Religionsgemeinschaften: Göttliche Stiftungen oder nur konkurrierende Anbieter?
Prof. em. Werner Becker gewann den aktuellen Diskussionen um die Kirchenleitung und Theologie von Papst Benedikt XVI. eine neue, spannende Perspektive ab: Er analysierte ein grundsätzliches Spannungsverhältnissen zwischem dem Selbstverständnis von Kirchen und dem freiheitlich-demokratischen Staat, der die katholische Kirche deutlich stärker als z.B. Protestanten betreffe. Denn nach ihrem Eigenverständnis verkündeten Kirchen normativ die Wahrheit Gottes. Aus der Perspektive einer freiheitlichen Gesellschaft aber bieten sie religiöse Optionen an, zwischen denen die Menschen (als eigentliche Träger der Grund- und Menschenrechte, einschließlich der Religionsfreiheit) frei wählen können.
Kirchen, die - wie die katholische Kirche seit dem II. Vatikanum - im Grundsatz die Menschenrechte bejahen, stünden so vor dem inneren Dilemma, das religiöse Selbstverständnis (höchste Wahrheit) mit der freiheitlichen Realität (ein Anbieter unter vielen) auszuhalten.
Der Beitrag "Der Papst kämpft den Kampf des Don Quijote" bei WELT-Online per Klick hier.
Kirchen, die - wie die katholische Kirche seit dem II. Vatikanum - im Grundsatz die Menschenrechte bejahen, stünden so vor dem inneren Dilemma, das religiöse Selbstverständnis (höchste Wahrheit) mit der freiheitlichen Realität (ein Anbieter unter vielen) auszuhalten.
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blume-religionswissenschaft - 17. Mrz, 06:50
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