Ferdinand Mirbach: Die deutschen Parteien und der Islam: Politische Konzepte zur Integration von Muslimen
Art. 21 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG) definiert: „Die Parteien wirken an der Bildung des politischen Willens des Volkes mit." Zum deutschen Volk gehört aber auch eine schnell wachsende Anzahl an Muslimen. Wie gehen die deutschen Parteien damit um?

Der Politikwissenschaftler Ferdinand Mirbach schließt mit der vorliegenden Arbeit eine drängende Forschungslücke. Denn die Frage, wie die Einbeziehung auch der Muslime in die bestehenden Parteien gelingt, hängen wiederum Fragen der Integration, der Extremismusprävention und letztlich des Selbstverständnisses unserer zunehmend vielfältigen Gesellschaft ab. Wer z.B. die Mitarbeit von Muslimen in den bestehenden Parteien ablehnt, wird dauerhaft wohl der Entstehung eigener, islamischer Kommunalwahllisten und Parteien gegenüber stehen.
Bei soziologischen und demokratietheoretischen Überlegungen überlässt es aber Mirbach erfreulicherweise nicht - vielmehr beschreibt er Entstehung und Funktion bereits bestehender Strukturen. Wer kennt schon die zunehmend wachsenden Deutsch-Türkischen Foren der CDU oder die Türkisch-Deutsche Vereinigung der Liberalen? Wer die FDP-Kommission für Kirchen und Religionsgemeinschaften, in der bewusst Vertreter der Kirchen, jüdischen und muslimischen Organisationen eingebunden werden? ImmiGrün e.V. und den Arbeitskreis grüner Muslime/-innen? Den Islambeauftragten und die Arbeitsgruppe Integration und Islam der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag? Und wer hätte gedacht, dass die SPD bislang am wenigsten Aktivität in diesem Bereich entfaltet und den religiösen Muslimen (von der SPD-Islambeauftragten im O-Ton) erklärtermaßen die kalte Schulter zeigt - weil sie sich der Stimmen der deutsch-türkischen Wählerschaft ohnehin (und womöglich zu Unrecht) auf Dauer sicher wähnt?
Die schon für sich spannende und auch für Fachleute mit gänzlich neuen Informationen garnierte Schilderung beschließt Mirbach mit der Auswertung einiger Studien und einer Befragung unter 51 in den demokratischen Parteien aktiven Muslimen über deren Selbsteinschätzung (z.B. Religiosität), Erfahrungen inner- und außerhalb ihrer Partei, Ziele und Hoffnungen. Wer sich für einen bislang unterschätzten Aspekt der Zukunft der politischen und religiösen Landschaft in Deutschland interessiert, sollte sich Mirbachs Buch vornehmen!

Der Politikwissenschaftler Ferdinand Mirbach schließt mit der vorliegenden Arbeit eine drängende Forschungslücke. Denn die Frage, wie die Einbeziehung auch der Muslime in die bestehenden Parteien gelingt, hängen wiederum Fragen der Integration, der Extremismusprävention und letztlich des Selbstverständnisses unserer zunehmend vielfältigen Gesellschaft ab. Wer z.B. die Mitarbeit von Muslimen in den bestehenden Parteien ablehnt, wird dauerhaft wohl der Entstehung eigener, islamischer Kommunalwahllisten und Parteien gegenüber stehen.
Bei soziologischen und demokratietheoretischen Überlegungen überlässt es aber Mirbach erfreulicherweise nicht - vielmehr beschreibt er Entstehung und Funktion bereits bestehender Strukturen. Wer kennt schon die zunehmend wachsenden Deutsch-Türkischen Foren der CDU oder die Türkisch-Deutsche Vereinigung der Liberalen? Wer die FDP-Kommission für Kirchen und Religionsgemeinschaften, in der bewusst Vertreter der Kirchen, jüdischen und muslimischen Organisationen eingebunden werden? ImmiGrün e.V. und den Arbeitskreis grüner Muslime/-innen? Den Islambeauftragten und die Arbeitsgruppe Integration und Islam der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag? Und wer hätte gedacht, dass die SPD bislang am wenigsten Aktivität in diesem Bereich entfaltet und den religiösen Muslimen (von der SPD-Islambeauftragten im O-Ton) erklärtermaßen die kalte Schulter zeigt - weil sie sich der Stimmen der deutsch-türkischen Wählerschaft ohnehin (und womöglich zu Unrecht) auf Dauer sicher wähnt?
Die schon für sich spannende und auch für Fachleute mit gänzlich neuen Informationen garnierte Schilderung beschließt Mirbach mit der Auswertung einiger Studien und einer Befragung unter 51 in den demokratischen Parteien aktiven Muslimen über deren Selbsteinschätzung (z.B. Religiosität), Erfahrungen inner- und außerhalb ihrer Partei, Ziele und Hoffnungen. Wer sich für einen bislang unterschätzten Aspekt der Zukunft der politischen und religiösen Landschaft in Deutschland interessiert, sollte sich Mirbachs Buch vornehmen!
blume-religionswissenschaft - 12. Jan, 06:35
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