Die naturalistische Religiosität im König der Löwen
Das Eingangslied vom "Circle of Life" oder deutsch "ewigen Kreis" gehört nicht nur auf YouTube zu den erfolgreichsten Videos. Allein eine deutsche Version bringt es auf über 100.000 Klicks und fast 300 überwiegend begeisterte und nicht selten emotionale Kommentare.
Aus religionswissenschaftlicher Sicht ist schon dieses Eingansvideo eine Fundgrube: wir werden mit starken symbolischen Bildern von Licht und gemeinsam zur Verehrung strebenden Leben eingeführt in eine naturalistische Mythologie mit sowohl pantheistischen wie transzendenten Aspekten. Das Lied selbst betont eine (letztlich harmonisierende) Einheit allen Lebens in einer Vielfalt ineinandergreifender Rollen. Die Geburt eines Kindes (d.h. reproduktiver Erfolg) werden zu einem wichtigen, den Lebenskreis fortführenden Ereignis.
Ein Affe amtiert als Priester, wofür ihm die anderen Tiere Reverenz und der Löwenkönig ihm Freundschaft und Vertrauen erweisen. Das Neugeborene wird mit Pflanzensaft und Höhlenstaub rituell "getauft". Mehr noch: der Priester präsentiert Thronfolger und die jubelnde Tierschar einander, den herrschaftlichen Anspruch damit religiös beglaubigend. Als dann auch noch vom Himmel bejahend ein Lichstrahl durchbricht (ein transzendent-theistischer Akzent, zumal später das Löwenkind den verstorbenen Vater in dieser Aura geborgen erkennen wird - ein Hinweis auf ein Jenseitsleben), ehren die Tiere das Neugeborene durch Kniefall.
Das Böse wird im König der Löwen einerseits durch die (durch Läuterung zu überwindende) Leichtsinnigkeit derjenigen, die ihre Verantwortung nicht ausfüllen, vor allem aber durch diejenigen, die ihren Bereich selbstsüchtig überschreiten und die Harmonie damit angreifen, dargestellt.
So bunt, kindlich und lustig sich "Der König der Löwen" also auch präsentiert: einen Teil seiner Generationen übergreifenden Wucht bezieht er aus der durchdachten Präsentation einer naturalistisch-religiösen Mythologie. Damit sprach und spricht er auch Menschen an, die es weit von sich weisen würden, religiöse Empfindungen zu hegen. Ein echter Kult-Film.
Aus religionswissenschaftlicher Sicht ist schon dieses Eingansvideo eine Fundgrube: wir werden mit starken symbolischen Bildern von Licht und gemeinsam zur Verehrung strebenden Leben eingeführt in eine naturalistische Mythologie mit sowohl pantheistischen wie transzendenten Aspekten. Das Lied selbst betont eine (letztlich harmonisierende) Einheit allen Lebens in einer Vielfalt ineinandergreifender Rollen. Die Geburt eines Kindes (d.h. reproduktiver Erfolg) werden zu einem wichtigen, den Lebenskreis fortführenden Ereignis.
Ein Affe amtiert als Priester, wofür ihm die anderen Tiere Reverenz und der Löwenkönig ihm Freundschaft und Vertrauen erweisen. Das Neugeborene wird mit Pflanzensaft und Höhlenstaub rituell "getauft". Mehr noch: der Priester präsentiert Thronfolger und die jubelnde Tierschar einander, den herrschaftlichen Anspruch damit religiös beglaubigend. Als dann auch noch vom Himmel bejahend ein Lichstrahl durchbricht (ein transzendent-theistischer Akzent, zumal später das Löwenkind den verstorbenen Vater in dieser Aura geborgen erkennen wird - ein Hinweis auf ein Jenseitsleben), ehren die Tiere das Neugeborene durch Kniefall.
Das Böse wird im König der Löwen einerseits durch die (durch Läuterung zu überwindende) Leichtsinnigkeit derjenigen, die ihre Verantwortung nicht ausfüllen, vor allem aber durch diejenigen, die ihren Bereich selbstsüchtig überschreiten und die Harmonie damit angreifen, dargestellt.
So bunt, kindlich und lustig sich "Der König der Löwen" also auch präsentiert: einen Teil seiner Generationen übergreifenden Wucht bezieht er aus der durchdachten Präsentation einer naturalistisch-religiösen Mythologie. Damit sprach und spricht er auch Menschen an, die es weit von sich weisen würden, religiöse Empfindungen zu hegen. Ein echter Kult-Film.
blume-religionswissenschaft - 17. Okt, 07:07
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