Zitat Polybios (2. Jht. v. Chr.) zum demografischen Niedergang des antiken Griechenland
Das Zitat des griechischen Historikers Polybios aus dem 2. Jahrhundert vor Christus, wiedergefunden von Herwig Birg hier zeigt, dass auch demografische Bevölkerungsimplosionen kein Produkt der Neuzeit sind, sondern unter den Bedingungen von Wohlstand und Sklavenhaltung (als "Kapital" auch zur Altersversorgung) auch im spätantiken Griechenland und Rom auftraten.
Zitat:
"In der Zeit, in der wir leben, ist in ganz Griechenland die Zahl der Kinder, überhaupt der Bevölkerung in einem Maße zurückgegangen, dass die Städte verödet sind und das Land brachliegt, obwohl wir weder unter Kriegen von längerer Dauer noch unter Seuchen zu leiden hatten [...] weil die Menschen der Großmannssucht, der Habgier und dem Leichtsinn verfallen sind, weder mehr heiraten noch, wenn sie es tun, die Kinder, die ihnen geboren werden, großziehen wollen, sondern meist nur eins oder zwei, damit sie im Luxus aufwachsen und ungeteilt den Reichtum ihrer Eltern erben, nur deshalb hat das Übel schnell und unvermerkt um sich gegriffen. Wenn nur ein oder zwei Kinder da sind und von diesen das eine der Krieg, das andere eine Krankheit hinwegrafft, bleibt natürlich Haus und Hof verwaist zurück, und die Städte, ebenso wie ein Bienenschwarm, werden allmählich arm und ohnmächtig." (zitiert nach Bernhard Felderer, Wirtschaftliche Entwicklung bei schrumpfender Bevölkerung, Berlin, Heidelberg, New York 1983, S. 128)
Anmerkung: Der demografische Niedergang des spätantiken Polytheismus leitete den Aufstieg der monotheistischen Religionen (v.a. Juden- und Christentum) im Mittelmeerraum ein, die auch heute noch unter wohlhabend-freiheitlichen Bedingungen durchschnittlich deutlich stabilere und kinderreichere Familien als Konfessionslose hervorbringen. Eine sehr eindrucksvolle Schilderung dieses biokulturellen Wettbewerbsprozesses ist David Sloan Wilson in "Darwins Cathedral" (2002) gelungen.
Und zum Vergleich mit dem spätantiken Polybios die häufigsten Gründe (in %), die Kinderlose in Deutschland heute gegen Kinder anführten:

Zitat:
"In der Zeit, in der wir leben, ist in ganz Griechenland die Zahl der Kinder, überhaupt der Bevölkerung in einem Maße zurückgegangen, dass die Städte verödet sind und das Land brachliegt, obwohl wir weder unter Kriegen von längerer Dauer noch unter Seuchen zu leiden hatten [...] weil die Menschen der Großmannssucht, der Habgier und dem Leichtsinn verfallen sind, weder mehr heiraten noch, wenn sie es tun, die Kinder, die ihnen geboren werden, großziehen wollen, sondern meist nur eins oder zwei, damit sie im Luxus aufwachsen und ungeteilt den Reichtum ihrer Eltern erben, nur deshalb hat das Übel schnell und unvermerkt um sich gegriffen. Wenn nur ein oder zwei Kinder da sind und von diesen das eine der Krieg, das andere eine Krankheit hinwegrafft, bleibt natürlich Haus und Hof verwaist zurück, und die Städte, ebenso wie ein Bienenschwarm, werden allmählich arm und ohnmächtig." (zitiert nach Bernhard Felderer, Wirtschaftliche Entwicklung bei schrumpfender Bevölkerung, Berlin, Heidelberg, New York 1983, S. 128)
Anmerkung: Der demografische Niedergang des spätantiken Polytheismus leitete den Aufstieg der monotheistischen Religionen (v.a. Juden- und Christentum) im Mittelmeerraum ein, die auch heute noch unter wohlhabend-freiheitlichen Bedingungen durchschnittlich deutlich stabilere und kinderreichere Familien als Konfessionslose hervorbringen. Eine sehr eindrucksvolle Schilderung dieses biokulturellen Wettbewerbsprozesses ist David Sloan Wilson in "Darwins Cathedral" (2002) gelungen.
Und zum Vergleich mit dem spätantiken Polybios die häufigsten Gründe (in %), die Kinderlose in Deutschland heute gegen Kinder anführten:

blume-religionswissenschaft - 11. Feb, 06:31
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