Zitat zu Kinderglaube von Botho Strauß
„Vielleicht wird hin und wieder ein Erwachsener durch das Weltalte des Glaubens gläubig gestimmt.
Nicht der Sinn fürs Immerwährende, für Transzendenz ist ursprünglich in ihm angelegt. Das Zeitlose denkt sich der Erwachsene, das Kind aber glaubt an die uralte Geschichte. Das Beste am Glauben wird daher stets der Kinderglauben bleiben.
Latenzgeschichte der Frömmigkeit. Nicht Buchstabe, sondern impact. Nicht Auslegung, sondern Wunder und Schauder.
Umgekehrt spielen die raffinierten Auslegungen, die das Unwahrscheinliche respektieren und es mit Gelehrsamkeit unentwegt einspeicheln, um es Erwachsenen verdaulich zu machen, oftmals nur mit sich selbst – angesichts des Mysteriums bewegt sich der Kundigste, ohne es zu merken, hilflos wie ein Kind.“
Fundstelle
Zitiert hier, S. 170
Mit Verweis auf:
Botho Strauß: Der Untenstehende auf Zehenspitzen. München 2004. Seite 36
Nicht der Sinn fürs Immerwährende, für Transzendenz ist ursprünglich in ihm angelegt. Das Zeitlose denkt sich der Erwachsene, das Kind aber glaubt an die uralte Geschichte. Das Beste am Glauben wird daher stets der Kinderglauben bleiben.
Latenzgeschichte der Frömmigkeit. Nicht Buchstabe, sondern impact. Nicht Auslegung, sondern Wunder und Schauder.
Umgekehrt spielen die raffinierten Auslegungen, die das Unwahrscheinliche respektieren und es mit Gelehrsamkeit unentwegt einspeicheln, um es Erwachsenen verdaulich zu machen, oftmals nur mit sich selbst – angesichts des Mysteriums bewegt sich der Kundigste, ohne es zu merken, hilflos wie ein Kind.“
Fundstelle
Zitiert hier, S. 170
Mit Verweis auf:
Botho Strauß: Der Untenstehende auf Zehenspitzen. München 2004. Seite 36
blume-religionswissenschaft - 13. Aug, 07:10
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