Die Gretchenfrage in der Evolution der Religion - Das Comic
Das Blockseminar "Religionswissenschaftliche Präsentationen zur Evolution der Religion" in Heidelberg war, soviel kann man sagen, dank der engagierten, kreativen und mutigen Studierenden ein Erlebnis! Ich war nicht nur überrascht, sondern mehrfach geradezu verblüfft. Reflektionen unseres naturwissenschaftlichen Mitwirkenden Lars Fischer finden Sie hier und hier.
Einen kreativen und auch inhaltlichen Höhepunkt bildete die humorvolle Arbeit von Chris Baumann und Kathrin Thumerer zum Zusammenhang von Religiosität und sexueller Selektion, verewigt auch in Goethes Gretchenfrage. In Form eines Comics stellen die beiden die frischen, evolutionsbiologischen Perspektiven der Religionswissenschaft mit einem ermutigendem Augenzwinkern dar. Sehen Sie (per Klick auf das Cover) selbst!

Empirische Daten zum Thema finden Sie u.a. im Einführungsvortrag (S. 30 - 32).

Einen kreativen und auch inhaltlichen Höhepunkt bildete die humorvolle Arbeit von Chris Baumann und Kathrin Thumerer zum Zusammenhang von Religiosität und sexueller Selektion, verewigt auch in Goethes Gretchenfrage. In Form eines Comics stellen die beiden die frischen, evolutionsbiologischen Perspektiven der Religionswissenschaft mit einem ermutigendem Augenzwinkern dar. Sehen Sie (per Klick auf das Cover) selbst!

Empirische Daten zum Thema finden Sie u.a. im Einführungsvortrag (S. 30 - 32).

blume-religionswissenschaft - 28. Jan, 06:53
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Adelinde (Gast) - 28. Jan, 18:14
Gretchenfrage
Sehr geehrter Herr Dr. Blume,
ich verfolge mit Anteilnahme Ihre Veröffentlichungen. Vielen Dank für die interessanten Daten. Bei Ihrer Deutung der größeren Religiosität der Frau sind Sie m. E. aber zu weit gegangen. Lesen Sie den Eintrag "Wie hast Du's mit der Religion" als meine Stellungnahme zu Ihren Ausführungen im "Adelinde-Gespräch" unter http://www.adelinde.net.
Mit freundlichen Grüßen Adelinde
ich verfolge mit Anteilnahme Ihre Veröffentlichungen. Vielen Dank für die interessanten Daten. Bei Ihrer Deutung der größeren Religiosität der Frau sind Sie m. E. aber zu weit gegangen. Lesen Sie den Eintrag "Wie hast Du's mit der Religion" als meine Stellungnahme zu Ihren Ausführungen im "Adelinde-Gespräch" unter http://www.adelinde.net.
Mit freundlichen Grüßen Adelinde
blume-religionswissenschaft - 28. Jan, 21:20
Lesenswerter Beitrag! (-:
Liebe Frau Bauer,
es wird Sie vielleicht überraschen: aber selbstverständlich stimme ich Ihrem Einspruch hier ( http://www.adelinde.net/157/wie-hast-dus-mit-der-religion/ )völlig zu!
Religionswissenschaft als empirische Wissenschaft kann nur die beobachtbaren Prozesse beschreiben - nicht aber den Zauber aufheben.
Die von Ihnen angeführte "Liebe" ist ein sehr gutes Beispiel: ein Biologe kann selbstverständlich die (z.B. hormonellen) Prozesse der Liebe beschreiben und problemlos herleiten, warum sich dieses Phänomen in der Evolution des Lebens, vor allem der Säugetiere, entwickelte, wozu sie biologisch "nützt". Nur - nimmt das der Liebe ihren Zauber? Oder kann es ihn gar vertiefen, wenn wir uns bewusst machen, dass wir an einem Prozess mitwirken, der seit Jahrmillionen das Universum durchwirkt? Und von dessen Wert, Ziel oder Ende empirische Wissenschaften (da auf Empirie = Erfahrungen, also Vergangenes bezogen) nur Wahrscheinlichkeiten, nie aber letzte Wahrheiten zu sagen wissen?
Ja, wir erforschen die Biologie der Religion, wie andere vor und neben uns die Biologie der Liebe erforscht haben. Aber seien Sie versichert, dass dies dem eigentlichen Phänomen nichts anhaben kann. Zumindest habe ich nie einen Widerspruch darin erleben können, empirisch und biologisch orientierter Wissenschaftler und im gleichen Leben Liebender und, ja, auch Glaubender (evang. Christ) zu sein. Mein Staunen ist eher gewachsen, umso mehr wir lernten und lernen. Lassen Sie mich so fragen: Muss ein echter Glauben wirklich Angst vor der wissenschaftlichen Erkenntnis haben? Ich denke, nicht.
Mit Dank für Ihre Gedanken - und ganz herzlichen Grüßen!
Michael Blume
es wird Sie vielleicht überraschen: aber selbstverständlich stimme ich Ihrem Einspruch hier ( http://www.adelinde.net/157/wie-hast-dus-mit-der-religion/ )völlig zu!
Religionswissenschaft als empirische Wissenschaft kann nur die beobachtbaren Prozesse beschreiben - nicht aber den Zauber aufheben.
Die von Ihnen angeführte "Liebe" ist ein sehr gutes Beispiel: ein Biologe kann selbstverständlich die (z.B. hormonellen) Prozesse der Liebe beschreiben und problemlos herleiten, warum sich dieses Phänomen in der Evolution des Lebens, vor allem der Säugetiere, entwickelte, wozu sie biologisch "nützt". Nur - nimmt das der Liebe ihren Zauber? Oder kann es ihn gar vertiefen, wenn wir uns bewusst machen, dass wir an einem Prozess mitwirken, der seit Jahrmillionen das Universum durchwirkt? Und von dessen Wert, Ziel oder Ende empirische Wissenschaften (da auf Empirie = Erfahrungen, also Vergangenes bezogen) nur Wahrscheinlichkeiten, nie aber letzte Wahrheiten zu sagen wissen?
Ja, wir erforschen die Biologie der Religion, wie andere vor und neben uns die Biologie der Liebe erforscht haben. Aber seien Sie versichert, dass dies dem eigentlichen Phänomen nichts anhaben kann. Zumindest habe ich nie einen Widerspruch darin erleben können, empirisch und biologisch orientierter Wissenschaftler und im gleichen Leben Liebender und, ja, auch Glaubender (evang. Christ) zu sein. Mein Staunen ist eher gewachsen, umso mehr wir lernten und lernen. Lassen Sie mich so fragen: Muss ein echter Glauben wirklich Angst vor der wissenschaftlichen Erkenntnis haben? Ich denke, nicht.
Mit Dank für Ihre Gedanken - und ganz herzlichen Grüßen!
Michael Blume




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