Religionswissenschaft & Neue Medien - Zum Beispiel Daniel Böttger
Auf das zweite Seminar am religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig ("Angewandte Religionswissenschaft II") freue ich mich bereits sehr - denn schon beim ersten Seminar war mir das sehr hohe Niveau der Studierenden aufgefallen. Ein wichtiger Faktor ist einerseits das kleine, aber engagiert-hochkarätige Lehrteam. Daneben schien mir auch ein Faktor zu sein, dass Religionswissenschaft und überhaupt die Befassung mit Religion von den Studierenden in Leipzig zwischen einem noch eher religionsfernen Mainstream und kleinen, aber oft besonders identitätsbewussten Kirchen und Religionsgemeinschaften bis in den Alltag hinein sehr viel häufiger begründet werden muss und daher nicht selten bewusster erfolgte. Häufiger steht da ein echtes Erkenntnis- und Gestaltungsinteresse im Vordergrund, seltener hatten Studierende "irgendwas" studieren wollen und sich "halt schon immer irgendwie für Religion" interessiert.
Entsprechend kreativ und hochkarätig fielen die Beiträge im ersten Seminar aus, so dass ich dieses Semester den Themen- und Anwendungsbereich über Politik und Verwaltung ausdrücklich auch auf öffentliche Präsentationsformen, Film und neue Medien erweitern will. Denn schließlich schöpfen gute Filme, aber auch populäre Bücher, Spiele etc. weltweit aus religiösen Mythen - und gute Religionswissenschaftler könnten nicht nur als Redenschreiber, Berater, Integrations- bzw. Dialogbeauftragte und Konfliktmoderatoren, sondern stärker noch auch als (Drehbuch- et al.)Autoren, Film- und Kommunikationsfachleute, Produzenten neuer Medien sowie Lektoren und Gutachter reüssieren.
Zum Beispiel: Das Matrix Tarot
Und noch bevor das Seminar überhaupt begonnen hat, hat Daniel Böttger bereits ein erstes Highlight gesetzt. Auch er hat an der religiösen Grundierung des Kinofilms "Matrix" gearbeitet und eine neue und originelle These präsentiert: die Drehbuchautoren könnten sich (auch) von einer bekannten Tarotkartenfolge (der "Fools Journey", "Reise des Narren") inspiriert haben lassen. Und diese These ist buchstäblich "in den Raum gestellt": Daniel Böttger, der derzeit auch u.a. ein eigenes Seminar über Wikipedia anbietet, hat seine These als YouTube-Video und eine eigene Page in Englisch online gestellt. Sehen Sie selbst:
Das Evolution-Religion-Teaser-Video ist also keine Eintagsfliege geblieben, wir Religionswissenschaftler erobern jetzt sukzessive die neuen Medien! (-;
Im Ernst: es ist außerordentlich ermutigend zu sehen, welche Kreativität und Vielfalt an Interessen in unserem Fach schlummert. Schon jetzt freue ich mich daher sehr auf die Einführungsveranstaltung am 7.12., 13 bis 15 Uhr und das Blockseminar dann am 11. und 12.01.2008.
Ohne zuviel zu verraten: wir dürfen gespannt sein, inhaltlich und medial Neues unter anderem über Religion und Demografie im Deutschen Bundestag (Dirk Schuster et al.) bis hin zur öffentlichen Debatte um UFO-Glauben (Martin Bramert et al.) zu erfahren! Die Leipziger Studierenden beweisen es: Religionswissenschaft kann bunt, fachlich und auch medial interessant sein und mutig Neuland erschließen.
Entsprechend kreativ und hochkarätig fielen die Beiträge im ersten Seminar aus, so dass ich dieses Semester den Themen- und Anwendungsbereich über Politik und Verwaltung ausdrücklich auch auf öffentliche Präsentationsformen, Film und neue Medien erweitern will. Denn schließlich schöpfen gute Filme, aber auch populäre Bücher, Spiele etc. weltweit aus religiösen Mythen - und gute Religionswissenschaftler könnten nicht nur als Redenschreiber, Berater, Integrations- bzw. Dialogbeauftragte und Konfliktmoderatoren, sondern stärker noch auch als (Drehbuch- et al.)Autoren, Film- und Kommunikationsfachleute, Produzenten neuer Medien sowie Lektoren und Gutachter reüssieren.
Zum Beispiel: Das Matrix Tarot
Und noch bevor das Seminar überhaupt begonnen hat, hat Daniel Böttger bereits ein erstes Highlight gesetzt. Auch er hat an der religiösen Grundierung des Kinofilms "Matrix" gearbeitet und eine neue und originelle These präsentiert: die Drehbuchautoren könnten sich (auch) von einer bekannten Tarotkartenfolge (der "Fools Journey", "Reise des Narren") inspiriert haben lassen. Und diese These ist buchstäblich "in den Raum gestellt": Daniel Böttger, der derzeit auch u.a. ein eigenes Seminar über Wikipedia anbietet, hat seine These als YouTube-Video und eine eigene Page in Englisch online gestellt. Sehen Sie selbst:
Das Evolution-Religion-Teaser-Video ist also keine Eintagsfliege geblieben, wir Religionswissenschaftler erobern jetzt sukzessive die neuen Medien! (-;
Im Ernst: es ist außerordentlich ermutigend zu sehen, welche Kreativität und Vielfalt an Interessen in unserem Fach schlummert. Schon jetzt freue ich mich daher sehr auf die Einführungsveranstaltung am 7.12., 13 bis 15 Uhr und das Blockseminar dann am 11. und 12.01.2008.
Ohne zuviel zu verraten: wir dürfen gespannt sein, inhaltlich und medial Neues unter anderem über Religion und Demografie im Deutschen Bundestag (Dirk Schuster et al.) bis hin zur öffentlichen Debatte um UFO-Glauben (Martin Bramert et al.) zu erfahren! Die Leipziger Studierenden beweisen es: Religionswissenschaft kann bunt, fachlich und auch medial interessant sein und mutig Neuland erschließen.
blume-religionswissenschaft - 28. Nov, 07:10
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks



