Islam in Deutschland 2007: Erfreuliches & Nachdenkliches
Viel zu wenig bekannt ist ein spannender Studentenwettbewerb des Bundesministeriums des Inneren (BMI), mit dem ich auch selbst vor sechs Jahren einmal sehr gute Erfahrungen gemacht hatte (letztes Bild unten, und der Preis war dotiert! (-; ).
In 2007 hieß der Titel des Wettbewerbs nun "Muslime in Deutschland - deutsche Muslime" und die Vergabe wurde von einer sehr hochkarätigen Jury geleitet. Sehr gelungen finde ich beispielsweise den Essay von Hakan Turan "Vom Dualismus und dem Kalifen Umar", in dem der Autor eigene Dialogerfahrungen reflektiert, sich gegen eine weinerliche Opferhaltung unter Muslimen ausspricht, aber auch die von ihm empfundene Schönheit des Islam zur Sprache bringt - und gleich auch noch einen beliebten, aber historisch falschen Mythos (die Muslime hätten die Bibliothek von Alexandrien niedergebrannt.) widerlegt. Weitere lesenswerte Beiträge befassen sich zum Beispiel mit muslimischen Bundestagsabgeordneten (Mirko Broz, TU Berlin), der Moscheedebatte in Köln-Ehrenfeld (Farina Ahäuser, Universität Marburg), dem islamischen Religionsunterricht (Wolfgang Kerler, Universität Erlangen), der deutschen Rechtssprechung zu Muslimen (Angelika Milger, Universität Tübingen und Freiin Antonia von Hövel, Universität Bremen) u.v.m.
Ein Wermutstropfen aber auch hier: Der erste Preis in der Kategorie wissenschaftliche Arbeit wurde nicht vergeben - eine bedrückende Anfrage an den Zustand unserer Islam-, Religions- und Politikwissenschaften, wenn es um die eigenständige Behandlung aktueller Fragen durch Studierende geht.
Normalerweise sind Kabarettisten laut und angriffslustig - doch beim Jahresrückblick Islam & Medien beim Scheibenwischer war Hagen Rether diesmal ganz leise, nachdenklich - und scharf. Achteinhalb Minuten, denen genau zu lauschen sich lohnt...
Zeitschrift für Mission druckt Christen-Muslime-Vortrag
Die Zeitschrift für Mission druckte in ihrer aktuellen Ausgabe den gesamten Vortrag Die gegenseitige Wahrnehmung von Christen und Muslimen - Demografische und demoskopische Aspekte samt Datenschaubildern ab. Vielen Dank!
In 2007 hieß der Titel des Wettbewerbs nun "Muslime in Deutschland - deutsche Muslime" und die Vergabe wurde von einer sehr hochkarätigen Jury geleitet. Sehr gelungen finde ich beispielsweise den Essay von Hakan Turan "Vom Dualismus und dem Kalifen Umar", in dem der Autor eigene Dialogerfahrungen reflektiert, sich gegen eine weinerliche Opferhaltung unter Muslimen ausspricht, aber auch die von ihm empfundene Schönheit des Islam zur Sprache bringt - und gleich auch noch einen beliebten, aber historisch falschen Mythos (die Muslime hätten die Bibliothek von Alexandrien niedergebrannt.) widerlegt. Weitere lesenswerte Beiträge befassen sich zum Beispiel mit muslimischen Bundestagsabgeordneten (Mirko Broz, TU Berlin), der Moscheedebatte in Köln-Ehrenfeld (Farina Ahäuser, Universität Marburg), dem islamischen Religionsunterricht (Wolfgang Kerler, Universität Erlangen), der deutschen Rechtssprechung zu Muslimen (Angelika Milger, Universität Tübingen und Freiin Antonia von Hövel, Universität Bremen) u.v.m.
Ein Wermutstropfen aber auch hier: Der erste Preis in der Kategorie wissenschaftliche Arbeit wurde nicht vergeben - eine bedrückende Anfrage an den Zustand unserer Islam-, Religions- und Politikwissenschaften, wenn es um die eigenständige Behandlung aktueller Fragen durch Studierende geht.
Normalerweise sind Kabarettisten laut und angriffslustig - doch beim Jahresrückblick Islam & Medien beim Scheibenwischer war Hagen Rether diesmal ganz leise, nachdenklich - und scharf. Achteinhalb Minuten, denen genau zu lauschen sich lohnt...
Zeitschrift für Mission druckt Christen-Muslime-Vortrag
Die Zeitschrift für Mission druckte in ihrer aktuellen Ausgabe den gesamten Vortrag Die gegenseitige Wahrnehmung von Christen und Muslimen - Demografische und demoskopische Aspekte samt Datenschaubildern ab. Vielen Dank!
blume-religionswissenschaft - 11. Jan, 06:33
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