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Montag, 16. Februar 2009

Hinduismus - Ganesha

Der Hinduismus ist weniger eine einzelne religiöse Strömung als vielmehr ein Zusammenfluss abertausender, soich teilweise anreichender, teilweise konkurrierender Traditionen und Gottheiten.

Im Hinblick auf die religiöse Praxis erscheint er polytheistisch: Eine unüberschaubare Vielzahl von Gottheiten wird angebetet. Doch vertreten starke (und eher noch weiter erstarkende) Lehrmeinungen die Auffassung, dass hinter der Vielgestalt der Götter die eine höchste Wirklichkeit - das Brahman - zu finden sei, die oft wiederum mit bestimmten Göttern identifiziert wird. Man nennt dieses Aufgehen der göttlichen Vielheit in einer letzten, göttlichen Einheit Henotheismus (aus gr. heis, henos = „ein“ und theos = „Gott“). Er steht in enger Verwandschaft und manchmal fließenden Übergängen zum Monotheismus, der von der Existenz nur einer anbetungswürdigen Gottheit ausgeht. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass viele hinduistische Strömungen dieses höchste Sein auch apersonal verstehen - was dann wiederum dessen Anbetung hindert und stattdessen auf die ihm zugeordneten und anbetbaren Gottheiten verweist, die als Helfer auf dem Weg zur Erlösung erscheinen.

Zu den heute beliebtesten Gottheiten unter Hindus zählt Ganesha, der nach dominanter Überlieferung von der Hochgöttin Parvati zum Schutz ihres Badezimmers aus Ton geschaffen wurde. Der tapfere Versuch, den eintretenden Göttergatten Shiva aufzuhalten, kostete ihn den Kopf - den Parvati aber durch den eines Elefanten (eines Symbols von Glück, Langlebigkeit und Klugheit) ersetzte. Aus diesen doch eher unscheinbaren Anfängen heraus hat sich ein Kranz weiterer Mythen und Bedeutungen um Ganesha entfaltet, der von einigen seiner Anhänger längst als höchste Manifestation des Göttlichen verehrt wird.

Hier ein Verehrungsfilm zu Ehren Ganeshas, der zugleich viele Varianten, aber auch stabile Symbolelemente der Ganesha-Abbildungen zeigt.

Trackback URL:
http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5482970/modTrackback

Erdlicht (Gast) - 20. Feb, 21:09

„In der Bhagavadgita finde ich einen Trost, den ich selbst in der Bergpredigt vermisse. Wenn mir manchmal die Enttäuschung ins Antlitz starrt, wenn ich verlassen, keinen Lichtstrahl erblicke, greife ich zur Bhagavadgita. Dann finde ich hier und dort eine Strophe und beginne zu lächeln, inmitten aller Tragödien, und mein Leben ist voll von Tragödien gewesen. Wenn sie alle keine sichtbaren Wunden auf mir hinterlassen haben, verdanke ich dies den Lehren der Gita.“
Mohandas Karamchand Gandhi (genannt Mahatma Gandhi * 1869 † 1948)

Das kann ich verstehen.

In der Bhagavadgita (hl. Schrift der Hindu) heißt es, dass Gott keine Gestalt ist, aber nur wenige Menschen ohne Gestalt zu Gott kommen. Bilder sind folglich Hilfsmittel, nicht Gott. Gott genügt in der Bhagavadgita ein Grashalm als Opfer. Blut ist nicht gefordert. Das weckt mehr Sympathie, wie ein blutrünstiger Gott. Der Grashalm hat des Menschen Ausatemluft. U. a. ist in dieser auch Wasser.
Es gibt kein Unkraut. Es gibt nur Beikraut.
Nach meiner bisherigen Kenntnis wurden hinduistische Götter Engel, bzw. Gottes Eigenschaften, bei den Parsen. Folgend wurden sie quasi von Juden und Christen unter anderen Namen adoptiert. Flügel erhielten die Engel von den Ägyptern. In Rom wurde der Tempel aller Götter zum Tempel aller Heiligen. Die Künstlerfiguren, Maria, Joseph, Christopherus und wie all die Heiligen heißen, sind für westliche Augen schöner, aber im Grunde ist es nichts anderes.

Betreffend Bilder fühle ich mich den Samaritanern näher, die teilweise auch mit Wortbildern der Propheten Probleme hatten, bzw. haben. Bilder legen fest, können je nach Vorerfahrung sogar wie Gift und/oder Peitsche wirken. Das was ich unter Gott verstehe ist Bewegung, die man nicht festlegen kann.

Der HERR/HERRSCHER ist in einer Wolkensäule.(vgl, 2Mo 13,21)Regen und Tau, Feuersäule =Mond (Licht in der Finsternis) wie Lehre. (vgl. 5Mo 32,2 ) Wer ist des Regens Vater? Wer hat die Tropfen des Taus gezeugt? ( vgl. Hi 38,28 )
Kondensation! (Nebel, Dunst,... Tau) Wassertröpfchen und der Mond. Der Mond ist nur keine reale Feuersäule, in der Nacht. Sonnengott Aton wollten die Juden nicht. Da Sonne auch schädlich sein kann, in ca. 4,5 Milliarden Jahren ohnehin nicht mehr ist, bleibt noch blaues Licht (Himmel). Wie der ist, wenn Sonne nicht ist, können dann die Wassertröpfchen im Universum spekulieren. Ich enthalte mich davon. Jedenfalls sind Massen an Wassertröpfchen, im Universum, die das Wasser der Ozeane unvorstellbar übersteigen. Es kann wohl sein, dass die weniger Sauerstoff haben. Bis es soweit ist, wie auch immer, ist H20 mein Freund. Mit Personenkult habe ich es nämlich auch nicht. Ich bin mit etwa zwei Drittel meines Körpergewichtes mit Wasser gesalbt und Wasseraustausch mit Küssen ist am schönsten.:-) Eines zeugt das andere.

Freut mich...

...dass ein hinduistisches Video solche Blog-Reflektionen auslösen kann. Ein Stück Online-Dialog, sozusagen. :-)
Erdlicht (Gast) - 24. Feb, 16:43

@Michael, zu Assoziationen beim Online-Dialog (als ob) fehlt nur reales Küssen. Reales Wasser hatte ich hinter altem Laptop. Ich hatte es beim Putzen zu gut gemeint. Es bewirkte blaue Streifen auf dem Bildschirm, die eigentlich nicht dahin gehören. Global betrachtet war es immer noch besser wie weiße Kondensationstreifen mit Flugverkehr. Man muss nicht in die Ferne schweifen, um Göttliches zu erfahren. :-)

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