Öffentliche Disputation: UFOs zwischen Glauben und Realität (Am 11.01., Leipzig)
Im Rahmen meines Seminars "Angewandte Religionswissenschaft" an der Universität Leipzig hatte ich die Studenten aufgerufen, auch einmal originell und mutig zeitgenössische Themen religionswissenschaftlich zu bearbeiten.
Martin Bamert, ein sehr aktiver Student der Religionswissenschaft und Indologie, verblüffte unter dem Eindruck der unsäglichen Hagen-Bublath-Debatte bei Maischberger prompt mit einem Vorschlag: Eine seriöse, öffentliche Diskussion darüber, inwiefern UFO-Erlebnisse auf empirischen Fakten beruhen oder "nur" religiös gedeutete Erfahrungen widerspiegeln.
Diese Herausforderung sei angenommen! (-:
Sie sind also auch seitens der Universität Leipzig hiermit herzlich eingeladen:
Am Freitag, dem 11.Januar 2008
zu
Öffentlicher Vortrag und Debatte zum Thema "UFOs - Zwischen Glaube und Realität? Die Untersuchung eines der umstrittensten Phänomene der Neuzeit"
mit Martin Bamert, Religionswissenschaftliches Institut, Universität Leipzig
und
Dr. Michael Blume Religionswissenschaftliche Institute Leipzig und Heidelberg
Ort: Brüderstraße 16-18
Hörsaal 2
04103 Leipzig
Martin Bamert (Homepage im Aufbau hier) wird die affirmativen Argumente vortragen, die nach Auffassung vieler UFO-Glaubender in Deutschland und weltweit für die Realexistenz außerirdischer Besucher sprechen könnten.
Dr. Michael Blume (Homepage hier) wird dagegen argumentieren, dass sich die bisherigen UFO-Erfahrungen religionswissenschaftlich sehr viel einfacher als Deutungen religiöser Erfahrungen beschreiben lassen und auf die strukturellen Schwierigkeiten von UFO-Kulten religionsvergleichend eingehen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie dazu kämen!
Martin Bamert, ein sehr aktiver Student der Religionswissenschaft und Indologie, verblüffte unter dem Eindruck der unsäglichen Hagen-Bublath-Debatte bei Maischberger prompt mit einem Vorschlag: Eine seriöse, öffentliche Diskussion darüber, inwiefern UFO-Erlebnisse auf empirischen Fakten beruhen oder "nur" religiös gedeutete Erfahrungen widerspiegeln.
Diese Herausforderung sei angenommen! (-:
Sie sind also auch seitens der Universität Leipzig hiermit herzlich eingeladen:
Am Freitag, dem 11.Januar 2008
zu
Öffentlicher Vortrag und Debatte zum Thema "UFOs - Zwischen Glaube und Realität? Die Untersuchung eines der umstrittensten Phänomene der Neuzeit"
mit Martin Bamert, Religionswissenschaftliches Institut, Universität Leipzig
und
Dr. Michael Blume Religionswissenschaftliche Institute Leipzig und Heidelberg
Ort: Brüderstraße 16-18
Hörsaal 2
04103 Leipzig
Martin Bamert (Homepage im Aufbau hier) wird die affirmativen Argumente vortragen, die nach Auffassung vieler UFO-Glaubender in Deutschland und weltweit für die Realexistenz außerirdischer Besucher sprechen könnten.
Dr. Michael Blume (Homepage hier) wird dagegen argumentieren, dass sich die bisherigen UFO-Erfahrungen religionswissenschaftlich sehr viel einfacher als Deutungen religiöser Erfahrungen beschreiben lassen und auf die strukturellen Schwierigkeiten von UFO-Kulten religionsvergleichend eingehen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie dazu kämen!
blume-religionswissenschaft - 29. Dez, 17:52
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KP (Gast) - 3. Jan, 07:54
re:
manueller Trackback:
"Nun könnte man einwenden: UFO-Glauben sei allenfalls absurd, grober Unfug oder Unsinn, habe mit Religion nichts zu tun, sei wohl eher ein Fall für den Psychiater und man müsse den Leuten zunächst erstmal ihre Science Fiction Sammlung wegnehmen. Allerdings sind “Unsinn” oder “grober Unfug” keine geeigneten Klassifizierungskriterien."
"Nun könnte man einwenden: UFO-Glauben sei allenfalls absurd, grober Unfug oder Unsinn, habe mit Religion nichts zu tun, sei wohl eher ein Fall für den Psychiater und man müsse den Leuten zunächst erstmal ihre Science Fiction Sammlung wegnehmen. Allerdings sind “Unsinn” oder “grober Unfug” keine geeigneten Klassifizierungskriterien."
blume-religionswissenschaft - 3. Jan, 08:47
Verstehen - Bewerten
Danke, Kerstin, für die Ankündigung auch auf Deinem Blog und für die Zitation meines Doktorvaters! (-:
In der Tat sollte für den empirischen Wissenschaftler das Verstehen und Beschreiben "vor" dem Bewerten kommen. Nur dann ist es möglich, Erkenntnisse zu gewinnen, die ggf. sowohl für die Allgemeinheit wie womöglich auch für die jeweiligen Glaubenden selbst interessant und hilfreich sind. Niemandem ist geholfen, wenn eine wechselseitige Selbst- und Fremdausgrenzung UFO-Glaubende in Parallelgesellschaften ohne Dialogkanäle zur Außenwelt abgleiten läßt, wie z.B. bei Heaven's Gate tragisch geschehen. Deswegen halte ich z.B. die religionswissenschaftlichen Arbeiten von Andreas Grünschloss für so wichtig und auch beispielhaft. Seine Analyse nach Max Weber, dass sich in UFO-Phänomenen ein Prozess der "Entzauberung und Wiederverzauberung" (disenchantment and reenchantment) der Welt zwischen säkularisierender Wissenschaft und religiöser Sehnsucht vollzieht, ist zu Recht zu einem internationalen Schlüsselbegriff geworden.
Die Faszination insbesondere jüngerer Männer mit UFO-Phänomenen sowie ihre letztlich religiöse Deutung sind Teil der menschlichen Natur - und erfreulicherweise leben wir nicht in einer Gesellschaft, die z.B. Science-Fiction-Literatur (die auch ich sehr liebe (-; ), das Denken, Forschen oder Glauben verbietet. Umgekehrt aber sollten auch Vertreter der jeweiligen Mythologien mit Nachfragen und alternativen Erklärungen ihrer Phänomene umgehen können. Ob es klappt? Der Veranstaltung in Leipzig sehe ich schon jetzt gespannt entgegen! (-:
In der Tat sollte für den empirischen Wissenschaftler das Verstehen und Beschreiben "vor" dem Bewerten kommen. Nur dann ist es möglich, Erkenntnisse zu gewinnen, die ggf. sowohl für die Allgemeinheit wie womöglich auch für die jeweiligen Glaubenden selbst interessant und hilfreich sind. Niemandem ist geholfen, wenn eine wechselseitige Selbst- und Fremdausgrenzung UFO-Glaubende in Parallelgesellschaften ohne Dialogkanäle zur Außenwelt abgleiten läßt, wie z.B. bei Heaven's Gate tragisch geschehen. Deswegen halte ich z.B. die religionswissenschaftlichen Arbeiten von Andreas Grünschloss für so wichtig und auch beispielhaft. Seine Analyse nach Max Weber, dass sich in UFO-Phänomenen ein Prozess der "Entzauberung und Wiederverzauberung" (disenchantment and reenchantment) der Welt zwischen säkularisierender Wissenschaft und religiöser Sehnsucht vollzieht, ist zu Recht zu einem internationalen Schlüsselbegriff geworden.
Die Faszination insbesondere jüngerer Männer mit UFO-Phänomenen sowie ihre letztlich religiöse Deutung sind Teil der menschlichen Natur - und erfreulicherweise leben wir nicht in einer Gesellschaft, die z.B. Science-Fiction-Literatur (die auch ich sehr liebe (-; ), das Denken, Forschen oder Glauben verbietet. Umgekehrt aber sollten auch Vertreter der jeweiligen Mythologien mit Nachfragen und alternativen Erklärungen ihrer Phänomene umgehen können. Ob es klappt? Der Veranstaltung in Leipzig sehe ich schon jetzt gespannt entgegen! (-:



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