Zitat Herwig Birg zu Religion - Demographie - bereits 1991
Herwig Birg wurde 1939 in Banat (heute Serbien) geboren. Er hatte von 1981 bis 2004 den Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft an der Universität Bielefeld inne und war Geschäftsführender Direktor des Instituts für Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik (IBS) an der Universität Bielefeld. Birg gehört zu den bekanntesten, deutschen Demografen, wenn auch viele zeitgenössische Forscher seine deutlich pessimistische und traditionalistisch orientierte Interpretation seiner Daten nicht teilen. Er entdeckte gemeinsam mit E.-Jürgen Flöthmann und Iris Reiter und beschrieb den Zusammenhang religiöser Vergemeinschaftung - Demografie bereits 1991 - mit leider lange kaum erkennbarer Resonanz.
Zitat
"Wesentlich eindeutiger als der Zusammenhang mit der Konfessionszugehörigkeit ist die Beziehung zwischen der Religionsverbundenheit und der Kinderzahl. Die konfessionslosen Frauen weisen die eindeutig niedrigste Kinderzahl auf. Je stärker sich die interviewten Frauen religionsverbunden fühlten, desto höher ist die durchschnittliche Kinderzahl. Dieser eindeutige Zusammenhang gilt ohne Ausnahme für Frauen beider Kohorten, wobei die durchschnittliche Kinderzahl der Kohorte 1955 insgesamt niedriger liegt (siehe Tabelle). Für die Frauen der Kohorte 1955 ist dieser Zusammenhang sogar noch ausgeprägter als für Frauen der Kohorte 1950. Das Verhältnis der durchschnittlichen Kinderzahlen der konfessionslosen Frauen im Verhältnis zu den sich sehr stark religionsverbunden fühlenden Frauen beträgt bei der Kohorte 1950 1:2.17, bei der Kohorte 1955 dagegen 1:2.95. Die Religionsverbundenheit erscheint deshalb im Zusammenhang mit der Fertilität als eine bedeutsame Determinante."
aus: Herwig Birg, E.-Jürgen Flöthmann, Iris Reiter, "Biographische Theorie der demographischen Reproduktion", campus 1991, S. 155, Tabellen S. 155 / 156

Zitat
"Wesentlich eindeutiger als der Zusammenhang mit der Konfessionszugehörigkeit ist die Beziehung zwischen der Religionsverbundenheit und der Kinderzahl. Die konfessionslosen Frauen weisen die eindeutig niedrigste Kinderzahl auf. Je stärker sich die interviewten Frauen religionsverbunden fühlten, desto höher ist die durchschnittliche Kinderzahl. Dieser eindeutige Zusammenhang gilt ohne Ausnahme für Frauen beider Kohorten, wobei die durchschnittliche Kinderzahl der Kohorte 1955 insgesamt niedriger liegt (siehe Tabelle). Für die Frauen der Kohorte 1955 ist dieser Zusammenhang sogar noch ausgeprägter als für Frauen der Kohorte 1950. Das Verhältnis der durchschnittlichen Kinderzahlen der konfessionslosen Frauen im Verhältnis zu den sich sehr stark religionsverbunden fühlenden Frauen beträgt bei der Kohorte 1950 1:2.17, bei der Kohorte 1955 dagegen 1:2.95. Die Religionsverbundenheit erscheint deshalb im Zusammenhang mit der Fertilität als eine bedeutsame Determinante."
aus: Herwig Birg, E.-Jürgen Flöthmann, Iris Reiter, "Biographische Theorie der demographischen Reproduktion", campus 1991, S. 155, Tabellen S. 155 / 156

blume-religionswissenschaft - 8. Dez, 07:46
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks




Trackback URL:
http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4508332/modTrackback