Politik in Washington State
Heute hatten wir die Gelegenheit, in die Staats- (in Deutschland wäre das: Landes-)politik des Bundesstaates Washington hinein zu schauen. Und in der Tat: Der 6-Millionen-Staat gönnt sich in der Hauptstadt Olympia (!) ein Zwei-Kammern-Parlament (Senat und Repräsentantenhaus, je Teilzeitabgeordnete) und eine Gouverneurin (in Deutschland wäre das eine Ministerpräsidentin), die gemeinsam in einem eindrucksvollen Kapitol aus Marmor im griechisch-römischen Stil residieren.

Auch innen läßt es der Bau an ornamentalem Luxus nicht fehlen und der Sitz des Obersten Staats-(in Deutschland wäre das Landes-)gerichts liegt denn auch gleich gegenüber. Und trägt den Namen: Temple of Justice - Tempel der Gerechtigkeit. Die neun Richter werden hier ebenfalls direkt vom Volk gewählt, derzeit sind vier der neun Frauen.
Im Kapitol wirken dagegen die je ebenfalls direkt gewählten Politiker, hier Representative (Abgeordneter) Bob Hasegawa im Gespräch mit unserem Delegationsmitglied Said Mohammed Carpenter aus Nigeria.

Traditions Fair Trade Cafe
Mein persönliches Tageshighlight war jedoch das Traditions Fair Trade Cafe der Hauptstadt - ein Eineweltladen mit angeschlossenem Restaurant. Einerseits kam mir vieles aus Deutschland wunderbar bekannt vor - die kleine Handbibliothek voller Bücher zu innerem und äußerem Frieden, der Duft von Räucherkerzen, das Angebot urtümlicher Kleidung, handgefertigter Waren und Kaffeesorten, Musik und Mottos von guten Menschen für gute Menschen. Good vibrations, die durch beste Wünsche unterstrichen wurden.
Aber das Cafe in Olympia hatte auch noch so viel unbekanntes zu bieten: Zum einen ein sehr viel größeres Angebot an religiöser und spiritueller Musik, Güter und Literatur (einschließlich einer ganzen Regalreihe von und zu Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie) - und weit mehr Angebote für Kinder. In den USA erweisen sich auch Friedensbewegte als durchschnittlich religiöser und - damit verbunden, wie treue Leser dieses Blogs wissen - als durchschnittlich kinderreicher als die entsprechende Szene in Deutschland.
Als alten Tolkien- und Rollenspiel-Fan hatte mich aus dem Angebot an "kooperativen Spielen" sofort das Brettspiel "Oger & Elfen" angesprochen...
...bis ich erstaunt lesen mußte, dass es in diesem Spiel darauf ankam, die Edelsteine zwischen Ogern und Elfen so gerecht aufzuteilen, dass am Schluss alle glücklich sein würden. Wenn Tolkien das noch erlebt hätte...
Und haben Sie gewusst, dass es tibetanische (!) Barbeque-Soße gibt? Lecker, und man hat ein garantiert gutes Gewissen dabei!
Also, liebe Leser: Sollten Sie jemals nach Olympia im Staate Washington kommen, fahren Sie nicht am Traditions Fair Trade Cafe vorbei, das idyllisch fast im Schatten des Kapitols liegt. Hier finden Sie eine ganz besondere Oase der Güte und Friedfertigkeit in einem vielfältigen Land, das in letzter Zeit ja eher Männer mit Gewehren in den Mittelpunkt seiner Zelebrationen stellte...

Auch innen läßt es der Bau an ornamentalem Luxus nicht fehlen und der Sitz des Obersten Staats-(in Deutschland wäre das Landes-)gerichts liegt denn auch gleich gegenüber. Und trägt den Namen: Temple of Justice - Tempel der Gerechtigkeit. Die neun Richter werden hier ebenfalls direkt vom Volk gewählt, derzeit sind vier der neun Frauen.
Im Kapitol wirken dagegen die je ebenfalls direkt gewählten Politiker, hier Representative (Abgeordneter) Bob Hasegawa im Gespräch mit unserem Delegationsmitglied Said Mohammed Carpenter aus Nigeria.

Traditions Fair Trade Cafe
Mein persönliches Tageshighlight war jedoch das Traditions Fair Trade Cafe der Hauptstadt - ein Eineweltladen mit angeschlossenem Restaurant. Einerseits kam mir vieles aus Deutschland wunderbar bekannt vor - die kleine Handbibliothek voller Bücher zu innerem und äußerem Frieden, der Duft von Räucherkerzen, das Angebot urtümlicher Kleidung, handgefertigter Waren und Kaffeesorten, Musik und Mottos von guten Menschen für gute Menschen. Good vibrations, die durch beste Wünsche unterstrichen wurden.
Aber das Cafe in Olympia hatte auch noch so viel unbekanntes zu bieten: Zum einen ein sehr viel größeres Angebot an religiöser und spiritueller Musik, Güter und Literatur (einschließlich einer ganzen Regalreihe von und zu Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie) - und weit mehr Angebote für Kinder. In den USA erweisen sich auch Friedensbewegte als durchschnittlich religiöser und - damit verbunden, wie treue Leser dieses Blogs wissen - als durchschnittlich kinderreicher als die entsprechende Szene in Deutschland.
Als alten Tolkien- und Rollenspiel-Fan hatte mich aus dem Angebot an "kooperativen Spielen" sofort das Brettspiel "Oger & Elfen" angesprochen...
...bis ich erstaunt lesen mußte, dass es in diesem Spiel darauf ankam, die Edelsteine zwischen Ogern und Elfen so gerecht aufzuteilen, dass am Schluss alle glücklich sein würden. Wenn Tolkien das noch erlebt hätte...
Und haben Sie gewusst, dass es tibetanische (!) Barbeque-Soße gibt? Lecker, und man hat ein garantiert gutes Gewissen dabei!
Also, liebe Leser: Sollten Sie jemals nach Olympia im Staate Washington kommen, fahren Sie nicht am Traditions Fair Trade Cafe vorbei, das idyllisch fast im Schatten des Kapitols liegt. Hier finden Sie eine ganz besondere Oase der Güte und Friedfertigkeit in einem vielfältigen Land, das in letzter Zeit ja eher Männer mit Gewehren in den Mittelpunkt seiner Zelebrationen stellte...
blume-religionswissenschaft - 31. Jan, 07:36
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