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Montag, 23. Juni 2008

Elisabeth Beck-Gernsheim: Störfall Kind. Frauen in der Planungsfalle

Unter den "Geheimtips" wissenschaftlicher Literatur nimmt bei mir Frau Prof. Beck-Gernsheim einen hohen Rang ein: Die Familiensoziologin beherrscht es, wissenschaftlich und inhaltlich kompakt Bekanntes mit historisch Neuem zu verbinden und damit den hundert Mal diskutierten Themen immer wieder eine neue Note zu geben - wenn sie auch religionsdemografische Kontexte bislang allenfalls streifte. Fulminant habe ich z.B. ihre Schilderungen des jahrhundertelangen, postmittelalterlichen Kindermangels in Paris, seiner Gründe und Ausgestaltung in Erinnerung. Und auch in ihrem Beitrag "Störfall Kind: Frauen in der Planungsfalle" in der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte", einer Beilage der Wochenzeitung "Das Parlament", verknüpft sie wieder gekonnt heutige Diskussionen mit historischen Rückblicken.

Zwei Beispiele mögen als Leseprobe genügen.

So stellt Elisabeth Beck-Gernsheim die fast kritiklose Geltung bestimmter Mutterrollen bis in die 70er Jahre anhand politischer Reden und Expertenberichte dar:

"Franz Josef Würmeling war der erste Familienminister der jungen Bundesrepublik, amtierend von 1953 bis 1962, Christdemokrat und Vater von fünf Kindern. In seinen Reden und Schriften zeigt sich exemplarisch ein konservativ ausgerichteter Zeitgeist, geleitet vom Glauben an eine naturgegebene Ordnung: Der Frau ist die Aufgabe der "Selbsthingabe und Selbstverleugnung" zugewiesen, ein Dienst an "höheren Zielen": Fürsorge für Mann und Kinder. Dementsprechend wird auch Gleichberechtigung verstanden: als Prinzip der Demokratie abstrakt und grundsätzlich bejaht, aber entschieden zurückgewiesen, wo immer sich damit ein Anspruch verbindet, die bestehende Geschlechterordnung zu verändern.

Solche Vorstellungen seien nicht nur fehlgeleitet, sie entsprächen, so Würmeling in einer Bundestagsdebatte zum Thema Gleichberechtigung und Familienpolitik, auch nicht dem inneren Wollen der Frauen: "Ich glaube kaum, dass irgendeine Frau und Mutter eine formale Gleichberechtigung, wie sie von einigen Seiten gefordert wird, überhaupt will."

Als fehlgeleitet gilt daher auch das Gleichberechtigungsgesetz der DDR, das verheirateten Frauen explizit ein Recht auf eigene Berufstätigkeit zuspricht: Das, so Würmeling, ist "eine Gleichberechtigung, vor der wir uns und unsere Frauen bewahren wollen", ein Irrdenken, weil es den Grundsatz der Gleichberechtigung von Mann und Frau isoliere von Wesen und Würde der Frau und von der naturgegebenen Ordnungsnorm der Ehe und Familie.

Als eine Gefährdung der Gesellschaft sieht Würmeling alle Ansprüche, die in Konkurrenz zum Mutterberuf stehen:. "Mutterberuf ist Hauptberuf (...) und hat höheren Wert als jeder Erwerbberuf. Und niemand kann zwei Hauptberufe gleichzeitig ausfüllen". Deshalb sei Müttererwerbstätigkeit "erzwungenes Unheil", dem mit aller Kraft entgegenzuwirken sei."

Wer jetzt aber meint, Frau Beck-Gernsheim einseitig einer bestimmten Konzeption des Feminismus zurechnen zu dürfen, wonach Freiheit in Bindungs- und Kinderlosigkeit bestehe, hat z.B. ihre Reflektionen über den Einfluss der Pille auf die real existierenden Verhaltensnormen nicht gelesen:

"Indem die Pille enorm schnell in die Schlagzeilen der Massenmedien rückte und zu vehementen Diskussionen in der Öffentlichkeit führte, wurde zugleich ein Bewusstseinsprozess ausgelöst. Bis ins letzte Dorf hinein wurde unmittelbar sichtbar, dass die Biologie nicht mehr Schicksal ist, dass es vielmehr Optionen gibt: die Entscheidung für oder gegen ein Kind.

Und im Lauf der Jahre verschoben sich allmählich die Gewichte der "Beweislast". Unter der Hand bahnte sich eine Veränderung der gesellschaftlich herrschenden Moral an: Aus dem Entscheidenkönnen wurde die Pflicht zur bewussten Entscheidung. Oder noch pointierter gesagt, mit der Verfügbarkeit der Pille wurde die Entscheidung für oder gegen ein Kind weiter "privatisiert": aus den Zwängen der Biologie entlassen und in die Verantwortung von Frau und Mann gelegt.

"Die neue Moral heißt bewusste, rationale, technisch-sichere Verhütung. Ihr Leitbild ist der aufgeklärte moderne Mensch, der verantwortungsbewusst mit dem Akt der Zeugung umgeht (...) Fast wird derjenige verdächtig, der im Zeitalter der unbegrenzten Verhütungsmöglichkeiten keinen Gebrauch davon macht. Verhütung wird vom notwendigen Übel zur aufgeklärten Staatsbürgerpflicht"."

Letztlich gelingt Prof. Beck-Gernsheim, wozu m.E. Wissenschaftler vor allem da sein sollten: Erkenntnisse so zu vermitteln, dass sie für Leser verschiedenster Grundhaltungen echte Information und damit Zumutung enthalten. Wenn Sie also einen Moment Zeit und Lust darauf haben, die so häufig (eigentlich: ständig) diskutierten Demografie- und Familienthemen mit einigen neuen Akzenten zu durchdenken, kann ich Ihnen "Störfall Kind: Frauen in der Planungsfalle" (per Klick hier) ausdrücklich empfehlen.

Trackback URL:
http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5004515/modTrackback

Ingo Bading - 19. Jun, 17:25

Polarisierung schädlich

Lieber Michael,

das Problem ist doch auch HIER folgendes: Der moderne Feminismus ist eine Reaktion auf TRADITIONELLE Religiosität.

Da der Feminismus aber selbst keine neue Form von Religiosität bisher ausgebildet hat, sondern eher mit Atheismus konform geht, bietet er schlichtweg keine Lösung an für all die Probleme, die anstehen.

Dabei hat es in den zahlreichen Lebensreform-Bewegungen des 20. Jahrhunderts ZAHLLOSES und intensives Nachdenken darüber gegeben, wie man sich von dem TRADITIONELLEN, religiöse Denken über die Rolle der Frau abwenden kann und dabei doch zu VERNÜNFTIGEN, sinnvollen Lösungen kommen kann.

Der angeführte Christdemokrat Würmeling ist doch ein Vertreter konservativer Religiosität wie er nur so im Buche steht. Er ist auch ein typischer Vertreter des vorherrschenden Denkens der Adenauer-Zeit, in der traditionelle Religiosität vielfach ein Revival erlebte.

Diese POLARISIERUNG auf die beiden Pole traditionelle Religiosität und Atheismus/radikaler Feminismus, wobei die Möglichkeit eines "dritten Weges" seit Jahrzehnten beiseite geschoben ist, führte meiner Meinung nach auch zu der derzeitigen "christdemokratischen" Haltung von Ursula von der Leyen.

Sie kommt sich supermodern vor, wenn sie sich nur von Haltungen abwendet, die durch traditionelle Religiosität verkörpert gewesen sind. Dabei merkt sie gar nicht, daß sie dabei WIEDER einmal in ein neues Extrem verfällt.

Für religiöse Menschen ganz allgemein ist das KIND ein ganz zentraler Faktor. Um es und seine Bedürfnisse herum werden alle sozialen Strukturen gruppiert. Man ist um dessentwillen zu großen Opfern bereit.

Berufstätigkeit als bloßer Wert für sich - sowohl für den Mann wie für die Frau - und dann noch bei gleichzeitiger Beiseitedrängung der etwaigen Bedürfnisse von Kindern entspringen keiner echt-religiösen, sondern einer rein materialistischen Haltung.

Bernd (Gast) - 19. Jun, 18:13

Religiöse Menschen und Fertilität

@ Ingo, im weiteren Sinne auch Michael:

"Für religiöse Menschen ganz allgemein ist das KIND ein ganz zentraler Faktor. Um es und seine Bedürfnisse herum werden alle sozialen Strukturen gruppiert. Man ist um dessentwillen zu großen Opfern bereit."

(Christlich) Religiöse vergemeinschaftete Menschen unterliegen Handlungsanweisungen á la "Seid fruchtbar und mehret euch". Doch diese Anweisungen waren/sind auch in anderen, dezidiert nicht-religiösen Gruppierungen präsent. Gehören also "Seid fruchtbar und mehret euch" und religiöse Vergemeinschaftung (egal, welche auch immer) untrennbar zusammen? Oder kam es historisch gesehen zur Vermischung von politischen und religiösen Intereressen, woraus sich dann letztlich ein bestimmter Werte-/Normenkanon gebildet hat?

(Bösartiges am Rande: es gibt in Gottes eigenem Land mindestens eine "Kirche", die den Slogan "Save the planet, kill yourself" ausgibt. Für deutsche Ohren ist der Name dieser "Kirche" sicherlich und zurecht um einiges problematischer als für amerikanische Ohren.)

@ Ingo: Polarisierung?

Lieber Ingo,

ich stimme Dir zu, dass es in Deutschland wohl generell in Gesellschaften mit langen religiösen Monopolen oder Kartellen zu einer familienpolitischen Polarisierung zwischen meist religiösen Konservativen und meist atheistischen Feminismen gekommen ist. Aber auch bei uns und erst Recht im globalen Maßstab gab und gibt es auch eine größere Vielfalt - beispielsweise feministische Bewegungen, die aus kulturellen und religiösen Kontexten heraus argumentiert und wertvolle Reformanstöße gegeben haben. Wenn vielleicht auch Alice Schwarzer noch den Eindruck erwecken will, gibt es m.E. "den Feminismus" als monolithischen Block lange nicht mehr. Und ich darf daran erinnern, dass auch in Deutschland die Religionsgemeinschaften vor allem von der Loyalität und dem Ehrenamt der Frauen leben:
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/natur-des-glaubens/gretchenfrage/2008-04-04/gretchenfrage-sind-religi-se-frauen-dumm

In der Einschätzung von Ministerin von der Leyen stimme ich Dir jedoch nicht zu. Als erziehender Vater zweier Kleinkinder erlebe ich sie nicht als "extrem", sondern als aktiv: Endlich schreibt uns eine Politikerin einmal nicht vor, wie wir unser Familienleben zu gestalten haben, sondern kämpft für echte Wahlfreiheit. Denn bisher ist das Angebot an Bildung und Betreuung insgesamt so schwach und planwirtschaftlich organisiert, dass von einer freien Wahl zwischen verschiedenen Wegen, Familie zu leben, noch keine Rede sein kann. Stattdessen verbringen Väter und Mütter viel Zeit damit, viel zu wenigen Angeboten hinterherzurennen und gnädig um Aufnahme ihrer Kinder zu betteln.

Niemand wird vor der Schulpflicht gezwungen, seine Kinder außerhalb von zu Hause betreuen und bilden zu lassen - bisher aber gibt es nicht einmal ein ausreichendes Angebot für diejenigen, die das wünschen. Wenn diese Gesellschaft gerne mehr Eltern und Kindern hätte, dann sollte sie diese einfach in deren Lebenswegen unterstützen, statt direkt oder indirekt Familienrollen vorzuschreiben. Und sie sollte vor allem auf die Stimmen derjenigen Eltern hören, die real Kinder erziehen und dabei nicht das Gehalt von Topmanagern, Professoren oder Abgeordneten zur Verfügung haben.

@ Bernd

Du schriebst:

"Religiöse vergemeinschaftete Menschen unterliegen Handlungsanweisungen á la "Seid fruchtbar und mehret euch". Doch diese Anweisungen waren/sind auch in anderen, dezidiert nicht-religiösen Gruppierungen präsent."

Das spannende Rätsel ist freilich, dass wir keine einzige "dezidiert-nichtreligiöse Gruppierung" kennen, die auch nur ein, zwei Generationen hindurch vergleichsweise reproduktiv erfolgreich war wie z.B. orthodoxe Juden oder Amische seit Jahrhunderten bzw. Jahrtausenden. Genau dieses offensichtlich nicht substituierbare "Extra" macht m.E. einen wesentlichen Teil des evolutionären Vorteils von Religiosität aus. Vgl. zum Beispiel hier:
http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/Bio-Logik10GeboteBlume0508.pdf

"Gehören also "Seid fruchtbar und mehret euch" und religiöse Vergemeinschaftung (egal, welche auch immer) untrennbar zusammen? Oder kam es historisch gesehen zur Vermischung von politischen und religiösen Intereressen, woraus sich dann letztlich ein bestimmter Werte-/Normenkanon gebildet hat?"

Wie es aussieht, bildet sich der demografisch erfolgreiche Werte- und Normenkanon schlicht im historischen Wettbewerb: Reproduktiv unproduktive Gemeinschaften wie diverse UFO-Gemeinschaften, allzu unverbindliche oder libertinäre Entwürfe oder z.B. auch die christlichen Shaker erlöschen mangels Nachwuchs, die reproduktiv erfolgreichen Lehren setzen sich dagegen auch innerhalb der Religionsgemeinschaften tendenziell durch. Evolutionäre Selbstorganisation durch Wettbewerb, siehe hierzu z.B.
http://www.kas.de/wf/doc/kas_13362-544-1-30.pdf

@ Bernd (II.)

Gerade für Dich gefunden, ein schönes Zitat zweier französischer Demografen:

"Es liegt in der Natur der Sache, dass diejenigen religiösen Systeme, die bis heute weitverbreitet sind, eine positive Einstellung zur Fortpflanzung haben: Andere, welche die Sinnlosigkeit der Fortpflanzung postulieren - und solche gab es durchaus -, sind mitsamt ihren Anhängern zum Aussterben verurteilt."(S. 27)

Gesamtrezi dieses Buches hier:
http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4817161/
Ingo Bading - 20. Jun, 09:41

warum sonst ein "Fall Eva Herman"?

Lieber Michael,

da ich gerade das Buch "Der Fall Eva Herman" lese, kann ich Dir nicht uneingeschränkt zustimmen. WENN die Vielfalt in unserem Land in Politik und Medien tatsächlich so groß wäre, hätte es einen solchen "Fall" gar nicht geben können.

Wir leben in einer SEHR polarisierten Atmosophäre. Eve Herman ist doch gar nicht religiös. Warum fragt man sie, was sie alles "bei Mixa" gelernt habe??? EXAKT das, was ich sage!

Aber selbst die Haltung von Eva Herman selbst ist in sich "polarisiert".

Es ist doch z.B. gar nicht nötig, dauernd nur über "die Mütter" zu reden. Warum redet man nicht schlicht über Eltern und die feministische Emphase ist sofort weg. Eva Herman verfängt sich selbst in dem, was sie anderen vorwirft, dort verfangen zu sein. (Langes Thema ...)

("Ursula von" habe ich neulich ... - ach, lassen wir das.)

Michael, ich werde jetzt übrigens jedes mal, wenn Du von dem evolutionären Vorteil von Religiosität sprichst, in Gedanken für mich dazu setzen: "von SEHR konservativer, traditioneller Religiosität" (soweit es westliche Gesellschaften betrifft). Weil es der Wahrheit näher kommt.

Teils - teils

Lieber Ingo,

danke für Deinen Beitrag, auf den ich gerne eingehe.

Du schriebst: "da ich gerade das Buch "Der Fall Eva Herman" lese, kann ich Dir nicht uneingeschränkt zustimmen. WENN die Vielfalt in unserem Land in Politik und Medien tatsächlich so groß wäre, hätte es einen solchen "Fall" gar nicht geben können."

Ja, da stimme ich Dir zu! Wie Du weißt, lehne ich die Thesen von Frau Herman als empirisch unfundiert ab - aber finde es empörend, wie unfair und kampagnenmäßig mit ihr umgegangen wurde. Noch scheint es in Deutschland leider Usus zu sein, Familienpolitik auf dem Niveau unterster Schublade zu diskutieren und Vertreter traditioneller Familienrollen in die rechtsextreme Ecke zu schieben. Ganz klar: Das lehne ich ab!

"Wir leben in einer SEHR polarisierten Atmosophäre."

Genau. Und darüber müssen wir hinweg. Deswegen hilft es m.E. wenig, Frau von der Leyen vorzuwerfen, sie wäre "extrem"! Besser wird es m.E. erst, wenn verschiedene Lebens- und Familienmodelle wirklich respektiert und ihre Protagonistinnen nicht mehr reflexartig beschimpft werden.

"Eve Herman ist doch gar nicht religiös. Warum fragt man sie, was sie alles "bei Mixa" gelernt habe??? EXAKT das, was ich sage!"

Frau Herman gibt an, parallel zu ihrer Entscheidung für ihr Kind zu einer tiefen Gottesbeziehung gefunden zu haben. Mir liegt dazu ein aktuelles Interview vor, aus dem ich in einem kommenden Beitrag zitieren werde.

"Es ist doch z.B. gar nicht nötig, dauernd nur über "die Mütter" zu reden. Warum redet man nicht schlicht über Eltern und die feministische Emphase ist sofort weg. Eva Herman verfängt sich selbst in dem, was sie anderen vorwirft, dort verfangen zu sein. (Langes Thema ...)"

Ja, genau so sehe ich das auch! Volle Zustimmung!

"Michael, ich werde jetzt übrigens jedes mal, wenn Du von dem evolutionären Vorteil von Religiosität sprichst, in Gedanken für mich dazu setzen: "von SEHR konservativer, traditioneller Religiosität" (soweit es westliche Gesellschaften betrifft). Weil es der Wahrheit näher kommt."

Nein, so ist es nicht. Erinnere Dich: Zeugen Jehovas und Neuapostolische Kirche sind inzwischen reproduktiv weit unter Durchschnitt gesunken, wogegen Anthroposophen und Freikirchen, die Familienorientierung mit hochwertigen Bildungs- und Betreuungsangeboten sowie Wahlfreiheiten verbinden, sehr viel erfolgreicher sind!
Siehe z.B. hier: http://fowid.de/fileadmin/textarchiv/Religion_und_Reproduktion__Michael_Blume___TA-2007-6.pdf

Insofern gebe ich Dir Recht, dass wir auch in Zukunft keine schliche Retraditionalisierung, sondern neue Formen religiöser Vergemeinschaftung erleben werden. Ich bin nur etwas zurückhaltender mit Voraussagen, weil ich glaube, dass sich Evolutionsprozesse kaum prognostizieren, geschweige denn vorausplanen lassen. Letztlich werden sich aus vielen neuen Wegen die erfolgreichen heraus schälen - wie es bei Evolution nun einmal der Fall ist.

Mit herzlichen Grüßen

Michael

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