The Economist: Zahl der Christen in China wächst weiter
Über Hauskreise expandiert das Christentum in China trotz staatlicher Sanktionen weiter - die Zahl der Christen dürfte die Anzahl der Mitglieder der kommunistischen Partei Chinas (74 Millionen) inzwischen überstiegen haben. Das berichtet The Economist in einem Artikel (inzwischen auch online hier).
Im Mittelpunkt des Berichts steht der Volkswirtschaftler Zhao Xiao, der selbst Christ wurde und also Mitgliedschaft und Ämter in der kommunistischen Partei (deren Mitglieder bislang keiner Religion angehören dürfen) aufgeben musste.
Interessant im Kontext der hier thematisierten Forschungen:
1. Zhao Xiao sieht in der Individualisierung und marktwirtschaftlichen Globalisierung eine wesentliche Antriebskraft für den Erfolg der Glaubensgemeinschaften, die ihren Mitgliedern verbindliche Werte vorgäben.
2. Ein Kommentator merkt an, dass Christinnen wiederum christliche Ehemänner bevorzugten.
3. Was die Versöhnung mit dem politischen System angeht, benennt Zhao Xiao vor allem einen Kritikpunkt: Die Ein-Kind-Familie, deren staatliche Erzwingung für Christen unannehmbar sei.
Diese Beobachtungen ergänzen das Bild der religionsdemografischen und evolutionären Funktionalität von Religion(en) (Artikel-pdf z.B. hier) sogar im Rahmen eines repressiven Systems, in dem dies kaum zu erwarten gewesen wäre.
Im Mittelpunkt des Berichts steht der Volkswirtschaftler Zhao Xiao, der selbst Christ wurde und also Mitgliedschaft und Ämter in der kommunistischen Partei (deren Mitglieder bislang keiner Religion angehören dürfen) aufgeben musste.
Interessant im Kontext der hier thematisierten Forschungen:
1. Zhao Xiao sieht in der Individualisierung und marktwirtschaftlichen Globalisierung eine wesentliche Antriebskraft für den Erfolg der Glaubensgemeinschaften, die ihren Mitgliedern verbindliche Werte vorgäben.
2. Ein Kommentator merkt an, dass Christinnen wiederum christliche Ehemänner bevorzugten.
3. Was die Versöhnung mit dem politischen System angeht, benennt Zhao Xiao vor allem einen Kritikpunkt: Die Ein-Kind-Familie, deren staatliche Erzwingung für Christen unannehmbar sei.
Diese Beobachtungen ergänzen das Bild der religionsdemografischen und evolutionären Funktionalität von Religion(en) (Artikel-pdf z.B. hier) sogar im Rahmen eines repressiven Systems, in dem dies kaum zu erwarten gewesen wäre.
blume-religionswissenschaft - 27. Okt, 06:09
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