Deutsche kauften Thailänderinnen - Christen kümmern sich
Wer sich mit religionsbezogenen, demografischen Daten, Ehe- und Wanderungsstatistiken auseinandersetzt, dem fällt bald auf: In Deutschland wird seit Jahren enorm geheuchelt. Obwohl jeder mit Zwangs- und Importehen befasste Journalist und jede Wissenschaftlerin kaum an den Zahlen vorbeikommt, die belegen, dass auch z.B. deutsche Christen und Konfessionslose in großer Zahl Frauen aus armen Ländern "importier(t)en", wurde und wird so getan, als seien Ehen aus anderen als amourösen Gründen nur ein Phänomen unter Muslimen.
Ich habe mich oft gefragt, ob sich (wissenschaftliche oder mediale) Berichterstatter eigentlich geschämt haben, wenn sie Titelzeilen wie "Allahs verkaufte Töchter" schmiedeten, ihre Leser damit wohlige Schauer auf Kosten einer Minderheit bescherten - und zugleich wissentlich verschwiegen, dass auch abertausende Frauen z.B. aus buddhistischen oder postsowjetischen Ländern auch gegen Geld von nichtmuslimischen Männern nach Deutschland geholt wurden und werden. Berichte oder gar Studien über Wohl und Wehe dieser Menschen und Familien gab und gibt es so gut wie gar nicht - schließlich ereiferte sich jede Öffentlichkeit viel lieber an Zuständen "bei denen", statt auch nach den eigenen Mittelschichtfamilien zu fragen.
Ausgerechnet ein evangelikal-christliches Medienmagazin und betroffene Frauen selber haben dieses heuchlerische und letztlich frauenfeindliche Schweigen nun gebrochen. Im Porträt von Marisa Peters, verfasst von Karin Vorländer in ideaSpektrum 04/2009, S.44 heißt es klar:
"In den 80er und 90er Jahren florierte das Geschäft mit den "Thai-Frauen aus dem Katalog". Thailänderinnen galten als anpassungsfähig, gehorsam, fleißig, schön und waren entsprechend gefragt. Gegen Zahlung von bis zu 10.000 Mark konnten sich Männer, die auf dem deutschen Heiratsmarkt nicht fündig wurden, eine Frau aussuchen."
Natürlich sind nicht alle thailändisch-deutschen Ehen durch Geldzahlungen begründet wurden, sie werden sich wohl auch sehr unterschiedlich entwickelt haben und jeder Eheforscher kann bestätigen, dass auch in deutsch-deutschen Ehen ökonomische Erwägungen unausgesprochen große Rollen spielen. Nicht also die Verurteilung von Betroffenen, sondern die mitmenschliche Sorge um das Schicksal von Menschen - Frauen, Männer, Kinder - sollte eigentlich auch dann eine Rolle spielen, wenn über nichtmuslimische Frauen und Familien diskutiert wird. Doch auch von hauptberuflichen Empörern dazu: Fehlanzeige. Als ob Thailänderinnen und deren (ganz unterschiedliches) Schicksal, deren Rechte und Würde in unserem Land keine Erwähnungen wert wären...
Maßgeblich Frauen wie Marisa Peters haben nun selbst das christliche Werk "Saisampan" (thail. Freundschaft) (Homepage hier) ins Leben gerufen, das thailändisch-deutschen Familien, Frauen, Männern und Kindern beisteht. In diesem Fall sind es praktizierende Christen, die sich kümmern, wo andere nur auf Kosten von Minderheiten billige Schlagzeilen produzieren - und bewusst Fakten ausblenden, die jede ernsthafte Recherche ergäbe.
Ich habe mich oft gefragt, ob sich (wissenschaftliche oder mediale) Berichterstatter eigentlich geschämt haben, wenn sie Titelzeilen wie "Allahs verkaufte Töchter" schmiedeten, ihre Leser damit wohlige Schauer auf Kosten einer Minderheit bescherten - und zugleich wissentlich verschwiegen, dass auch abertausende Frauen z.B. aus buddhistischen oder postsowjetischen Ländern auch gegen Geld von nichtmuslimischen Männern nach Deutschland geholt wurden und werden. Berichte oder gar Studien über Wohl und Wehe dieser Menschen und Familien gab und gibt es so gut wie gar nicht - schließlich ereiferte sich jede Öffentlichkeit viel lieber an Zuständen "bei denen", statt auch nach den eigenen Mittelschichtfamilien zu fragen.
Ausgerechnet ein evangelikal-christliches Medienmagazin und betroffene Frauen selber haben dieses heuchlerische und letztlich frauenfeindliche Schweigen nun gebrochen. Im Porträt von Marisa Peters, verfasst von Karin Vorländer in ideaSpektrum 04/2009, S.44 heißt es klar:
"In den 80er und 90er Jahren florierte das Geschäft mit den "Thai-Frauen aus dem Katalog". Thailänderinnen galten als anpassungsfähig, gehorsam, fleißig, schön und waren entsprechend gefragt. Gegen Zahlung von bis zu 10.000 Mark konnten sich Männer, die auf dem deutschen Heiratsmarkt nicht fündig wurden, eine Frau aussuchen."
Natürlich sind nicht alle thailändisch-deutschen Ehen durch Geldzahlungen begründet wurden, sie werden sich wohl auch sehr unterschiedlich entwickelt haben und jeder Eheforscher kann bestätigen, dass auch in deutsch-deutschen Ehen ökonomische Erwägungen unausgesprochen große Rollen spielen. Nicht also die Verurteilung von Betroffenen, sondern die mitmenschliche Sorge um das Schicksal von Menschen - Frauen, Männer, Kinder - sollte eigentlich auch dann eine Rolle spielen, wenn über nichtmuslimische Frauen und Familien diskutiert wird. Doch auch von hauptberuflichen Empörern dazu: Fehlanzeige. Als ob Thailänderinnen und deren (ganz unterschiedliches) Schicksal, deren Rechte und Würde in unserem Land keine Erwähnungen wert wären...
Maßgeblich Frauen wie Marisa Peters haben nun selbst das christliche Werk "Saisampan" (thail. Freundschaft) (Homepage hier) ins Leben gerufen, das thailändisch-deutschen Familien, Frauen, Männern und Kindern beisteht. In diesem Fall sind es praktizierende Christen, die sich kümmern, wo andere nur auf Kosten von Minderheiten billige Schlagzeilen produzieren - und bewusst Fakten ausblenden, die jede ernsthafte Recherche ergäbe.
blume-religionswissenschaft - 28. Mrz, 06:15
21 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
mona (Gast) - 28. Mrz, 11:13
Gewalt gegen Frauen
Ich möchte anmerken, dass es auch Frauenhäuser für deutsche Frauen gibt. Gewalt gegen Frauen ist ein globales Problem.
http://www.dadalos-d.org/deutsch/menschenrechte/grundkurs_mr3/frauenrechte/warum/familie.htm
Hier wird die Deutsche Studie "Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen" vorgestellt:
http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/gleichstellung,did=120786.html
http://www.dadalos-d.org/deutsch/menschenrechte/grundkurs_mr3/frauenrechte/warum/familie.htm
Hier wird die Deutsche Studie "Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen" vorgestellt:
http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/gleichstellung,did=120786.html
Erdlicht (Gast) - 28. Mrz, 13:28
Kümmern? Missionarische Betreuung?
Missionarische Betreuung
http://www.saisampan.de/
An dies uneigennützige "kümmern" glaube ich nicht.
Shalom
http://www.saisampan.de/
An dies uneigennützige "kümmern" glaube ich nicht.
Shalom
mona (Gast) - 28. Mrz, 16:21
Uneigennützig kümmern ?
Daran glaube ich auch nicht!
Wenn von Spenden Bibeln gedruckt werden, kann es wohl so uneigennützig nicht sein.
Positiv sollte man vielleicht sehen, dass diese Paare überhaupt zu einer Gemeinschaft Zugang gefunden haben.
Gruß Mona
Wenn von Spenden Bibeln gedruckt werden, kann es wohl so uneigennützig nicht sein.
Positiv sollte man vielleicht sehen, dass diese Paare überhaupt zu einer Gemeinschaft Zugang gefunden haben.
Gruß Mona
Erdlicht (Gast) - 29. Mrz, 10:13
Paare, die nicht sind....
@ Mona, im Artikel ist von betroffenen Thailänderinnen, nicht von Paaren die Rede.
Es kann aber sein, dass evangelikale Paare daraus werden.
"Die Frau sei ihrem Mann untertan!"
Thailänderinnen eignen sich dank Prägungen.
Es kann aber sein, dass evangelikale Paare daraus werden.
"Die Frau sei ihrem Mann untertan!"
Thailänderinnen eignen sich dank Prägungen.
mona (Gast) - 29. Mrz, 13:23
Sorry war ein Schreibfehler!
Kommt daher, dass ich zuvor nach Motiven für deutsch- tailändische Ehen gegoogelt hatte.
http://books.google.de/books?id=xn_I_HlbP4MC&pg=PA332&lpg=PA332&dq=deutsch+tail%C3%A4ndische+paare&source=bl&ots=OUNORYV5HR&sig=zAK9XNei8yhtljQR3L6SzVAtUKA&hl=de&ei=HlfPSdLZBdSJsAbC4sGzCA&sa=X&oi=book_result&resnum=2&ct=result#PPA333,M1
http://books.google.de/books?id=xn_I_HlbP4MC&pg=PA332&lpg=PA332&dq=deutsch+tail%C3%A4ndische+paare&source=bl&ots=OUNORYV5HR&sig=zAK9XNei8yhtljQR3L6SzVAtUKA&hl=de&ei=HlfPSdLZBdSJsAbC4sGzCA&sa=X&oi=book_result&resnum=2&ct=result#PPA333,M1
blume-religionswissenschaft - 29. Mrz, 16:37
Laut Artikel...
...handelte es sich bei der Gruppe sowohl um thailändische Zuwanderinnen wie auch um deutsch-thailändische Paare. Dass sie im Glauben ggf. einen gemeinsamen Grund finden, kann ich nicht negativ finden. Sie sprechen die Themen, die sonst tabuisiert sind, immerhin deutlich an! Und es wäre sicher schlimmer, wären sie auch noch isoliert.
Erdlicht (Gast) - 29. Mrz, 19:53
Isoliert
@ Michael, dass sie die Themen, die sonst tabuisiert sind, immerhin deutlich ansprechen, ist unzutreffend. Irrtumslos, unfehlbarer evangelikaler Glaube isoliert.
Erdlicht (Gast) - 30. Mrz, 15:51
Was kann aus Nazareth Gutes kommen
oder der Prophet im eigenen Land zählt nicht.
Nazareth kann für die Lebzeit von Jesus nicht nachgewiesen werden. Im Übrigen sind die Aussagen aber individuell austauschbar, für Länder, Städte, Gruppen, Zeitungen, Einzelpersonen. Sobald Falschdarstellungen, Lügen, bzw. nicht übereinstimmende Handlungen mit Aussagen, aufgefallen sind, besteht Skepsis zu Weiterem.
Projektionen machen es dann auch nicht besser.
Mona´s Hinweis, mit Link, Vieles mehr, ist Nachweis, dass sich andere mit dem Problem, ThailänderInnen, auseinandersetz(t)en. Kauf/Verkauf, aus sozialer Not, sind ansonsten traditionell überall Problem, insbesondere für Frauen, dank wirtschaftlicher Lage. Das ist kein Sonderproblem. Es kann, aber muss der Liebe nicht schaden.
Sinnbillich Bettenkontrolle, für Hetero/Homo, dafür Kondomlügen, sind scheinbar für manche Ideologen wesentlicher, wie reale Gewalt gegen Kinder und Frauen, inner- und außerfamilär, beachten. Dafür geht mir das Verständnis dann gänzlich ab. In den Frömmlerkreisen wird u. U. auch noch erwartet, dass Kinder und Frauen, den Tätern, ohne Entschuldigiung derselben, vergeben.
Shalom
Nazareth kann für die Lebzeit von Jesus nicht nachgewiesen werden. Im Übrigen sind die Aussagen aber individuell austauschbar, für Länder, Städte, Gruppen, Zeitungen, Einzelpersonen. Sobald Falschdarstellungen, Lügen, bzw. nicht übereinstimmende Handlungen mit Aussagen, aufgefallen sind, besteht Skepsis zu Weiterem.
Projektionen machen es dann auch nicht besser.
Mona´s Hinweis, mit Link, Vieles mehr, ist Nachweis, dass sich andere mit dem Problem, ThailänderInnen, auseinandersetz(t)en. Kauf/Verkauf, aus sozialer Not, sind ansonsten traditionell überall Problem, insbesondere für Frauen, dank wirtschaftlicher Lage. Das ist kein Sonderproblem. Es kann, aber muss der Liebe nicht schaden.
Sinnbillich Bettenkontrolle, für Hetero/Homo, dafür Kondomlügen, sind scheinbar für manche Ideologen wesentlicher, wie reale Gewalt gegen Kinder und Frauen, inner- und außerfamilär, beachten. Dafür geht mir das Verständnis dann gänzlich ab. In den Frömmlerkreisen wird u. U. auch noch erwartet, dass Kinder und Frauen, den Tätern, ohne Entschuldigiung derselben, vergeben.
Shalom
blume-religionswissenschaft - 30. Mrz, 21:04
@ Erdlicht: Toleranz
Liebes Erdlicht,
es erstaunt mich, wie leicht Dir das Urteil über andere - z.B. evangelikale Christen - zu fallen scheint. Mir persönlich stehen dabei bisweilen die eigenen Fehler im Weg, so perfekt bin ich wohl nicht.
Obwohl: Wenn Du Dir die eigenen Beiträge anschaust - hast Du nicht auch ein sehr... eigenständiges Gottesbild (Gott = Wasser und so), das Du uns anderen durchaus missionarisch, ausführlich und wiederholt nahezubringen versuchst?
Weißt Du nicht oft auch ganz genau zu sagen, ob Jesus existiert, was er gesagt, geglaubt und gemeint hat? Und trifft Dein Urteil nicht nur diese oder jene Glaubensgemeinschaft, sondern auch andersdenkende und andersglaubende Kommentator(inn)en nicht bisweilen auch gar heftig?
In meinem Blog wünsche ich mir einfach ein Klima respektvoller Diskussionen. Pauschalurteile und Glaubensverkündigungen sind okay, wenn sie nicht überhand nehmen. Als Wolke auftreten, nicht als Wasserfall, sozusagen. ;-)
es erstaunt mich, wie leicht Dir das Urteil über andere - z.B. evangelikale Christen - zu fallen scheint. Mir persönlich stehen dabei bisweilen die eigenen Fehler im Weg, so perfekt bin ich wohl nicht.
Obwohl: Wenn Du Dir die eigenen Beiträge anschaust - hast Du nicht auch ein sehr... eigenständiges Gottesbild (Gott = Wasser und so), das Du uns anderen durchaus missionarisch, ausführlich und wiederholt nahezubringen versuchst?
Weißt Du nicht oft auch ganz genau zu sagen, ob Jesus existiert, was er gesagt, geglaubt und gemeint hat? Und trifft Dein Urteil nicht nur diese oder jene Glaubensgemeinschaft, sondern auch andersdenkende und andersglaubende Kommentator(inn)en nicht bisweilen auch gar heftig?
In meinem Blog wünsche ich mir einfach ein Klima respektvoller Diskussionen. Pauschalurteile und Glaubensverkündigungen sind okay, wenn sie nicht überhand nehmen. Als Wolke auftreten, nicht als Wasserfall, sozusagen. ;-)
Goethe (Gast) - 29. Mrz, 20:52
Schlagzeilen sind nicht immer Schlag-Zeilen!
Zitat: ... wenn sie Titelzeilen wie "Allahs verkaufte Töchter" schmiedeten ... Zitat Ende.
Wie hätte die Titelzeile Ihrer Meinung nach lauten sollen? >>Allahs verkaufte Töchter, aber so etwas kommt nicht nur dort vor, sondern auch bei ... << ??? Wenn das Thema nun einmal "Allahs verkaufte Töchter" lautet? In einem Artikel können nicht alle möglichen Eventualitäten eingeblendet werden, die es noch gibt. Denn dann würde es kein Artikel, sondern ein recht dickes Buch werden. Sicher spielt aber auch die Qualität des Printmediums eine Rolle, wie Schlagzeilen gestaltet werden. An der Tatsache, in einem Artikel über "Allahs verkaufte Töchter" zu berichten, kann ich nichts schämenswertes entdecken. Schon gar keinen Affront gegen die armen Frauen mit anderen Nationalitäten und Glaubensrichtungen, denen ein ähnlich schlimmes Schicksal widerfahren ist ...
Herzliche Grüße vom Aushilfsgoethe
Wie hätte die Titelzeile Ihrer Meinung nach lauten sollen? >>Allahs verkaufte Töchter, aber so etwas kommt nicht nur dort vor, sondern auch bei ... << ??? Wenn das Thema nun einmal "Allahs verkaufte Töchter" lautet? In einem Artikel können nicht alle möglichen Eventualitäten eingeblendet werden, die es noch gibt. Denn dann würde es kein Artikel, sondern ein recht dickes Buch werden. Sicher spielt aber auch die Qualität des Printmediums eine Rolle, wie Schlagzeilen gestaltet werden. An der Tatsache, in einem Artikel über "Allahs verkaufte Töchter" zu berichten, kann ich nichts schämenswertes entdecken. Schon gar keinen Affront gegen die armen Frauen mit anderen Nationalitäten und Glaubensrichtungen, denen ein ähnlich schlimmes Schicksal widerfahren ist ...
Herzliche Grüße vom Aushilfsgoethe
blume-religionswissenschaft - 30. Mrz, 20:54
Schlag-Zeilen
Lieber Goethe,
herzlich willkommen hier und herzliche Einladung auch in die Chronologs!
Zum Thema: Schlagzeilen wie "Allahs verkaufte Töchter" suggerieren, dass die (hier islamische) Religion ursächlich für das Phänomen wäre. Wenn ein Journalist so etwas für den Effekt schon macht, dann wäre es m.E. das Mindestgebot an Fairness und Qualität, im Text darauf hinzuweisen, dass es dieses Phänomen auch in deutschen Mittelschichten und z.B. mit konfessionslosen, christlichen und buddhistischen Beteiligten gibt. Das ist nicht nur eine ethische Frage, sondern auch schlicht Qualitäts-Mindeststandard: Wer gegen besseres Wissen Monokausalität behauptet, belügt seine Leser!
Fast noch schlimmer finde ich es aber, wenn selbst in den zu Recht angesprochenen "dicken Büchern" zum Thema wie z.B. von Necla Kelek keine Zeile dazu zu finden ist. Und Frau Kelek ist promovierte Soziologin - und niemand kann mir erzählen, dass sie die Zahlen für "Türkei" auswertete, dabei aber "Thailand" direkt daneben immer wieder übersah...
Natürlich: Stimmungen gegen Minderheiten haben sich schon immer und überall politisch und finanziell gut verkauft. Aber das muss ich nicht gut finden, dagegen kann man wenigstens versuchen aufzuklären! Goethe hat schon zu seiner Zeit genau dafür gewirkt und z.B. den Islam, die persische Dichtung u.v.m. gegen die Ignoranten seiner Tage in Schutz genommen. Und zu Recht!
herzlich willkommen hier und herzliche Einladung auch in die Chronologs!
Zum Thema: Schlagzeilen wie "Allahs verkaufte Töchter" suggerieren, dass die (hier islamische) Religion ursächlich für das Phänomen wäre. Wenn ein Journalist so etwas für den Effekt schon macht, dann wäre es m.E. das Mindestgebot an Fairness und Qualität, im Text darauf hinzuweisen, dass es dieses Phänomen auch in deutschen Mittelschichten und z.B. mit konfessionslosen, christlichen und buddhistischen Beteiligten gibt. Das ist nicht nur eine ethische Frage, sondern auch schlicht Qualitäts-Mindeststandard: Wer gegen besseres Wissen Monokausalität behauptet, belügt seine Leser!
Fast noch schlimmer finde ich es aber, wenn selbst in den zu Recht angesprochenen "dicken Büchern" zum Thema wie z.B. von Necla Kelek keine Zeile dazu zu finden ist. Und Frau Kelek ist promovierte Soziologin - und niemand kann mir erzählen, dass sie die Zahlen für "Türkei" auswertete, dabei aber "Thailand" direkt daneben immer wieder übersah...
Natürlich: Stimmungen gegen Minderheiten haben sich schon immer und überall politisch und finanziell gut verkauft. Aber das muss ich nicht gut finden, dagegen kann man wenigstens versuchen aufzuklären! Goethe hat schon zu seiner Zeit genau dafür gewirkt und z.B. den Islam, die persische Dichtung u.v.m. gegen die Ignoranten seiner Tage in Schutz genommen. Und zu Recht!
Erdlicht (Gast) - 31. Mrz, 01:23
@Michael, Toleranzverständnis?
Lieber Michael,
verstehst du was du liest? Was dir scheint, kann ich nun wirklich nicht als mein Problem betrachten.
Hast du einschließlich der von Mona eingefügten Links gelesen? Das wäre nach meinem Verständnis Qualitätsstandard. Konkrete Fragen sind auch nie falsch.
In meiner Kindheit hatte ich kath. Vermieterin, die mich manchmal schützte. Im Jugendalter hatte ich eine Ersatzmama, die mir großes Vorbild war. Es war eine Evangelikale. Deine Erscheinungen kann ich folglich nicht haben.
Davon abgesehen erwähnte ich schon an anderer Stelle, dass nicht alle Katholiken Ratzinger sind. Es stehen meines Wissens auch nicht alle Evangelikalen hinter dem Glaubensbekenntnis der Evangelischen Allianz, agieren nicht alle im Netz mit Beleidigungen, die soweit Zurechnungsfähigkeit existiert, strafrechtliches Ausmaß haben.
Im Hinblick sogenannter heiliger Texte stelle ich regelmäßig heraus, dass es Überlieferung ist. Wenn ich Dinge behauptet habe, die nicht überliefert sind, keinen Beweis vorlege, bitte ich um konkreten Hinweis. Ansonsten kann ich nichts korrigieren.
Wohlwollen und Wohlbehalten sein ist wesentlich.
Dazu verhelfen leider, nach meiner Erfahrung keine Ideen zu Überirdischen, alternativ Heiligenbilder, die nicht von Menschenhand gemalt sind, usw..
Zum von dir erwähnten Wasser existiert Wissen, zu demi ich kostenlos informiere. Bekämpfung der Wüstenbildung, Projekte der Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, sind in dem Zusammenhang für mich wichtig, weil Wasser eine kostbare und schützenswerte Lebensgrundlage ist, welche im Übrigen Klima beeinflusst. Dies und Artenschutzes, Gesundheitsvorsorge (dazu gehört auch Kondomnutzung) unterstützen, ist meine Weisung.
Wenn es dir das nicht gefallen sollte, ist das nicht meine Intoleranz.
Menschen dulden und nachweislich falsche Behauptung dulden, die sich weder mit Überlieferung, noch mit Wissen, Wissenschaft, deckt, sind in meinem Verständnis zweierlei.
Wenn ein Blogschreiber bspw. seine schadenfreudige Falschbehauptung ("90 % Kondome taugen lt. WHO nicht") trotz Korrektur, auf Homepage nicht korrigiert, anderen Medien aber unterstellt, was er selbst tut, kann er unabhängig seiner Glaubenspartei nicht im Recht und in der Gerechtigkeit sein. Wenn entgegen der Überlieferung, Jesus zum Kirchenstifter erklärt wird, stimmt auch etwas nicht.
Ich kenne im Wesentlichen die unterschiedliche Kanonisierung sogenannte hl. Texte der Religions/Konfessionsgruppen, intolerante Inhalte, einschließlich der teilweisen intoleranten Glaubensbekenntnisse, Kirchenstrafrecht, mit Verdammungsurteilen, etc.., teilweise auch passende Verhaltensweisen der Kirchenlehrer und aktuellen Anhänger. Wenn du das mit Menschenrechten und Toleranz zusammenbringst, besteht noch Erläuterungsbedarf.
Shalom
verstehst du was du liest? Was dir scheint, kann ich nun wirklich nicht als mein Problem betrachten.
Hast du einschließlich der von Mona eingefügten Links gelesen? Das wäre nach meinem Verständnis Qualitätsstandard. Konkrete Fragen sind auch nie falsch.
In meiner Kindheit hatte ich kath. Vermieterin, die mich manchmal schützte. Im Jugendalter hatte ich eine Ersatzmama, die mir großes Vorbild war. Es war eine Evangelikale. Deine Erscheinungen kann ich folglich nicht haben.
Davon abgesehen erwähnte ich schon an anderer Stelle, dass nicht alle Katholiken Ratzinger sind. Es stehen meines Wissens auch nicht alle Evangelikalen hinter dem Glaubensbekenntnis der Evangelischen Allianz, agieren nicht alle im Netz mit Beleidigungen, die soweit Zurechnungsfähigkeit existiert, strafrechtliches Ausmaß haben.
Im Hinblick sogenannter heiliger Texte stelle ich regelmäßig heraus, dass es Überlieferung ist. Wenn ich Dinge behauptet habe, die nicht überliefert sind, keinen Beweis vorlege, bitte ich um konkreten Hinweis. Ansonsten kann ich nichts korrigieren.
Wohlwollen und Wohlbehalten sein ist wesentlich.
Dazu verhelfen leider, nach meiner Erfahrung keine Ideen zu Überirdischen, alternativ Heiligenbilder, die nicht von Menschenhand gemalt sind, usw..
Zum von dir erwähnten Wasser existiert Wissen, zu demi ich kostenlos informiere. Bekämpfung der Wüstenbildung, Projekte der Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, sind in dem Zusammenhang für mich wichtig, weil Wasser eine kostbare und schützenswerte Lebensgrundlage ist, welche im Übrigen Klima beeinflusst. Dies und Artenschutzes, Gesundheitsvorsorge (dazu gehört auch Kondomnutzung) unterstützen, ist meine Weisung.
Wenn es dir das nicht gefallen sollte, ist das nicht meine Intoleranz.
Menschen dulden und nachweislich falsche Behauptung dulden, die sich weder mit Überlieferung, noch mit Wissen, Wissenschaft, deckt, sind in meinem Verständnis zweierlei.
Wenn ein Blogschreiber bspw. seine schadenfreudige Falschbehauptung ("90 % Kondome taugen lt. WHO nicht") trotz Korrektur, auf Homepage nicht korrigiert, anderen Medien aber unterstellt, was er selbst tut, kann er unabhängig seiner Glaubenspartei nicht im Recht und in der Gerechtigkeit sein. Wenn entgegen der Überlieferung, Jesus zum Kirchenstifter erklärt wird, stimmt auch etwas nicht.
Ich kenne im Wesentlichen die unterschiedliche Kanonisierung sogenannte hl. Texte der Religions/Konfessionsgruppen, intolerante Inhalte, einschließlich der teilweisen intoleranten Glaubensbekenntnisse, Kirchenstrafrecht, mit Verdammungsurteilen, etc.., teilweise auch passende Verhaltensweisen der Kirchenlehrer und aktuellen Anhänger. Wenn du das mit Menschenrechten und Toleranz zusammenbringst, besteht noch Erläuterungsbedarf.
Shalom
blume-religionswissenschaft - 31. Mrz, 07:31
@ Erdlicht: Verständnis
Liebes Erdlicht,
dass es mir und anderen gelegentlich schwer fällt, Deinen Ausführungen zu folgen, wurde bereits gelegentlich geschrieben. Du hast verschiedentlich sehr ungnädig darauf reagiert.
Danke auch, dass Du mich im Bezug auf Religionsgeschichte belehrst. Ich sehe es eigentlich nicht als meine Aufgabe, private Überzeugungen zu Gott, Religionen, Wasser etc. wissenschaftlich zu bewerten oder "zu korrigieren".
Es ist schön, dass Du auch "nette" katholische und evangelikale Christen kennengelernt hast. Bist Du wirklich der Auffassung, das allein schützt uns völlig gegen Intoleranz und Überheblichkeit?
Mir geht es überhaupt nicht darum, Dich oder sonst jemanden hier zu belehren. Aber idealerweise können Dir Rückmeldungen ja auch helfen, besser zu verstehen, wie Deine Beiträge manchmal ankommen, wo Du vielleicht auch mißverstanden (oder gar nicht verstanden) wirst. Mein Zentralinteresse ist einfach, dass die Diskussionen in der Blogosphäre allen Beteiligten etwas bringen - gerade auch den leiseren, bedächtigeren, nach Antworten tastenden.
dass es mir und anderen gelegentlich schwer fällt, Deinen Ausführungen zu folgen, wurde bereits gelegentlich geschrieben. Du hast verschiedentlich sehr ungnädig darauf reagiert.
Danke auch, dass Du mich im Bezug auf Religionsgeschichte belehrst. Ich sehe es eigentlich nicht als meine Aufgabe, private Überzeugungen zu Gott, Religionen, Wasser etc. wissenschaftlich zu bewerten oder "zu korrigieren".
Es ist schön, dass Du auch "nette" katholische und evangelikale Christen kennengelernt hast. Bist Du wirklich der Auffassung, das allein schützt uns völlig gegen Intoleranz und Überheblichkeit?
Mir geht es überhaupt nicht darum, Dich oder sonst jemanden hier zu belehren. Aber idealerweise können Dir Rückmeldungen ja auch helfen, besser zu verstehen, wie Deine Beiträge manchmal ankommen, wo Du vielleicht auch mißverstanden (oder gar nicht verstanden) wirst. Mein Zentralinteresse ist einfach, dass die Diskussionen in der Blogosphäre allen Beteiligten etwas bringen - gerade auch den leiseren, bedächtigeren, nach Antworten tastenden.
Erdlicht (Gast) - 31. Mrz, 19:14
@Michael Verständnis
Lieber Michael,
seufz, wie würdest du es denn bspw. erleben, wenn ich dir nun mitteile: "Ich verstehe dich nicht, konkretisiere deinen Text mal!"
Es geht mir gerade mit dem der es wiederholt äußerte oft nicht anders, weil ich keinen Bezug mehr zum Vorausgehenden erkenne. Ich lasse es dann stehen.
Religionsgeschichte ist auch im Jetzt!
Hat dich gestört, dass ich dir Rückmeldung zu deiner Äußerung "Jesus Kirchenstifter"gegeben habe? War das gegen deine persönliche Überzeugung?
Die Rückmeldung hat auch Ratzinger gegeben. Ich dachte mir, es würde dir helfen, besser zu verstehen.
Aktuellen Wissensstand zur Definition des Begriffes "Gott" , "Wasser", Wirkung, kannst du, als Wissenschaftler gewiss in jedem gutem Lexikon/Fachbuch nachlesen.
Da ist keine von dir unterstellte Privatüberzeugung. .Zur Definition "Religion" ist in der Fachwelt offensichtlich weniger Einigkeit. Im Übrigen schreibe ich ausdrücklich von
Überlieferungen, behaupte nichts.
Es ist schön, dass Du auch "wunderbare" deutsch-thailändische Familie ebenso wie einen Homosexuellen, der mit wechselnden Partnern zusammenlebt, kennst.
Ich bin für dich aber, weil ich auch gute Erfahrungen mit Katholiken Evangelikalen machte, intolerant, überheblich, zu laut, unbedächtig, zu wenig tastend?
Mit deinen Worten: "Ich finde es auch einfach heuchlerisch, wenn auf Kosten bestimmter Minderheiten ein Scheinbild aufgebaut wird!
Ich habe erfahren, was ich hier am 30. Mrz, 15:51, unter "Was kann aus Nazareth Gutes kommen" geschrieben habe. Vielleicht zu leise! Egal! Besser stille Andacht und jeder verstehe sein Kino.
Für die Wissenschaft: "Herzlichen Glückwunsch!"
Shalom
seufz, wie würdest du es denn bspw. erleben, wenn ich dir nun mitteile: "Ich verstehe dich nicht, konkretisiere deinen Text mal!"
Es geht mir gerade mit dem der es wiederholt äußerte oft nicht anders, weil ich keinen Bezug mehr zum Vorausgehenden erkenne. Ich lasse es dann stehen.
Religionsgeschichte ist auch im Jetzt!
Hat dich gestört, dass ich dir Rückmeldung zu deiner Äußerung "Jesus Kirchenstifter"gegeben habe? War das gegen deine persönliche Überzeugung?
Die Rückmeldung hat auch Ratzinger gegeben. Ich dachte mir, es würde dir helfen, besser zu verstehen.
Aktuellen Wissensstand zur Definition des Begriffes "Gott" , "Wasser", Wirkung, kannst du, als Wissenschaftler gewiss in jedem gutem Lexikon/Fachbuch nachlesen.
Da ist keine von dir unterstellte Privatüberzeugung. .Zur Definition "Religion" ist in der Fachwelt offensichtlich weniger Einigkeit. Im Übrigen schreibe ich ausdrücklich von
Überlieferungen, behaupte nichts.
Es ist schön, dass Du auch "wunderbare" deutsch-thailändische Familie ebenso wie einen Homosexuellen, der mit wechselnden Partnern zusammenlebt, kennst.
Ich bin für dich aber, weil ich auch gute Erfahrungen mit Katholiken Evangelikalen machte, intolerant, überheblich, zu laut, unbedächtig, zu wenig tastend?
Mit deinen Worten: "Ich finde es auch einfach heuchlerisch, wenn auf Kosten bestimmter Minderheiten ein Scheinbild aufgebaut wird!
Ich habe erfahren, was ich hier am 30. Mrz, 15:51, unter "Was kann aus Nazareth Gutes kommen" geschrieben habe. Vielleicht zu leise! Egal! Besser stille Andacht und jeder verstehe sein Kino.
Für die Wissenschaft: "Herzlichen Glückwunsch!"
Shalom
blume-religionswissenschaft - 1. Apr, 08:53
@ Erdlicht: Verständnis
Liebes Erdlicht,
wie mehrfach geschrieben: Ich denke, Verstehen entsteht stets durch Bemühungen auf Seiten von Sender und Empfänger. Dass Dich gleich mehrere Teilnehmer nicht verstanden haben, kann doch ein interessanter Hinweis sein.
"Kirchenstifter" ist ein ganz interessantes Beispiel. Ein Theologe versteht darunter gemeinhin etwas völlig anderes als ein Religionswissenschaftler. Ob Jesus selbst Kirche stiften wollte, ist z.B. aus Sicht der Religionswissenschaft weniger entscheidend als die Wirkungsgeschichte der auf ihn bezogenen Überlieferung. Und selbstverständlich bewirkte diese die Begründung längst Hunderter Kirchen.
Ebenso die Uraltfrage "Definition Religion". Auch hier gibt es grundlegende Unterschiede zwischen den Perspektiven von Theologie(n) und Religionswissenschaft und ich habe gerade zur Definition des Begriffs im Rahmen der Evolutionsforschung schon vor Monaten und Jahren eigene Beiträge auch hier im Blog eingestellt und intensiv diskutiert, wir haben in diesem Forschungsfeld dazu inzwischen fast einen Konsens!
http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4564859/
Und zum Thema Ehegatten aus Thailand etc. gilt eben genau das Geschriebene: Es gilt, den Einzelfall anzuschauen! Pauschalurteile über "die" Deutschen, Thailänder, evangelikalen Christen, Muslime, Juden, Atheisten usw. wirst Du hier also nicht lesen und ich finde sie auch nicht erstrebenswert.
Ich finde es wirklich großartig, dass Du Dich so intensiv mit Religionen, Überlieferungen etc. beschäftigst. Ich würde mir nur wünschen, dass Du erkennst, dass dies auch viele andere hier oft seit Jahren und nicht selten auch im wissenschaftlichen Rahmen tun. Denn dann entstehen erst die wirklich spannenden Gespräche - auf Augenhöhe.
Herzliche Grüße!
wie mehrfach geschrieben: Ich denke, Verstehen entsteht stets durch Bemühungen auf Seiten von Sender und Empfänger. Dass Dich gleich mehrere Teilnehmer nicht verstanden haben, kann doch ein interessanter Hinweis sein.
"Kirchenstifter" ist ein ganz interessantes Beispiel. Ein Theologe versteht darunter gemeinhin etwas völlig anderes als ein Religionswissenschaftler. Ob Jesus selbst Kirche stiften wollte, ist z.B. aus Sicht der Religionswissenschaft weniger entscheidend als die Wirkungsgeschichte der auf ihn bezogenen Überlieferung. Und selbstverständlich bewirkte diese die Begründung längst Hunderter Kirchen.
Ebenso die Uraltfrage "Definition Religion". Auch hier gibt es grundlegende Unterschiede zwischen den Perspektiven von Theologie(n) und Religionswissenschaft und ich habe gerade zur Definition des Begriffs im Rahmen der Evolutionsforschung schon vor Monaten und Jahren eigene Beiträge auch hier im Blog eingestellt und intensiv diskutiert, wir haben in diesem Forschungsfeld dazu inzwischen fast einen Konsens!
http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4564859/
Und zum Thema Ehegatten aus Thailand etc. gilt eben genau das Geschriebene: Es gilt, den Einzelfall anzuschauen! Pauschalurteile über "die" Deutschen, Thailänder, evangelikalen Christen, Muslime, Juden, Atheisten usw. wirst Du hier also nicht lesen und ich finde sie auch nicht erstrebenswert.
Ich finde es wirklich großartig, dass Du Dich so intensiv mit Religionen, Überlieferungen etc. beschäftigst. Ich würde mir nur wünschen, dass Du erkennst, dass dies auch viele andere hier oft seit Jahren und nicht selten auch im wissenschaftlichen Rahmen tun. Denn dann entstehen erst die wirklich spannenden Gespräche - auf Augenhöhe.
Herzliche Grüße!
Erdlicht (Gast) - 1. Apr, 19:21
Verstehen durch Bemühen
Hallo Michael,
ich akzeptiere, dass meine Äußerung als Störung empfunden wurde. Für deine Vermutungen, auf meine Person bezogen, fehlt mir die
Anwendung. Wie meinerseits mehrfach geschrieben, ist Bemühen zum Verstehen an kronkreten Fragen feststellbar. Wissenslücken klärt man auch in der Wissenschaft mit Fragen und Prüfen.
Grundsätzlich schreibe ich nicht unbedacht, bzw. absichtlich unverständlichen Text. Eine der Ausnahmen war bspw. Aufnahme des Schlauches auf dem Kerstin stand, ...Rispen dazu. Da war anzunehmen, dass Kerstin Verknüpfung nicht erkennt. Es war Spaß am Wortspiel, mit Ziel das sie fragt. Weder das noch Aufforderung zu fragen brachte etwas.. Wenn ich nicht weiß, was einem Menschen unklar ist, kann ich nicht wissen, was er woraus, will. . In dem Zusammenhang habe ich derzeit erst mal aufgegeben , sinngemäß mitgeteilt, dass eine chinesische Übersetzung nichts bringt. In deinem Verständnis war es offensichtlich ungnädig. Für mich war es eher Galgenhumor.
Ich habe nicht Religionswissenschaft studiert, erkenne die Leistung anderer an. Auch dann, wenn ich nicht nicht in allem gleich denke, fühle. Aber nicht wenn bspw. falsche WHO-Meldungen und Dergleichen sind, nicht korrigiert wird. Ich habe dann auch kein Problem es Volksverdummung zu nennen.
Das unterschiedliche Verständnis zum Kirchenstifter hast du nachvollziehbar dargestellt. Das so Widerspruch zu Theologen ist, ist dir ja klar.
Definition "Religion" werde ich noch mal gründlich lesen. Blogkonsens =Wissenschaft?
Zum Thema "Deutsche kauften Thailänderinnen - Christen kümmern sich"
Ich bin nicht wegen Personen, sondern wegen Andersdenken 1986 aus einer Baptistengemeinde ausgetreten. Theodizeeproblem, immer mitschwingend, war zunächst emotional erhöhter Anlass zur vertieften theoretischen Auseinandersetzung. Entsprechender Film ist für mich, mit Aufnahme des Textes im Hintergrund gelaufen.
Es hat Anknüpfung an Thailänderinnen.. (Gekauft, verkauft!) Allerdings war ich Kind und meine derzeit betroffenen Pflegekinder, heute 34/35 Jahre alt, ebenfalls. Zeitgeschichte!
Zur erneuten Auseinandersetzung mit Religion bin ich über Quereinstieg Ahnen/Familienforschung gekommen.
Soweit es ein Pauschalurteil meinerseits gibt, bezieht sich das bspw auf das Glaubensbekenntnis der Deutschen evangelischen Allianz.
http://www.ead.de/die-allianz/basis-des-glaubens.html
Ich habe davon abgesehen nichts dafür übrig, wenn anderen, in der Wahrheit, Atem/Seele abgesprochen wird,
Da ist kein Gespräch mehr möglich. Zu Sonstigem, kann man wieder anfangen.
Shalom
ich akzeptiere, dass meine Äußerung als Störung empfunden wurde. Für deine Vermutungen, auf meine Person bezogen, fehlt mir die
Anwendung. Wie meinerseits mehrfach geschrieben, ist Bemühen zum Verstehen an kronkreten Fragen feststellbar. Wissenslücken klärt man auch in der Wissenschaft mit Fragen und Prüfen.
Grundsätzlich schreibe ich nicht unbedacht, bzw. absichtlich unverständlichen Text. Eine der Ausnahmen war bspw. Aufnahme des Schlauches auf dem Kerstin stand, ...Rispen dazu. Da war anzunehmen, dass Kerstin Verknüpfung nicht erkennt. Es war Spaß am Wortspiel, mit Ziel das sie fragt. Weder das noch Aufforderung zu fragen brachte etwas.. Wenn ich nicht weiß, was einem Menschen unklar ist, kann ich nicht wissen, was er woraus, will. . In dem Zusammenhang habe ich derzeit erst mal aufgegeben , sinngemäß mitgeteilt, dass eine chinesische Übersetzung nichts bringt. In deinem Verständnis war es offensichtlich ungnädig. Für mich war es eher Galgenhumor.
Ich habe nicht Religionswissenschaft studiert, erkenne die Leistung anderer an. Auch dann, wenn ich nicht nicht in allem gleich denke, fühle. Aber nicht wenn bspw. falsche WHO-Meldungen und Dergleichen sind, nicht korrigiert wird. Ich habe dann auch kein Problem es Volksverdummung zu nennen.
Das unterschiedliche Verständnis zum Kirchenstifter hast du nachvollziehbar dargestellt. Das so Widerspruch zu Theologen ist, ist dir ja klar.
Definition "Religion" werde ich noch mal gründlich lesen. Blogkonsens =Wissenschaft?
Zum Thema "Deutsche kauften Thailänderinnen - Christen kümmern sich"
Ich bin nicht wegen Personen, sondern wegen Andersdenken 1986 aus einer Baptistengemeinde ausgetreten. Theodizeeproblem, immer mitschwingend, war zunächst emotional erhöhter Anlass zur vertieften theoretischen Auseinandersetzung. Entsprechender Film ist für mich, mit Aufnahme des Textes im Hintergrund gelaufen.
Es hat Anknüpfung an Thailänderinnen.. (Gekauft, verkauft!) Allerdings war ich Kind und meine derzeit betroffenen Pflegekinder, heute 34/35 Jahre alt, ebenfalls. Zeitgeschichte!
Zur erneuten Auseinandersetzung mit Religion bin ich über Quereinstieg Ahnen/Familienforschung gekommen.
Soweit es ein Pauschalurteil meinerseits gibt, bezieht sich das bspw auf das Glaubensbekenntnis der Deutschen evangelischen Allianz.
http://www.ead.de/die-allianz/basis-des-glaubens.html
Ich habe davon abgesehen nichts dafür übrig, wenn anderen, in der Wahrheit, Atem/Seele abgesprochen wird,
Da ist kein Gespräch mehr möglich. Zu Sonstigem, kann man wieder anfangen.
Shalom
blume-religionswissenschaft - 1. Apr, 21:22
@ Erdlicht: Toller Kommentar! :-)
Liebes Erdlicht,
Deinem letzten Kommentar kann ich nur zustimmen; ich denke, da sind wir uns einig geworden. Danke dafür! :-)
Zur Frage Religionsdefinitionen: Der starke Konsens, Religiosität als "Verhalten zu übernatürlichen Akteuren" (behavior towards supernatural agents) zu definieren, bezieht sich natürlich nicht auf die Blogosphäre, sondern auf das (wachsende) Spezialgebiet der Evolutionsforschung zur Religiosität (z.B. Bering, Sosis, Norenzayan et al.). Das ist auch mein Forschungsschwerpunkt, ein Artikel dazu (Homo religiosus) z.B. hier:
http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/982255
Herzlichen Dank für die gute Debatte, viele Grüße!
Deinem letzten Kommentar kann ich nur zustimmen; ich denke, da sind wir uns einig geworden. Danke dafür! :-)
Zur Frage Religionsdefinitionen: Der starke Konsens, Religiosität als "Verhalten zu übernatürlichen Akteuren" (behavior towards supernatural agents) zu definieren, bezieht sich natürlich nicht auf die Blogosphäre, sondern auf das (wachsende) Spezialgebiet der Evolutionsforschung zur Religiosität (z.B. Bering, Sosis, Norenzayan et al.). Das ist auch mein Forschungsschwerpunkt, ein Artikel dazu (Homo religiosus) z.B. hier:
http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/982255
Herzlichen Dank für die gute Debatte, viele Grüße!
Erdlicht (Gast) - 2. Apr, 12:04
Feier
Hallo Michael,
Lieber Michael,
es ist freudige Bewegung dazu, , dass Missverständnis nun offensichtlich bereinigt ist. Auch dir ein herzliches Danke.
Prüfen, nicht auf deine Person bezogen, geht weiter.
Zu deinem Artikel “Homo religiosus”
Bestattungen der Neandertaler (?)
http://www.archaeologie-online.de/magazin/thema/mythos_neandertaler/die_bestattungen_der_neandertaler/seite_3/
Zur Abstammung des Menschen vom Neandertaler ist wissenschaftlich keine Einigkeit., sonst könnte ich stolz älteste bekannte Vorfahrin Wilma (Genes MC1R) im Neandertalermuseum vorführen.:-))
http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E013FA25395B746EF8280E69B6AA332F1~ATpl~Ecommon~Scontent.html
In ältester bekannter Stadt der Welt Çatalhöyük /Türkei (7400/7100 bis etwa 6200 v. d. Z.) haben Vögel die Leichname gefressen. Hockergräber (5600 bis 2200 v. d. Z.) "mit Grabbeilagen" gelten sicher.
Parsen glauben nicht an Gott, sondern leben ihn. Gebet ist für Parsen Singen von guten Vorsätzen Bitten und Fürbitten kennt man nicht. Engel sind dort entweder Gottes Eigenschaften oder Geistwesen. Das bleibt unklar.
Parsen ließen bis vor nicht langer Zeit die Toten von Geiern fressen, um die Erde nicht zu entheiligen.
Wie ordnest du das mit Evolutionsforschung ein?
Ob das Judentum eine Religion ist, kann auch zweifelhaft werden. Glauben ist für Juden nicht notwendig. Gebet kann auch Selbstgespräch sein. Im Übrigen sagt manch ein Jude: „Judentum ist keine Religion, sondern ein Lebensstil!“
Es heißt ja auch nicht: "Du sollst Gott glauben" sondern dass du ihn lieben sollst. Was man liebt, kennt man, muss man nicht fürwahrhalten.
Deshalb hat auch für mich "Glauben" nicht "den" Stellenwert.
Wasser,...Bewegungsenergie weiß ich doch. Zum Sonstigen....Kann sein, kann auch nicht sein.
Verwirrt nicht die Verwirrten?
Shalom
Lieber Michael,
es ist freudige Bewegung dazu, , dass Missverständnis nun offensichtlich bereinigt ist. Auch dir ein herzliches Danke.
Prüfen, nicht auf deine Person bezogen, geht weiter.
Zu deinem Artikel “Homo religiosus”
Bestattungen der Neandertaler (?)
http://www.archaeologie-online.de/magazin/thema/mythos_neandertaler/die_bestattungen_der_neandertaler/seite_3/
Zur Abstammung des Menschen vom Neandertaler ist wissenschaftlich keine Einigkeit., sonst könnte ich stolz älteste bekannte Vorfahrin Wilma (Genes MC1R) im Neandertalermuseum vorführen.:-))
http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E013FA25395B746EF8280E69B6AA332F1~ATpl~Ecommon~Scontent.html
In ältester bekannter Stadt der Welt Çatalhöyük /Türkei (7400/7100 bis etwa 6200 v. d. Z.) haben Vögel die Leichname gefressen. Hockergräber (5600 bis 2200 v. d. Z.) "mit Grabbeilagen" gelten sicher.
Parsen glauben nicht an Gott, sondern leben ihn. Gebet ist für Parsen Singen von guten Vorsätzen Bitten und Fürbitten kennt man nicht. Engel sind dort entweder Gottes Eigenschaften oder Geistwesen. Das bleibt unklar.
Parsen ließen bis vor nicht langer Zeit die Toten von Geiern fressen, um die Erde nicht zu entheiligen.
Wie ordnest du das mit Evolutionsforschung ein?
Ob das Judentum eine Religion ist, kann auch zweifelhaft werden. Glauben ist für Juden nicht notwendig. Gebet kann auch Selbstgespräch sein. Im Übrigen sagt manch ein Jude: „Judentum ist keine Religion, sondern ein Lebensstil!“
Es heißt ja auch nicht: "Du sollst Gott glauben" sondern dass du ihn lieben sollst. Was man liebt, kennt man, muss man nicht fürwahrhalten.
Deshalb hat auch für mich "Glauben" nicht "den" Stellenwert.
Wasser,...Bewegungsenergie weiß ich doch. Zum Sonstigen....Kann sein, kann auch nicht sein.
Verwirrt nicht die Verwirrten?
Shalom
ElsaLaska - 30. Mrz, 00:13
Billige Schlagzeilen ...
Daran krankt es heutzutage irgendwie schon ...
Ich habe bei deinem Eintrag an ein deutsch-thailändisches Pärchen denken müssen und ein deutsch-russisches innerhalb der deutschen Gemeinde, in der ich, wenn ich dort bin, lebe, und die beide für mich eine Vorbildfunktion haben - an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen - die betreffenden deutschen Männer sind keine repressiven ekligen Machos, sondern seit dieser Beziehung (übrigens eine regelrechte Ehe), aufgeblüht und auch freundlicher geworden als sie vorher waren, erfülllter und glücklicher. Man kann es wirklich sehen, und fühlen, wenn da irgendwas eklig oder repressiv wäre, wäre dieser Eindruck nicht so klar, den ich und andere haben.
Zu dem eingänglichen Thema: Importehen von Muslimen kann ich dagegen gar nichts sagen, da dies in meinem Erfahrungsumfeld eher kaum oder gar nicht vorkommt.
Generell vermisse ich in den Medien, wie auch du es beklagst, eine gewisse Menschlichkeit, eine Liebe im Blick, immer wieder gerate ich da einen Punkt, wo ich selber sagen muss, da geht es nur noch um eine gewisse Sucht ... Und das wird immer schlimmer.
LG
Elsa
Ich habe bei deinem Eintrag an ein deutsch-thailändisches Pärchen denken müssen und ein deutsch-russisches innerhalb der deutschen Gemeinde, in der ich, wenn ich dort bin, lebe, und die beide für mich eine Vorbildfunktion haben - an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen - die betreffenden deutschen Männer sind keine repressiven ekligen Machos, sondern seit dieser Beziehung (übrigens eine regelrechte Ehe), aufgeblüht und auch freundlicher geworden als sie vorher waren, erfülllter und glücklicher. Man kann es wirklich sehen, und fühlen, wenn da irgendwas eklig oder repressiv wäre, wäre dieser Eindruck nicht so klar, den ich und andere haben.
Zu dem eingänglichen Thema: Importehen von Muslimen kann ich dagegen gar nichts sagen, da dies in meinem Erfahrungsumfeld eher kaum oder gar nicht vorkommt.
Generell vermisse ich in den Medien, wie auch du es beklagst, eine gewisse Menschlichkeit, eine Liebe im Blick, immer wieder gerate ich da einen Punkt, wo ich selber sagen muss, da geht es nur noch um eine gewisse Sucht ... Und das wird immer schlimmer.
LG
Elsa
blume-religionswissenschaft - 30. Mrz, 20:59
@ Elsa: Ja...
...das erlebe ich auch so. In meinem Umfeld gibt es eine wunderbare deutsch-thailändische Familie ebenso wie einen Homosexuellen, der mit wechselnden Partnern zusammenlebt, sich aber den Kinderwunsch durch eine Frau aus Thailand erfüllt hat. Und soweit die Beteiligten glücklich sind, maße ich mir dazu auch kein Urteil an bzw. freue mich für die Menschen, zu denen es passt.
Was ich mir jedoch wünschen würde, wäre die gleiche Rücksicht und Fairness auch im Bezug auf Menschen anderen Hintergrunds. Es ist einfach heuchlerisch, wenn auf Kosten bestimmter Minderheiten ein Scheinbild aufgebaut wird, wonach "die" grundsätzlich ihre Frauen verschacherten, während "wir" Ehen nur aus reiner, nicht kalkulierender Liebe eingingen. Respekt vor dem Einzelfall, das wäre Respekt vor den Menschen!
Was ich mir jedoch wünschen würde, wäre die gleiche Rücksicht und Fairness auch im Bezug auf Menschen anderen Hintergrunds. Es ist einfach heuchlerisch, wenn auf Kosten bestimmter Minderheiten ein Scheinbild aufgebaut wird, wonach "die" grundsätzlich ihre Frauen verschacherten, während "wir" Ehen nur aus reiner, nicht kalkulierender Liebe eingingen. Respekt vor dem Einzelfall, das wäre Respekt vor den Menschen!



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