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Dienstag, 6. November 2007

Gruppenselektion

In Charles Darwins "Die Abstammung des Menschen" war ein tragender Gedanke der, dass sich soziale und moralische Fähigkeiten im Wettbewerb zwischen "Stämmen" entwickelt hätten - woraus dann spätere Forscher das Konzept der "Gruppenselektion" machten.

Der Grundgedanke: wird in Gruppe A mehr auch altruistische (oder, wenn genetisch fixiert: prosoziale) Kooperation praktiziert als in Gruppe B, so werden sich die Angehörigen von Gruppe A besser vermehren, die prosoziale oder altruistische Veranlagung setzt sich durch.

Doch ab Mitte der 1970er Jahre setzte sich insbesondere in der Perspektive des "Gen-Egoismus" (und auch eines gesellschaftlichen Individualismus) die Trittbrettfahrer-Kritik durch: demnach könnten prosoziales oder altruistisches Veranlagungen von anderen, egoistisch handelnden Gruppenmitgliedern ausgenutzt werden und verfielen also "von innen her". Dies gelte in besonderem Maße, wenn sich Fremde Gruppen anschließen könnten - was geradezu eine Einladung an ausnutzende Egoisten sei. "Gruppen" seien also Fiktion, letztlich reduziere sich das Evolutionsprinzip auf das Ringen von Individuen bzw. deren Gene.

Die Theorie der Gruppenselektion geriet in die Minderheitenposition, über individualistische Perspektiven hinaus als biologisch wirksam anerkannt wurden im wesentlichen nur noch Verwandtenselektion und reziproker Altruismus (also Handeln auf Gegenseitigkeit). Auch Friedrich August von Hayek, der bis in sein letztes Werk und auch in seiner evolutiven Religionstheorie von biologischer und kultureller Gruppenselektion ausging, wurde häufig an dieser (vermeintlich schwachen) Stelle seiner evolutiven Theoriebildung attackiert - die nicht wenigen Kritikern eine schöne Gelegenheit bot, sich gar nicht weiter mit seinen Thesen zu beschaffen. Auch die religionssoziologischen Arbeiten Emile Durkheims, der die "sozialen Tatsachen" und ihre Evolution in den Mittelpunkt seiner naturalistischen Religionstheorie gestellt hatte, geriet ins Abseits.

Eine Wende unterwegs?

Doch inzwischen mehren sich die Anzeichen für eine Wende, wie sie Todd J. Zywicki in seinem Beitrag "Was Hayek right about Group Selection After all?" mit Bezug auf Elliott Sober und David S. Wilson (nicht zu verwechseln mit dem Begründer der Soziobiologie Edward O. Wilson) bereits 2000 vorweg genommen hatte. (Dieser Beitrag wurde dankenswerterweise wieder-entdeckt von Ingo Bading.)

So weist Zywicki gegen die Vertreter des Gen-Egoismus darauf hin, dass auch Individuen selbst letztlich komplex kooperierende Gruppen (!) von Einzelzellen darstellen, deren Erfolg aus ihrer Kooperation erwachse.

Allerdings sind (was Zywicki leider nicht berücksichtigt) diese Zellen miteinander im Gegensatz zu Gruppenmitgliedern monozygotisch engstens verwandt, ein schlagender Beweis für eine über Verwandtenselektion hinausreichende Gruppenselektion ist das allein also noch nicht.

Stärkere Belege kommen aber aus der experimentellen Spieltheorie, in der beispielsweise Probanden im Ultimatum-Spiel regelmäßig auch Verluste auf sich nehmen, um einen zu niedrigen Anbieter für dessen "Unfairness" durch das Zufügen von Verlusten zu bestrafen. Dies galt auch dann, wenn die Teilnehmer anonymisiert waren - also keine Bedingung der Verwandtenselektion oder des rezirpoken Altruismus bestand. Auch bei Tieren (von Bienen bis zu Affen) ist inzwischen vielfach belegt, dass gruppenschädliches Verhalten erkannt und bestraft werden kann. Das heißt nicht weniger, als dass Menschen und Tieren auch dann Kosten für das Funktionieren der Gruppe übernehmen, wenn weder direkte Fitnessvorteile noch Verwandtenselektion oder reziproker Altruismus vorliegen.

"Trittbrettfahren" ist damit nicht ausgeschlossen, wird aber von den Gruppen selbst bekämpft. Vieles deutet also darauf hin, dass es tatsächlich eine Bandbreite zwischen den gegeneinander agierenden Strategien von Individual- und Gruppenselektion gibt, die von beiden Seiten her immer wieder ausgelotet wird und sich also immer wieder neu einpendeln kann.

(Auch) auf dieser Basis unterzieht der prominente Evolutionsforscher in einem Namensartikel hier David Sloan Wilson Gen-Egoismus und Memetik von Richard Dawkins einer massiven Kritik und spricht sich für neue Forschungen zur Gruppenselektion und Evolution der Religion aus.

Befunde aus der evolutiven Religionsforschung

Und interessanterweise bietet gerade diese tatsächlich weitere Anhaltspunkte für eine Neubewertung der Gruppenselektion. So scheinen religiöse Rituale (auch) die Funktion zu haben, Trittbrettfahrer abzuschrecken: sie stärken die Gemeinschaft nach innen, da sie den Gruppenmitgliedern hohe Investments abverlangen und damit Sorge tragen, dass nur "wahre Glaubende" verbleiben.

Dies lässt sich empirisch testen: der Anthropologe Richard Sosis und Eric Bressler fanden einen empirisch klaren Zusammenhang zwischen der Langlebigkeit historischer Gemeinschaften in den USA und den "kostspieligen Anforderungen" (inkl. Verboten, Ritualen), die diese an ihre Mitglieder stellten. Sie stellten außerdem fest, dass religiöse Gruppen durchschnittlich deutlich länger bestanden als säkulare.

Sosis und Bressler verglichen die Lebensdauer säkularer und religiöser Gruppen. Das Ergebnis war eindeutig: religiöse Gruppen überlebten durchschnittlich deutlich länger und die Lebensdauer nahm mit der Zahl der kostspieligen Anforderungen an Mitglieder zu.

Im Rahmen der religionsdemografischen Forschungen kann ich diesen Befund bestätigen, beziehungsweise bekräftigen. Denn gerade der Reproduktionserfolg ist ja "der" evolutionsbiologische Fitnessindikator - und fällt eindeutig zugunsten der verbindlichen Religionsgemeinschaften aus, insofern sich diese nicht (wie z.B. die Zeugen Jehovas oder die Neuapostolische Kirche) auf einen offensichtlich nicht-adaptiven Traditionalismus versteifen.

Lebendgeburten pro Frau nach Religionszugehörigkeit, Schweizer Zensus 2000, alle Kategorien. Es zeigt sich, dass "alle" religiösen Gemeinschaftskategorien durchschnittlich deutlich mehr Kinder erreichen als die Konfessionslosen.

Zumal weitere Veröffentlichungen in diese Richtung weisen, könnte es also sein, dass wir eine Wiederkehr des Konzeptes der Gruppenselektion vor uns haben - und vielleicht auch eine nähere Betrachtung der Evolution der Religiosität sowie eine breitere Wiederentdeckung der Überlegungen von Hayeks und Emile Durkheims.

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http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4408003/modTrackback

ingo_34 - 6. Nov, 08:05

Gruppenselektion das "missing link" moderner Gesellschafts- (und Evolutions)theorie

Das Thema hat viele Aspekte. Unterscheidung kulturelle und/oder genetische Gruppenevolution. Dann: Mehrere-Ebenen-Selektion (Multilevel-Selektion), das heißt: keine Gruppenselektion ohne Individualselektion.

Die Soziobiologie ist ja von William D. Hamilton ursprünglich ausdrücklich als Theorie formuliert worden, die das Handeln eines Tieres (eines Menschen) "für das Artwohl" - wie man das zuvor diffus angenommen hatte (z.B. Konrad Lorenz) -, ausschließt (vom ursprünglichen theoretischen Ansatz her). Aber William D. Hamilton war dann auch einer der ersten, der zusammen mit dem (geschiedenen und danach zum Christentum rekonvertierenden!!!, schließlich Selbstmord begehenden) George Price erkannte, daß es wohl Mehrere-Ebenen-Selektion gäbe (zunächst rein mathematisch abgeleitet mit der "Price-Gleichung"), und der sich dann wieder für das Konzept der Gruppenselektion stark machte. (Siehe sein außerordentlich lesenswertes "Narrow Roads of Gene Land".)

Eine empirische Tatsache, die für mich sehr stark für Gruppenselektion beim Menschen spricht, ist die Fülle der uns archäologisch oder sonstig bekannten ausgestorbenen Stämme, Sprachen, Völker und Kulturen auf der Erde. Das heißt: Humanevolution ist 1. das Evolvieren von Gruppenvielfalt auf der Erde, 2. das Erreichen neuer Komplexitätsstufen durch einzelne Gruppen (Stämme, Völker, Kontinente) (genetisch und [/oder] kulturell), 3. das Untergehen früherer Gruppenvielfalt aufgrund des Ausbreitens jener Gruppen, die neue Komplexitätsstufen erreicht haben (oder auch aufgrund anderer Ursachen), 4. die Ausdiversifizierung neuer Gruppenvielfalt (z. B. nach dem Untergang der hellenischen Großreiche oder des römischen Weltreiches).

Ganz allgemein gesprochen ist eben "Aussterben" (von Tierarten oder einzelnen sozialen Gruppen, Staaten) nicht ein Ausnahmefall der Evolution und der Weltgeschichte, sondern geradezu die Regel. Das deutet aber doch sehr stark darauf hin, daß es irgend eine Form von Gruppenselektion gegeben hat und gibt. Und auch heute finden demographische Prozesse statt, die die Bedeutung einzelner Gruppen vergrößern oder verkleinern. Und auch Krieg und Gewalt, sowie "Bekehrung", "Umerziehung", ideologische und wirtschaftliche Beeinflussung spielen beim Menschen eine Rolle dabei, ob Gruppen innovativ bleiben und demographisch anpassungsfähig an neue gesellschaftliche Lebensbedigungen oder ob sie resignieren und aufgeben und die notwendigen gesellschaftlichen Reformprozesse nicht - oder nicht rechtzeitig - in die Wege leiten. (Besonders geschickt kann man grundlegende Reformen auch dadurch verhindern, daß man ständig von Reformen redet, solche aber nur "tröpfchenweise" in Szene setzt.)

Ein weiterer Aspekt ist, daß sicherlich Gruppenevolution bei der Evolution der spezifisch menschlichen sozialen Verhaltensweisen eine Rolle gespielt haben könnte (also bis 200.000 v.h. in Afrika - so vielleicht wie heute bei den Buschleuten), daß aber auch danach durch lokale Humanevolution weltweit jeweils UNTERSCHIEDLICHE Arten von altruistischen Neigungen evoluiert sein könnten. Sowohl kulturell als auch genetisch. Das wird ja derzeit schon untersucht. Das heißt: Man findet wohl überall Neigungen, sich (eher) für das Wohl der eigenen (zusätzlich muttersprachlich, religiös etc. "markierten") Gruppe einzusetzen. Aber das könnte auch auf sehr unterschiedlichen Wegen gehen.

Menschen mit Neigung zu Neugier und Unruhe (ADHS) muß man auf andere Weise dazu gewinnen, sich altruistisch einzubringen als Menschen, die diese Neigungen nicht besitzen. Menschen mit hoher Intelligenz können unter bestimmten Umweltbedigungen sich wesentlich effizienter altruistisch/egoistisch/bösartig einbringen (gesellschaftlich nützlich oder schädlich) als Menschen mit niedrigerer Intelligenz usw. usf..

Gesellschaften, die in die Falle der "hedonistischen Tretmühle" (Thomas Metzinger) gefallen sind, werden weniger Innovationsfähigkeit aufbringen (können), als Gesellschaften, in denen sich die Menschen gegenseitig durch "kostspielige Rituale" ständig aufs Neue auf ihre aufrichtige Einsatzbereitschaft hin überprüfen ...

Es ist z.B. ein sehr "kostspieliges Ritual", Kinder aufzuziehen. Weil das immer weniger Spitzenpolitiker tun, braucht man, da man wünscht, daß es wenigstens die Bevölkerung tut, als Feigenblatt eine Familienministerin, die sich bei diesem "kostspieligen Ritual" (vorgeblich) bewährt. (Nein, hier heißt das "kostspielige Ritual" sogar: "Doppelrolle Beruf und Mutter".) Hedonistische Gesellschaften sind meist nicht mehr fähig, die Heuchelei hinter einem solchen Vorgehen zu durchschauen, bzw. wirkungsvoll darauf zu drängen, daß solche Heuchelei abgestellt wird, und daß endlich ehrlich Politik gemacht wird. Da hat es nämlich schon vor langer Zeit angefangen mit der "Trittbrettfahrerei" ...

(Man könnte das GEFÜHL haben, ich wäre gerade von der deskriptiven zur "normativen" Ebene übergewechselt - aber bin ich das wirklich??? ... ;-) )

Gruppenselektion ist einfach das "missing link" in der gegenwärtigen Theoriebildung, ohne das keine vollständige Beschreibung gesellschaftlicher Verhältnisse möglich wird.

Fast geschafft...

Hallo Ingo,

danke für den langen Beitrag, dem ich (bis kurz vor Ende) weitgehend zustimmen konnte. Und dann haben Dir (Du hast es selbst gemerkt (-; ) Deine normativen Rezeptoren wieder in die deskriptive Arbeit reingefunkt... (-;

Im Ernst: sogar die Theorie, dass "Kinderhaben" zu einem "kostspieligen Ritual" im Politikbetrieb gehören könnte, habe ich noch interessant gefunden - hatten wir doch hier im Südwesten z.B. tatsächlich einen Republikaner-Spitzenkandidaten, der sich mangels eigener Familie ein paar Kinder für das Plakat "geliehen" hat...

Ministerin von der Leyen aber "Heuchelei" vorzuwerfen, ist völlig daneben - schließlich "hat" sie ihre vielen Kinder ja wirklich, hat beruflich und familiär einiges geleistet und ist mit dem Vater ihrer Kinder weiter verheiratet. Aus Respekt vor den Personen möchte ich darauf verzichten, dies mit der von Dir verehrten Eva Herrman, Peter Hahne o.a. zu vergleichen...

Und ein Grund für die Häme, die Frau von der Leyen manchmal entgegen schlägt, könnte ja eben darin bestehen, dass sich nicht wenige dadurch provoziert fühlen, "dass" es eben möglich sein kann, Familie und Beruf zu vereinbaren. Denke z.B. an den "Vorwurf" von Claudia Roth, die von der Leyen verächtlich als "Supermama" abgekanzelt hat.

Insofern könnte an Deiner Überlegung durchaus was dran sein - wissenschaftliche Diskussionen werden aber entwertet, wenn wir sie normativ aufladen. Und Andersdenkenden Heuchelei vorzuwerfen ist normativ.

Alles Liebe!

Michael

PS: In Sachen "missing link" stimme ich Dir zu!
ingo_34 - 6. Nov, 21:47

Mit Heuchelei meinte ich nicht unbedingt Ursula von der Leyen selbst, die es vom Selbstverständnis her durchaus aufrichtig und ehrlich meinen könnte, sondern Regierungsparteien, die meinen, ausgerechnet eine kinderreiche Familienministerin haben zu müssen, weil die Kanzlerin selbst etc. etc..

Mich würde übrigens wirklich mal interessieren, ob die durchschnittliche Kinderzahl von Bundestagsabgeordneten sich im Bereich des Bevölkerungsdurchschnitts bewegt. Wäre doch eine interessante Frage.

Jedenfalls sind das alles Fragen, die sich einem Denken in "gruppenevolutionären Strategien" viel dringlicher stellen, als den meisten anderen Formen des Denkens. Insofern ist sicherlich eine "normative" Komponente im Denken dabei - aber das Denken versucht - zumindest heute - fast immer zu beschreiben und die zu ziehenden Schlußfolgerungen den Menschen selbst zu überlassen. Tatsachen selbst (oder das Erkennen derselben) wirkt ja oft schon irgendwie "normativ" auf uns, selbst wenn wir es gar nicht wollten.

(-;

Lieber Ingo,

hast Du prophetische Gaben? (-;

> Mich würde übrigens wirklich mal interessieren, ob die durchschnittliche Kinderzahl von Bundestagsabgeordneten sich im Bereich des Bevölkerungsdurchschnitts bewegt. Wäre doch eine interessante Frage. <

Genau auch an der Frage sind ein paar meiner Studenten an der Uni Leipzig dran, besonders Dirk Schuster. Die Rohdaten haben wir schon erhoben und überlegen, in den kommenden Wochen/Monaten vertieft zu analysieren und etwas daraus zu machen. Bin schon gespannt - und, versprochen, Du erfährst die Ergebnisse dann als einer der ersten! (-:

Herzliche Grüße

Michael
ingo_34 - 7. Nov, 16:01

Wunderbar!

Noch spannender wäre vielleicht die Berufsgruppe der Journalisten zu analysieren ...

(Woher kriegt Ihr eigentlich die Daten? Stehen die in irgendwelchen Handbüchern? Nein, brauchst Du hier nicht verraten. Ist nur rhetorisch gefragt!)

Kunar - 10. Nov, 01:15

Spieltheorie

Die Thesen zum sog. "Gen-Egoismus" scheinen erschreckende Parallelen zu den Ideen vom bereits öfters erwähnten Malthus zu besitzen:

Gen-Egoismus: Jeder für sich, das ist natürlich!
Malthus: Armen nicht helfen, alles andere ist schädlich!

Dabei ist Egoismus keineswegs immer die erfolgreiche Strategie, wie man leicht weiß, wenn man nur die Grundlagen der Spieltheorie kennt. Beim sog. Gefangenendilemma kommt sogar das gesellschaftlich schlechteste Ergebnis heraus, wenn jeder seinen eigenen Nutzen maximiert. Aber es kommt noch besser: Man hat herausgefunden, dass solche Untersuchungen einmaliger Situationen wenig über eine langfristig erfolgreiche Strategie aussagen. Wenn sich das Szenario eines Gefangenendilemmas ständig wiederholt (real beobachtetes Beispiel, welches im Lehrbuch erwähnt wurde: Soldaten des 1. Weltkriegs im Schützengraben), ergibt sich ein anderes Bild: Dann ist es ganz offensichtlich sinnvoll, mit anderen zu kooperieren, weil alle etwas davon haben und damit am besten fahren. Und um auf den möglichen Trittbrettfahrereffekt einzugehen, der angesprochen wurde: Wenn jemand zu seinem eigenen Vorteil einmal nicht kooperiert auf Kosten der anderen, wird er (sozusagen "in der nächsten Runde") abgestraft. Die einzelnen Menschen bekommen also recht gut zu spüren, dass Egoismus sich nicht lohnt und sie besser wieder auf den gemeinsamen Weg zurückkehren, der sich bewährt.

Man beachte, dass diese spieltheoretischen Überlegungen Teil des Grundstudiums verschiedener wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge sind und in den entsprechenden Büchern behandelt werden. Die These, jede müsse nur an sich denken, dann ist allen am besten gedient, ist zumindest aus mikroökonomischer Sicht nicht zu halten und an praktischen Fällen längst wiederlegt.

Völlige Zustimmung!

Aus meiner zustimmenden Antwort zum Kommentar ist prompt der Blogeintrag für heute geworden... (-;

http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4432104/

Danke und herzliche Grüße!

Dr. Blume

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