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Freitag, 19. September 2008

Umfragen weisen massive Vorbehalte gegen Juden und Muslime in Europa und Deutschland aus. Auch antichristliche Stimmungen vorhanden.

Eine neue Studie des PewResearch Center auf Basis internationaler Umfragen weist wachsende antijüdische und massive antimuslimische Vorurteile in Teilen der europäischen und auch deutschen Bevölkerung aus.

So ist in den meisten europäischen Ländern der Anteil der Befragten gestiegen, die eine negative Meinung von Juden angeben: In Deutschland z.B. von 20% in 2004 auf 25% in 2008, in Spanien gar von 21% in 2005 auf 46% in 2008.

Laut Studie des PewResearch Center sind antijüdische Vorbehalte in Europa (auch Deutschland) in den letzten Jahren stark gewachsen.

Noch massiveren Vorurteilen sehen sich Muslime ausgesetzt. So geben in Spanien, Deutschland und Polen jeweils etwa die Hälfte aller befragten Erwachsenen eine negative Haltung gegenüber Anhängern des Islam an. (Spanien 52%, Deutschland 50%, Polen 46%).

In europäischen Gesellschaften gibt es massive Vorbehalte gegenüber Muslimen, in Deutschland äußerte sich 2008 jeder zweite Befragte negativ.

Auch antichristliche Vorbehalte

Auch Negativurteile gegen Christen sind verbreitet und erreichen in einigen islamisch geprägten Ländern sogar Mehrheiten, an der Spitze die Türkei mit 74%. Aber auch in mitteleuropäischen Ländern wie Deutschland oder Frankreich bekunden inzwischen zweistellige Prozentzahlen der Befragten Skepsis und Ablehnung gegenüber Christen.

Auch gegen Christen gibt es längst Vorbehalte in europäischen Ländern. Hier Befragte der Pew-Studien 2008 nach Nationen, die Christen eher oder sehr "unfavorable" einschätzten.

Natürlich spezifizieren diese Daten noch nicht, welche Negativurteile jeweils in welcher Intensität bestehen, Trends zeigen sie jedoch durchaus an.

Unter Muslimen sinkt Zustimmung zu Selbstmordattentaten weiter

Aber auch positive Entwicklungen zeigen sich in der globalen Perspektive. So verlieren islamistische Selbstmordattentate in der islamischen Welt weiter rapide an Zustimmung, auch Osama Bin Laden und die Hisbollah verlieren teilweise massiv an Sympathien.

Selbstmordattentate verlieren in der islamischen Welt teilweise rapide an Zustimmung. Hier Befunde der internationalen Befragungen des PewResearch Center bis 2008.

Weitere Befunde umfassen beispielsweise den "Gender Gap" (die weltweit höhere Religiosität von Frauen, vgl. Gretchenfrage) und zum innerislamischen Ringen zwischen Reformern und Fundamentalisten. Gesamtbericht als pdf hier

Evolution der Sprache - Artikel in Gehirn und Geist und Beitrag in den Chronologs

Die Evolutionsforschung zu vielen Merkmalen des Menschen entwickelt sich derzeit dynamisch weiter: So sind auch die Diskussionen um die Evolution der Sprachfähigkeit durch den Abgleich bestehender Theorien und anthropologischer Beobachtungen, von Genstudien und Tierbeobachtungen derzeit wieder in Bewegung geraten. Die Vergleichsmöglichkeiten für die (evolutionär orientierte) Religionswissenschaft sind enorm und noch kaum erschlossen. Im aktuellen Beitrag der Chronologs ist ein m.E. hervorragender (& kostenlos downloadbarer) Artikel von Jan Dönges dazu verlinkt. Per Klick hier:

Dr. Blume

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1998 traf der islamische Prediger Fethullah Gülen Papst Johannes Paul II. Bis heute werfen türkische Nationalisten und Islamisten dem in den USA lebenden Gülen und seiner Anhängerschaft Nähe zu Christen und Juden, besonders zu den USA und der EU, vor.

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