Männer und Frauen fremder Kulturen - Wahrnehmung zwischen Fremdenfurcht - Exotismus
Wer (auch) über andere Kulturen und Religionen bzw. über Kultur- und Religionsvergleiche wissenschaftlich arbeitet, wird schnell auf eine verstörende Konstante treffen: Die verschiedenartige Konstruktion von den männlichen und weiblichen Angehörigen der je anderen Kultur und Religion.
Nehmen wir zum Beispiel Japan: Die in Europa und den USA populären Vorstellungen japanischer Männer kreisen um Samurai, Kampfsportarten und Kamikaze-Soldaten, eiskalte Manager und hinter all dem schräge und manchmal ausschweifende Bräuche. Bestenfalls gelten japanische Männer in der populären Wahrnehmung als potentiell ehrenvolle Verbündete, häufiger jedoch werden sie weniger schmeichelhaft betrachtet. Das Internet quillt über mit Darstellungen japanischer Kampfkunst und Kriegsführung.
Völlig konträr dazu verhält sich die Wahrnehmung japanischer Frauen: kindlich, naiv, verspielt, die bekannteste Rolle wohl die einer Geisha, mit einer Aura von Kirschblüten usw. Darstellungen weiblicher Japanerinnen kreisen häufig um erotische Themen, anbei eine der harmloseren Liebeserklärungen eines Nicht-Japaners.
Natürlich betrifft diese Wahrnehmung...
...nicht nur Japaner, sondern jede Gruppe, zu der wenig alltäglicher Kontakt besteht. Spreche ich zum Beispiel über Muslime, Araber, Türken vor einem Publikum mit wenig Alltagskontakten, so sind sehr ähnliche Klischees parat: Die muslimischen, arabischen, türkischen Männer gelten grundsätzlich als finster, potentiell gewalttätig und bedrohlich, früher (z.B. gegen die Sowjetunion) bestenfalls als edle, tapfere Verbündete - die muslimischen, arabischen und türkischen jungen Frauen dagegen als zarte, unterdrückte und der (auch sexuellen) Befreiung harrenden Geschöpfe.
Umgekehrt völlig das Gleiche: In islamischen Ländern erscheinen westliche Männer nicht selten als arrogante Aggressoren, die statt menschlicher Beziehungen nur den eigenen Vorteil maximieren - die westlichen Frauen dagegen als exotisch-schöne, aber entwürdigte Geschöpfe, von einer materialistischen Kultur sexuell ausgebeutet und um ihr "eigentliches" Glück behüteter Mutter- und Familienrollen gebracht...
Zufall ist all dies natürlich nicht...
...sondern Produkt unseres evolutiven Erbes: Wir, die Medien und den Medienkonsum dominierenden Männer, betrachten uns im Alltag noch fremde Gruppen halb bewusst durch jene Perspektive, die sich in Jahrhunderttausenden der Interaktion herausgebildet hat:
Männer anderer Gruppen sind bestenfalls Verbündete und Handelspartner, aber im Zweifelsfall doch eher gewalttätige, gefährliche Konkurrenten. Berichte und Signale, die diese Klischees bedienen, werden verstärkt nachgefragt und wahrgenommen. Frauen anderer Gruppen wären dagegen eine (buchstäblich) reizvolle Erweiterung des eigenen Genpools und entsprechend attraktiv wirken Erklärungen, die den fremden Männern die Schurkenrolle und der Eigengruppe die des (auch sexuellen) Befreiers zuschreiben.
Über "Allahs unterdrückte Töchter" wollen wir in Deutschland Titelgeschichten lesen, nicht aber über den florierenden Frauenhandel aus Osteuropa und Thailand in die deutschsprachigen Länder. Umgekehrt gehen Berichte über die entehrende Werbung und hohen Scheidungsraten in westlichen Ländern in islamischen Ländern besser als Enthüllungen zu Gewalt in den eigenen Familien. Die bösen Männer, das sind immer die anderen und die zu befreienden Frauen auch...
Fremdenfurcht - Exotismus
So wird die (von Gewalt faszinierte) Fremdenfurcht stärker auf die Männer anderer Kulturen, der (von sexuellen Obertönen nicht freie) Exotismus stärker auf die Frauen bezogen - und dies alles meist schlecht kaschiert als "moralisches" Urteil über die je andere Kultur oder Religion, deren Frauen ein "viel besseres Schicksal" verdient hätten...
Wenn Sie also das nächste Mal einer vermeintlich seriösen Diskussion über "die" je andere Gruppe, Kultur oder Religion beiwohnen - achten Sie einmal darauf, wie die Wahrnehmungen fast immer verteilt werden. Aber lassen Sie sich besser nicht beim Schmunzeln erwischen...
Nehmen wir zum Beispiel Japan: Die in Europa und den USA populären Vorstellungen japanischer Männer kreisen um Samurai, Kampfsportarten und Kamikaze-Soldaten, eiskalte Manager und hinter all dem schräge und manchmal ausschweifende Bräuche. Bestenfalls gelten japanische Männer in der populären Wahrnehmung als potentiell ehrenvolle Verbündete, häufiger jedoch werden sie weniger schmeichelhaft betrachtet. Das Internet quillt über mit Darstellungen japanischer Kampfkunst und Kriegsführung.
Völlig konträr dazu verhält sich die Wahrnehmung japanischer Frauen: kindlich, naiv, verspielt, die bekannteste Rolle wohl die einer Geisha, mit einer Aura von Kirschblüten usw. Darstellungen weiblicher Japanerinnen kreisen häufig um erotische Themen, anbei eine der harmloseren Liebeserklärungen eines Nicht-Japaners.
Natürlich betrifft diese Wahrnehmung...
...nicht nur Japaner, sondern jede Gruppe, zu der wenig alltäglicher Kontakt besteht. Spreche ich zum Beispiel über Muslime, Araber, Türken vor einem Publikum mit wenig Alltagskontakten, so sind sehr ähnliche Klischees parat: Die muslimischen, arabischen, türkischen Männer gelten grundsätzlich als finster, potentiell gewalttätig und bedrohlich, früher (z.B. gegen die Sowjetunion) bestenfalls als edle, tapfere Verbündete - die muslimischen, arabischen und türkischen jungen Frauen dagegen als zarte, unterdrückte und der (auch sexuellen) Befreiung harrenden Geschöpfe.
Umgekehrt völlig das Gleiche: In islamischen Ländern erscheinen westliche Männer nicht selten als arrogante Aggressoren, die statt menschlicher Beziehungen nur den eigenen Vorteil maximieren - die westlichen Frauen dagegen als exotisch-schöne, aber entwürdigte Geschöpfe, von einer materialistischen Kultur sexuell ausgebeutet und um ihr "eigentliches" Glück behüteter Mutter- und Familienrollen gebracht...
Zufall ist all dies natürlich nicht...
...sondern Produkt unseres evolutiven Erbes: Wir, die Medien und den Medienkonsum dominierenden Männer, betrachten uns im Alltag noch fremde Gruppen halb bewusst durch jene Perspektive, die sich in Jahrhunderttausenden der Interaktion herausgebildet hat:
Männer anderer Gruppen sind bestenfalls Verbündete und Handelspartner, aber im Zweifelsfall doch eher gewalttätige, gefährliche Konkurrenten. Berichte und Signale, die diese Klischees bedienen, werden verstärkt nachgefragt und wahrgenommen. Frauen anderer Gruppen wären dagegen eine (buchstäblich) reizvolle Erweiterung des eigenen Genpools und entsprechend attraktiv wirken Erklärungen, die den fremden Männern die Schurkenrolle und der Eigengruppe die des (auch sexuellen) Befreiers zuschreiben.
Über "Allahs unterdrückte Töchter" wollen wir in Deutschland Titelgeschichten lesen, nicht aber über den florierenden Frauenhandel aus Osteuropa und Thailand in die deutschsprachigen Länder. Umgekehrt gehen Berichte über die entehrende Werbung und hohen Scheidungsraten in westlichen Ländern in islamischen Ländern besser als Enthüllungen zu Gewalt in den eigenen Familien. Die bösen Männer, das sind immer die anderen und die zu befreienden Frauen auch...
Fremdenfurcht - Exotismus
So wird die (von Gewalt faszinierte) Fremdenfurcht stärker auf die Männer anderer Kulturen, der (von sexuellen Obertönen nicht freie) Exotismus stärker auf die Frauen bezogen - und dies alles meist schlecht kaschiert als "moralisches" Urteil über die je andere Kultur oder Religion, deren Frauen ein "viel besseres Schicksal" verdient hätten...
Wenn Sie also das nächste Mal einer vermeintlich seriösen Diskussion über "die" je andere Gruppe, Kultur oder Religion beiwohnen - achten Sie einmal darauf, wie die Wahrnehmungen fast immer verteilt werden. Aber lassen Sie sich besser nicht beim Schmunzeln erwischen...
blume-religionswissenschaft - 5. Mai, 06:14
8 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Claudia (anonym) - 5. Mai, 12:32
Stimmt auffallend…
… vor wenigen Tagen durfte ich ein zu diesem Artikel passendes Vorurteil selbst erleben, und an einer Stelle, wo ich es nicht erwartet hätte. Da erläuterte mir nämlich ein tapferer Protestant (in vollem Bewußtsein, daß ich Katholikin bin), daß Katholiken allgemein Duckmäuser sind, verhuscht, obrigkeitsgläubig und bildungsfern… Ich glaube, er hätte mich gerne befreit, aber "da sei Gott vor".
Mit ökumenischem Lächeln
Claudia
Mit ökumenischem Lächeln
Claudia
blume-religionswissenschaft - 5. Mai, 17:25
Der arme Mann...
...eine selbstbewußte Katholikin war dann sicher genauso eine Zumutung wie es eine selbstbewußte Muslimin oder Jüdin für viele ist! So etwas passt nicht in allzu holzschnittartige Weltbilder. Naja, die Realität wird halt sehr viel komplizierter (und interessanter!) wenn sich die Menschen in all ihrer spannenden Vielfalt wirklich und im Alltag kennenlernen! :-)
Das ökumenische Lächeln erwidernd
Michael
Das ökumenische Lächeln erwidernd
Michael
Marvin (anonym) - 6. Mai, 18:14
Nur Klischees?
Hat nicht die unterschiedliche Wahrnehmung der beiden Geschlechter - unabhängig ob aus einem "fremden" oder dem eigenen Kulturkreis - vor allem den Hintergrund, dass Männer tatsächlich durchweg aggressiver, gewalttätiger, kriegerischer, etc. sind, während Frauen z.B. unter Samurais und Selbstmordattentätern dann doch eher Mangelware sind?
blume-religionswissenschaft - 7. Mai, 09:13
Was wird verstärkt?
Hallo Marvin,
ganz klar: es gibt diese unterschiedlichen Befunde durchaus, etwa männliche Samurai und weibliche Geisha. Nur werden diese in der Wahrnehmung v.a. fremder (also im Alltag unvertrauter) Kulturen massiv überrepräsentiert. So war nur ein minimaler Teil der japanischen Männer Samurai, ein sehr viel größerer Teil waren Bauern (die nicht einmal Waffen tragen durften). Ebenso amtierte nur eine verschwindend kleine Minderheit der Japanerinnen als Geisha, viel mehr waren z.B. Arbeiterinnen, nur ein minimaler Teil der Araber hatte Harems etc. Aber nicht zufällig werden diese kleinen Ausschnitte dann grotesk zu "dem" Prototypen verallgemeinert und ergeben das Klischee. Wo dagegen ein alltäglicher Umgang stattfindet, differenziert sich das Bild, weil dann eben die reellen Mehrheiten auch als Mehrheiten sicht- und erfahrbar werden.
Herzlichen Dank und willkommen auf dem Blog!
Michael
PS: Willkommen auf meiner Blogroll.
ganz klar: es gibt diese unterschiedlichen Befunde durchaus, etwa männliche Samurai und weibliche Geisha. Nur werden diese in der Wahrnehmung v.a. fremder (also im Alltag unvertrauter) Kulturen massiv überrepräsentiert. So war nur ein minimaler Teil der japanischen Männer Samurai, ein sehr viel größerer Teil waren Bauern (die nicht einmal Waffen tragen durften). Ebenso amtierte nur eine verschwindend kleine Minderheit der Japanerinnen als Geisha, viel mehr waren z.B. Arbeiterinnen, nur ein minimaler Teil der Araber hatte Harems etc. Aber nicht zufällig werden diese kleinen Ausschnitte dann grotesk zu "dem" Prototypen verallgemeinert und ergeben das Klischee. Wo dagegen ein alltäglicher Umgang stattfindet, differenziert sich das Bild, weil dann eben die reellen Mehrheiten auch als Mehrheiten sicht- und erfahrbar werden.
Herzlichen Dank und willkommen auf dem Blog!
Michael
PS: Willkommen auf meiner Blogroll.
Marvin (anonym) - 7. Mai, 15:34
Ok,
damit hast Du sicherlich sehr Recht :)
Ich bedanke mich und freue mich auf weitere sehr interessante Beiträge.
Ich bedanke mich und freue mich auf weitere sehr interessante Beiträge.
Kunar - 8. Mai, 01:21
Auch bei Vorurteilen...
...sollte man nicht pauschalisieren. Ich glaube, dass man noch nicht einmal die Evolution bemühen muss, um die unterschiedliche Wahrnehmung von Frauen und Männern zu erklären.
Natürlich werden genau solche Elemente einer anderen Kultur besonders stark wahrgenommen, die in der eigenen nicht vorkommen oder untypisch sind. Deswegen habe ich oft von Italienern gehört, dass alle deutschen Frauen blond sind - und Blondinen natürlich automatisch attraktiv, unabhängig vom sonstigen Aussehen oder gar anderen Eigenschaften. Hier spielt auch einfach der Reiz des Exotischen eine Rolle, ohne dass es um Befreiungsphantasien geht.
Das liefert m. E. eine viel einfachere Erklärung dafür, warum aus männlicher Sicht ausländische Frauen als Bereicherung, ausländische Männer jedoch als Bedrohung wahrgenommen werden: Je mehr Frauen, desto größer die Auswahl möglicher Partner. Je mehr Männer, desto mehr Konkurrenz gibt es auch.
So kann es umgekehrt auch für Frauen gelten: Der Typ "Latin Lover" wirkt auf manche aufregend durch sein Aussehen und sein Verhalten. Stereotype gibt es nicht nur in der Männerwelt.
Falls das Interesse jedoch nicht allgemein einem speziellen Aussehen oder der Herkunft aus einem bestimmten Land gilt, sondern einer konkreten Person, dann ist das ausdrücklich zu begrüßen. Eine internationale Partnerschaft ist für beide Beteiligten ein Gewinn und trägt zudem zur Völkerverständigung bei.
Natürlich werden genau solche Elemente einer anderen Kultur besonders stark wahrgenommen, die in der eigenen nicht vorkommen oder untypisch sind. Deswegen habe ich oft von Italienern gehört, dass alle deutschen Frauen blond sind - und Blondinen natürlich automatisch attraktiv, unabhängig vom sonstigen Aussehen oder gar anderen Eigenschaften. Hier spielt auch einfach der Reiz des Exotischen eine Rolle, ohne dass es um Befreiungsphantasien geht.
Das liefert m. E. eine viel einfachere Erklärung dafür, warum aus männlicher Sicht ausländische Frauen als Bereicherung, ausländische Männer jedoch als Bedrohung wahrgenommen werden: Je mehr Frauen, desto größer die Auswahl möglicher Partner. Je mehr Männer, desto mehr Konkurrenz gibt es auch.
So kann es umgekehrt auch für Frauen gelten: Der Typ "Latin Lover" wirkt auf manche aufregend durch sein Aussehen und sein Verhalten. Stereotype gibt es nicht nur in der Männerwelt.
Falls das Interesse jedoch nicht allgemein einem speziellen Aussehen oder der Herkunft aus einem bestimmten Land gilt, sondern einer konkreten Person, dann ist das ausdrücklich zu begrüßen. Eine internationale Partnerschaft ist für beide Beteiligten ein Gewinn und trägt zudem zur Völkerverständigung bei.
blume-religionswissenschaft - 8. Mai, 21:17
Kein Widerspruch...
Hallo Kunar,
Du schriebst: "Das liefert m. E. eine viel einfachere Erklärung dafür, warum aus männlicher Sicht ausländische Frauen als Bereicherung, ausländische Männer jedoch als Bedrohung wahrgenommen werden: Je mehr Frauen, desto größer die Auswahl möglicher Partner. Je mehr Männer, desto mehr Konkurrenz gibt es auch."
Und ich schrieb: "Männer anderer Gruppen sind bestenfalls Verbündete und Handelspartner, aber im Zweifelsfall doch eher gewalttätige, gefährliche Konkurrenten."
Über die sehr einfachen, biologischen Mechanismen sind wir uns m.E. völlig einig. Ich weise hier nur darauf hin, dass diese simplen Grundmechanismen dann auch bestimmte, weltanschauliche Erzählungen nachfrageseitig begünstigen (beispielsweise das der exotisch-jungen, von bösen Männern unterdrückten und auch sexuell zu befreienden Frau), insofern ihnen keine realen Alltagserfahrungen und -interessen gegenüber stehen.
Will sagen: Die Vorurteile sind nicht unvermittelt in unserer (Neuro-)Biologie verankert, aber unsere (Neuro-)Biologie begünstigt die Nachfrage nach bestimmten, kulturellen Vorurteilen.
Dass dies auch für Frauen gilt, bestreite ich ebenfalls überhaupt nicht - und lese immer wieder staunend interessante Passagen der erfolgreichen Frauenromane und deren Weltkonstruktion. Und versuche meine Frau derzeit zu überzeugen, dazu auch hin und wieder mal einen Blogbeitrag zu schreiben. :-)
Herzliche Grüße - koroni saluti! (Oder wie übersetzt man das richtig?)
Michael
Du schriebst: "Das liefert m. E. eine viel einfachere Erklärung dafür, warum aus männlicher Sicht ausländische Frauen als Bereicherung, ausländische Männer jedoch als Bedrohung wahrgenommen werden: Je mehr Frauen, desto größer die Auswahl möglicher Partner. Je mehr Männer, desto mehr Konkurrenz gibt es auch."
Und ich schrieb: "Männer anderer Gruppen sind bestenfalls Verbündete und Handelspartner, aber im Zweifelsfall doch eher gewalttätige, gefährliche Konkurrenten."
Über die sehr einfachen, biologischen Mechanismen sind wir uns m.E. völlig einig. Ich weise hier nur darauf hin, dass diese simplen Grundmechanismen dann auch bestimmte, weltanschauliche Erzählungen nachfrageseitig begünstigen (beispielsweise das der exotisch-jungen, von bösen Männern unterdrückten und auch sexuell zu befreienden Frau), insofern ihnen keine realen Alltagserfahrungen und -interessen gegenüber stehen.
Will sagen: Die Vorurteile sind nicht unvermittelt in unserer (Neuro-)Biologie verankert, aber unsere (Neuro-)Biologie begünstigt die Nachfrage nach bestimmten, kulturellen Vorurteilen.
Dass dies auch für Frauen gilt, bestreite ich ebenfalls überhaupt nicht - und lese immer wieder staunend interessante Passagen der erfolgreichen Frauenromane und deren Weltkonstruktion. Und versuche meine Frau derzeit zu überzeugen, dazu auch hin und wieder mal einen Blogbeitrag zu schreiben. :-)
Herzliche Grüße - koroni saluti! (Oder wie übersetzt man das richtig?)
Michael
Kunar - 14. Mai, 22:57
Ja, so sehe ich das auch!
So wie Du es im Kommentar formuliert hast, gefällt es mir. Noch drei Buchtipps zum Thema "Verwirrungen der Liebe" zwischen Menschen verschiedener Kulturkreise: Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein; Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen; Dietrich Schwanitz: Männer - eine Spezies wird besichtigt. Da wird auf den "Latin Lover" eingegangen sowie Missverständnisse zwischen Signalen von Männern und Frauen aus verschiedenen Ländern.


Trackback URL:
http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4826759/modTrackback