Der Vatikan und das Internet
Wer sich noch Illusionen darüber machen sollte, ob das Internet das religiöse Leben und die religiöse Kommunikation beeinflussen werde, der betrachte die neuen Aktivitäten des Vatikan, des Kleinstaates, dessen Staatsoberhaupt zugleich der Papst (erste Bischof) der römisch-katholischen Kirche ist, der nach wie vor größten Religionsgemeinschaft der Erde.
Um die neuen Kommunikationswege zu nutzen, hat der Vatikan zuletzt einen eigenen YouTube-Kanal eröffnet. Hier beispielsweise ein Clip zur Bedeutung des interreligiösen Dialoges:
Längst erscheinen auch Texte, ja Briefe der katholischen Hierarchie online, womit eine historisch einzigartig direkte Ansprache der Spitze an Mitglieder und auch interessierte Nichtmitglieder möglich wurde. Dazu gehört auch der Brief des Papstes Benedikt XIV. an die Bischöfe zu den Holocaust-Äußerungen von Bischof Williamson. Dieses Dokument ist nicht nur für sich interessant, sondern enthält auch eine direkte Passage zur neuen Bedeutung des World Wide Web.
Zitat:
"Ich höre, daß aufmerksames Verfolgen der im Internet zugänglichen Nachrichten es ermöglicht hätte, rechtzeitig von dem Problem Kenntnis zu erhalten. Ich lerne daraus, daß wir beim Heiligen Stuhl auf diese Nachrichtenquelle in Zukunft aufmerksamer achten müssen."
Historiker werden im Rückblick notieren, dass hier zum ersten Mal das Oberhaupt der größten Religionsgemeinschaft der Erde Internet-Kompetenz und -Recherche als notwendigen Bestandteil religiöser Arbeit klassifiziert hat. Faszinierend, wo Geschichte längst stattfindet - und kaum jemand hat's gemerkt.
Um die neuen Kommunikationswege zu nutzen, hat der Vatikan zuletzt einen eigenen YouTube-Kanal eröffnet. Hier beispielsweise ein Clip zur Bedeutung des interreligiösen Dialoges:
Längst erscheinen auch Texte, ja Briefe der katholischen Hierarchie online, womit eine historisch einzigartig direkte Ansprache der Spitze an Mitglieder und auch interessierte Nichtmitglieder möglich wurde. Dazu gehört auch der Brief des Papstes Benedikt XIV. an die Bischöfe zu den Holocaust-Äußerungen von Bischof Williamson. Dieses Dokument ist nicht nur für sich interessant, sondern enthält auch eine direkte Passage zur neuen Bedeutung des World Wide Web.
Zitat:
"Ich höre, daß aufmerksames Verfolgen der im Internet zugänglichen Nachrichten es ermöglicht hätte, rechtzeitig von dem Problem Kenntnis zu erhalten. Ich lerne daraus, daß wir beim Heiligen Stuhl auf diese Nachrichtenquelle in Zukunft aufmerksamer achten müssen."
Historiker werden im Rückblick notieren, dass hier zum ersten Mal das Oberhaupt der größten Religionsgemeinschaft der Erde Internet-Kompetenz und -Recherche als notwendigen Bestandteil religiöser Arbeit klassifiziert hat. Faszinierend, wo Geschichte längst stattfindet - und kaum jemand hat's gemerkt.
blume-religionswissenschaft - 18. Mrz, 06:54
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