ihrem Wendepunkt beobachtet, muss folgenden Segen sprechen: “Gesegnet seist Du, der die Werke der Schöpfung wiederholt.” Wann passiert das? Abaya sagt: jedes 28. Jahr. wenn der Kreislauf von Neuem beginnt und die Nissan Tag- und Nachtgleiche in den Saturn fällt.
Talmud, Rabbi Abbaja Traktat Brachot 59b
http://www.chabadberlin.de/library/article_cdo/aid/830079/jewish/FAQs.htm
Der vollständige Gebetstext in Hebräisch und Deutsch
http://www.chabadberlin.de/library/article_cdo/aid/845829/jewish/Text.htm
Namaste
PS: Bezeichnete Seieten sind nicht "das" Judentum. Es gibt auch dort unterschiedliche Richtungen.
= Rüsttag, Abend vor Pessach, Mittwoch 08 April 2009 . Anders wie in der Kirche ist dies bei Juden kein beweglicher Feiertag.
Seder (Ordnung) beginnt nach Anbruch der Dunkelheit
Die 15 Schritte des Seders
http://www.chabadberlin.de/library/article_cdo/aid/856258/jewish/Der-Seder.htm
In diesem Jahr fällt Birkat Hachama -“Segen für die Sonne” Erew Pessach zusammen. Dieser wird bei Sonneaufgang gesprochen.
Grundlage für Birkat Hachama
„Ein Jude, der die Sonne an ihrem Wendepunkt beobachtet, muss folgenden Segen sprechen: “Gesegnet seist Du, der die Werke der Schöpfung wiederholt.” Wann passiert das? Abaya sagt: jedes 28. Jahr. wenn der Kreislauf von Neuem beginnt und die Nissan Tag- und Nachtgleiche in den Saturn fällt.
Talmud, Rabbi Abbaja Traktat Brachot 59b
http://www.chabadberlin.de/library/article_cdo/aid/830079/jewish/FAQs.htm
Der vollständige Gebetstext in Hebräisch und Deutsch
http://www.chabadberlin.de/library/article_cdo/aid/845829/jewish/Text.htm
Namaste
PS: Bezeichnete Seieten sind nicht "das" Judentum. Es gibt auch dort unterschiedliche Richtungen.
ElsaLaska - 5. Apr, 14:16
Lieber Michael,
Dr. Homolka beklagt sich u.a. darüber, dass Benedikt letztes Jahr in der Osternacht den italienischen Journalisten und Ex-Muslim Magdi Allam getauft hat und befürchtet, dass er bald einen Juden taufen wird.
Ich frage dich: Was soll das bitteschön? Soll jetzt jeder Angehörige einer anderen "abrahamitischen Religion" Dr. Homolka um Erlaubnis fragen, ob er zum Christentum konversieren darf und am besten dann noch der Hl. Vater selbst anfragen, ob Dr. Homolka damit einverstanden ist?
Menschen konvertieren zum Christentum, sogar hin und wieder Menschen jüdischen Glaubens - das ist deren Privatsache.
Ebenso konversieren Menschen zum jüdischen Glauben, oder zum Islam.
Nur, wenn der Hl. Vater einen Muslim tauft, ist das jetzt plötzlich Stein des Anstosses im Namen des "interreligiösen Dialoges", dem ein solcher Vorgang natürlich nur schadet - aus Sicht eines Dr. Homolka.
Also sollen wir Christen aufhören, andere zu taufen, wenn sie uns darum bitten oder wie möchte er das genau haben?
*immer noch am Kopfschütteln
Dr. Homolka beklagt sich u.a. darüber, dass Benedikt letztes Jahr in der Osternacht den italienischen Journalisten und Ex-Muslim Magdi Allam getauft hat und befürchtet, dass er bald einen Juden taufen wird.
Ich frage dich: Was soll das bitteschön? Soll jetzt jeder Angehörige einer anderen "abrahamitischen Religion" Dr. Homolka um Erlaubnis fragen, ob er zum Christentum konversieren darf und am besten dann noch der Hl. Vater selbst anfragen, ob Dr. Homolka damit einverstanden ist?
Menschen konvertieren zum Christentum, sogar hin und wieder Menschen jüdischen Glaubens - das ist deren Privatsache.
Ebenso konversieren Menschen zum jüdischen Glauben, oder zum Islam.
Nur, wenn der Hl. Vater einen Muslim tauft, ist das jetzt plötzlich Stein des Anstosses im Namen des "interreligiösen Dialoges", dem ein solcher Vorgang natürlich nur schadet - aus Sicht eines Dr. Homolka.
Also sollen wir Christen aufhören, andere zu taufen, wenn sie uns darum bitten oder wie möchte er das genau haben?
*immer noch am Kopfschütteln
mona (Gast) - 5. Apr, 17:00
Heikle Mission
Untenstehend der Link zum Zeitungsartikel, auf dem man sich hier wohl bezogen hat:
http://www.welt.de/welt_print/article3493603/Hoffnung-auf-das-Heil.html
Einen Juden taufen zu wollen ist eine äußerst heikle Sache, da man es hier mit der bereits oben angesprochenen "historischen Dimension" zu tun bekäme. Juden empfinden nämlich die Judenmission von christlicher Seite aus, als Fortsetzung des Holocaust mit anderen Mitteln.
Interessant dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Judenmission
Gruß Mona
http://www.welt.de/welt_print/article3493603/Hoffnung-auf-das-Heil.html
Einen Juden taufen zu wollen ist eine äußerst heikle Sache, da man es hier mit der bereits oben angesprochenen "historischen Dimension" zu tun bekäme. Juden empfinden nämlich die Judenmission von christlicher Seite aus, als Fortsetzung des Holocaust mit anderen Mitteln.
Interessant dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Judenmission
Gruß Mona
blume-religionswissenschaft - 5. Apr, 20:24
@ Elsa: Kopfschütteln ;-)
Liebe Elsa,
naja, weder Du noch ich müssen doch alles gut finden, was Rabbi Homolka tut oder sagt - ebensowenig, wie er alles gut finden muss, was der Papst tut oder sagt. Homolka sieht in dieser öffentlichen Taufe wohl eher eine kämpferische Missionsaussage (@mona hat darauf mit interessanten Links hingewiesen), viele Christen dagegen eine wichtige Betonung der Religionsfreiheit auch gegenüber Einschüchterungsversuchen. Dialog wäre doch langweilig und im Übrigen auch unnötig, wenn es keine Unterschiede in Positionen und Wahrnehmungen gebe. Wusstest Du übrigens, dass auch das Kopfschütteln in einigen Kulturen (z.B. Indiens) eine Bejahung bedeuten kann? Es ist völlig menschlich, dass wir meinen, andere müßten die Welt so sehen wie wir. Der Dialog gibt uns immer wieder die Chance zu erkennen, das dem nicht so ist. Lerneffekte und Aufregung finden sich dabei oft dicht beieinander. (Und das geht mir auch noch nach Jahren und Hunderten Dialog-Terminen so...)
Herzliche Grüße, frohe Osterwoche!
naja, weder Du noch ich müssen doch alles gut finden, was Rabbi Homolka tut oder sagt - ebensowenig, wie er alles gut finden muss, was der Papst tut oder sagt. Homolka sieht in dieser öffentlichen Taufe wohl eher eine kämpferische Missionsaussage (@mona hat darauf mit interessanten Links hingewiesen), viele Christen dagegen eine wichtige Betonung der Religionsfreiheit auch gegenüber Einschüchterungsversuchen. Dialog wäre doch langweilig und im Übrigen auch unnötig, wenn es keine Unterschiede in Positionen und Wahrnehmungen gebe. Wusstest Du übrigens, dass auch das Kopfschütteln in einigen Kulturen (z.B. Indiens) eine Bejahung bedeuten kann? Es ist völlig menschlich, dass wir meinen, andere müßten die Welt so sehen wie wir. Der Dialog gibt uns immer wieder die Chance zu erkennen, das dem nicht so ist. Lerneffekte und Aufregung finden sich dabei oft dicht beieinander. (Und das geht mir auch noch nach Jahren und Hunderten Dialog-Terminen so...)
Herzliche Grüße, frohe Osterwoche!
Erdlicht (Gast) - 5. Apr, 22:16
Betröppler und Betröppelte...
Tgl waschen, Zähne putzen, ausreichend Wasser trinken, ist besser. Zur Salbung empfehle ich Haarkräftigungsmittel mit Bestandteilen Olivenöl, Myrrhe, Zimt, Kalmus und Cassia.
Und dann kann man wie neugeboren, fröhlich aufstehen, egal ob mit Ostera oder sonst noch wem.
Im Übrigen:
Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach. Amos 5, 24
Menschenrecht Wasser
http://www.unesco.de/2086.html?&L=0
Weltwassertag
Der politische Wille fehlt
Von Marianne Alker und Matthias Krause | © ZEIT ONLINE, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik 24.3.2009 - 09:52 Uhr
....Der in der letzten Woche beim Welt-Wasser-Forum in Istanbul vorgestellte Bericht der Vereinten Nationen warnt eindringlich vor dem Ausmaß der Probleme: Insbesondere in den Entwicklungsländern werden sich Wassermangel und die Konkurrenz um die lebenswichtige Ressource verschärfen.
http://www.zeit.de/online/2009/13/weltwassertag-ressourcen-schutz
World Water Day 2009
Creating New Water Sources for Israel
http://www.kkl.org.il/kkl/english/main_subject/water%20in%20israel/world%20water%20day%202009-1.x
Ryan MC Wie Wasser
http://www.youtube.com/watch?v=GR7qlxyDOeE
Selam Shalom Shlomo - a "Peace Song" - not only for Ethiopia
Hoffe das Filmchen ist statthaft, funktioniiert hier.
Und dann kann man wie neugeboren, fröhlich aufstehen, egal ob mit Ostera oder sonst noch wem.
Im Übrigen:
Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach. Amos 5, 24
Menschenrecht Wasser
http://www.unesco.de/2086.html?&L=0
Weltwassertag
Der politische Wille fehlt
Von Marianne Alker und Matthias Krause | © ZEIT ONLINE, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik 24.3.2009 - 09:52 Uhr
....Der in der letzten Woche beim Welt-Wasser-Forum in Istanbul vorgestellte Bericht der Vereinten Nationen warnt eindringlich vor dem Ausmaß der Probleme: Insbesondere in den Entwicklungsländern werden sich Wassermangel und die Konkurrenz um die lebenswichtige Ressource verschärfen.
http://www.zeit.de/online/2009/13/weltwassertag-ressourcen-schutz
World Water Day 2009
Creating New Water Sources for Israel
http://www.kkl.org.il/kkl/english/main_subject/water%20in%20israel/world%20water%20day%202009-1.x
Ryan MC Wie Wasser
http://www.youtube.com/watch?v=GR7qlxyDOeE
Selam Shalom Shlomo - a "Peace Song" - not only for Ethiopia
Hoffe das Filmchen ist statthaft, funktioniiert hier.
Erdlicht (Gast) - 6. Apr, 12:39
Konversierung, Konvertierung, Konservierung
Konversierung =sich gut unterhalten, nicht Gleiches wie Konvertierung = in andere Glaubensgemeinschaft übertreten, kann Gesamtes auch Konservierung =
Maßname gegen Veränderungen werden. :-)
Mögliche Ursache zu den Schlussfolgerungen "Zwangstaufe von Juden" liegen scheinbar u. a. in Antijüdischen Tendenzen des Magdi
Magdi Allam: Querfront in Italien
http://www.hagalil.com/archiv/2003/11/italien.htm
Erregung durch Reize erfolgt grundsätzlich mit unmittelbarem Geschehen, Sinnes/Gehirnfunktiones- und Verarbeitungsfähigkeit.Wahrnehmung erfolgt aber auch in Abgleich zu bereits selbst Erlebten, bzw. auch übermittelten Erlebnisse der Eltern, Lehrer, Gruppe, etc.
Was ein Mensch, denkt, fühlt ist insoweit auch von Gestern abhängig. Ob das was betroffen macht/e, Überreaktion oder normale Antwort auf unnormale Situation war/ ist,
ist dann wieder Sache des Betrachters.
Im Hinblick Juden hat Solches Gewicht, dank Geschichte. Semitismus, abgeleitet von semitische Sprache, meint Arabisch, Hebräisch, Aramäisch. Hebräisch wurde und wird in Synagogen gesprochen. Das überlieferter Paulus nichts gegen die Sprache hatte, ist anzunehmen.
Im Übrigen hatte er eher eine Hirnerleuchtung wie eine Erleuchtung des Herzens. Vielleicht Epilepsie?
Zwangs/Nottaufe ging Kirchengeschichtlich mit Vernichtungsdrohung einher. Kirche, in Nazizeit insgesamt ca. 97/98 % Mitglieder in Deutschland war weitgehend Anonymität.
Das öffentliche Karfreitagsgebet mit Bitte um Erleuchtung der Juden zur Erkenntnis Christi, „des Retters aller Menschen" fällt in die Zeit von
Pessach. Und hier wird nicht nur an Auszug aus Ägypten, sondern auch an Shoa erinnert. In bezeichnetem kath. Gebet wurde im Mittelalter Juden Reuelosigkeit, Verdorbenheit unterstellt, letztlich mit Bezug auf Gottesmörder. Verdummte glauben noch heute so.
Hillel, Pharisäer, bis ca. 9 n. d. Z. äußerte zu einem Fremden, der wissen wollte, was er zur Konvertierung ins Judentum zu tun habe,, mit Rückgriff auf
3. Mo., 19,18 „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu. Das ist die ganze Tora, alles andere ist Kommentierung.."
Dem Fremden/Andersgläubigen ist im Judentum Nahrung und Kleidung zu geben. Nach jüdischer Auffassung genügt betreffend der Anderen Einhalten wollen der 7 noachidische Gebote.
http://de.wikipedia.org/wiki/Noachidische_Gebote
Das ist weniger wie 10 Gebote. Damit gilt jeder Andersgläubige in jüdischer Auffassung vor Gott gerecht. Das andere religiöse Bestimmungen einhalten, die jüdisch sind, ist nicht erwartet. Die Gerechten aus den Völkern haben einen Platz in der kommenden Welt. (Talmud) Dazu wurden namentlich die erklärt, welche im zweiten Weltkrieg nachweislich unter persönlichem Risiko Juden retteten, keine Gegenleistung dafür verlangten.
Will ein Andersgläubiger ins Judentum konvertieren, erwartet ihn bei orhodoxen Juden, welche in Deutschland und Israel die Mehrheit bilden, ein langer Prozess mit viel
lernen, Juden raten meist von diesem Unternehmen ab. weil man kein künstliches Harmonisieren möchte.
Synagoge kann man ohne Mitgliedschaft besuchen und ebenso dort mit essen. Sinnvoll ist allerdings eine telefonische Anmeldung.
Dialog, soweit er Mission ist, wird von Juden tendenziell nicht gesucht.
Jüdischer Witz
Ein alter Jude ist todtraurig, zornig: sein Sohn hat sich taufen lassen.
Er wendet sich an Gott in seinem Zorn und fragt: "Herr, mein Sohn hat sich taufen lassen, was soll ich nur machen?"
Gott rät: "Machs wie ich: Mach ein NEUES TESTAMENT."
Zur Konvertierung in den Islam bedarf es nur kurzes Glaubensbekenntnis. Hier ein Film zu zwei Brüdern die konvertieren.
http://video.google.de/videoplay?docid=5698236114091924416
Allgemein erinnern mich gelesene Glaubenszeugnisse von Muslime, die übertreten, an die von 'Evangelikalen. Die können nicht so gut miteinander. Aber so viel Unterschied ist da nicht.
Ich weiß ....Hashem, im Namen aller Hashem :-)
Maßname gegen Veränderungen werden. :-)
Mögliche Ursache zu den Schlussfolgerungen "Zwangstaufe von Juden" liegen scheinbar u. a. in Antijüdischen Tendenzen des Magdi
Magdi Allam: Querfront in Italien
http://www.hagalil.com/archiv/2003/11/italien.htm
Erregung durch Reize erfolgt grundsätzlich mit unmittelbarem Geschehen, Sinnes/Gehirnfunktiones- und Verarbeitungsfähigkeit.Wahrnehmung erfolgt aber auch in Abgleich zu bereits selbst Erlebten, bzw. auch übermittelten Erlebnisse der Eltern, Lehrer, Gruppe, etc.
Was ein Mensch, denkt, fühlt ist insoweit auch von Gestern abhängig. Ob das was betroffen macht/e, Überreaktion oder normale Antwort auf unnormale Situation war/ ist,
ist dann wieder Sache des Betrachters.
Im Hinblick Juden hat Solches Gewicht, dank Geschichte. Semitismus, abgeleitet von semitische Sprache, meint Arabisch, Hebräisch, Aramäisch. Hebräisch wurde und wird in Synagogen gesprochen. Das überlieferter Paulus nichts gegen die Sprache hatte, ist anzunehmen.
Im Übrigen hatte er eher eine Hirnerleuchtung wie eine Erleuchtung des Herzens. Vielleicht Epilepsie?
Zwangs/Nottaufe ging Kirchengeschichtlich mit Vernichtungsdrohung einher. Kirche, in Nazizeit insgesamt ca. 97/98 % Mitglieder in Deutschland war weitgehend Anonymität.
Das öffentliche Karfreitagsgebet mit Bitte um Erleuchtung der Juden zur Erkenntnis Christi, „des Retters aller Menschen" fällt in die Zeit von
Pessach. Und hier wird nicht nur an Auszug aus Ägypten, sondern auch an Shoa erinnert. In bezeichnetem kath. Gebet wurde im Mittelalter Juden Reuelosigkeit, Verdorbenheit unterstellt, letztlich mit Bezug auf Gottesmörder. Verdummte glauben noch heute so.
Hillel, Pharisäer, bis ca. 9 n. d. Z. äußerte zu einem Fremden, der wissen wollte, was er zur Konvertierung ins Judentum zu tun habe,, mit Rückgriff auf
3. Mo., 19,18 „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu. Das ist die ganze Tora, alles andere ist Kommentierung.."
Dem Fremden/Andersgläubigen ist im Judentum Nahrung und Kleidung zu geben. Nach jüdischer Auffassung genügt betreffend der Anderen Einhalten wollen der 7 noachidische Gebote.
http://de.wikipedia.org/wiki/Noachidische_Gebote
Das ist weniger wie 10 Gebote. Damit gilt jeder Andersgläubige in jüdischer Auffassung vor Gott gerecht. Das andere religiöse Bestimmungen einhalten, die jüdisch sind, ist nicht erwartet. Die Gerechten aus den Völkern haben einen Platz in der kommenden Welt. (Talmud) Dazu wurden namentlich die erklärt, welche im zweiten Weltkrieg nachweislich unter persönlichem Risiko Juden retteten, keine Gegenleistung dafür verlangten.
Will ein Andersgläubiger ins Judentum konvertieren, erwartet ihn bei orhodoxen Juden, welche in Deutschland und Israel die Mehrheit bilden, ein langer Prozess mit viel
lernen, Juden raten meist von diesem Unternehmen ab. weil man kein künstliches Harmonisieren möchte.
Synagoge kann man ohne Mitgliedschaft besuchen und ebenso dort mit essen. Sinnvoll ist allerdings eine telefonische Anmeldung.
Dialog, soweit er Mission ist, wird von Juden tendenziell nicht gesucht.
Jüdischer Witz
Ein alter Jude ist todtraurig, zornig: sein Sohn hat sich taufen lassen.
Er wendet sich an Gott in seinem Zorn und fragt: "Herr, mein Sohn hat sich taufen lassen, was soll ich nur machen?"
Gott rät: "Machs wie ich: Mach ein NEUES TESTAMENT."
Zur Konvertierung in den Islam bedarf es nur kurzes Glaubensbekenntnis. Hier ein Film zu zwei Brüdern die konvertieren.
http://video.google.de/videoplay?docid=5698236114091924416
Allgemein erinnern mich gelesene Glaubenszeugnisse von Muslime, die übertreten, an die von 'Evangelikalen. Die können nicht so gut miteinander. Aber so viel Unterschied ist da nicht.
Ich weiß ....Hashem, im Namen aller Hashem :-)
ElsaLaska - 6. Apr, 23:31
Liebes erdlicht, vielen Dank für diese erhellenden Aussagen.
Ich weiß blöderweise nicht, wie alt du bist, aber ich selbst bin gerade mal eben aus dem Ei geschlüpft, habe von nichts eine Ahnung und deshalb angewiesen darauf, dass gutwillige Menschen wie du es bist mir erklären, wie die Welt und die anderen Religionen eigentlich so funktionieren.
Gott segne dich dafür.Oder Hashem. Oder Wasser.
@Michael: Ich finde es daneben, wenn jemand sich einen Dialog zwischen Juden und Christen auf die Fahnen schreibt und die Christen dann nicht Christen sein lässt. Vielleicht ist das auch schwer für Dr. Homolka und kaum zu schaffen, möglicherweise.
Aber dann soll er sich redlicherweise nicht Dialog auf die Fahnen schreiben. Denn das ist für mich kein Dialog, sondern Selbstgerechtigkeit. Scusi.
Ich weiß blöderweise nicht, wie alt du bist, aber ich selbst bin gerade mal eben aus dem Ei geschlüpft, habe von nichts eine Ahnung und deshalb angewiesen darauf, dass gutwillige Menschen wie du es bist mir erklären, wie die Welt und die anderen Religionen eigentlich so funktionieren.
Gott segne dich dafür.Oder Hashem. Oder Wasser.
@Michael: Ich finde es daneben, wenn jemand sich einen Dialog zwischen Juden und Christen auf die Fahnen schreibt und die Christen dann nicht Christen sein lässt. Vielleicht ist das auch schwer für Dr. Homolka und kaum zu schaffen, möglicherweise.
Aber dann soll er sich redlicherweise nicht Dialog auf die Fahnen schreiben. Denn das ist für mich kein Dialog, sondern Selbstgerechtigkeit. Scusi.
Erdlicht (Gast) - 7. Apr, 10:11
ElsaLaska - aus dem Ei geschlüpft
Interessant, dass du gerade aus dem Ei geschlüpft bist. War das Huhn, das Ei oder zuerst die Verpackung?
Shalom
Shalom




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