Zentralrat der Muslime in Deutschland und Aiman Mazyek in Extremisten-Video beschimpft und bedroht
Über 90% der Opfer gewaltbereiter, islamischer Extremisten sind andersdenkende Muslime - sei es im Irak, in Afghanistan, im Iran, in Saudi-Arabien, im früheren Algerien oder derzeit auch im Gazastreifen. Das Ringen um Demokratie und Menschenrechte findet nicht in erster Linie zwischen islamischer und westlicher Welt, sondern innerhalb des Islam statt.
Unzählige Male haben Wissenschaftler, Vertreter von Kirchen und islamischen Verbänden sowie verantwortungsbewusste Politiker und Journalisten hierauf hingewiesen.
Nun melden SPIEGEL online hier und FOCUS online hier, dass in einem neuen, gegen Deutschland gerichteten Drohvideo ausdrücklich auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und persönlich dessen Generalsekretär Aiman Mazyek gezeigt werden.
Ihnen wird vorgeworfen, statt des Islam "die Religion der Demokratie" zu vertreten und "Freunde der Christen und Juden" zu sein.
Als Politiker werden neben George Bush (USA) auch z.B. der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan (Türkei) sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue, bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein gezeigt.
Die Sicherheitsbehörden und auch Innenminister Wolfgang Schäuble haben in ersten Reaktionen zu Wachsamkeit, aber auch zu Gelassenheit aufgerufen. Dies ist sicher ebenso richtig wie Solidarität mit allen Bedrohten und gerade auch den Muslimen, die sich gegen den Extremismus in den eigenen Reihen stellen und alles Recht auf Unterstützung sowie den Schutz auch ihres Lebens haben.
Unzählige Male haben Wissenschaftler, Vertreter von Kirchen und islamischen Verbänden sowie verantwortungsbewusste Politiker und Journalisten hierauf hingewiesen.
Nun melden SPIEGEL online hier und FOCUS online hier, dass in einem neuen, gegen Deutschland gerichteten Drohvideo ausdrücklich auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und persönlich dessen Generalsekretär Aiman Mazyek gezeigt werden.
Ihnen wird vorgeworfen, statt des Islam "die Religion der Demokratie" zu vertreten und "Freunde der Christen und Juden" zu sein.
Als Politiker werden neben George Bush (USA) auch z.B. der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan (Türkei) sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue, bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein gezeigt.
Die Sicherheitsbehörden und auch Innenminister Wolfgang Schäuble haben in ersten Reaktionen zu Wachsamkeit, aber auch zu Gelassenheit aufgerufen. Dies ist sicher ebenso richtig wie Solidarität mit allen Bedrohten und gerade auch den Muslimen, die sich gegen den Extremismus in den eigenen Reihen stellen und alles Recht auf Unterstützung sowie den Schutz auch ihres Lebens haben.
blume-religionswissenschaft - 23. Nov, 03:52
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Omar (anonym) - 27. Nov, 12:12
"innerhalb des Islam"
Sie sagen: "Das Ringen um Demokratie und Menschenrechte findet nicht in erster Linie zwischen islamischer und westlicher Welt, sondern innerhalb des Islam statt."
Naja.. Tatsächlich müssen Demokratie und Menschenrecht (vor allem Letzteres) nicht nur innerhalb des Islams, sondern über religiöse Grenzen hinweg verteidigt.. Dazu braucht man sich nur mal Schäuble, Beckstein, Bush und Sharon anschauen, aber auch so einige "kleinere" Fische im Meer der Menschenrechtstrampler..
Naja.. Tatsächlich müssen Demokratie und Menschenrecht (vor allem Letzteres) nicht nur innerhalb des Islams, sondern über religiöse Grenzen hinweg verteidigt.. Dazu braucht man sich nur mal Schäuble, Beckstein, Bush und Sharon anschauen, aber auch so einige "kleinere" Fische im Meer der Menschenrechtstrampler..
blume-religionswissenschaft - 28. Nov, 08:34
Das ist der Punkt...
Ja, denn selbstverständlich waren und sind Menschenrechte auch nicht einfach linear aus kirchlichen Lehren gewachsen, sowohl die katholische Kirche wie auch viele evangelische Staats- und Amtskirchen standen ihnen zeitweise auch aktiv entgegen. Menschenrechte sind ein universaler Wert, der sich innerhalb und aus jeder Religion und Kultur entfalten kann und entfalten muss, übrigens auch in etablierten Demokratien immer wieder verteidigt werden muss.
Was mich ärgert sind aber Stereotype wie "Der Islam kennt die Menschenrechte nicht." oder "Muslime wollen keine Demokratie" - Stereotype, die von Extremisten der verschiedensten Seiten bedient werde. Und immer wieder bekomme ich dann zu hören, es gelte "westliche Werte" gegen "den Islam" zu verteidigen. Dagegen wende ich mich. Denn nicht nur in Umfragen fordern und wünschen gerade auch Muslime weltweit mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und häufig spielte westliche Politik eine unrühmliche Rolle in der Akzeptanz oder sogar Förderung autoritärer Herrschaft (z.B. Iran unter dem Schah, dann Irak unter Hussein etc.). Ich darf aber beispielsweise ganz konkret daran erinnern, wie viele Menschen in Afghanistan oder im Irak zu den Wahlen gegangen sind - trotz Terrordrohungen. Die Menschen wollen ihre Regierungen wählen, riskieren sogar ihr Leben dafür.
Demokraten aller (und keiner) Weltreligionen müssen Menschenrechte gemeinsam erstreiten, ggf. auch immer wieder neu. Dabei sollten sie sich gegenseitig unterstützen und weder "den Islam" als Menschenrechtshindernis per se dämonisieren noch Menschenrechtsverletzungen in islamischen Ländern mit dem Hinweis auf Verletzungen und Gefährdungen auch in westlichen Ländern quasi "entschuldigen". Letztlich kommt es darauf an, ob jeder konkret Verantwortung übernimmt und auch diejenigen anzuerkennen vermag, die dies innerhalb anderer Religionen und Kulturen tun - wie beispielsweise den im Zentralrat und in der FDP aktiven Aiman Mazyek.
Was mich ärgert sind aber Stereotype wie "Der Islam kennt die Menschenrechte nicht." oder "Muslime wollen keine Demokratie" - Stereotype, die von Extremisten der verschiedensten Seiten bedient werde. Und immer wieder bekomme ich dann zu hören, es gelte "westliche Werte" gegen "den Islam" zu verteidigen. Dagegen wende ich mich. Denn nicht nur in Umfragen fordern und wünschen gerade auch Muslime weltweit mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und häufig spielte westliche Politik eine unrühmliche Rolle in der Akzeptanz oder sogar Förderung autoritärer Herrschaft (z.B. Iran unter dem Schah, dann Irak unter Hussein etc.). Ich darf aber beispielsweise ganz konkret daran erinnern, wie viele Menschen in Afghanistan oder im Irak zu den Wahlen gegangen sind - trotz Terrordrohungen. Die Menschen wollen ihre Regierungen wählen, riskieren sogar ihr Leben dafür.
Demokraten aller (und keiner) Weltreligionen müssen Menschenrechte gemeinsam erstreiten, ggf. auch immer wieder neu. Dabei sollten sie sich gegenseitig unterstützen und weder "den Islam" als Menschenrechtshindernis per se dämonisieren noch Menschenrechtsverletzungen in islamischen Ländern mit dem Hinweis auf Verletzungen und Gefährdungen auch in westlichen Ländern quasi "entschuldigen". Letztlich kommt es darauf an, ob jeder konkret Verantwortung übernimmt und auch diejenigen anzuerkennen vermag, die dies innerhalb anderer Religionen und Kulturen tun - wie beispielsweise den im Zentralrat und in der FDP aktiven Aiman Mazyek.



Trackback URL:
http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4471130/modTrackback