Muss der 'wahre' Naturwissenschaftler Atheist sein?
28.06.08 - 29.06.08
Über das Verhältnis von Glaube und Wissen
Mit: Wolfgang Beinert, Michael Blume, Bernulf Kanitscheider, Regine Kather u.a.
88250 Weingarten, Tagungshaus
Nachtrag:
Und hier der Vortrag als Ton-Bild-Präsentation (gekürzte Version) oder als pdf-Dokument, ergänzt um einige Bezüge zum hervorragenden Vortrag von Prof. Nico Michiels (Evolutionsbiologe Tübingen):
Über das Verhältnis von Glaube und Wissen
Mit: Wolfgang Beinert, Michael Blume, Bernulf Kanitscheider, Regine Kather u.a.
88250 Weingarten, Tagungshaus
Nachtrag:
Und hier der Vortrag als Ton-Bild-Präsentation (gekürzte Version) oder als pdf-Dokument, ergänzt um einige Bezüge zum hervorragenden Vortrag von Prof. Nico Michiels (Evolutionsbiologe Tübingen):
blume-religionswissenschaft - 28. Jun, 06:16
7 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
wvs - 11. Jun, 15:32
Die Frage wird häufig gestellt ....
und ich bin überzeugt: Nein!
Viele der bekannten & berühmten Naturforscher waren schon deswegen überzeugte Christen (meist), weil sie erkannt hatten, daß es Grenzbereiche gibt, in denen alles Wissen und Forschen auf eine übergeordnete 'Macht' hinweist - sollte sich eines Tages herausstellen, daß es nur Quarks, Leptonen und Neutrinos waren:
Auch gut - aber wer hat die 'erfunden'?
Viele der bekannten & berühmten Naturforscher waren schon deswegen überzeugte Christen (meist), weil sie erkannt hatten, daß es Grenzbereiche gibt, in denen alles Wissen und Forschen auf eine übergeordnete 'Macht' hinweist - sollte sich eines Tages herausstellen, daß es nur Quarks, Leptonen und Neutrinos waren:
Auch gut - aber wer hat die 'erfunden'?
Markus (Gast) - 17. Jun, 17:22
Aber genau ;-) ...
... so sehe ich das auch! Und es mag sein, dass ich mich täusche: Ich habe den Eindruck, dass sich heute mehr Wissenschaftler als gläubig outen.
blume-religionswissenschaft - 17. Jun, 19:53
Ja...
...und ich bin gespannt, wie die Veranstaltung verlaufen wird. Wenn ich es zeitlich schaffe, verschrifte ich den eigenen Vortrag und stelle ihn online.
wvs - 14. Jun, 23:56
Werden hier ....
nur Kommentare "in Empfang genommen"
- oder gibt es darauf auch irgendwelche Reaktionen?
Siehe ansonsten >hier<
- oder gibt es darauf auch irgendwelche Reaktionen?
Siehe ansonsten >hier<
blume-religionswissenschaft - 15. Jun, 00:02
Oh...
...ich hatte Ihren Beitrag einfach als Meinungsäußerung akzeptiert - zumal ich ihm zustimme und selbst auch die Contra-Seite vertreten werde. :-)
Herzliche Grüße!
Michael Blume
Herzliche Grüße!
Michael Blume
MMarheinecke - 28. Jun, 19:31
Muss der 'wahre' Naturwissenschaftler Atheist sein? - Ja, unbedingt - und zwar im Sinne eines "methodologischen Atheismus". Die "Gotteshypothese" ("irgend jemand muss die Quarks doch gemacht haben" oder "irgend jemand muss dafür gesorgt haben, dass die Naturkonstanten so sind, dass sie die Entwicklung von Leben in unserem Universum zulassen") ist kein legitimer Faktor bei der ursächlichen Erklärung naturwissenschaftlicher Phänomene.
Was ein Naturwissenschaftler persönlich glaubt, ist dabei völlig egal - es ist verhältnismäßig leicht, den Glauben an der Labortür abzulegen. Leichter jedenfalls als in den Sozial- und Geisteswissenschaften.
Was ein Naturwissenschaftler persönlich glaubt, ist dabei völlig egal - es ist verhältnismäßig leicht, den Glauben an der Labortür abzulegen. Leichter jedenfalls als in den Sozial- und Geisteswissenschaften.
blume-religionswissenschaft - 2. Jul, 23:34
Ja, aber...
...mir scheint, dass gerade der interdisziplinäre Dialog die Grenzen zwischen Human- und Naturwissenschaften zunehmend verwischt.
"Was ein Naturwissenschaftler persönlich glaubt, ist dabei völlig egal - es ist verhältnismäßig leicht, den Glauben an der Labortür abzulegen." - Genau das erlebe ich inzwischen auch für Geistes- und Sozialwissenschaftler anders. In der Religionsforschung scheinen häufig Stimmungen über Daten, Anekdoten über empirische Studien und Vorannahmen über geprüfte Hypothesen zu triumphieren. In diesem vor-empirischen Zustand schimmern dann die jeweiligen religiösen bzw. religionskritischen Positionen ungefiltert, da kaum empirisch entwickelt und überprüft, durch.
"Was ein Naturwissenschaftler persönlich glaubt, ist dabei völlig egal - es ist verhältnismäßig leicht, den Glauben an der Labortür abzulegen." - Genau das erlebe ich inzwischen auch für Geistes- und Sozialwissenschaftler anders. In der Religionsforschung scheinen häufig Stimmungen über Daten, Anekdoten über empirische Studien und Vorannahmen über geprüfte Hypothesen zu triumphieren. In diesem vor-empirischen Zustand schimmern dann die jeweiligen religiösen bzw. religionskritischen Positionen ungefiltert, da kaum empirisch entwickelt und überprüft, durch.



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