Erste islamische Schule in Frankreich wird staatlich gefördert
Paris (dpa) - In Frankreich soll zum ersten Mal eine muslimische Privatschule, in der Schleier [Anm. Blume: Kopftuch] getragen werden darf, finanzielle Unterstützung des Staates bekommen.
Vom nächsten Schuljahr an zahle der Staat das Gehalt der Lehrer, sagte am Mittwoch Makhnouf Mameche, Vize-Schuldirektor des Averroes-Gymnasiums in Lille. Grundlage dafür sei ein Vertrag zwischen Schule und Staat, wie ihn auch die katholischen Privatschulen in Frankreich abgeschlossen hätten. Es ist der erste Vertrag dieser Art mit einer muslimischen Privatschule.
Das seit 2003 bestehende Averroes-Gymnasium, das 90 Schüler hat, wurde bislang aus Spenden und Schulgebühren finanziert. Anlass der Gründung war der Ausschluss von 19 muslimischen Schülerinnen aus einer öffentlichen Schule, die sich weigerten, in der Schule ihren Schleier abzulegen. Nach dem Staatsvertrag ist die Schule verpflichtet, dem offiziellen Lehrplan zu folgen und Schüler unabhängig von ihrer Religion aufzunehmen. Der einzige Unterschied zum staatlichen Lehrplan sei Arabisch als zweite Fremdsprache und ein freiwilliger Kurs über die muslimische Religion, sagte Mameche.
Derzeit gibt es vier muslimische Privatschulen in Frankreich.
Ergänzung: Die beginnende Gleichstellung und Integration islamischer Religionsgemeinschaften in das Staat-Kirchen-Verhältnis in Frankreich steht im Kontext der religionsdemografischen Belebung (auch) in Europa: Wie in den USA, stammt ein wachsender Anteil der nachwachsenden Generationen aus den kinderreicheren, religiösen Familien.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy reagiert auf die Wiederkehr der Religionen mit dem Konzept einer "positiven Laizität". Auch in Deutschland hat der freiheitlich-postsäkulare religionsdemografische Wettbewerb der Religionen bereits eingesetzt.
Vom nächsten Schuljahr an zahle der Staat das Gehalt der Lehrer, sagte am Mittwoch Makhnouf Mameche, Vize-Schuldirektor des Averroes-Gymnasiums in Lille. Grundlage dafür sei ein Vertrag zwischen Schule und Staat, wie ihn auch die katholischen Privatschulen in Frankreich abgeschlossen hätten. Es ist der erste Vertrag dieser Art mit einer muslimischen Privatschule.
Das seit 2003 bestehende Averroes-Gymnasium, das 90 Schüler hat, wurde bislang aus Spenden und Schulgebühren finanziert. Anlass der Gründung war der Ausschluss von 19 muslimischen Schülerinnen aus einer öffentlichen Schule, die sich weigerten, in der Schule ihren Schleier abzulegen. Nach dem Staatsvertrag ist die Schule verpflichtet, dem offiziellen Lehrplan zu folgen und Schüler unabhängig von ihrer Religion aufzunehmen. Der einzige Unterschied zum staatlichen Lehrplan sei Arabisch als zweite Fremdsprache und ein freiwilliger Kurs über die muslimische Religion, sagte Mameche.
Derzeit gibt es vier muslimische Privatschulen in Frankreich.
Ergänzung: Die beginnende Gleichstellung und Integration islamischer Religionsgemeinschaften in das Staat-Kirchen-Verhältnis in Frankreich steht im Kontext der religionsdemografischen Belebung (auch) in Europa: Wie in den USA, stammt ein wachsender Anteil der nachwachsenden Generationen aus den kinderreicheren, religiösen Familien.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy reagiert auf die Wiederkehr der Religionen mit dem Konzept einer "positiven Laizität". Auch in Deutschland hat der freiheitlich-postsäkulare religionsdemografische Wettbewerb der Religionen bereits eingesetzt.
blume-religionswissenschaft - 19. Jun, 06:41
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